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18" Sub als CB und Reflex im gleichen Gehäuse

Allgemeine Diskussionen/Fragen zum Thema DIY im Bereich PA

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Beitrag Nummer:#101  Beitrag So 27. Aug 2017, 18:31
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Azrael hat geschrieben:
Aber mal was anderes: ich habe mittels WinISD mal virtuell mit dem BMS gespielt und bin zum Ergebnis gekommen, dass in BR das Gehäuse über 300 Liter groß sein müsste, damit 1500 Watt reichen, um ihn und seine Monsterschwingspule voll aussteuern zu können.


Das ist theoretisch in der Tat so. Sicher teilweise auch praktisch. Dazu aber, bevor ich zu den Messungen komme eine Erfahrung welche ich schon mehrere Male gemacht und zum letzten Mal Heute Vormittag machen konnte:
Zu weiteren Vergleichszwecke vor allem im Zusammenhang mit meinen Messungen zu Eckports etc. habe ich Heute den Martin-Audio W18x vermessen. In der aktuellen Messserie habe ich auch Leistungsmessungen auf 10Mt. Distanz unter praktisch voll Aussteuerung gemacht. Ich messe nicht MLS sondern mit einem steigenden Sweep. Diese Methode ist sicher gerade in Hinblick der Leistungsmessung schon recht ideal. Der Lärmpegel war allerdings auch auf 20Mt. Distanz furchteinflössend und zur Sicherheit habe ich erst von 30Hz aufwärts gemessen. Eben, den Martin Sub hätte ich dabei fast zerstört. Polplatten knallen vom feinsten und Geräusche, als würde die Welt untergehen. Der BMS spielte da bei doppelter Leistung locker und es klang wie es sein musste. Das war also schon beeindruckend.

At Azrael, das Konstrukt ist für den geschlossenen Betrieb design dominant. Ursprünglich war der Sub als 100Lt. Netto geplant aber da schafft man es im Lochbetrieb einfach nicht ohne übelsten 50 Hz Buckel. Also dem optimalen CB Design noch 25 Lt draufgepackt mit dem Wissen, dass die Ports im CB Mode bis sicher zur Mitte gestopft werden. Auch jetzt täten plus 25Lt Wunder (dazu später mehr mit Messungen) wirken aber dafür habe ich Bumms um 50Hz was sich viel weniger aufgedunsen anhört als es sich misst. Der Reflex Mode ist ja eher für Budget Betrieb wo ich nicht stapelweise Kisten mitschleppen will.

Beitrag Nummer:#102  Beitrag So 27. Aug 2017, 18:46
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Leider hatte ich ja bei den letzten Messungen Hardware technisch mit dem Behringer nicht gerade den Brüller am Start und mit einem halb offenen Mon. Mix Poti ein grosses Fragezeichen in Bezug welche und wie dramatische Artefakte ich da dummerweise stets mit jeder Messung mitnahm.
Dazu sei gesagt, dass zumindest mein älteres Behringer Mik. für gängige Messgeschichten und Feld, Wald, Wiesen Veranstaltungen lääängstens gut genug ist. Aber das Gefühl von "Klasse1 Messen" hat schon was :D .
Mit meinem besten Wissen und Gewissen sollten jetzt keine Fehlmessungen mehr diesen Beitrag zieren.. :P :P

Nun versuche ich alle relevanten Messungen nach und nach hochzuladen.
Als erstes verschiedene Gehäuse, Port und stepdown- stopf- Varianten wie sie in diesem Beitrag bisher diskutiert wurden.

8-tung, NEU sind alle Messungen auf 2Meter (anstelle der 1.3Mt.) Distanz angelegt.

- 1. Bild der Eckport Sub (ca. 125Lt. netto Volumen), alle Ports offen
- 2. Bild der Eckport Sub (ca. 125Lt. netto Volumen), im Stepdown Mode, 1 Port verschlossen
- 3. Bild der Seitenport Sub (ca. 125Lt. netto Volumen), Port offen und verstrebt
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Beitrag Nummer:#103  Beitrag So 27. Aug 2017, 19:43
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Als erstes möchte ich noch auf die Thematik mit den Portmessungen bzw. den entsprechenden Abstimmfrequenzen eingehen.
Mittlerweile zweifle ich nicht mehr an den Messungen sondern stelle fest:
Alle Eckport Subs welche ich am Port gemessen hatte stimmte der lauteste Punkt mehr oder weniger nicht mit der Abstimmfrequenz des Portes überein.
Der Seitenport Sub zeigt bei liegendem bzw. stehendem Port auch Unterschiede welche in der Tendenz dem Eckport Sub ähneln.

