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15/3er Forenbox

[In Planung]
Lautsprecher Entwicklungen/Projekte - bereits in Arbeit oder Planung

Moderatoren: Lars H, Deathwish666

Wohin soll´s gehen?

14"/8"/1", generelles Interesse,
10
20%
14"/8"/1", KONKRETE BAUABSICHT,
5
10%
15"/8"/1,4", generelles Interesse
25
51%
15"/8"/1,4", KONKRETE BAUABSICHT,
9
18%
 
Abstimmungen insgesamt : 49

Abonierer: Phi
Beitrag Nummer:#41  Beitrag Mi 24. Jan 2018, 13:01
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Jens Droessler hat geschrieben:
Klirrmäßig wird man allerdings den Übergang zwischen gut gemachtem Mitteltonhorn und dem 1"er hören. Von daher würde ich noch 1,4"er mit 2,5" Spule in Erwägung ziehen. Es gibt ja z.B. von Faital ein aktuelles Modell
[...]
Von DAS gab es ein 1,4" Horn, was die Anforderungen erfüllen müsste. Evtl. kann man es zusätzlich noch "manuell verkleinern". Ich finde es aktuell leider nicht mehr, weiß auch die Abstrahlung nicht aus dem Kopf.


Ganz unabhängig davon ob man den Sprung tatsächlich hört, oder sonst irgendwie wahrnimmt, its auch immer die Frage ob es stört. Wenn es richtig laut wird hat zum Unterstreichen des Pegels, meiner Meinung nach, etwas Klirr auch einfach nicht geschadet. Die reine Lehre ist das natürlich nicht.

Welchen Faital meinst du denn? HF146R? Da stellt sich noch die Frage nach dem endgültigen VK-Preis und der Verfügbarkeit, je nach Preis wäre der allerdings ganz interessant.

An das D.A.S. Horn kann ich mich auch düster erinnern, aber habe nie eine Bezugsquelle gesehen (ausser B2B), aber das ist hier meiner Meinung nach Kontraproduktiv.

Eminence hätte noch ein 1,4“ Horn, das H14EA, aber das ist mit 20cm eigentlich zu tief. Witzigerweise würde die 2“ Variante ganz gut passen mit 15,xcm. Mal sehen was es an tauglichen 2“ern mit 2,4“ Spule gibt. Das ist zwar etwas witzlos, aber wenn die Masse gegen 1“ ist sucht man zumindest nach Alternativen, und 2“ ist ja noch „größer“ und „geiler“ :D

Jens Droessler hat geschrieben:
Vollpassive Trennung ohne Pegelanpassung ist nicht sinnvoll. Man kann nicht ohne Weiteres einen sicheren Betrieb gewährleisten.
[...]
Der Mitteltöner wird dann nicht passiv im Pegel angepass, sondern im Controller per EQ. Der EQ sitzt aber bei so ziemlich allen Controllern vor dem Limiter.


Dafür gibtˋs noch immer den Input Limiter. Den sollte man auch partout immer setzen, sobald in den Outputs ein EQ aktiv ist, um die angesprochene Problematik zu entschärfen.
MfG Flo

Denkst du, das ist Luft, die du gerade atmest? Hm.

Beitrag Nummer:#42  Beitrag Mi 24. Jan 2018, 13:11
Phi Kabelwickler

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_Floh_ hat geschrieben:
Dafür gibtˋs noch immer den Input Limiter. Den sollte man auch partout immer setzen, sobald in den Outputs ein EQ aktiv ist, um die angesprochene Problematik zu entschärfen.


Das stimmt,
weshalb ich mich auch bisher glücklicher Besitzer eines DSM-48LAN nenne,
aber der sonst beliebte DCX hat das leider nicht und durch den dynamischen EQ bekommt man auch maximal 15dB Gain-reduction und mit einem maximal breiten Glockenfilter und ohne zero-attack ist das auch nicht das gleiche wie ein echter Input-Limiter.

Was ist denn das Problem dabei, bei der passiv Beweichung auch gleich passend zu eqen? Der Mitteltöner ist doch garnicht so viel leiser als der HT, daher verbrät man da auch nicht soviel Leistung durch Pegelanpassungen.

Viele Grüße
Philipp

Beitrag Nummer:#43  Beitrag Mi 24. Jan 2018, 13:58
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Phi hat geschrieben:
_Floh_ hat geschrieben:
Dafür gibtˋs noch immer den Input Limiter. Den sollte man auch partout immer setzen, sobald in den Outputs ein EQ aktiv ist, um die angesprochene Problematik zu entschärfen.


Was ist denn das Problem dabei, bei der passiv Beweichung auch gleich passend zu eqen? Der Mitteltöner ist doch garnicht so viel leiser als der HT, daher verbrät man da auch nicht soviel Leistung durch Pegelanpassungen.


