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Erhöhte Belastung im Stacking Betrieb - Lesetipps gesucht

PA Lautsprecher, dazugehörige Setups und ganze Systeme

Moderatoren: mich0701, Lars H

Beitrag Nummer:#1  Beitrag Sa 18. Mär 2017, 13:03
Jacob HobbyKistenSchlepper

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Moin,
bitte nicht steinigen, habe eine ziemlich grundlegende Frage. In Kurzform steht sie schon im Titel. Es ist ja mehr oder weniger common knowledge, dass die Belastung der einzelnen Chassis beim Stacken von mehreren Bässen aufeinander zunimmt. Würde gerne den Zusammenhang dahinter verstehen. hat da jemand Tipps, wo das ganze verständlich erklärt nach zu lesen ist? Oder würde das sogar hier in Kurzform erläutern?
Danke im Voraus,
Jacob

Beitrag Nummer:#2  Beitrag Sa 18. Mär 2017, 17:13
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der Strahlungswiderstand steigt an,
weil eine größere Ausdehnung der nun zusammengestellten Kisten auch eine großere Bündelung des Schalls bedeutet.
(bis zu einem gewissen Maß und Effekt )

wie kann man sich es vorstellen ?!?!

mit einer Faust haut man auf ein Federkissen,
aber mit beiden Fäusten zusammen auf eine Stein.

also die Kraftübertragung auf die Luft steigt an,
und das belastet natürlich vorallem die Lautsprechermembran und die Verbindung dieser zur Schwingspule.

usw.... in Wahrheit nicht ganz unkompliziert.
nur ein dummes Pferd springt höher als es muß !

Beitrag Nummer:#3  Beitrag Sa 18. Mär 2017, 18:06
Jacob HobbyKistenSchlepper

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Ja in das Thema Strahlungswiderstand habe ich mich kurz eingelesen, aber wenig konkret verwertbares gefunden. Gibt es Faustregeln (oder auch konkrete Formeln), wie stark die mechanische Belastung etwa im vierer Stack ansteigt? Limitiert ihr da in der Praxis stärker?

Edit: Der Strahlungswiderstand pro Box verdoppelt sich ja mit Verdopplung der Kisten und damit steigt der Wirkungsgrad des Stacks um 3 db an. Aber wie gesagt: Wie stark sinkt die Belastbarkeit der Chassis?
Zuletzt geändert von Jacob am Sa 18. Mär 2017, 18:13, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag Nummer:#4  Beitrag Sa 18. Mär 2017, 18:09
jones34 Lautmacher

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Sowas muss man simulieren.
Das geht auch noch mit relativ simplen Programmen. Hornresp sollte das z.B. können.

Wenn man vernünftige Chassis hat kann man auch große Häufen ohne Probleme bauen.
Sieht man ja im Profibereich immer wieder.

Beitrag Nummer:#5  Beitrag Sa 18. Mär 2017, 18:14
Jacob HobbyKistenSchlepper

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Eben. Große Stacks werden ja gebaut. Daher die Frage wie stark man den Effekt in der Praxis auch mit "billig" Chassis wie einem 18-500 vernachlässigen kann...

Beitrag Nummer:#6  Beitrag So 19. Mär 2017, 04:21
Jens Droessler Benutzeravatar
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So bis zum 8er Stack musst du dir um höhere Belastung machen bei Direktstrahlern. Früher gelimited werden muss da nichts. Höhere Luftlast bedeutet ja eher weniger Auslenkung bei gleicher Leistung.

Vereinfacht gesagt passiert beim Stacking folgendes:
Steht da ein Sub auf dem Boden, kann er seinem Schall nur halbkugelförmig abstrahlen, also quasi geradeaus weg von ihm, nach links, nach rechts und nach oben (und links, rechts und oben rum dann auch um das Gehäuse herum). Deswegen steigt ja der Schalldruck, da er seine Schallenergie nicht nach unten "drücken" kann. Genauso steigt der Strahlungswiderstand an, aus dem selben Grund.
Stellt man jetzt neben diesen Sub einen zweiten selber Art und versorgt ihn mit dem gleichen Signal, so wirkt sein Schall, da gleichphasig und -amplitudig exakt wie eine Wand, der Schall des ersten Subs kann sich quasi nicht in diese Richtung ausbreiten. Steht nun noch einer auf der anderen Seite und noch eine Reihe drauf, sieht dieser erste Sub quasi nur einen Tunnel, in den er seinen Schall bekommt, er kann ja weder nach links, noch nach rechts, noch nach oben oder unten abstrahlen UND ums Gehäuse herum kann nun auch kein Schall mehr "entweichen", da stehen ja andere Subs im Weg. Dieser erste, unten mittig, sieht von diesem Sechser-Stack den höchsten Strahlungswiderstand.

Beitrag Nummer:#7  Beitrag So 19. Mär 2017, 05:10
stoneeh Stagehand

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Ist dieser Gedanke nicht nur ein Relikt aus Zeiten, wo Membranmaterialien nicht so fortgeschritten waren wie heute? Die Membranen der heutigen amtlichen Chassis haben alle irgendwelche Fasern (Kohle-, Glas-, Kevlar-) eingearbeitet, und sind hart wie ein Brett.

Im Horn ist der Effekt mein ich ja der gleiche, bzw noch ausgeprägter.. da müssten Lautsprecher im Horn ja ständig kaputt gehn.

Beitrag Nummer:#8  Beitrag So 19. Mär 2017, 10:17
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nicht nur im Horn sterben Pappen,
sondern auch im BR wenn man lange Töne auf der Tuning Frequenz hat.

da steht nämlich trotz reingepumpter Energie in die Schwingspule die Membran fast still,
weil das Gehäuse mit den BassreflexResonator sich aufschaukelt/resoniert,
was also die ideale Energieübertragung bedeutet.

das verkraften aber nicht alle Membrankonen, Pappenkollaps
und auch lösen sich gern mal die Klebeverbindungen zwischen Membran und Schwingspule.

nicht um sonst ist diese Verbindung beim Powersoft M-Force geschraubt,
und auch gute teure Horntreiber haben recht große Schwingspulendurchmesse, 4,5 bis 5 Zoll für 18 Zöller Treiber,
damit eine stabile Kraftübertragung möglich ist.

Probleme beim BR Kisten stäääcken gibt auch erst dann,
wenn die Wellenlänge zu Treiberabstand passt,
damit die auch koppeln.
und doof beim JBL W Bin wenn die Strahlungimpedanz des Horns bis in den Bereich des BRs seine Wirkung zeigt.
dann schaukelt sich da noch mehr Energie auf.
Bäng. :lol2:
nur ein dummes Pferd springt höher als es muß !


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