Wenn ich den Seitenport Sub anschaue stelle ich fest, dass bei der Messung vertikal, das Mik liegt am Boden und entnimmt das Signal an einem der beiden äusseren Bereiche, einerseits das Gain um 2.5dB geringer ist und andererseits die Pegelspitze in der Frequenz höher liegt.
Messe ich den Port horizontal und halte das Mikrofon ebenfalls am Boden und genau mittig Port so hat der Port im Verhältnis zur Membran mehr Pegel.
Übertrage ich das auf den Eckport Sub so messe ich auch immer nur einen Port, der zwar in der Abstimmfrequenz schon stimmig ist aber die Pegelspitze verschiebt sich in der Frequenz nach oben da eben nur quasi 1/4 der Portfläche gemessen werden kann.

Ich komme zu einem nicht akademischen aber irgendwie logischen Schluss, dass es einzig und alleine damit zu tun hat, dass der einzelne Eckport einfach weniger Energie abgibt als der grosse mittig gemessene Einzelport, wo auch immer sich dieser befindet.

Dazu noch eine Messung als Vergleich von der Martin-Audio W18x Bassbox welche sich vollmundig mit 28Hz-10dB outet :ugly:
Der Impedanzgang zeigt eine Abstimmfrequenz knapp unter 40Hz. Der Hubtest hat das bestätigt. Hubminimum recht genau um 40Hz.
Die Ports sind in der Gesamtfläche um gut 500cm2. Der einzelne Port also ein bisschen grösser als derjenige meines Subs.
Es ist zu sehen, dass der Port recht breit lädt und seine Pegelspitze um ca. 45Hz hat.
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Beitrag Nummer:#104  Beitrag So 27. Aug 2017, 20:50
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Weiter bestand ein grosses Fragezeichen bei der Portverstrebung. Diese Messung habe ich nur noch mit der 2stk. à 12mm breiten Brettchen- Verstrebung versus ohne nachholen können. Die Klötzchenverstrebung habe ich mal aussen vor gelassen, nachdem ich das Resultat der beiden anderen Varianten verglichen hatte. Dabei ist zu sagen, dass sich die Messung bei der Seitenport PLUS 25Lt. Gehäuse Volumen Variante mit identischem Port (Länge 52.5cm) handelt. Werde aber die vorhergehende 125Lt. Variante noch nachholen.... (Zeit vs. zu erwartendes Resultat...). Aber schaut selbst :grummel: .... alles wie es zu erwarten wäre, meine Klötzchen werden also die Welt der Löcher nicht nachhaltig beeinflussen, denke ich :lol2:
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Beitrag Nummer:#105  Beitrag So 27. Aug 2017, 21:20
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Wie vorerwähnt habe ich mein Sideport Testgehäuse so ausgelegt, dass ich das Volumen beliebig bis auf Netto 150Lt. (entspricht gegenüber der vorhergehenden Variante um +25Lt.) erweitern kann. Da der BMS mit seinen Parameter sehr positiv auf zusätzliches Volumen reagiert wollte ich es mal ausprobieren. Dies trotz der in dem Projekt nicht gegebenen Option, da ich ja grundsätzlich CB mit der Kiste machen will.
Aber wer weiss was die Zukunft bringt. Da gut vorbereitet, nach 15Min. die Volumenvergrösserung umgesetzt. Den Port habe ich mal so belassen. Das heisst, eine nach der Verstrebung vorhandene Fläche von gut 400cm2, Länge 52.5cm.
Was soll ich sagen, hier kommt man langsam in den Bereich wo der BMS seine Qualitäten ausspielen kann. Gehört habe ich diese Variante allerdings (noch) nicht.
Dazu möchte ich aber gerade im Hinblick auf andere Subs festhalten, dass der BMS bei gleichem Input gerne mal je nach Konkurrent gegen 1-3dB weniger Pegel macht. Der Martin W18x macht wohl eher gegen 4dB mehr. Im Endeffekt aber war er schon bei 750Watt at30Hz am "kötzeln".
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Beitrag Nummer:#106  Beitrag So 27. Aug 2017, 22:25
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Will nicht nerven... ;) aber ich nochmals, Heute wohl zum letzten Mal.
Es geht um die Leistungsmessung. Die wurde auf ca. 1.5kW Leistung mit Testsweep gemacht. Dabei habe ich den Messbeginn auf 30Hz angesetzt, mein Ziel war ja nicht, Chassis zu zerstören. Dies jedoch wäre mir mit dem Martin W18x aber fast passiert. Da der Martin-Audio für seinen W18x eine Impedanz von 8Ohm angibt, habe ich den Pegel bei allen Messungen plus 3dB angehoben. Bei der Leistungsmessung konnte ich das nicht, da habe ich den Pegel identisch gehalten, sprich die halbe Leistung gemessen.
Untenstehend jetzt noch ein paar Vergleiche. Mich nahm es auch wunder wie sich der Stepdown mit der um 1/4 verkleinerten Portfläche, also 412cm2 gegenüber den 309cm2 verhält. Da sich der Stepdown und der Sidport sehr ähneln, habe ich das auch mal gegeneinander gehalten. Interessanterweise scheint die verringerte Fläche aber nicht relevant mit Pegelreduktion resp. Kompression zu quittieren?!
Entweder sind da 1.5kW noch zu gering oder das Testsignal scheint nicht geeignet zu sein (was ich aber nicht glaube) oder es ist einfach nicht so dramatisch wie angenommen. Hat das schon einmal wer gemessen?

