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Martin Magnum 650 Ausstoß regeln

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Moderator: Deathwish666

Beitrag Nummer:#1  Beitrag Mo 21. Mär 2016, 21:22
peter Benutzeravatar
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Hallo miteinander!

Ich würde meine Magnum 650 für kleinere Feiern (bis 70 Personen) gerne im Ausstoß reduzieren können, um sie in Kombination mit einem Ventilator als dezente Dunstmaschine einzusetzen.
Wir ihr wisst, wird dichter Nebel oft als störend empfunden, insbesondere bei kleinen bis mittelgroßen Feiern.

Mit einem Multimeter habe ich mal die Funktionsweise der Fernbedienung erforscht.

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Die braune Leitung ist die "Phase", die Schwarze Leitung der Nullleiter.
Während der Aufheizphase fließen 101V Gleichspannung von der blauen Leitung über die (Status-)Glimmlampe und dann über das grüne Kabel zum Nullleiter. Außerdem liegen 128V AC zwischen braun und Nulleiter (schwarz) an.

Wenn die Nebelmaschine betriebsbereit ist, liegen zwischen Braun und schwarz 225V AC an.
Beim betätigen des Tasters fließen 0,05A. Die Pumpe braucht also ca 11,25Watt (mein Multimeter ist nicht das genaueste :lol: )

Mein Ansatz wäre jetzt einfach einen Poti zwischen Braun und dem Taster zu schalten, um die Spannung zur Pumpe zu reduzieren.
Schadet das der Pumpe?
Hat jemand einen Tip wie viel Ohm der Poti haben sollte?
Und eher Logarithmisch oder Linear?

Später will ich noch ein DMX Interface und eine kleine Funkfernsteuerung mit 2 Intensitäten nachrüsten.
Lg

Beitrag Nummer:#2  Beitrag Di 22. Mär 2016, 16:16
scauter208 Lagerputzer

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Wurde da schon gelötet, schaut etwas unstabil aus ?

Ein Poti kann nur wenig Leistung, für 230V ist es ebenfalls nicht ausgelegt.

Je nach Motor kann man nur mit der Spannung oder mit der Frequenz die Umdrehungen/Hübe Regeln.
Wen die Pumpe Frequenzabhängig ist, funktioniert das nicht mit Spannung senken bzw nur sehr schlecht.

Man kann mal einen Stechdosen Dimmer probieren.
Mir wurde eine 0 geklaut....

Beitrag Nummer:#3  Beitrag Di 22. Mär 2016, 17:47
TomTo Benutzeravatar
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Mein Vorschlag:

Die Bastelei würde ich grundsätzlich ablehnen. Zum einen stellt es ein relevantes Sicherheitsrisiko dar, zum anderen reduziert sich damit der Widerverkaufswert (sollte man doch immer mal wieder in betracht ziehen)


Einfacher geht es wenn du dein Nebelfluid einfach so stark mit destilliertem Wasser verdünnst, bis du einen gewünschten Grad an Dunstfähigkeit erreicht hast.
Da die Temperatur des Heizelements nicht elektronisch, sondern sicherlich über einen Bimetallschalter geregelt wird, ist davon auszugehen das das Teil immer maximal heiß wird. Bei nun dauerhaft reduzierter Flussgeschwindigkeit des Nebelfluids in der Kupferspule des Heizelements, kann es sehr schnell zu unerwünschten Ablagerungen und damit zum verstopfen des Geräts kommen. Ab einem gewissen Querschnitt des Rohrs ist dies nicht so wild (beispiel Magnum 2000) oder wenn eben die Heizung elektronisch dynamisch geregelt wird.

Sollte dich eher das laute Zischgeräusch der Maschine stören, würde ich dir zu einem ganz einfachen Fazer (z.b. Eurolite NH 30) raten. Die Teile sind sehr günstig und auch brauchbar.


Sollte die ganze obige Erklärung nichts gebracht haben, so empfehle ich dir den "Ein/Aus Schalter" durch einen DMX fährigen Relaisschalter zu ersetzen. Dazu siehe hier: Klick!
Hierzu würde ich mir eine kleine Plastikbox nehmen, da ein 12V Netzteil + Relaisschalter rein, die Kabel von der Fernbedienung der Nebelmaschine am entsprechenden 230V Anschlussfeld des Relais anhängen, DMX Signal drauf und gut ist.
Der Switch dient nun dazu die Freuquenz der Einschaltzyklen der Pumpe zu regulieren. Das ist dann in etwa so als würdest du nicht dauerhaft, sondern immer mal wieder ganz kurz auf die Fernbedienung drücken.
Von den Kosten her dürfte sich das dann auf etwa 30€ belaufen. Für 50€ bekommst du auch einen gebrauchten Fazer. Suche es dir nun heraus :D

Beitrag Nummer:#4  Beitrag Di 22. Mär 2016, 17:52
deeznutzz Verkabler

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Kann mich TomTo nur anschließen.

Falls du doch basteln willst, warum nicht einfach die Zuflussmenge über einen Hahn oder ähnliches reduzieren? Also nicht elektrisch sondern mechanisch.

MfG David

Beitrag Nummer:#5  Beitrag Di 22. Mär 2016, 19:59
peter Benutzeravatar
Kabelträger

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Vielen dank für euere Antworten

scauter208 hat geschrieben:
Wurde da schon gelötet, schaut etwas unstabil aus ?

Nein, aber das braune Kabel hat sich beim Ampere-Zange anbringen vom Schalterkontakt gelöst.
Da wurde in der Herstellung geschlampt.
scauter208 hat geschrieben:
Ein Poti kann nur wenig Leistung, für 230V ist es ebenfalls nicht ausgelegt.

