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Oh, it's a Rave

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Moderatoren: mich0701, Lars H

Beitrag Nummer:#1  Beitrag Mi 8. Nov 2017, 22:38
stoneeh Verkabler

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Da ich ja inzwischen hier schon 1, 2 Leute habe, die ich kenne und schätze, dachte mich mal, ich zeig euch was bei mir so abgeht. Ist vom Wochenende.


Early Soundcheck: https://www.youtube.com/watch?v=QyO6dWPtTrU
Maximalpegel Check: https://www.youtube.com/watch?v=OQzINmCTqR8

Event Set 1, Techno/Trance: https://www.youtube.com/watch?v=XXAn-Z-gWgM
Event Set 3, Analoges Liveset: https://www.youtube.com/watch?v=NM9RPLr7HbM
Event Set 4, Acid Hardtrance: https://www.youtube.com/watch?v=x6I5C6Zndlg


Subs sind mit 18NLW9600 bestückt. Amping für die Subs 2x Crest 8200 gebrückt, Tops FP10000Q, Kickbässe Proline. Controlling Xilica XP 4080.

Subs Lowcut 35hz mit leichter Anpassung der Flanke via schmalbandigem EQ; Tops ab 80hz; Kicks 80 bis 180hz.

Kickbässe waren wegen nicht wegen dem Pegel mit drin, sondern wegen der Abdeckung - die Tops machen genug Kick, aber direkt vor der Anlage in der Mitte halt nicht. Somit die Kickfills, damit das Publikum dort auch den vollen Bassbereich abbekommt, nicht nur Tiefbass der Subs. Muss man sich dann natürlich spielen, sie korrekt zu betreiben, damit die Phase zu den anderen Lautsprechern passt - und zu laut darf man sie auch nicht fahren, da man sonst in ein paar Metern Distanz, wo sie mit den Tops koppeln, zuviel Kickbass hat.

Es wurde von analogen Liveequipment (Korg, Roland, etc) gespielt, und von Vinyl. Mit dem DJ Mixer sind wir in Inputs 1 und 2 des Xilica reingegangen, und mit dem Liveequipment in 3 und 4. Somit hat man sich ein zusätzliches Element (Mischpult) in der Signalkette erspart.

Pegel, Druck und Sound war einfach super, die Gäste haben gejubelt, und von den Artists haben wir laufend Lob für die Anlage bekommen. Was will man mehr.

That's it. Und Leute, schämt euch nicht was einzustellen. Das Forum hat irgendwie viel zu wenig Veranstaltungsberichte :shock:
Zuletzt geändert von stoneeh am Mi 8. Nov 2017, 22:46, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag Nummer:#2  Beitrag Mi 8. Nov 2017, 22:44
deeznutzz Verkabler

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https://www.youtube.com/watch?v=QyO6dWPtTrU wie heißt denn das Lied in dem Video? :D

Beitrag Nummer:#3  Beitrag Mi 8. Nov 2017, 23:49
TomTo Benutzeravatar
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Das schaut doch mal nach einer Menge Spaß aus :top:
Btw habe ich mir gleich mal deine anderen Videos zu Gemüte gezogen. Da sind ja einige Schmankerl dabei :)

Trotzdem muss ich mal fragen wie Ihr die Turntables aufgebaut habt. Da die Bässe ja direkt vor dem Tisch stehen denke ich da an Rückkopplungen.
Musstest du die TTs daher irgendwie entkoppeln oder ging das auch ohne Spielerei ganz von allein?

Beitrag Nummer:#4  Beitrag Do 9. Nov 2017, 16:26
stoneeh Verkabler

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Thx TomTo. Jo, man versucht sich (und andere) zu entertainen :lol2:

Mit den Rückkopplungen hast komplett richtig geahnt. Die Bühne besteht aus aneinander gestellten Bühnenelemente, und die schwingen natürlich bei einem derartigen Pegel massivst mit, was sich dann auch auf DJ Pult und Turntables überträgt. Wir haben dann folgende Massnahmen versucht:

- Dachlatten an den Rändern der Bühnenelemente, wo die Schwingungen am geringsten sind, und darauf dann die Paletten, aus denen das DJ Pult besteht
- Wasserkanister zwischen die Paletten
- der übliche Tennisbälle-Steinplatten Schmeh
- Boards mit Spikes (so wie Lautsprecher-Spikes)
- Boards mit Federn dazwischen

Hat alles wenig bis nix gebracht.

