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Rotth.FH15M

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Beitrag Nummer:#21  Beitrag So 26. Nov 2017, 16:24
Jens Droessler Benutzeravatar
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Das ist im Prinzip, was ich oben meinte. Jetzt hast du "riesige" Kisten, die noch Tiefbassunterstützung brauchen. Nicht, dass dagegen was zu sagen wäre, aber wäre es nicht sinnvoller, die Tapped Hörner tiefer abzustimmen (dafür zwangsweise leiser) und dann davon mehr gleiche zu bauen, als mit noch einer zweiten Sorte Bässe anzufangen?

Beitrag Nummer:#22  Beitrag So 26. Nov 2017, 20:01
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Hallo Jens,

die THs brauchen nicht zwangläufig Tiefbassunterstützung! Die funktionieren auch ohne bis 40Hz sehr gut.
Ich habe die nun auf diversen Veranstaltungen testen können. Musikalisch bewegte sich das Feld von Pop / Rock bis hin zu Techno und Minimal. Man kann die Kiste für Allroundanwendungen problemlos verwenden.
All in all kommt da auch deutlich mehr heraus als bei den anderen Kisten die ich so von db Technologies verwende. Man bekommt bei wenig Ampleistung schon sehr viel Bass. Bei dem Verhältnis der subjektiven Einschätzung aus Bassvolumen und Lautstärke ist es zumindest gerechtfertig :)

Aber:
Bei sehr tiefbasslastiger Musik wie Trap und Hiphop fehlt es etwas im Tiefgang. Oder sagen wir der "Hosenflattereffekt" wird von den Kids vermisst :lol2:
Am Ende baue ich auch nur Sachen die die Kundschaft mieten möchte^^

All in all bin ich aber mit dem Klangbild sehr zufrieden. Man erhält hier mäßig Tiefgang für HipHop und den nötigen Kick bei Techno. Es ist für mich insgesamt sehr rund.

Weiterhin kann ich so mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Die THs und BRs sind zum einen unteinander kombinierbar und können auf der anderen Seite auch Single am Topteil betrieben werden.

Das Ziel sind erstmal 6 Tappedhörner und 6 BR Kisten. Diese könnte man von einem großen System bis hin zu 6 Einzellsystemen kombinieren. Eine entsprechende Anzahl an Tops und Amping vorausgesetzt!

Beitrag Nummer:#23  Beitrag Sa 16. Dez 2017, 10:23
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Das Finish ist nun auch abgeschlossen!
Statt einer gewöhnlichen schwarzen Kiste wollte ich ganz gerne mal etwas fürs Auge haben.

S1520003.jpg
S1520005.jpg
S1520008.jpg


Hierzu habe ich insgesamt acht Einschweißmuttern auf der Rückseite des Gitters verschweißt. Mittels Senkkopfschraube (M8) wird so alles am Gehäuse fest fixiert und lässt sich bei defekt des Treibers auch sehr schnell lösen. Weiterhin habe ich alle Gitter rückseitig mit 5mm Schaum versehen, um die Treiber vor Staub und Feuchtigkeit zu schützen.
Die Lackierung erfolgte mit einem Rot-Metallic Lack aus dem KFZ Bereich. Statt gewöhnlichen Klarklack habe ich einen UV floureszierenden Klarlack genommen. Das gibt bei Schwarzlicht einen schönen Nebeneffekt und schütz die erste Lackschicht.

S1520018.jpg
S1520020.jpg



Bei dem ersten Einsatz habe ich den 18er auf den Boden gelegt und das 15er TH oben drauf gestellt. So zeigten die Treiber alle mit etwa 30° Neigung nach oben/hinten. Das Stack wanderte auf dem glatten Boden mit einer Geschwindigkeit von etwa 100cm/h nach hinten und musste mehrfach wieder vorgeschoben werden. Ich muss mal schauen ob ich das nächste mal irgend eine Decke oder sowas drunter lege um die Auflagefläche zu vergrößern.
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Beitrag Nummer:#24  Beitrag Sa 16. Dez 2017, 10:24
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Bild zum vorhergehenden Beitrag:

