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Leistung Verstärker im Verhältnis Leistungsangabe LS

[In Planung]
Ob CarHiFi, Surround, Stereo, Abhöre oder Regalboxen, hier wird selbst gewerkelt

Moderator: Deathwish666

Beitrag Nummer:#1  Beitrag Mo 14. Dez 2015, 18:36
wuz Benutzeravatar
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Grüß Euch!
ich bin neu hier aber nicht ganz neu in Sachen Beschallung.
Bitte reißt mir nicht gleich den Kopf ab wenn ich nun frage....
Ich plane mir selbst LS/Surroundsystem zu bauen, da jene Boxen die mir gefallen, einfach nicht erschwinglich sind.
An meinen Onkyo TX-NR646 sollen Lautsprecher dran, die eben zu ihm passen.
Nun mein Problem:
Aus all den Foren und Eckdaten werde ich einfach nicht schlau. Wie habe ich die LAutsprecher hinsichtlich Leistung / Watt zu dimensionieren, wenn ich sie an meinen 160Watt/pro Kanal (Herstellerangabe)-Verstärker anschließe?
in wie weit sind die Angaben auf Lautsprechern zu berücksichtigen. Die fertige Box hat ja eine andere Angabe als einzelne Chassis.
Bringt ja nichts wenn die beiden Angaben (Amp/LS) völlig voneinander abweichen, oder?
Hält eine 100W Box nur 100 aus und ist bei 160 nur noch Heizung?

Bitte helft mir weiter,
Danke

Beitrag Nummer:#2  Beitrag Mo 14. Dez 2015, 21:52
jonhue Benutzeravatar
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Hi,
ich würde mir über die Leistungsangaben keine so großen Gedanken machen.
Wie laut hast du vor zu hören?
Mit "echten" 160W bei einem Surroundsystem pro Lautsprecher kannst du in einem normalen Wohnzimmer schon eine ordentliche Party feiern.
Im Home-Hifi Bereich geht es normal ja eher um Zimmerlautstärke und guten Klang.

Ein weiteres Problem ist heutzutage die maßlose Übertreibung und die seltsamsten Messmethoden vieler Hersteller zur Leistungsbestimmung. Sowohl bei Lautsprechern, als auch bei Verstärkern.

Der Onkyo wird auch (allein aus Temperaturgründen schon) niemals 7x 160W schaffen).
Angegeben ist er mit 160W pro Kanal an 6Ohm bei Verwendung eines! Kanals.
Somit hast du bei Verwendung aller an 8Ohm Lautsprechern also schonmal nichteinmal mehr 120W. (Angabe aus dem Datenblatt)
Für ein Surroundsystem reichen dem durchschnittsanwender aber sicher 7x50W oder weniger schon looocker aus.

Weiterer Gedankenanstoß... der Verstärker ist insgesamt mit einer Leistungsaufnahme von 630W max. angegeben.
Da er auch keine Energie erzeugen kann, können also schonmal insgesamt für alle Kanäle + Elektronik intern + Verlustleistung usw. alles dies schon nicht überschreiten.

Diese Leistungsangaben sind ja außerdem bei Vollgas. Ich habe in keinem Wohnzimmer einen Verstärker auf voller Lautstärke gesehen.

--> Kurz und knapp...
vergiss die Leistungsangaben und suche dir Boxen, die dir klanglich und optisch und speziell zu deinem Wohnzimmer passen.
Du solltest lediglich die Impedanz beachten und mind. 4Ohm pro Box verwenden. Da bei Hifi 8Ohm aber eigentlich sogar Standart ist, sollte das kein Problem sein.

Gruß,
Jonas

Beitrag Nummer:#3  Beitrag Di 15. Dez 2015, 01:14
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Danke Jonas,
war mir klar, dass diese Angaben optimierte Herstellerdaten sind. Ich habe nur eben noch nicht den Durchblick in der Kombination zu den einzelnen Chassis.
zB eine DreiwegeBox in dem ein TT mit Angabe 120W, ein MT mit angenommenen 80 W und ein Tweeter arbeiten. Wie ist die Weiche zu dimensionieren (Drahtstärke) und nehm ich dann als Grenzwert die geringste Leistung an?