Wir sind dann vom USB Out des Xone Mixers in einen Laptop reingegangen, und dort den Spectrum Analyzer laufen gelassen, um die Rückkopplung zu isolieren. Das war ein relativ schmalbandiger Peak um die 35hz. Wir haben dann ähnlich schmalbandig 15db an der Frequenz am Controller rausgezogen, und ta-da, Problem gelöst.


nutzz: das Lied findest du irgendwo in dem Mix -> https://soundcloud.com/thevisbreaker/fl ... pvol2-2k16

Beitrag Nummer:#5  Beitrag Do 9. Nov 2017, 21:24
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Hey Stoneeh!

Wenn du nächstes Mal so ne Party schmeißt, bitte um ne kurze PN
;)

Schaut interessant aus (:
:toptop:
LG Houns
Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß wie Wolken riechen!

Beitrag Nummer:#6  Beitrag Di 14. Nov 2017, 10:33
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stoneeh hat geschrieben:
Wir sind dann vom USB Out des Xone Mixers in einen Laptop reingegangen, und dort den Spectrum Analyzer laufen gelassen, um die Rückkopplung zu isolieren. Das war ein relativ schmalbandiger Peak um die 35hz. Wir haben dann ähnlich schmalbandig 15db an der Frequenz am Controller rausgezogen, und ta-da, Problem gelöst.


Das ist doch mal ein Tipp :toptop: ausm freien Feld für viele, welche sich in Zukunft nun das klauen von tonnenweise Steinplatten nach Ladenschluss aus dem Gartenbau DIYler sparen können :D .
Schöner Bericht und genau, davon gibt's leider viel zu wenig... werde meiner-einer diesen Vorwurf auch zu Herzen nehmen :!:

Beitrag Nummer:#7  Beitrag Di 14. Nov 2017, 12:31
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Servus Markus,

Danke für den Bericht und die Videos dazu – das gibt doch einen netten Eindruck von dem, was Ihr da treibt :D
Sauber gestört :toptop: sag ich mal, ich denke, Du weisst wie ich’s meine ;)

Gesehen und gelesen hatte ich den Bericht bereits „kurz“ nach dem Einstellen; habe aber leider heute morgen erst mal endlich Zeit gefunden, in die Videos reinzuschauen.
Alter Falter – fein :D

Was mir richtig gut gefällt, sind die Ideen mit der embedded Kickfill-Mittenabdeckung und die Feedback-Problemlösung mit dem Notchfilter im Bassbereich. Beides sind Dinge, die auch zugleich eine wertvolle Hilfe für andere darstellen können; dafür gibt’s gern auch nochma Pünktchen…
Die Lösung, live direkt in das DSP zu spielen, ist mal auch ne interessante Vorgehensweise – sicherlich wäre ich über ein weiteres Pult gegangen – aber ich gebe Dir Recht: je weniger Kram dazwischen, umso besser. Und wenn’s läuft, und das tat es ja ganz offensichtlich sehr gut – prima. :top:

Jap – es dürften ruhig hier und da einfach mal ein paar mehr VA-Berichte gepostet werden – fände ich durchaus fein. Zumal es daraus immer wieder auch mal noch was zu lernen gibt; und der Blick über den einen Tellerrand auf ein anderes Dessert vom Nachbarn macht ja nicht dümmer – manchmal findet sich sicher noch was, wo auch „alte Hasen“ ne Anregung zum Begehen eines alternativen Weges finden…

Merci! (und gern mehr von so was)
Gruß Andy

Beitrag Nummer:#8  Beitrag Di 14. Nov 2017, 18:18
stoneeh Verkabler

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Danke ihr beiden :D

Zum direkt in den DSP gehn. Das sind ja eigtl Basics - "Kette so kurz wie möglich". Wenn man nicht mehr Inputs braucht (bzw beim Xilica XP gibt's ja auch die Variante mit 8 Eingängen) auf jeden Fall möglich. Was mir stark abgeht dabei ist die Möglichkeit in der XConsole, den Pegel / Gain für 2 Kanäle gleichzeitig zu regeln. Das würde sich verdammt einfach lösen lassen, wenn Xilica Hotkeys in der XConsole anbieten würde.