Oh ich hätte gedacht, dass es auch Potis gibt, die für höhere Spannung ausgelegt sind.
Alternative wäre einen Leistungswiderstand zu verbauen, diesen könnte man dann dazwischen schalten, für einen festgelegten reduzierten Ausstoß
scauter208 hat geschrieben:
Je nach Motor kann man nur mit der Spannung oder mit der Frequenz die Umdrehungen/Hübe Regeln.
Wen die Pumpe Frequenzabhängig ist, funktioniert das nicht mit Spannung senken bzw nur sehr schlecht.

Soweit ich weiß sind die Pumpen in diesen billigen Nebelmaschinen von der 50Hz Netzfrequenz abhängig.
Sprich eine Feder-gelagerte Spule wippt 50 mal pro Sekunde eine kleine menge Fluid in das Heizelement.
Eine Spannungsreduktion würde somit auch den Ausschlag der Spule reduzieren.
Eine Frequenzänderung würde hier das Federsystem und die Spule wesentlich stärker belasten und eventuell zu einer überhitzen Pumpe führen.
scauter208 hat geschrieben:
Man kann mal einen Stechdosen Dimmer probieren.

Phasenanschnitt wäre wegen dem Federsystem wohl auch eher schlecht.

TomTo hat geschrieben:
Mein Vorschlag:
Einfacher geht es wenn du dein Nebelfluid einfach so stark mit destilliertem Wasser verdünnst, bis du einen gewünschten Grad an Dunstfähigkeit erreicht hast.

Da hab ich auch schon dran gedacht. Das wär eine Lösung aber damit verlier ich dann natürlich die Flexibilität, auch mal schnell mehr Dunst/Nebel zu machen

TomTo hat geschrieben:
Da die Temperatur des Heizelements nicht elektronisch, sondern sicherlich über einen Bimetallschalter geregelt wird, ist davon auszugehen das das Teil immer maximal heiß wird. Bei nun dauerhaft reduzierter Flussgeschwindigkeit des Nebelfluids in der Kupferspule des Heizelements, kann es sehr schnell zu unerwünschten Ablagerungen und damit zum verstopfen des Geräts kommen. Ab einem gewissen Querschnitt des Rohrs ist dies nicht so wild (beispiel Magnum 2000) oder wenn eben die Heizung elektronisch dynamisch geregelt wird.

Temperatur ist definitiv Bimetal gesteuert. Allerdings sollte die Temperatur des Heizelementes ja auf das Martin Nebelfluid optimiert sein, unabhängig von der Durchflussmenge.

TomTo hat geschrieben:
Sollte dich eher das laute Zischgeräusch der Maschine stören, würde ich dir zu einem ganz einfachen Fazer (z.b. Eurolite NH 30) raten. Die Teile sind sehr günstig und auch brauchbar.

Ja ein Fazer ist eigentlich genau für sowas gedacht, allerdings die Fazer die ich bisher benutzt habe, haben den Dunst nicht ausreichend verteilt. Sprich es hingen dann deutlich sichtbare Dunst-Schwaden in Kopfhöhe des Publikums. Da brauch ich dann auch immer einen Ventilator, was den Sinn dieser Geräte IMHO untergräbt.
Auch der Geruch ist ein Problem. Die Magnum 650 ist die einzige mir bekannte billige Nebelmaschine, die auch nach mehreren Monaten Einsatz nicht stinkt.

TomTo hat geschrieben:
Von den Kosten her dürfte sich das dann auf etwa 30€ belaufen. Für 50€ bekommst du auch einen gebrauchten Fazer. Suche es dir nun heraus :D

Das optimum wäre halt eine gute Nebelmaschine mit regelbaren Ausstoß. Aber die gibt es meistens nur in größeren Leistungsklassen. Und die Frage ist, ob der minimale Ausstoß dann nicht schon zu viel ist.
Oder eben gleich ein Hazer. Aber der günstigste Hazer, der wirklich Haze macht, ist ja der Look Unique, der ist mir zu teuer :(

deeznutzz hat geschrieben:
Falls du doch basteln willst, warum nicht einfach die Zuflussmenge über einen Hahn oder ähnliches reduzieren? Also nicht elektrisch sondern mechanisch.

Da hätte ich angst, dass die Pumpe überheizt.

Beitrag Nummer:#6  Beitrag Mi 23. Mär 2016, 15:13
audio-pip Pro-User

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Grüße, ich schließe mich den Vorrednern an, mit gebastel wird das nur unnötig gefährlich.

Wenn du den Außstoß der Maschie kontrollieren möchtest dann solltest du, zur Fernbedinung hin auf Kleinspannung gehen. Das was aktuell mit dem Schalter gemacht wird kann man auch über einen einfachen Triac regeln und über einen zweiten könntest du die Pumpe "drosseln".

Hier mal ein paar Bilder von einem einfachen Fazer:
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Allerdings ist es ratsam, die Fernbedienung mit der thermischen Überwachung zu koppeln, nicht das die Maschine gerade heizt und dann das Fluid flüssig herraus kommt. Entweder ist der Biemetallschalter ein Wechsler so das du dem neuen elektronikteil den Saft abdrehst oder man müsste eine elektrische Heizsteuerung mit einbauen, was auch keine große geschichte ist.

Ganz einfach geht es wenn du dir ne kaputte Maschine aus eBay holst und deren Elektronik für deine Martin verbastelst.

Grüße


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