S1530006.jpg
S1530008.jpg



An dieser Stelle noch ein wichtiger Hinweis:

Die Griffschale "Adam Hall 3405" ist nicht zu 100% dicht!
Die Rückwand der Schale wurde auf einen gebogenen Falz geschweißt. Dadurch ergeben sich etwa 1mm große Löcher in den Ecken der Schale. Hier pustet es bei dem Bass dann ganz ordentlich. Diese kann man vor dem Einbau entweder verschweißen und mittels Leim verschließen.
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Beitrag Nummer:#25  Beitrag Sa 10. Feb 2018, 20:20
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UPDATE:

Dank der Größzügigkeit von Bernd ist es mir möglich gewesen mal den B&C 15sw100 im Gehäuse von Rotth zu testen. Laut Simulation ist es die Alternative schlechthin.

Hier mal ein Bild. Getestet wurde mit einer TA2400 im Brückenbetrieb. Eine wertigere Endstufe hatte ich zu dem Zeitpunk leider nicht zur Verfügung.
forum.jpg


Ergebnis:
Der B&C kommt noch ein Stück weit tiefer als der Mivoc. Aufgrund der Belastbarkeit und sehr guten Schalldruckpegel 1w/1m ist der B&C in der Praxis genau so laut wie zwei Mivoc-Tappedhörner. Ich ging davon aus das bei sich ergänzenden Hornmündern die Mivoc eigentlich etwas "fetter" klingen sollten als der B&C, was sich jedoch nicht bestätigte. Mit zum Lautsprecher gedrehten Rücken klangen beide Mivoc zu dem einen B&C gleich laut. Die Mivoc wurden dabei mit 500W befeuert (bei 600W lt. Herstellerangaben fangen die Schwingspulen an zu stinken), der B&C mit gemessenen 1500W am Limiter.

Einbußen macht man allerdings im höheren Frequenzbereich. Da wo der Mivoc noch bei 150Hz an das Topteil gekoppelt werden könnte, klingt der B&C schon "hohl und bauchig". Über 130Hz würde ich den B&C 15sw100 in dem Gehäuse nicht spielen lassen! Am besten klingt es bei 120Hz getrennt mit einem lowmid-potenten Topteil.

Ich werde versuchen kommende Woche mal ein paar Messungen Outdoor durchzuführen :D
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Beitrag Nummer:#26  Beitrag Sa 24. Mär 2018, 11:47
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Guten Morgen in die Runde :ugly:

Die Bässe wurden nun endlich fertig gestellt und haben dabei noch eine "kleine" Veränderung bekommen.

Ursprünglich war als Bestückung der Mivoc SWA 15100 C8 geplant. Bis zum Bau der ersten beiden THs ist das soweit auch kein Problem gewesen. Allerdings wurde nun die Produktion der Chassis leider eingestellt! Da ich jedoch etwas nachhaltiges bauen wollte, später evtl. noch weitere Kisten und ich auch in 5 Jahren nicht erst in der Bucht nach Ersatzchassis suchen möchte, stand ich (wir) vor einer Entscheidung.
Als Alternative zum Mivoc stand noch der Thomann the box 15LB100 im Raum. Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen sehr günstigen Treiber (129€), der laut Simu auch in dem Horn funktioniert hätte. Es ist ebenfalls auch nicht schwer ein passendes Amping im günstigen Format zu finden (TA2400, Proline 1800, etc.).

Weiterhin gibt es noch den B&C 15SW100, der mit einem Stückpreis von ca. 368€ schon gut überlegt sein sollte. Allerdings ist hier der Antrieb deutlich stärker, xmax höher und damit der Output auch wesentlich höher. Laut Simu spielt das Chassis im Gegensatz zu den anderen Exemplaren auch etwas tiefer. Erschwerend kommt hinzu das man für den B&C 15SW100 eine passende Endstufe benötigt, welche für den Treiber auch ausreichend dimensioniert ist. Es wird schlichtweg teuer!