Zu den Bildern:

- Bild Nr. 1: Powertest auf 10Mt. Distanz mit BMS 1.5kW und Martin mit 750 Watt, blau Eckport, grün Martin-Audio
- Bild Nr. 2: Powertest auf 10Mt. Distanz mit 1.5kW, blau Sideport, rot Eckport im Stepdown dazu beide FGänge auf 2Mt. GP
- Bild Nr. 3: Powertest auf 10Mt. Distanz mit 1.5kW, blau Eckport, rot Sideport
- Bild Nr. 4: Powertest auf 10Mt. Distanz mit 1.5kW, blau Eckport, Ocker Eckport im Stepdown Mode
- Bild Nr. 5: Powertest auf 10Mt. Distanz mit 1.5kW, blau Eckport, Lila Seitenport +25Lt
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Beitrag Nummer:#107  Beitrag Mi 30. Aug 2017, 16:45
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An dieser Stelle noch einige Updates welche durch das bis und mit Heute noch schöne Wetter gepusht wurden. Der von der Fa. Jericho gelieferte Proto weist ein minimal (wenige Liter) grösseres Volumen und eine optimierte Innenakustik auf. Dieser Proto (Port 58.5cm) wollte ich nun noch mit dem eigenen (schwarze Farbe) vergleichen bei dem ich ja den Port um 6cm gekürzt hatte. Bevor ich beim Jericho Proto die Säge ansetzen wollte also rasch eine Messung gemacht. Daraufhin habe ich mich entschieden, bevor Späne fliegen, das vorher mal kurz zu hören. Ja, was soll ich sagen, ich bleibe nun also trotz all meiner Arbeit beim längeren Port. Der Sound der beiden Kisten ist schon sehr ähnlich aber ich glaube zu hören, dass der längere Port ein bisschen aufgeräumter und mi-ni-mal präziser spielt. Das weniger an Bumms um 50/60 Hz merkt man schon aber das klangliche Argument zählt mir mehr.
Habe auch ein vorläufiges Setup welches für meinen Geschmack aber noch zu aufwändig gefiltert ist.

Anbei noch ein paar Bilder der Messungen:

- Bild 1: Kombi Messung des Jericho Protos (minimal grösseres Volumen) Portlänge 58.5cm
- Bild 2: Frequenzgang Jericho Eckport, Port 58.5cm versus Proto Eckport (schwarze Kiste) mit auf 52.5cm gekürztem Port 8-tung 2 dB Skalierung
- BIld 3: Impedanz Port lang (58.5cm) versus Port kurz (52.5cm)
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Zuletzt geändert von isitone am Mi 30. Aug 2017, 20:14, insgesamt 2-mal geändert.

