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JL System86 das richtige für mich?

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Beitrag Nummer:#1  Beitrag Mi 15. Feb 2017, 14:35
Racejoerg Benutzeravatar
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Hallo estmal aus der Lüneburger Heide

ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen. Ich bin 48 Jahre alt und spiele mehr oder weniger erfolgreich E Gitarre und seit neustem einwenig Bass. Wie man eventuelle erraten kann suche ich eine kleine PA für mich um mein jetziges Material zu ersetzen. Ich bastel leidenschalftlich gerne und da kam mir dann die Idee eine kleine PA zu bauen. Ich habe mein Gittarenequipment samt Instrument auch selber gebaut, etwas Erfahrung ist also vorhanden.

Was hab ich:

Ich besitze einen alten Solton Powermixer nocht mit einem Tonbandecho den ich mir für meinen Übungskeller restauriert hab, mit den dazugehörigen Boxen im Bose 802 Style. Den Boxen habe ich neu Sicken verpasst und eigentlich spielt es einigermassen gut. Die Anlage nutze ich um über ein Multieffektpedal Gitarre auf der Anlage wiederzugeben und gleichzeitig von einem MP3 Player einen Backingtrack dazu zum üben. Der Bass geht auch über die Anlage. Was mich stört ist der eigentliche Klang der Lautsprecher / Amp, es klingt alle irendwie leblos und vermatscht. Auch fehlen den Lautsprechen das Bassfundament, mit viel Lautstärke klingt das besser, gibt aber Ärger von meiner Frau :lol2:

Was ich möchte:

Ich möchte eine kleine PA haben die ich mit meiner Band auch mal für einen kleinen Gig verwenden kann oder auf einem Geburtstag mal etwas Musik damit wiedergeben, vorrangig soll sie aber zum üben für den Keller sein. Mir ist beim Stöbern im Netz dann das JL System 86 aufgefallen was von der Größe perfekt wäre. Ich bin mir aber nicht sicher ob sie klanglich meinen Anforderungen entspricht und das richtige wäre. Ich möchte die Gitarre und den Bass über ein Mischpult auf der PA wiedergeben und mit moderater Latstärke einen "ausgewogenen deteireichen " Klang erreichen. Das das Ganze zum üben zuhause eigentlich viel zu viel ist, ist mir klar aber wenn ich schon was mache dann halt ein System wasmöglichtst flexibel ist.

Was sagt Ihr wäre die PA da eine Lösung oder doch lieber ein anderes Konzept ?




Danke Gruß Jörg

Beitrag Nummer:#2  Beitrag Mi 15. Feb 2017, 15:18
_Floh_ Benutzeravatar
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Hallo Jörg,

meiner Meinung nach machst du dir um den falschen Punkt Gedanken - das System 86 klingt schon nicht schlecht, auf jeden Fall bedeutend besser als alles was du von der Bose 802 erwarten kannst - die Frage ist ob es für deine Anforderungen passt. Als kleine Partyanlage ist das Ding durchaus gut. Für einen Alleinunterhalter mit Keyboard und Gesang auch.
Problematisch für dich könnte die Tiefmittenwiedergabe sein, davon lebt Bass, und auch einer Gitarre schadet es nicht wenn die Lautsprecher zwischen 100 und 300Hz ordentlich braten können. Hier sind die Topteile mit dem 6er nicht unbedingt stark, und auch wenn der Sub recht hoch getrennt ist und da ordentlich spielt, könnte dir mit dem System 86 einfach der nötige "Druck" fehlen.
Auch das Vorhaben ein System 86 für deine Band zu nutzen ist nicht ganz unkritisch. Natürlich kommt es immer darauf an welche Art von Musik ihr macht, aber vom Gedanken selbst nur Gesang über ein ab und an etwas kräftiger gespieltes (und ich meine nicht geprügeltes!) Schlagzeug zu heben wird damit schwierig. Wenn dann evtl. noch Gitarre, Keyboards, oder im worst Case Bass darüber laufen soll, wird das ein undefinierbares Gematsche werden, da fehlen die Pegelreserven, vor allem in den Tiefmitten.

Je nachdem was du nun effektiv suchst, nur Monitoring für deinen Keller, oder auch eine kleine PA für deine Band, wäre meine Empfehlung in beiden Fällen nicht das System 86, zumindest nicht mit den originalen Topteilen.
Anschauen kannst du dir stattdessen mal die Open 1001. Durch die 10" Bestückung erreicht das Topteil z.B. eine ganz andere Präsenz in den Tiefmitten als es der kleine 6er im Jobst Topteil kann, preislich nehmen sich die Geräte kaum etwas.
Ob der 2x8" Bass darunter dann tatsächlich noch Sinn macht ist eben eine andere Frage. Natürlich gäb´s auch dazu günstige und potentere Alternativen, teuer wird es aber wenn man das Verstärkermodul (ca. 150€) verwirft, welches einen potenteren Sub immer limitieren wird, und zwar deutlich (günstigste Alternative wären dann z.B. eine T.Amp E4-250 mit günstiger Aktivweiche, sind aber noch immer ca. 400€), natürlich ist das dann auch ein ganzes Stück potenter. Gilt es eben abzuwägen ;)
MfG Flo

Life prefers wrong guys, just saying the right words.