So haben wir das Problem nur durch Tests lösen können!
Dank der Güte von Bernd von BS-TEK haben wir hierzu einen 15SW100 als Testmuster bekommen. Hierzu habe ich auch schon etwas im obrigen Beitrag beschrieben.
Kurz zusammen gefasst: Der B&C spielt tatsächlich eine Ecke tiefer und kommt bei maximalen Pegel sehr an zwei Mivoc bestückte Tapped Hörner heran.
Da der Thomanntreiber allerdings etwas schwächer ist als der Mivoc stand das Verhältnis fest:

Entweder 8 Tappedhörner bauen und günstig mit Thomann bestücken und nur 4 Stück mit den teuren B&C Chassis.
Da ich den Bau der Tapped Hörner aufgrund der vielen Gehrungen und Fräsungen schon als enorm zeitintensiv betrachte, das Holz (15er und 18er MPX) sein Geld kostet und überhaupt schlichtweg Transportvolumen gespart wird, stand die Entscheidung nun fest!

4x B&C 15SW100

S1630004.jpg



Im Finish mit Frontgitter schaut es nun wie folgt aus:

Unbenannt-1.jpg



Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich noch ein paar Messungen vorgenommen. Leider ist es nur der "Hinterhof", daher Mauerwerk in jeweils 5m Entfernung. Ideale Bedingungen sind es nicht, für die grobe Messung sollte es aber genügen. Gemessen wurde mit Audionet Carma am kalibrierten Behringer ECM8000:

So schaut es komplett Flat aus:
flat full.jpg


Der Peak ist in etwa glatt von 44Hz - 100Hz; bei -3dB sind es 36Hz - 112Hz


Nun habe ich noch etwas mit den Filtern gespielt.
LPF bei 122Hz but 12; HPF 31Hz but 18

lpf 122 but 12 hpf 31but18.jpg



Der Abfall über 100Hz ist schon beachtlich. Hier mal Die Messung mit LPF 104Hz but 48; LPF 31Hz but 18

lpf 104but48 hpf 31but18.jpg


Das beste Ergebnis konnte ich allerdings nur in Verbindung mit einem Topteil durch ausprobieren heraus finden. Hierfür diente die db Technologies Opera 405d. Die Variante mit Digitalamp spielt von Haus aus schon unheimlich tief für ein Topteil mit satten Kickbass. Daher kann diese Box auch problemlos recht tief getrennt werden.

Folgende Parameter habe ich als akustisch beste Ergebnis festgehalten:
Bass: HPF 31Hz But 18; LPF 122Hz But 24
Top: HPF 110Hz But 24; LPF Flat; Delay 1,2m


Bei dem Verstärker habe ich mich für eine Dynacord L3600FD entschieden und die Chassis in der 4-Ohm Variante genommen. So sind der Betrieb von maximal 4 Bässen am Amp möglich. Vielen Dank an BERND an dieser Stelle für den reibungslosen Ablauf!
Dank dem DSP an der Endstufe ist es mir auch möglich gleich zwei Limiter zu setzen. Der Limiter am DSP setzt hierbei Soft schon bei -10dB ein, der Peak Limiter am Amp bei -5dB. So ist alles save und klingt nicht angestrengt!

So ist das Projekt nun endlich abgeschlossen! Ich werde berichten wie sich die Kisten in der Praxis schlagen werden.
All in all bin ich aber sehr glücklich, da man schon mit vier der Bässe auch größere Veranstaltung sehr ordentlich beschallen kann 8-)
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Beitrag Nummer:#27  Beitrag Sa 24. Mär 2018, 13:12
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Hast du das 4er Stack gemessen?
Da sollte der "Abfall" weniger werden.

Gruß,
Bernd

Beitrag Nummer:#28  Beitrag Sa 24. Mär 2018, 14:10
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BERND_S hat geschrieben:
Hast du das 4er Stack gemessen?
Da sollte der "Abfall" weniger werden.

Gruß,
Bernd


Leider nein. Da ich die Messung um 22 Uhr vorgenommen habe, wollte ich meine Nachbarn im 4er Stack nicht noch mehr quälen :-D
Aber das kann ich sehr gerne nachholen. Die in einem anderen Thread beschriebene Akku-Box möchte ich auch nochmal messen. Das könnte man dann ja direkt verbinden.