Beitrag Nummer:#108  Beitrag Mi 30. Aug 2017, 17:26
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Weiter wollte ich es noch einmal wissen, wie es sich mit der Portkompression verhält. Dazu erneut einen Powertest gefahren.
Endstufe die T-Amp TSA 4-1300, also die grössere der 4Kanäler.
Belastung von nur einem Kanal, Chassis hat 4 Ohm.
Dabei habe ich den Amp unter anderem total ans Limit getrieben. Bei der lautesten Messung war das Limitieren auch gut zu hören und ich gehe davon aus, dass dies die Messung beeinflusst hat.
Die Messungen wurden über den DSP auf 10Mt. Distanz gemacht, wie immer GP.

Es scheint, dass zumindest mit dem Testsweep keine relevante Kompression erzeugt werden kann. Bei der lautesten Messung geht es maximal um ein halbes dB Abweichung. Dabei ist aber auch der limitierende Amp, sowie allenfalls erste Anzeichen einer PC im Auge zu behalten.

Bild Nr. 1: Kombimessung mit DSP versus ohne DSP
Bild Nr. 2: Powermessung mit rot ca. 2000Watt / blau ca. 1000Watt / grün ca. 500Watt 5dB Skalierung
Bild Nr. 3: Powermessung mit rot ca. 2000Watt / blau ca. 1000Watt / grün ca. 500Watt 1dB Skalierung
Bild Nr. 4: Powermessung mit rot ca. 2000Watt / blau ca. 1000Watt / grün ca. 500Watt 2dB Skalierung
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Beitrag Nummer:#109  Beitrag Mi 30. Aug 2017, 20:50
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Ich verschone euch bald mal wieder etwas mit meinen Posts ;) ... doch an dieser Stelle noch etwas Infos über die hör- Session Heute. Evtl. interessiert es noch jemand. Es geht mir vor allem noch um den Port Noise.
Da gleichvorneweg: gerne würde ich mal einen Sub hören, der um die Lochfrequenz rum und gegen voll Aussteuerung absolut kein Port Geräusch macht. Das finde ich wirklich erstaunlich resp. beeindruckend! Dabei bin ich fast ein bisschen (positiv natürlich) eifersüchtig :grummel: .... auf Jans Doppel 18" der offenbar auch mit Volldampf um die Lochfrequenz rum kein Noise generiert :!:
Bei mitlaufendem Top und auch nah, so 2, 3 Meter sind keine Portgeräusche bis praktisch Anschlag und auch um die "Du weisst schon welche Frequenz" :lol2: wahrnehmbar. Einzig bei einem Musikstück hatte ich den Eindruck dass es eigenartig klingt und da blies es auch richtig aus den Ports. Druck war aber trotzdem richtig da.
Ohne mitlaufendes Top ist ein Portgeräusch aber ab ca. -3 bis -4dB vor Limit wahrnehmbar. Noch nicht störend aber man merkt langsam, dass zum eigentlichen Sound noch ein weiteres "Geräusch" dazu kommt. Gegen Anschlag und vor allem wenn es in Richtung ein Ton- Musik und nah um die Du weisst schon welche Frequenz geht, da ist es richtig störend und es moduliert im Sound irgendwie auf und wirkt undifferenziert. Richtig störend ist es aber schon nur ohne mitlaufende Tops und wenn maximaler Druck aus den Löcher kommt.
Zur Erinnerung die Fläche entspricht mit 412cm2 gut einem Drittel SD.
Habe jetzt versucht kritisch zu reflektieren. Dazu muss aber auch erwähnt werden, dass der BMS im Reflex Mode im Vergleich mit eher leichtpappen 18" Subs ähnlicher Grösse (Martin Audio, Voice Acoustics, D&B...) einfach mächtiger und imposanter klingt. Trotzdem fehlt einem auch bei schnellerem Programm nichts, es wirkt einfach nicht so knallig und Schädel spaltend aber es ist alles da.
Einfach klasse sind typische getriggerte Basedrum sounds. Das wirkt mächtig und trotzdem präzise da hier der grössere Teil von der Membran kommt und eben der Hub nicht schnell limitiert. Trotzdem finde ich persönlich eine maximale obere Trennfrequenz im Lochmodus um 100Hz als praktikabel. Kritisch betrachtet und in meinem Fall werde ich eher eine 80Hz Trennung mit flacher Flanke anpeilen.
Im CB Mode sind 120Hz noch hervorragend es gehen sogar 150Hz. Aber auch hier eher smooth und nicht knallig hart.