Ob es was ausmacht, dazu kann ich auch gleich was schreiben: beim Soundcheck hatte einer der DJs seinen Korg ESX mit, den wir direkt in den DSP gestöpselt haben. Sound war super - klar & direkt, wie man es sich erhofft. Am Event hatten ein paar von ihnen als Gruppe gespielt, d.h. jeder Sampler, Synthesizer etc, und mit dem allen in ihr eigenes Mischpult. Von dem sind wir dann noch in den Xone 42 rein, um von dort aus das Monitoring zu regeln. Und von dort erst in den DSP. Ja, und das klang dann schon mal um ne Ecke flacher/dumpfer.
Die zweite Gruppe an Live DJs / Artists hatten wir dementsprechend dann direkt in den DSP gestöpselt.

Zu den Rückkopplungen: normalerweise würd ich lieber die Ursache beseitigen, aber wenn das Symptom so einfach zu beseitigen ist, auch recht :) Naja, okay - ca 5hz Tiefgang hat es uns gekostet, da der EQ erst knapp über 40hz wieder vollen Pegel durchgelassen hat.

Die Endlösung, die ich anstrebe, wäre Cardioid. Was sagt ihr eigtl zu einer Variante mit 5 Subs? Also 1. Sub normal, 2. umgekehrt, 3. normal, 4. umgekehrt, 5. normal.


houns: wird gemacht ;)

Beitrag Nummer:#9  Beitrag Mi 15. Nov 2017, 12:05
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stoneeh hat geschrieben:
Zum direkt in den DSP gehn. Das sind ja eigtl Basics - "Kette so kurz wie möglich".
(...)
...den Pegel / Gain für 2 Kanäle gleichzeitig zu regeln. Das würde sich verdammt einfach lösen lassen, wenn Xilica Hotkeys in der XConsole anbieten würde.

Stimmt eigentlich... Dennoch muss man manchmal erst auf Basics und das ganz ganz einfachste gestubst werden :D
...So etwas wäre durchaus praktisch in solch Kontext....

stoneeh hat geschrieben:
Ob es was ausmacht, dazu kann ich auch gleich was schreiben: ..... Und von dort erst in den DSP. Ja, und das klang dann schon mal um ne Ecke flacher/dumpfer.
Die zweite Gruppe an Live DJs / Artists hatten wir dementsprechend dann direkt in den DSP gestöpselt.

Tjaaa :shock: ansich sollte es ja gar net sooo verwundern; tuts aber ja erstaunlich doch.... Dass die Kette tatsächlich "so schnell" echt hörbar bedämpft und Dynamik schluckt, hab ich schon mal iwo gelesen, aber krass find ichs dennoch

stoneeh hat geschrieben:
...normalerweise würd ich lieber die Ursache beseitigen, aber wenn das Symptom so einfach zu beseitigen ist, auch recht :) Naja, okay - ca 5hz Tiefgang hat es uns gekostet, da der EQ erst knapp über 40hz wieder vollen Pegel durchgelassen hat..

Normal vernünftig... Aber manchmal müssen wir ja auch ne Aspirin nehmen, weils an der Ursache (gerade) net zu ändern klappt, z.B. am nächsten Morgen :lol: Nee Spaß, wenn Symptombeseitigung wie in diesem Falle dermaßen effizienter ist als die (mehrfach nicht geglückte) Ursachenbekämpfung - dann ist der Weg wohl brauchbarer... :top: Ich muss mich jetzt als etwas vergleichsunwissend zu den ca. 5 Hz outen. Logo - schon diverses Zeug gehört, was mal tief, fett, voluminös oder auch eben nicht spielt oder klingt - nicht immer ist spielen und klingen ja wirklich deckungsgleich... Ich muss aber zugeben, dass ich jetzt aus dem Stand nicht sagen könnte, ob mir (gerade als Gast und mit einem mir nicht supergut bekannten Setup) fehlende 5 Hz Tiefgang wirklich auffallen würden...

stoneeh hat geschrieben:
Die Endlösung, die ich anstrebe, wäre Cardioid. Was sagt ihr eigtl zu einer Variante mit 5 Subs? Also 1. Sub normal, 2. umgekehrt, 3. normal, 4. umgekehrt, 5. normal.