Beitrag Nummer:#29  Beitrag Sa 24. Mär 2018, 14:16
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TomTo hat geschrieben:
Nun habe ich noch etwas mit den Filtern gespielt.
LPF bei 122Hz but 12; HPF 31Hz but 18

lpf 122 but 12 hpf 31but18.jpg

Der Doppelpeak um 200 Hz sieht nicht gut aus. Den würde ich erst per EQ wegziehen statt zu versuchen, ihn irgendwie in der TP-Flanke verschwinden zu lassen.

TomTo hat geschrieben:
Der Abfall über 100Hz ist schon beachtlich. Hier mal Die Messung mit LPF 104Hz but 48; LPF 31Hz but 18

lpf 104but48 hpf 31but18.jpg

Diese Messung verstehe ich gar nicht. Du hast nur den TP geändert. Was passiert da zwischen 40 und 90Hz? Überhaupt sieht alles über 120Hz falsch aus...

Beitrag Nummer:#30  Beitrag Sa 24. Mär 2018, 14:23
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Der Peak kann auch an der Messumgebung gelegen haben.
Allerdings ist das generell bei THs nicht unüblich, würde ich sagen.
Sollte aber mit einem DSP überhaupt kein Problem sein.

Gruß,
Bernd

Beitrag Nummer:#31  Beitrag Sa 24. Mär 2018, 14:44
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BERND_S hat geschrieben:
Der Peak kann auch an der Messumgebung gelegen haben.
Allerdings ist das generell bei THs nicht unüblich, würde ich sagen.

Absolut. Aber ohne den Plan zu kennen hätte ich da in etwa auch eine dicke Längsresonanz des Trichters erwartet, deswegen bin ich davon ausgegangen, dass der wirklich da ist.
Die Messungen sind dennoch etwas verwirrend...

Beitrag Nummer:#32  Beitrag Do 19. Apr 2018, 08:59
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Guten Morgen,

ich habe gestern nochmal das TH gemessen. Diesmal in der Halle mit einem anderen Messmikrofon / Soundkarte / Laptop. An einer fehlerhaften Einstellung kann es nicht liegen. Auch hier sieht man wieder sehr gut den Einbruch über 100Hz. Das oben gezeigte Bild kommt also der Realität schon sehr nahe.

Messung 18042018.jpg



Weiterhin hat hottendotten in einigen Beiträgen zuvor schon die 18" BR Kisten mit dem Thomann 18-500 vorgestellt. Dank Bernd konnte ich den B&C 18SW100 mal testen, der nach einer kleinen Verlängerung des BR Port auch wunderbar in das Gehäuse passt.
Hierzu nun von mir ein paar Eindrücke:

(Leider habe ich davon nur ganz üble Handybilder)
IMG_20180418_115849.jpg


Als erstes viel auf das der Lochkreis des Thomann 18-500 etwas breiter ist als der des B&C Chassis. Wir reden hier von ca 1-2mm, wodurch zum Umbau viel Geduld notwendig ist. Grundsätzlich funktioniert es aber wenn man die Einschlagmuttern löst, die wenigen Millimeter Versatz vorbohrt und alles neu einbaut.

Messungen (gestrichelte Linie ist der Thomann, durchgezogen der B&C --> BR in ca. 170l):
Messung 18500 vs bc.jpg


Subjektiver Eindruck:
Wenn man beide Bässe mit der gleichen Leistung befeuert, fällt sofort auf das der B&C einen geringeren Kennschalldruck besitzt und dies nur durch die höhere Belastbarkeit wieder wett macht.
Rein vom subjektiven Klangerlebnis her war ich dann doch etwas verwundert, wie ähnlich sich beide Chassis anhören.
Der Thomann ist obenrum etwas knackiger und lässt sich bei 120Hz deutlich besser an das Topteil koppeln. Dafür kann der Thomann im Gegensatz zum B&C nicht sehr tief (siehe Messung).
Den 18SW100 kann man so hoch trennen, würde ich aber mit einem potenten Topteil schon bei 100Hz.