So, danke fürs mitlesen :). Sobald die erste Armada von Fertiggehäuse ankommt werde ich gerne ein paar Fotos hochladen.
Beste Grüsse ausm Süden 8)
Stefan
Zuletzt geändert von isitone am Mi 30. Aug 2017, 20:59, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag Nummer:#110  Beitrag Mi 30. Aug 2017, 20:57
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Was hast du für ein Signal verwendet bei den Portpegelmessungen? Sinussweep?

Bei uns reichen 550cm² Portfläche bei 2,25kW Eingangsleistung, bei penibel gesetztem Lowcut, grade mal so. Frequenzgang sieht (bei 80hz zum Top getrennt) so aus, d.h. ist jetzt keine portdominante Abstimmung, wo der Port generell mehr arbeiten muss, und deswegen früher am Limit ist.

Das ist halt Praxiserfahrung mit Musik. Ein Musiksignal sollte sich bei Messungen am besten durch ein Rauschen emulieren lassen. Ich weiss nicht ob ich einem Sinussignal trau. Bei dem muss der Sub lediglich in einem schmalbandigen Frequenzbereich arbeiten, und ob sich das auf das Verhalten im Port gleich auswirkt wie eine Anregung über ein breiteres Frequenzspektrum, glaub ich nicht.

Note: ich möchte hier wirklich niemandem etwas unterstellen. Kann gut sein, dass sich die Subs eh in der Praxis auch so verhalten, wie auf den Messungen dargestellt, d.h. der Port eben nicht limitiert. Ich bin nur neugierig und will herausfinden, wo die (zugegebenermassen kleine) Diskrepanz zwischen meinen und deinen Erfahrungen ist.

Zudem bin ich sehr dankbar für die Messungen, und dem Service, das du damit uns allen bereitstellst :top:

Zu den Frequenzgangmessungen mit neuem Setup: was ich so seh ist der Unterschied hauptsächlich etwas mehr Pegel im Tiefbass?

Beitrag Nummer:#111  Beitrag Mi 30. Aug 2017, 21:18
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stoneeh hat geschrieben:
Was hast du für ein Signal verwendet bei den Portpegelmessungen? Sinussweep?


Genau, ein Sweep.

stoneeh hat geschrieben:
Note: ich möchte hier wirklich niemandem etwas unterstellen. Kann gut sein, dass sich die Subs eh in der Praxis auch so verhalten, wie auf den Messungen dargestellt, d.h. der Port eben nicht limitiert. Ich bin nur neugierig und will herausfinden, wo die (zugegebenermassen kleine) Diskrepanz zwischen meinen und deinen Erfahrungen ist.


Evtl. war mein letzter Beitrag von der Hörsession noch nicht oben nachdem Du geantwortet hattest. Es ist eigentlich eher so, dass ich subjektiv beim hören, vor allem ohne mitlaufende Tops schon das Gefühl habe, dass es sich nicht mehr optimal verhält. Ich bin mir nicht sicher ober der Port wirklich im Pegel limitiert. Aber auf jeden Fall wirkt der Noise gegen Vollaussteuerung hin und eben ohne Tops schon störend. Aber eben eher nur schmalbandig. Ne getriggerte Basedrum z.B. klingt bis zu sehr hohen Pegeln fantastisch und man hat fast nicht das Gefühl eine Reflex Kiste vor sich zu haben.
stoneeh hat geschrieben:
Zudem bin ich sehr dankbar für die Messungen, und dem Service, das du damit uns allen bereitstellst

Oh, noch so gerne :D das ist doch das coole an Foren, die Möglichkeit zu teilen, ich bin nicht so der Geheimniskrämer verstehe aber, dass Profis nicht alles einfach so ausplaudern können / wollen ;) .
Habe ja von Dir / Euch auch viele Feedbacks erhalten, das machte mir richtig viel Spass :!:

Beitrag Nummer:#112  Beitrag Mi 30. Aug 2017, 21:22
stoneeh Stagehand

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Ok, wir haben da ziemlich zeitgleich gepostet.

