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Digital IN/OUTs - so wichtig?

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Moderatoren: mich0701, Lars H

Beitrag Nummer:#21  Beitrag Mi 19. Okt 2016, 21:15
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Was mich davon abhält AES zu nutzen (Mixer-DSP) ist, dass die AR2412 nur Analog Ein- & Ausgeben kann,
sonst würde ich auch digital in den DCX gehen. (Ich zieh doch net ne 2te Strippe vor, für Zeugs was wirklich KEINER der Zuhörer merkt, wenn eh nur ich)

Aber genau die 4 (QU 48kHz/24Bit, DCX96kHz/24Bit) Wandlungen hört recht sicher kein Mensch raus.
Analog in den Mixer rein, A/D, D/A raus, A/D im DCX, D/A wieder raus.
Abgespielte Musik geht digital rein (USB), da sind's dann sogar nur 3 Wandlungen.

Wenn man allerdings ne durchgängige Kette Digital hat, dann sollte man sie auch nutzen,
um so weniger Wandlungen um so besser.

PS:
In Studios wird auch gewandelt wie bekloppt,
da geht's analog in die DAW, dann wieder Analog raus an irgend ne tolle Kiste (FX/Compressor) und dann wieder rein,
und das Spielchen gibt's oft net nur ein mal, sondern mehrmals. Das gleiche dann wieder später beim Mastering.
Und so mega viel besser sind die eingesetzten Wandler dort auch net heutzutage, wenn überhaupt.
Aber klar, Ausnahmen bestätigen die Regel und alles wird immer mehr digitalisiert (was auch net schlecht ist)


@Für mich muss die Qualität mindesten 24bit und 44kHz betragen und mindesten 96kHz , wenn ich mit der Musik im Studio arbeiten will.

Wenn ich Aufnahmen mache, bleibe ich bei 88kHz (gerade Halbierung für 44kHz) sofern ich auf CD ausgeben will. Das macht wesentlich mehr Sinn als 96kHz.
Wesentlich wichtiger sind aber die 24Bit, 32Bit hört man allerdings eher nicht mehr raus wie ich finde.
PS: Das können einige DSP's mittlerweile (32-40Bit)
Mit freundlichen Grüßen
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Beitrag Nummer:#22  Beitrag Mi 19. Okt 2016, 22:19
Jens Droessler Benutzeravatar
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Um die Sache nochmal aufzugreifen:
Ja, es ist blöd, dass der Ausgang an den Pioneers (und auch so ziemlich allen Digital-DJ-Mixern) per SPDIF auf Cinch erfolgt, allerdings reicht es in 99% der Fälle, wenn man SPDIF auf Elektrisch auf AES/EBU umsetzt, also nur symmetrisch macht und Pegel anpasst, da die meisten Geräte mit AES/EBU-Eingang eben auch Daten nach SPDIF-Protokoll akzeptieren (das ist eh der gleiche Datenstrom, mit jur ein zwei Bits anders gesetzt). Einen solche Pegelwandler kann man sich für wenige Euro sogar selber bauen. Aufgrund der Simplizität ist das auch zuverlässig.



mikeplus hat geschrieben:
Heutzutage achte ich selber nicht mehr auf Digital IN/Outs.
Der Grund dafür liegt , dass ich bei digitalen Sachen lieber Auf USB setze, damit ich die Musik direkt in den Computer aufnemhen kann.

Und wie bekommst du den Ausgang des Mischpults per USB auf die PA?

Beitrag Nummer:#23  Beitrag Mi 19. Okt 2016, 23:17
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Jobsti84 hat geschrieben:
PS:
In Studios wird auch gewandelt wie bekloppt,
da geht's analog in die DAW, dann wieder Analog raus an irgend ne tolle Kiste (FX/Compressor) und dann wieder rein,
und das Spielchen gibt's oft net nur ein mal, sondern mehrmals. Das gleiche dann wieder später beim Mastering.
Und so mega viel besser sind die eingesetzten Wandler dort auch net heutzutage, wenn überhaupt.
Aber klar, Ausnahmen bestätigen die Regel und alles wird immer mehr digitalisiert (was auch net schlecht ist)

@Für mich muss die Qualität mindesten 24bit und 44kHz betragen und mindesten 96kHz , wenn ich mit der Musik im Studio arbeiten will.

Wenn ich Aufnahmen mache, bleibe ich bei 88kHz (gerade Halbierung für 44kHz) sofern ich auf CD ausgeben will. Das macht wesentlich mehr Sinn als 96kHz.
Wesentlich wichtiger sind aber die 24Bit, 32Bit hört man allerdings eher nicht mehr raus wie ich finde.
PS: Das können einige DSP's mittlerweile (32-40Bit)


Also in Studios, gerade in der post (mastering), hat das durchaus auch seine Gründe weshalb man oft wandelt, denn häufig will man die jeweiligen Wandlungseffekte ja bewusst nutzen. Ein Kumpel hat sich für so was jetzt sogar ein Neumann vinyl cutter ins studio gestellt, nur um mal nenn anderen Wandlungseffekt nutzen zu können ...

Das Thema mit der Bittiefe wird nicht selten missverstanden. DSP mit weniger als 28-bit sind mir nicht bekannt, und bei doppelter Genauigkeit rechnen die mit 56-bit. Mein selbst entwickelter DSP nimmt beispielsweise 32-bit auf, rechnet intern mit 64-bit, denn der Headroom ist wichtig, digitales clippen ist sehr unangenehm. Aber selbst 32-bit entspricht ja schon einer DR von 192dB, da hat man bei 24-bit material immer noch 42dB Headroom. Die doppelte Genauigkeit spielt vor allem bei Filtern unter 200Hz eine Rolle, denn wenn die Koeffizienten der Biquads sehr klein werden macht man durch frühes runden schnell merkliche Fehler.

Was der eigentliche Vorteil von 32-bit ist, man kann digital den Pegel steuern und dies weitestgehend ohne Qualitätsverlust. Selbst bei 24-bit material hat man immer noch genug headroom, bevor man die DR eines 32-bit D/A maskiert. Viele meinen ja das müsse man immer analog machen, messtechnisch sehe ich da aber meist eher eine Verschlechterung als einer Verbesserung in der THD. Jedes zusätzliche Bauteil im Signalweg, selbst ein Widerstand, macht das Signal eben nicht besser.

Im Gegensatz zu jobst arbeite ich allerdings lieber mit 96kHz bzw. einem vielfachen davon und benutze lieber gute ASRC, das hat vor allem den Hintergrund das man sich bei einem DSP schon entscheiden muss mit welcher FS er arbeitet. Des weiteren ist eine höhere FS nicht deshalb besser weil da mehr Informationen drinnen stecken, sondern weil die filter für den D/A viel weiter ausserhalb des Hörbereichs liegen können.

Auf der anderen Seite, eine analoge audio Verbindung kennt viele Zustände zwischen funktioniert und Kaputt. Digital ist halt an oder aus .. AES/EBU Empfänger verstehen wie angemerkt eigentlich immer einen spdif Stream. Schwieriger wird es einen AES mit einem SPDIF receiver zu decodieren, das macht gelegentlich probleme, denn die validität des streams wird nicht immer anerkannt, auch wenn der enthaltene Audiostream identisch ist.

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