Bei Vollast sieht das Ganze schon wieder anders aus. Da wo man beim Thomann die Kotzgrenze an 600W schon praktisch hören kann, klingt der B&C an 1600W Last noch völlig entspannt. Gerade Präsision und Kontrolle sind mir am B&C sehr positiv aufgefallen.

Von der Lautstärke her ist im Maximum der B&C zum Thomann etwas lauter. Rein subjektiv betrachtet würde ich sagen das zwei B&C bestückte Kisten genau drei Thoman-BR entsprechen.

Was den Zugewinn an Tiefgang beim B&C angeht ist das so eine Sache:
Indoor (in der Halle) hört man als ungeübter Zuhörer praktisch keinen Unterschied. Beim B&C wird deutlich mehr Luft ventiliert und damit dieses "Hosenflattergefühl" stärker, aber rein klanglich ist der Unterschied marginal.

Outdoor schaut es hingegen ganz anders aus. Wie ich bereits sagte hört man dem Thomann die Maximallast deutlich an, was sich im Außenbereich noch deutlich verstärkte. Der B&C klingt jedoch auch mit 1600W noch absolut sauber, deutlich lauter und tiefer.

Mein größtes Problem mit dem 18SW100 ist jedoch der, das nur geeignetes Musikmaterial die Stärken des Chassis ausspielen kann.
Bei Musik wie Charts, RnR und House (Allroundgeschichten) ist der Unterschied zum Thomann so marginal, das ich definitiv auch zum 18-500 greifen würde. Besser funktioniert der B&C bei Hiphop, Trap & Electro.


Spaßeshalber habe ich anschließend den 18SW100 mal mit dem Tappedhorn von "hottendotten" zusammen spielen lassen.
Folgende Parameter:
18SW100 im BR: But 48 20Hz, But 24 63Hz
15SW100 im TH: But 24 70Hz, But 24 130Hz

Das Ergebnis klang erstaunlich Rund, völlig egal welche Musikrichtung gespielt wurde. Es gab genügend Kickbass und schob unten herum ganz ordentlich. So stelle ich mir das vor! :catch:
Mit jeweils solch einem Stack pro Seite kann man schon sehr ordentlich beschallen!
Wenn ich überlege was aus dem zweier-Stack der Achat 118 heraus kommt, wobei dieses vom Volumen her nöch größer und deutlich schwerer ist, konnten wir hier nochmal eine ganz ordentliche Schippe oben drauf legen!


Fazit:

Der eigentliche Gewinner des Vergleichs ist für mich der Thomann 18-500! Da die Unterschiede im Frequenzgang und maximale Lautstärke doch nicht so groß waren (gerade Indoor), ist der 18-500 ein absoluter Preisknaller!
Wenn man bedenkt das man mit einem 18SW100 auch zwei 18-500 kaufen kann, bekommt man bei zwei Kisten auch entsprechend mehr Bass (ich weiß was jetzt kommt: Membranfläche, etc....).

Für mich ist der 18SW100 die Kirsche auf dem Kuchen, das letzte Feintuning wenn man so möchte. Wenn man sowieso einen 2-Wege Bass bauen möchte und das Geld entsprechend übrig hat, würde ich zum 18SW100 raten. Bei Allroundbässen ist der Thomann aber die bessere Wahl!


Anmerkung

So eben bin ich auf den Beitrag von jonhue gestoßen, der mal die Endstufen vermessen hatte. Für den obigen Test des B&C hatte ich leider nur eine LD Deep 4950 zur Hand, welche lt. Datenblatte 1600W an 8 Ohm (Vridge) schieben sollte. Laut der Messung von Jonhue schafft diese aber "nur" 1300W.
Nun frage ich mich inwieweit der richtige Verstärker den oben beschriebenen subjektiven Eindruck beeinflusst hat?
Der 18SW100 darf mit 1500W RMS und lt. B&C mit 3000W ("continuous program power") belastet werden.