Ohne mitlaufendes Top ist ein Portgeräusch aber ab ca. -3 bis -4dB vor Limit wahrnehmbar. Noch nicht störend aber man merkt langsam, dass zum eigentlichen Sound noch ein weiteres "Geräusch" dazu kommt. Gegen Anschlag und vor allem wenn es in Richtung ein Ton- Musik und nah um die Du weisst schon welche Frequenz geht, da ist es richtig störend und es moduliert im Sound irgendwie auf und wirkt undifferenziert. Richtig störend ist es aber schon nur ohne mitlaufende Tops und wenn maximaler Druck aus den Löcher kommt.


Dass Portnoise bei -3db noch nicht auftritt ist normal. Da fliesst ja erst die Hälfte an Leistung rein, ergo (von PC mal abgesehen) kommt auch auf den Port die halbe "Last". Also ~1kW. Alle Subs der ~1kW Klasse, die ich kenne, kommen problemlos mit 400cm² aus. Erst bei einem Sub der Leistungsklasse des 18N862, oder halt eines NLW9600, o.ä.
Den subjektiven Eindruck gegen Limit würd ich wie du beschreiben. Es klingt einfach nicht mehr so klar, druckvoll, differenziert. Und ja, wenn ein Top drüber spielt, fällt das u.U. gar nicht auf, solang die Ports nicht stark limitieren - was sie in diesem Fall sicher auch nicht tun.

Ich denke, du hast mit deiner Zielsetzung das bestmögliche aus dem Sub herausgeholt. Der Haupteinsatz ist ja wie du sagst im CB Modus, und sekundär BR. 100% kompromisslos bei beiden Varianten wird nie möglich sein. Aber nahe dran bist du denk ich.

Beitrag Nummer:#113  Beitrag Fr 9. Feb 2018, 16:16
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Hier ein kleines Update in diesem Projekt. Die Gehäuse sind soweit fertig. Letzte Details bei den Gittern.
Die Lackierung ist Polyurea.
Die Gehäuse sind noch bei der Schreinerei, eine Abholung sollte aber noch im Bereich des Monats Febr. erfolgen können.
Freue mich :D
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Beitrag Nummer:#114  Beitrag Fr 9. Feb 2018, 19:09
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isitone hat geschrieben:
Hier ein kleines Update in diesem Projekt. Die Gehäuse sind soweit fertig. Letzte Details bei den Gittern.
Die Lackierung ist Polyurea.
Die Gehäuse sind noch bei der Schreinerei, eine Abholung sollte aber noch im Bereich des Monats Febr. erfolgen können.
Freue mich :D


Sehr schöne Arbeit! Auf die Idee, die Griffe so zu integrieren, muss man erstmal kommen. Hut ab. :top:

Beitrag Nummer:#115  Beitrag Sa 10. Feb 2018, 12:31
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Danke, Ralle14, freue mich über deinen Zuspruch :D .

Die vorgezogenen BR Ports und die Art wie die vorderen Griffe designt sind haben auch den Vorteil, dass die Schallwand quasi mechanisch verstärkt eingebettet ist. Die Kiste wird auf diese Weise schon sehr stabil, zumal die Schallwand doppelt 15mm ausgeführt ist. Aus dem gleichen Grund gibt es auf der Rückseite auch einen "Absatz" resp. die RW ist um 12mm gegen innen versetzt. Wie gesagt, wird mechanisch relevant stabiler.
Einen Nachteil hat dies allerdings, zumindest nehme ich dies an, habe es jedoch nie verglichen / getestet:
Die Ankopplung an die Luft wird so wohl eher verschlechtert, da die Ports eher frei liegend und nicht "flanged" sind.
Gerne werde ich weiter orientieren mit ein paar Bilder, wenn alles ready ist sowie einer finalen Messreihe im CB und BR Mode mit zusätzlichen Laser (Hub/Signaltreue) Messungen.

Beitrag Nummer:#116  Beitrag So 11. Feb 2018, 23:50
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Ich hab bei mir gerade den BMS 18n862 gegen den B&C 18SW115 verglichen. In meinem Proto Gehäuse sind die sich ziemlich ähnlich. Hast du den auch schon mal getestet?