PS.: --laut hast du vor zu hören--
Ich möchte "nur" bei angenehmer Familienlautstärke Filme präzise erhören --> darum auch selbstbau
Möchte ich mal so richtig brummen sitz ich an der Anlage vorm PC oder im Auto

Danke für die Antwort

Beitrag Nummer:#4  Beitrag Di 15. Dez 2015, 11:06
jonhue Benutzeravatar
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Hi,
die Gesamtleistung, die die Box verträgt, kannst du nicht direkt auf die einzelnen Chassis übertragen. Zumindest nicht, wenn du einfach den geringsten Wert annimmst.

Vereinfacht dargestellt:
Der Verstärker erzeugt ja das gesamte Frequenzband. In der Box wird dieses ja aber durch die Frequenzweiche aufgeteilt auf die einzelnen Chassis.
Je höher die Frequenz, desto weniger Leistung wird für die gleiche Lautstärke benötigt. Natürlich ist das immer abhängig von den Chassis, aber bei einer 100W Box wird niemals ein 100W Hochtöner, sondern eher ein 10W Hochtöner verbaut sein.
Ich würde mich für die Leistung am Tieftöner orientieren. Der hat normalerweise den schlechtesten Wirkungsgrad und benötigt allein wegen seinem Frequenzspektrum schon "mehr" Leistung, als ein Mittel/Hochtöner, um im Endeffekt eine gleiche, zusammenpassende, Lautstärke zu erzielen.

Bei Zimmerlautstärke, wie du ja geschrieben hast, ist das Ganze aber auch wieder nicht soo kritisch. Hier werden die Bauteile ja wieder deutlich weniger belastet.
Ich würde den TT als Referenz nehmen, dann bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.


Was hast du denn genau vor zu bauen? Hast du einen bestimmten Bausatz oder Bestückung im Kopf? Zu konkreten Lautsprechern kann man ggf. etwas mehr sagen.
Gruß

Beitrag Nummer:#5  Beitrag Di 15. Dez 2015, 14:32
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Moin,
auch sollte man wissen, dass zu "starke" Verstärker weniger Lautsprecherspulen "verbrennen" als zu schwache. Werden diese zu laut im Clipping betrieben, werden brutale Oberschwingungen erzeugt, die zuerst den Hochtöner, dann den Mitteltöner......dann....... :-(......
74/75 standen bei einer spontanen Fête nur die üblichen kleinen HECO Sebstbaulautsprecher und ein wenig tauglicher Dualverstärker zur Verfügung.....zuerst klemmten die Hochton- dann die Mitteltonkalotten....erst als der letzte Bass stand war Ruhe............aber oh Wunder ;-) ....am nächsten Tag beim Aufräumen waren abgekühlt alle wieder da......verlassen würde ich mich darauf nicht.
Dieses Wunder habe ich nur einmal erlebt.
Gruß Kalle

Beitrag Nummer:#6  Beitrag Di 15. Dez 2015, 18:35
Thiel HobbyKistenSchlepper

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Was viel wichtiger als deine Gedanken bzg. Belastbarkeit und Watt Pro Kanal sind:
Aufstellung in deinem Wohnraum

Das ist nämlich dein größtes Problem. Belastbarkeit und Watt sind dagegen gar nicht wichtig für dich :)

Beitrag Nummer:#7  Beitrag Di 15. Dez 2015, 18:57
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Sehe ich ähnlich.
Man sollte erst mal schauen wie laut man circa hört.

Sagen wir deine Kisten werden um die 90dB 1W/1m produzieren und du sitzt 3m entfernt,
willst richtig laut hören mit ca 100dB, dann brauchst du um die 70Watt.
Etwas Headroom für die Peaks und wir sind mit 140W rms recht gut bedient.
Drehst du nur 3dB mehr Bass per EQ rein, bei gleichem Pegel, verdoppeln sich beide Leistungsangaben.