So stellt sich mir die Frage wie es klanglich aussehen könnte, wenn man mit einer sehr potenten Endstufe und zwei Limitern arbeiten würde?
RMS Limiter bei 1500W und Peak-Limiter bei 2500W.
Wäre der subjektive Unterschied im Output marginal oder deutlich spürbar?


@Bernd:
Fals du dich fragst warum ich nicht die L3600FD genommen habe: Ich dachte erst ich müsste dazu das Case öffnen, die verbauten Kabel heraus fummeln und anschließend einen Schalter für den Brückenbetrieb betätigen.
Nun habe ich gerade gesehen das man das aber auch softwareseitig aktivieren kann und mein Bridge-Stecker von der LD Deep gleichermaßen an der Dynacord funktioniert. Das könnte ich morgen mal testen und habe gleichzeitg Angst dir das Chassis zu grillen :-D
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Beitrag Nummer:#33  Beitrag Fr 20. Apr 2018, 21:07
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Achtung - wichtiges Update!

Gestern habe ich ja bereits zum Test des B&C 18SW100 berichtet. Hierzu nahm ich eine gebrückte LD Deep 4950, welche lt. Datenblatt 1600W@8Ohm ausgeben soll. Für den 18SW100 mit 1500W RMS eigentlich ideal. Dachte ich zumindest.

Heute habe mal die Dynacord L3600FD genommen, welche echte 3kW an 8 Ohm schieben kann. Dank des integrierten DSP an der Endstufe kann man ja die Ausgangspannung genaustens limiteren. So habe ich einen Peaklimiter für 2500W und RMS Limiter auf 1500W gesetzt. Der Unterschied zur LD Deep 4950 war immens!

Also wieder den BR mit Thomann 18-500 und den B&C verglichen:

An der Dynacord Endstufe konnte ich die vorher besagte Kick-Schwäche nicht mehr feststellen. Der 18SW100 klingt hier absolut sauber und Präzise! Der vorher gemessene deutlich tiefere Frequenzgang machten hier nun einen wesentlich deutlicheren Eindruck! Rein subjektiv war ein 18SW100 voll ausgesteuert genau so laut wie zwei 18-500 von Thomann.
Gerade bei Musik wie DnB und EDM bekommt der Begtriff "Massage" eine ganz neue Bedeutung. Das hat wirklich Spaß gemacht, die Kiste möchte Leistung sehen! :catch:

Fazit:
Nach wie vor ist für mich der Thomann 18-500 der Preis-Leistungssieger. Man bekommt für wenig Geld schon echt viel Bass. Da man die Endstufe auch moderat dimensionieren kann, ist das ganze eine sehr schöne Budget-Variante.

Der 18SW100 bedient eine ganz andere Anforderung. Wenn ich "Bass-satt" haben möchte oder tatsächlich über eine Infra-Erweiterung nachdenke, wäre dieser Treiber meine erste Wahl. Allerdings setzt das auch ein entsprechend dimensioniertes Amping voraus. Es wird ist wie mit Sportwagen: Teuer aber aufregend :)


Die Kiste wandert trotz Gummifüße und 40kg Eigengewicht auf rauen Betonboden. Das kenne ich eigentlich nur von glatten (Fließen-, Parkett-) Oberflächen, aber nicht auf Betonboden:
https://youtu.be/znrC3wqc0lw

Beitrag Nummer:#34  Beitrag Sa 21. Apr 2018, 14:17
kerne Verkabler

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was hast du denn für eine Gehäuse für die 18-500? Welche Abstimmfrequenz und welche Abmessungen? Ich habe 2 18-500 in der Neodym Version und will damit den großen BR Subd 250L 38 Hz 65x65x75cm Vorschlag von Yavem ausm Hifi Forum bauen.

Beitrag Nummer:#35  Beitrag Sa 21. Apr 2018, 15:03
Olli27 Kabelwickler

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Die Dynacord L FD Serie sind schon klasse Endstufen. meine 21"er machen an der Großen auch gewaltig Druck =)

Beitrag Nummer:#36  Beitrag Sa 21. Apr 2018, 16:00
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Nette Kisten, gehen eher Richtung Backloaded Horn, weniger Tapped wie ich finde, also nette Discokiste, wird vermutlich schön fett klingen (Messe mal Gruppenlaufzeit bitte. Impedanz wäre auch interessant)
Der Einbruch über 100Hz rührt wahrscheinlich vom Hornweg zur Pappe.