Grundsätzlich sollte ein Cardiodid Aufbau das Problem mindern, jop. Ich hab selbst noch keins gestellt und kenns nur nach Lehrbuch, also eigentlich 1:2. Wobei ich auch schon mal einen L-R jeweils 1:3-Aufbau gesehen habe auf ner Comedianbühne von jmd aus Monnem mit etwas Mugge dazu...
Wenn also Lehrbuch 1:2 sagt und 1:3 wohl auch da funktioniert hat, warum sollte 1:2,5 net gehen? Kommt wohl mal auf n Versuch an :D
Grüße Andy

Beitrag Nummer:#10  Beitrag Mi 15. Nov 2017, 14:22
stoneeh Verkabler

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Ob jetzt 35 oder 40hz Tiefgang ist eigtl fast egal. Wir hatten den ganzen Abend nix unter 40hz dabei. Aber es ist halt so dass unsere Subs bis 35hz flat gehen, also will ich sie wenn's geht nicht unnötig beschneiden.
Zum "spielen vs klingen" - das fand ich via Gehör sehr schwer zu beurteilen. Manchmal wirkt etwas subjektiv tief, ist aber nur eine Trickserei bzw Kombination von verschiedenen Frequenzen im Nutzbass. Ich hab dann irgendwann angefangen vieles meiner Musik durch den Spectrum Analyzer zu jagen - da sieht man ziemlich schnell, was Sache ist. Ich verwend den hier.

"Wenn also Lehrbuch 1:2 sagt und 1:3 wohl auch da funktioniert hat, warum sollte 1:2,5 net gehen?" -> good point :D

Auf die Variante mit den 5 Subs komm ich deswegen, weil mit 6 Subs nebeneinander keine wirklich gleichmässige Verteilung möglich ist. Entweder du stellst sie 1. normal 2. umgekehrt 3. normal 4. normal 5. umgekehrt 6. normal, oder jeweils die beiden äusseren nach vorne und die beiden inneren nach hinten.. gefällt mir beides nicht wirklich.
Und ja, es würd was helfen. Die Rückkopplungen treten nur die letzten 6-10db vom Maximalpegel auf. Soviel bring ich von der Bühne locker via Cardioid weg.

Beitrag Nummer:#11  Beitrag Mi 15. Nov 2017, 15:36
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Ajo, das klärt weiter bissl auf ;)

"Zum "spielen vs klingen" - (...) Manchmal wirkt etwas subjektiv tief, ist aber nur eine Trickserei bzw Kombination von verschiedenen Frequenzen im Nutzbass."
Genau das meinte ich - klingt manchmal viel fetter und tiefer durch entsprechende Obertonkombis (sowie auch konstruktiv durch hohe GLZ* pp.) als vielleicht was anderes, was tatsächlich viel tiefer angesiedelt ist aber diese Psychotricks net nutzt. (*Zum Thema GLZ net hauen - das ist so n Bereich in dem ich mir keine besonders hohe Kenntnisgüte anmaße. Kann daher sein, dass ich da falsch liege oder was falsch bezeichne)

Das spielen mit dem Spectrum Analyzer muss ich echt mal testen - danke für den Tipp.