Deine Gehäuse sehen super aus. Würde die gerne mal hören. :-) Tolles Projekt!

Beitrag Nummer:#117  Beitrag So 11. Feb 2018, 23:56
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At Heini, nein, den 18SW115 habe ich noch nie getestet. Ist der obenrum nicht n bisschen lauter? Wie macht sich das klanglich so? Der B&C wäre eigentlich nen gutes Stück günstiger.

Beitrag Nummer:#118  Beitrag Di 13. Feb 2018, 00:12
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Ich hab ihn jetzt sehr grob verglichen... Leider fehlt mir noch etwas Zeit und vor allem die Location um beide Pappen ausgiebig zu vergleichen.

Klanglich war der erste Eindruck, dass die sich verdammt ähnlich sind. Der BMS ist "kalt" etwas lauter. Ich vermute, dass der B&C allerdings unter Volllast die Nase vorn hat. Ich werde das genau testen und berichten. Der 18NLW9601 ist auch noch hier, klingt aber obenrum nicht so gut.

Beitrag Nummer:#119  Beitrag Mo 9. Jul 2018, 20:46
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An dieser Stelle mal wieder etwas Infos aus dem Süden... evtl. interessiert es noch jemanden unter euch. Zwischenzeitlich sind die Gehäuse eingetroffen. Super tolle Qualität, es ist wirklich eine Freude. Obwohl ich mit dem Ergebnis insgesamt zufrieden war hat mir die Sache irgendwie trotzdem keine Ruhe gelassen. Der BMS 18n862 klingt erwartungsgemäss bei CB sehr, sehr gut. Im Lochmodus auch gut, obwohl ich immer den Eindruck hatte, da könnte irgendwie mehr gehen. Zudem haben mich die Messresultate immer etwas irritiert.

Einfach, des Probierens willen, habe ich als Muster den B&C 18DS115 als Pärchen geordert. Obwohl sich der SW115 besser simuliert, hat mich die Kraft des DS nicht in Ruhe gelassen.... :lol: ...

Ich lasse die Messresultate einfach auf euch wirken. Für mich ist es eine wirklich interessante Erfahrung und eben auch Erkenntnis. Der BMS ist mit 125Lt. einfach nicht zufrieden... Der Einbruch um 150 Hz im CB Mode resultiert in Folge der Gehäusetiefe um netto knapp 60cm. Nun, es ist wie fast immer im Leben, alles irgendwie ein Kompromiss :cry:

Klanglich ist der B&C eine Wucht. Sehr wenig Portnoise ausser wenn wirklich mit voller Möhre um der Lochfrequenz herum gefahren wird. Lab PLM 20k voll offen, 211 VP... :evil:. Der DS mag halt kleine Volumen und trotz der Masse klingt es auch recht knackig. Die Stärken sind aber wirklich fette Drums u.ä. das macht Spass :D
Bezüglich der Leidensfähigkeit möchte ich mich Heinis Erfahrungen anschliessen. Die grosse B&C Line kann sowas von geprügelt werden, das ist wirklich eine neue Liga.
Klanglich habe ich den DS115 im CB Mode noch nicht gehört. Aber ja... da geht im natürlich schneller die Puste aus. Aber ich erwarte einen sehr sauberen, schnellen Sound und könnte ggf. mit den Abstriche leben.
Im Vergleich zum BMS mit offenen Ports, so klingt der BMS irgendwie etwas geschmeidiger. Bei Pegel hat er aber wirklich keine Chance und der breitladende Port limitiert im Vergleich stärker.
Ein etwas unfairer Vergleich mit einem 2x18 Mogale G-Sub, bestückt mit den teuren PHL Neos zeigte klar, dass es eben nicht mehr vergleichbar ist, obwohl der G-Sub ein minimal grösseres Gehäuse mit Center Port hat. Der Unterschied war viel grösser als erwartet.
Zuletzt geändert von isitone am Mo 9. Jul 2018, 20:58, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag Nummer:#120  Beitrag Mo 9. Jul 2018, 20:48
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Edit, Farb- Zuordnung:
B&C 18DS115 blau
BMS 18n862 grün
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