Es gilt bei einer Box grob folgende Leistungsverteilung:

2-Wege -> Hochtöner; 20-30% | TMT: 60-70%
3-Wege -> Hochtöner; 10-20% | Mitteltöner; 30-40% | Tieftöner; 40-50%

Faustregel: gleiche Leistung pro Oktave:
20000 - 10000 | 10000 - 5000 | 5000 - 2500 | 2500 - 1250 |
1250 - 600 | 600 - 300 | 300 - 150 | 150 - 75 | 75 - 40 | 40 - 20
Macht 10 Oktaven, wobei die Unterste und Oberste oft weniger belegt sind, somit. normal eher 8.


Zwecks Weichenbauteile musst du dir nicht so Sorgen machen, ich persönlich mache das nach Gefühl und Erfahrung
und finde dann bei der Entwicklung raus, ob's noch dicker sein darf ;-)
Ich sage mal mit einer kleinen Ferrobar Kernspule (0,95mm Draht) machste bist 200W rms an 4 Ohm nix falsch (So bis 2,2mH rum),
Luftspule 1mm ist Minimum, eher 1,4mm im HiFi Bereich, jedenfalls bei 4 Ohm (Bei PA tut's auch eine 1,4mm 0,82er Luft bis 900W 4 Ohm, aber das ist schon sehr grenzwertig),
kommt aber auch sehr schwer auf den Wert an, um so größer der Wert und auch Innenwiderstand um so größer sollte man dimensionieren.
Für den Bandpass und auch Hochpass darf's dann eine Nummer kleiner ausfallen.

Die typischen Eisen- oder I-Kern würde ich dann nur bei 3-Wege im TP verwenden, oder für Subs.

Bei Kondensatoren ist das eine einfache Rechnung:
200W 8 Ohm = 40V, Sicherheit geht vor, also greifen wir zu 60V, oder gleich den üblichen 100V. (Sofern die Weiche net kompliziert wird und zwischen den Bauteilen hochspannt)
Mit freundlichen Grüßen
B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | www. Jobst-Audio .de
www.audiofotos.eu | Kostenfreier Bilderhoster für eure Forenbilder:
Spende | Du magst mir was spenden? Gerne ;-)
Fragen zu Bestellungen usw. bitte ausschließlich per PM, Mail oder Telefon! Werden im Forum kommentarlos gelöscht.

Beitrag Nummer:#8  Beitrag Do 17. Dez 2015, 21:49
wuz Benutzeravatar
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Vorerst mal Danke für die Tipps.

Ich plane im Frontbereich Pseudo-Standboxen, pseudo deshalb, weil im Standfuss Sachen wie Fernbedienung und so verschwinden werden. Wenn sich der Fuss natürlich
noch als Horn für einen Breitbänder ausgeht, wäre ich mit meiner Tifftlerei fertig. Aber das ist nur so ein Hirngespinst.

Für den Rearbereich habe ich jetzt Dipol eingesetzt. da sie auf gleicher Höhe der Couch stehen. Das wird sich auch so bald nicht ändern, die Einrichtung gibt im Moment der Nachwuchs vor :P
Könnt mir aber Ringstrahler gut vortellen.
In den Ecken verrichten ein Infinity und ein Eltax TT ihren Dienst. Waren beides Funstücke zu je 15€
Für DolbyAtmos an der Decke hab ich an so eine Art JBL Control oder Canton gedacht, möchte ich aber auch wegen dem Abstrahlwinkel selber in ein passendes Gehäuse bringen.

Meine ersten selbst gebauten waren vor 25 Jahren das Sat/Sub System Convention von Visaston weil mir der Sub in Isobaric-Ausführung so gut gefiehl, und auch die großen Atlas hab ich gebaut. Allerdings aus Kostengründen damals mit SinusLine oder so ähnlich von Conrad bestückt.

Bei der Frequenzweiche werde ich wahrscheinlich auch auf Vorschläge aus den Foren zurückgreifen, geplant sind 12db Weichen.
Zu meinen Möglichkeiten sei gesagt: Ich arbeite als Instandhalter in einer sehr gut ausgestatteten Werkstatt, Elektronik ist Null Problem. Mein Vater ist Tischler in Rente und in der Familie gibts noch eine Lackiererei.

Danke nochmal. freut mich das man hier nicht allein gelassen wird.

Und sollten wir uns nicht mehr lesen, dann verbringt frhe Weihnachten! :toptop:


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