Die von Dir beschriebenen Varianten sind ja prinzipiell die gängigen Muster... Aber wie gesagt, warum nicht ne Variante mit 5 Subs einfach mal testen... Mehr als dass es nicht (zufriedenstellend) geht, kann doch gar net passieren (zumal das Problem ja eh nur im Grenzbereich kommt und nötigenfalls bereits eine alternative Lösung vorhanden ist...). Im worst case macht man sie aus, wenn's gar nach hinten losgeht, und dann hat man weitere Erkenntnisse zum drauf aufbauen und idealisieren...
Grüße Andy

Beitrag Nummer:#12  Beitrag So 19. Nov 2017, 01:00
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Bezugnehmend auf den Teil bezüglich der Cardioid Anwendung:
Hatte gerade Gestern Nachmittag das Wetter ausgenutzt und im Rahmen einer kleinen Dienstleistung für einen mir befreundeten Tech ein Cardio Setup für sein Fohhn PS7 PA System erstellt.
Dabei handelt es sich im Sub um einen lauten 18" Reflex mit RCF Bestückung und L-förmigen Port, sowie um ein doppel 12"/2" Top, voll horngeladen.
Das Verhältnis Sub Top war 3:1. Dabei habe ich die Variante: unterster Sub nach hinten und die beiden oberen Subs nach vorne gewählt, um die Ankopplung an das Top zu optimieren denn die Übergansfrequenz war mit 130Hz LR18 nicht ganz ohne. Zudem wird dieses Stack in den allermeisten Fällen auf schallhartem Boden im Groundstack betrieben. Von daher klar unterer im Cardiomode beide Oberen nach vorne.

Das System konnte ich bei mir vor dem Haus im Frei Feld wunderbar erstellen. Mein permanenter Messtower mit Kettenzug 8-) dann auch kurzerhand fürs raufhieven des Tops verwendet....

Zuerst ging es darum das Setup von einem analogen Controller auf einen Xilica DSP zu übertragen. Dabei stellte sich heraus, dass die Fohhn Entwickler Top Arbeit verrichtet hatten. Natürlich die Gunst der Technik auch noch n bisschen ausgenutzt und u.a. noch ein paar Stellen etwas "geglättet".

Im Anschluss eben das CSA Setup nach Lehrbuch erstellt.

Jetzt zum Kern der Sache. Natürlich war es Freifeld ohne jegliche Reflexionen. Ein um das Stack umhergehen bei unterschiedlichstem Material bis hin zu rosarauschen war sehr einfach möglich.
Zuerst aber mal die Messungen betrachtet und dabei auch zufrieden festgestellt, dass das Setup scheinbar klasse zu funktionieren scheint. Im Anschluss darauf aber wie vorerwähnt um das Stack herum gegangen.... Es war also schon krass zu erleben, wie sich das am Ende anhört. Vorne maximale Addition, gegen die Seiten hin eher weniger Abfall als erwartet und just 90Grad (also seitlich am Stack) zur Front kontinuierlicher Abfall mit maximaler Auslöschung auf der (hinteren) Auslöschungsachse. Subjektiv war der Effekt noch extremer als gemessen. Da auch das Top bei seiner Trennfrequenz zunehmend richtet kam da ebenfalls im lo-mid Bereich sehr wenig an. Es hörte sich wirklich wie ein Kofferradio an. Am meisten schien subjektiv da der Bereich um 100-250 Hz anzukommen.
8-tung und hier meines Erachtens wichtiger Punkt: Das war schön Freifeld nix Reflexionsflächen... trotzdem ist so ein Setup nicht über jeden Zweifel erhaben. Weit hinten am Hang im ansteigenden Bereich ca. 60mt. vom Stack entfernt war der Zauber weg. So etwas ist in keiner Simu enthalten. Solche Anordnungen sind oft auch abhängig von den weiteren umgebungs und Temperatur bzw. Wetterverhältnisse. Schon manche schöne Simu hat den Ersteller eben dieser zum staunen gebracht, dass sich eben doch Leute beschwerten welche im Bereich der Auslöschungsaches kilometerweit entfernt ihr Schlafzimmer haben.
Ich schweife ab, sorry :oops:
Bevor ich was zu den bunten Bildchen unterhalb sage noch dies:
Ein Cardiosetup klingt einfach nicht soooo wirklich gut. Also durchaus OK und ist in der Summe der Eigenschaften situativ völlig gerechtfertigt aber ich hatte das Gefühl, dass der Sound mit drei Subs nach vorne bzw. mit dem abgeschalteten Sub einen guten Ticken präziser und schneller spielt. Untenrum ist das Cardio wunderbar boooom- mässig unterwegs aber im Brustbein hinkte das Setup gegenüber der non- Cardio Lösung.
Wenn man sich die Wirkungsweise vor Augen hält, wunder es ja auch nicht wirklich ;)
OK, zu den Bildern:

Bild 1, Messdiagramm:
- die blaue Kurve ist auf der Auslöschungsachse in 5 Mt. Distanz
- die grüne Kurve ist auf der Hauptachse in 5 Mt. Distanz
- die rote Kurve ist auf der Hauptachse auf 5 Mt. Distanz mit ausgeschaltetem Cardio (rückwärtsgerichteten) Sub
Messungen im Groundplane.

Natürlich hat es mit dem eigentlichen Beitrag vom stoneehschen Rave nichts zu tun. Womöglich könnte dieser Beitrag aber etwas an der Motivation von Markus Absicht auf ein Cardio Setup auswirken :D . Oder zumindest das Thema noch einmal aufwerfen.
Aber wie gesagt indoor ist immer alles etwas anders als in perfekter Umgebung sprich im freien Feld.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

Beitrag Nummer:#13  Beitrag So 19. Nov 2017, 07:28
Jens Droessler Benutzeravatar
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@ isitone: Ich hab vielleicht etwas überlesen, aber ich habe den Eindruck, dass du cardioid über den gesamten Frequenzbereich des Subs machen wolltest bzw. willst, also sagen wir 40Hz bis zu den erwähnten 130Hz. Wenn das so stimmt, dann ist es nicht soo verwunderlich, wieso das deutlich schlechter klingt als die Subs im "Omni-Modus". Cardioid funktioniert so richtig gut nur über eine Oktave (Damit meine ich nicht die Auslöschung nach hinten. Die funktioniert auch breitbandiger gut.), und die kann man sich nicht mal wirklich aussuchen, sondern sie wird von der Tiefe (und evtl. noch Breite) der Subs bestimmt. Alles, was eine halbe Oktave oberhalb aufwärts dieser sich aus der Tiefe ergebenden Frequenz abspielt, leidet. Mindestens die Impulswiedergabe ist sowieso etwas schlechter bei CSA, aber ab da kommen die Sachen so richtig ins Rollen. Angebracht wäre es da meiner Meinung nach die umgedrehten Subs entsprechend tiefzupassen und nötigenfalls die normalen Subs per Allpass entsprechend in der Phase anzupassen. Dann sollte man auch über 80, 90Hz noch eine gute Wiedergabe erzielen (und genau da ist sie ja auch nötig).

Beitrag Nummer:#14  Beitrag So 19. Nov 2017, 11:21
isitone Benutzeravatar
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Ich weiss nicht, ob es Stoneeh recht ist, bzw. es sinnvoll ist hier im weitern Verlauf über den Betrieb und das erstellen eines Cardio Setups zu diskutieren. Evtl. müsste man das Thema splitten.

Jens Droessler hat geschrieben:
den Eindruck, dass du cardioid über den gesamten Frequenzbereich des Subs machen wolltest


In der Tat, für mich stellte sich die Frage, den Cardiosub tiefer zu trennen erstmal nicht. Überhaupt gefiel mir die hohe Trennung zwischen Sub und Top nicht wirklich aber ich habe mich da u.a. aus zeitlichen Gründen in erster Linie mal an die Vorgaben von Fohhn gehalten obwohl mir schien, dass das Top ggf. sogar noch ein bisschen tiefer getrennt werden könnte. Rein energetisch wird da aber dann vom Top bei voller Möhre schon einiges abverlangt.
Spasseshalber habe ich noch rasch etwas mit einem shelvingfilter am Cardioweg rumgespielt und schnell gesehen, dass man da nicht viel machen kann und es eben sehr schnell und bei kleinsten Eingriffe destruktiv wird. Was eben auch nicht verwunderlich ist.

Jens Droessler hat geschrieben:
Angebracht wäre es da meiner Meinung nach die umgedrehten Subs entsprechend tiefzupassen und nötigenfalls die normalen Subs per Allpass entsprechend in der Phase anzupassen.