Beitrag Nummer:#3  Beitrag Mi 15. Feb 2017, 15:31
Klangart Verkabler

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Als Universal klein PA m.M.n. so 2 Nummern zu klein ... also weder Wertig noch Nachhaltig ...
wenn du damit das erste mal auf`m Saal stehen würdest gehst du damit gnadenlos unter mit dem Kleinzeug !

;) Klangart

Beitrag Nummer:#4  Beitrag Mi 15. Feb 2017, 15:44
Andy78 HobbyKistenSchlepper

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Hallo Jörg,

den Ausführungen von Floh würde ich mich da prinzipiell anschließen. Das JL-System 86 ist definitiv allen gefundenen Kritiken nach gut - aber könnte für Deine Anforderung womöglich etwas "dünn" sein. (...auch wenn der 6er darin schon sehr sehr ordentlich ist...) Es kann definitiv nicht schaden, etwas "größeres" zu wählen - das Mehr an Membranfläche ist für Deine Anforderungen im Zweifel sinnig bis wertvoll.

Je nach Budget ist der Blick in die die JL-Serie auf jeden Fall sinnig - sofern es etwas günstiger gehen soll, können auch manche Sachen aus der JB-Serie schon herangezogen werden.
Dort hat Jobst einige Dinge bereits als ernstzunehmende Einsteiger-PA bezeichnet, z.B. das relativ neue und kräftige JB-Sat12, wobei das gegen ein 6"-Top schon wieder recht groß ist im Vergleich. Dies wäre aber auch lediglich ein reines Top, d.h. ohne Sub läuft nix.
Häufig und gern genutzt werden für kleine bis mittlere Geschichten auch z.B. die JL-Sat10, die ich für den Zweck mal ansehen würde. Es kann was ab, ist handlich, erhält viele gute Kritiken und klingt wohl auch noch recht fett und kraftvoll, auch wenn es mal etwas weiter runter muss (halt eines der wenigen Jobst-Tops mit ziemlicher Fullrange-Tauglichkeit).
Und wenn richtig Dampf hermuss, dann eben passend Sub(s) dazu... Jobsti schrieb mehrfach, dass er damit mittlere Jobs, z.B. Kneipengigs, gern und locker macht...

Gruß
Andy

Beitrag Nummer:#5  Beitrag Do 16. Feb 2017, 16:56
Racejoerg Benutzeravatar
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Hallo Danke erstmal für die super kompetenten Vorschläge und Antworten von euch. :top:

Also die Systeme die Ihr vorgeschlagen habt hatte ich nicht auf dem Schirm. Das die kleinen Dinger so kräftig sind hätte ich nicht gedacht, aber man lernt ja nicht aus. Die kleinen Tops passen perfekt da ich noch eine schöne PA Endstufe liegen hab die ich mit ein wenig Arbeit wieder flott bekomme.

Ich werde mir wohl folgendes bauen: 2 Open 1001 für meinen Übungsraum mit der Endstufe die ich noch hab. Dazu wenn wieder Geld und Zeit da ist, ein Sub JM-Sub212 mit Thomann 12-280W und ner Endstufe dazu. Das ist aber erstmal für die Zukunft da wir eine gute PA im Proberaum haben und die auch für einen Auftritt benutzen. Was meint ihr wäre das so brauchbar ?

Eine Frage zu den Open 1001: Sind die auch als Bühnen / Proberaum Monitore brauchbar? daran hapert es zur Zeit noch, bei unserem letzten Auftritt hat der Techniker die Monitore vergessen und ich würde meine dann eventuell als Backup dafür nutzen wollen.

Ich danke allen für die sehr nette Hilfe hier, schönes Forum !!!!!!!!!!!!


Gruß Jörg

Beitrag Nummer:#6  Beitrag Do 16. Feb 2017, 17:18
Andy78 HobbyKistenSchlepper

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Hallo nochmal,

zumindest als Rückfallebene können die Open 1001 sicher da mal aushelfen, als Monitor sollte (auf kleinen Bühnen oder im nicht allzu riesigen Proberaum) auch was gehen. (Low-Cut nicht vergessen!!)
Ich selbst hab die erst ein mal gehört, im Oktober beim Mini-Forentreffen. Für das Geld wirklich nicht übel.
Wie ich darauf komme, dass die Open dafür auch schon halbwegs gehen sollten: Meine eigenen, noch kleineren, Low-Budget-Tops (LF-Sat8) hatte ich neulich für Spaß auch mal als Monitor auf ne kleine Bühne geworfen. Freilich profitieren sie dann gewaltig vom Fundament des Frontholzes*, aber selbst die "kleinen" haben schon ordentlich gezaubert** auf rund 4*9 Meter Bühne. Daher sollte mit den Open da auch was machbar sein.
(*an dem Tag 2 JM-Sat12 mit je einem JM-Sub212 Original; **zum Testen hab ich die auch mal völlig ohne Front und ohne Subs laufen lassen, sogar mal kurz als "Frontholz" - klar ist der direkte Vergleich voll unfair, aber selbst die kleinen günstigen Dinger schubsen schon erstaunlich gut an, ich war selbst erstaunt...)

Und mit dem JM-Sub212 (bzw. nach der Bestückung dann LF-Sub212W) machst Du garantiert nix falsch - brauchst bissl Geduld und Genauigkeit zum bauen, aber es lohnt sich definitiv!

Gruß
Andy


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