Man sieht auch recht deutlich, dass sich da was auslöscht bzw. interferiert, ab ca. 150Hz aufwärts. 150Hz, 300Hz, 600Hz.... (Ca 2,3m, bzw. 1,1 Meter, 57cm ....)

Ob die unsymmetrische Belastung sich auf die Pappe auswirkt, muss die Zeit zeigen,
schaut net so tragisch aus, kommt aber auch auf die Belastung und Dauer an.
Mit freundlichen Grüßen
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Beitrag Nummer:#37  Beitrag So 22. Apr 2018, 15:06
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kerne hat geschrieben:
was hast du denn für eine Gehäuse für die 18-500? Welche Abstimmfrequenz und welche Abmessungen? Ich habe 2 18-500 in der Neodym Version und will damit den großen BR Subd 250L 38 Hz 65x65x75cm Vorschlag von Yavem ausm Hifi Forum bauen.


Der 18-500 werkelt in 175l. Ich glaube die Abstimmfrequenz liegt bei 43Hz. Das weiß aber der liebe "hottendotten" eher. Ich bin nur die ausführende Kraft :catch:
Aber hälst du 250l und 38Hz nicht etwas rgoßzügig gewählt? Da muss doch enorm Pegel verloren gehen. Weiterhin ist der 18-500 meiner Meinung nach ziemlich schnell und hörbar an der Kotzgrenze. Für deine Anforderungen mag das vll gehen, ich würde den aber nicht so sehr tief spielen lassen wollen.


Nette Kisten, gehen eher Richtung Backloaded Horn, weniger Tapped wie ich finde, also nette Discokiste, wird vermutlich schön fett klingen (Messe mal Gruppenlaufzeit bitte. Impedanz wäre auch interessant)
Der Einbruch über 100Hz rührt wahrscheinlich vom Hornweg zur Pappe.

Du triffst den Nagel auf den Kopf. All in all klingt es eher fett. Dafür das aber "nur" insgesamt vier 15er werkeln, kann man schon sehr viel damit anfangen. Bezüglich der Messungen möchte ich das sowieso mal ganz gerne in Freiluft (Feld) mit einem kalibrierten Messmikrofon machen. Ich berichte sobald sich hierzu etwas neues ergibt. Oder wir treffen mal auf einen User hier im Forum der entsprechendes Equipment bereit stellen kann, das warten wir mal ab.

Ob die unsymmetrische Belastung sich auf die Pappe auswirkt, muss die Zeit zeigen,

Könntest du das mir zu Liebe bitte etwas näher erläutern? ;)

Beitrag Nummer:#38  Beitrag So 22. Apr 2018, 16:30
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TomTo hat geschrieben:
Könntest du das mir zu Liebe bitte etwas näher erläutern? ;)


Das Brett genau hinter der Pappe.
Schaut man sich den Aufbau von innen an (so genau sehe ich's ja nicht),
kann's sein, dass die Pappe bei hoher Belastung schräg schwingt, da sie "rechts" ne Art Druckkammer hat, links aber nicht.
Ähnlich dem Punisher, wobei das mit der extremste Fall wäre.

Schaut dann so aus:
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Beitrag Nummer:#39  Beitrag So 22. Apr 2018, 17:23
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eine Bild/Tonfrequenzüberlagerung ?! :?:
nur ein dummes Pferd springt höher als es muß !

Beitrag Nummer:#40  Beitrag Mo 23. Apr 2018, 08:31
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kann's sein, dass die Pappe bei hoher Belastung schräg schwingt, da sie "rechts" ne Art Druckkammer hat, links aber nicht.


Da hätte ich mir beim Mivoc noch eher Sorgen gemacht. Aber beim 15SW100 ist die Pappe derart fest, das sollte keine Probleme geben.

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