Word! Ohne jetzt lange darüber nachgedacht zu haben sollte das imho aber sehr gut klappen, wenn eben die Phase entsprechend berücksichtigt wird.

Es wird sich ggf. noch einmal die Möglichkeit bieten das Stack im Rahmen eines 2Wege aktiv Setups für das Top bei mir zu haben. Dann werde ich dies ergänzend mal anwenden.

Jens Droessler hat geschrieben:
nicht mal wirklich aussuchen, sondern sie wird von der Tiefe (und evtl. noch Breite) der Subs bestimmt


Das ist richtig und auf jeden Fall wird dies auch von der Breite des Gehäuses bestimmt.
Das Delay vom hinteren Sub betrug 3.5ms bzw. 120cm. Bei einer Gehäusetiefe von ca. 70cm wird dies gut veranschaulicht.
So machte ich den Tech auch dringend darauf aufmerksam, dass dieses Setup auch nur bei einem Stack so passt. Sollte er des Öfteren ein doppel Stack einsetzen wollen, dies auch ein entsprechendes Setup erfordern würde.
Sind dann halt alles Sachen an die der Anwender im Alltag ggf. nicht daran denkt.

Beitrag Nummer:#15  Beitrag So 19. Nov 2017, 12:19
spooner030 Kabelträger

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Moin, guter Bericht. Danke dafür.
Kannst du den Punkt Rückkopplung noch mal für mich verständlich beschreiben?
Du nutzt den USB Ausgangs des Mixers um das Main Signal am Laptop mittels Spectrum Analyzer zu analysieren. Wie kommst du von diesem Spektrum zu der Erkenntnis, dass 35 Hz dein Problembereich ist? Fehlt bei der Beschreibung nicht noch irgend eine Eingangsgröße?
Meine Logik wäre eher gewesen, nen Schwingungsaufnehmer auf der Bühne zu positionieren, Spektrum messen, Peak sehen bei 35 Hz und dann cutten.

Beitrag Nummer:#16  Beitrag So 19. Nov 2017, 12:25
spooner030 Kabelträger

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sorry, verklickt

Beitrag Nummer:#17  Beitrag So 19. Nov 2017, 14:18
Ralle14 Pro-User

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spooner030 hat geschrieben:
Moin, guter Bericht. Danke dafür.
Kannst du den Punkt Rückkopplung noch mal für mich verständlich beschreiben?
Du nutzt den USB Ausgangs des Mixers um das Main Signal am Laptop mittels Spectrum Analyzer zu analysieren. Wie kommst du von diesem Spektrum zu der Erkenntnis, dass 35 Hz dein Problembereich ist? Fehlt bei der Beschreibung nicht noch irgend eine Eingangsgröße?
Meine Logik wäre eher gewesen, nen Schwingungsaufnehmer auf der Bühne zu positionieren, Spektrum messen, Peak sehen bei 35 Hz und dann cutten.


Da das Feedback über die Nadel des Plattenspielers entsteht, sieht man das natürlich auch im Spektrum des Eingangs- und Ausgangssignal des Pults. Das Feedback ist dort dann als starke Überhöhung / Peak im Spektrum zu sehen.

Beitrag Nummer:#18  Beitrag So 19. Nov 2017, 15:24
stoneeh Verkabler

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Jep. Und dass das Problem tatsächlich die über das Pult übertragenen Schwingungen sind haben wir dadurch festgestellt, dass wir die Plattenspieler einfach mal per Hand angehoben haben. Dann war Ruhe. (Die Person, die den Plattenspieler hält, steht natürlich auch auf der Bühne; der menschliche Körper dämpft Tiefbass aber anscheinend noch immer besser als x Tennisbälle oder Wassercontainer :lol: )

Beitrag Nummer:#19  Beitrag Mo 20. Nov 2017, 00:44
Jens Droessler Benutzeravatar
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Dann leg doch das nächste mal je ein dickes Steak unter jeden Fuß vom Plattenspieler!

Beitrag Nummer:#20  Beitrag Mo 20. Nov 2017, 03:18
stoneeh Verkabler

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Würde wahrscheinlich sogar funktionieren ;)

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