Ein Problem ist das erst wenn man nicht nur zwischen MT und HT passiv trennen will, sondern auch noch den TT passiv beschalten wird. Hier wird eine passive Pegelanpassung schwierig - und unsinnig. Trennt man zwischen MT und TT passiv, ohne Pegelanpassung, und erledigt die mittels EQ, bekommt man oben genanntes Problem.
Das lässt sich zwar mit dem Input Limiter in Grenzen korrigieren, aber bringt wieder andere Ecken und Kanten mit sich. Unter anderem lässt sich der Input EQ meistens nurnoch nutzen, wenn man dessen Einfluss auf die Belastbarkeit kennt, denn der sitzt meistens nach dem Limiter. Das kann allerdings der Output Limiter dafür wieder auffangen. Nutzerfreundlich ist das halt eher nicht.

Dass der DCX keinen Input Limiter besitzt ist in der Tat der entscheidende Haken an der Sache.
MfG Flo

Denkst du, das ist Luft, die du gerade atmest? Hm.

Beitrag Nummer:#44  Beitrag Mi 24. Jan 2018, 15:28
Andy78 Benutzeravatar
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aber wenn die Masse gegen 1“ ist

Ich für meinen Teil bin recht bekennend glücklich mit den meisten 1"-Treibern die ich kenne. Vor allem eben mit der oft ziemlich sauberen Auflösung, bei der günstige größere Treiber hier und da was verschlucken.
Meine Äußerung pro 1,4" war hauptsächlich dem Umstand geschuldet, dass eben hier insgesamt "mächtiger Qualm" auf dem Aufgabenzettel steht und bereits in der den Thread einleitenden Abstimmung sinngemäß die Eignung eines 1" Treibers knapp gesehen wird (... wenig Reserve). (Vielleicht geht das auch noch anderen so)

Meiner persönlichen Überzeugung nach sollte ein 1" Treiber bei der entsprechend hohen Ankopplung über dem 8er trotz dessen Hornladung immer bequem noch mitkommen bzw. ein kleines Schippchen lauter sein... Selbst ein oft als "im Grenzbereich kreischig" dargestellter Kamerad wie der D2544, von dem ich selbst in der JL-Sat212 einfach begeistert bin (P/L beachten...) sollte das eigentlich mit Bravour und ohne derb störenden Klirr meistern.
Geht man auf ein paar etwas potentere und brilliantere Treiber z.B. den Celestion CDX1-1745 oder 1747 (verwurstet den Jobsti nicht auch grad für die L-Serie?) oder nen Leckerli wie BMS4550 und dergleichen, sollten diese bei dem angedachten Haupteinsatzzweck, der ja eher auf knallige Konserve als auf Live zielt, erst recht keine Probleme haben bzw. machen...
Denk ich halt mal so...

Edit: Spreche mich ebenfalls dafür aus, MT und HT passiv zu beweichen, dies auch mit Pegelanpassung des HT-Zweiges. Der TMT sollte aktiv beweicht über einen zweiten Ampkanal anzufahren sein.
Voll-Aktiv und noch vielmehr Voll-Passiv macht in meinen Augen keinen Sinn - das kostet vergleichsweise viel Geld und verschwendet Potential.

Jetzt duck ich mich wieder und lasse die weiterdiskutieren, die mehr davon verstehen 8)
Gruß Andy

Beitrag Nummer:#45  Beitrag Mi 24. Jan 2018, 16:27
Deathwish666 Bereichs-Moderator

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An was für Treiber hast du bei 1" gedacht und was ist der max. "Zielpreis" oder besser: Was darf der Hochtöner kosten? Es gibt da ja tatsächlich einige nette Kandidaten welche einen akzeptablen Endkundenpreis haben und "was" (ab)können.
Ich möchte da gerne 3 mögliche Kandidaten in den Raum werfen, die mir persönlich ganz gut gefallen.
Der oben bereits erwähnte
BMS 4550 (der lauteste)
Beyma CD10N (vermutlich der teuerste unter genannten)
B&C DE250 (der leiseste)
- Better to reign in hell, than serve in heaven -

Beitrag Nummer:#46  Beitrag Do 25. Jan 2018, 14:20
dell91 Benutzeravatar
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Hallo,

ich werfe mal den 18sound NSD1095N.

In meinen Tops sind die Verbaut und klingen echt entspannt und klar.


LG Julian
Gruß Julian

Beitrag Nummer:#47  Beitrag Fr 26. Jan 2018, 08:21
Jens Droessler Benutzeravatar
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Wenn man das mit dem Inputlimiter regeln will, bedeutet das aber gleichsam, dass das Top auch durch hohen Basspegel gebremst wird, obwohl dieser Frequenzbereich dann gar nicht über die Box läuft. Das ist dann eine ziemliche Einschränkung.
Zuletzt geändert von Jens Droessler am Di 30. Jan 2018, 02:20, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag Nummer:#48  Beitrag Mo 29. Jan 2018, 18:14
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Deathwish666 hat geschrieben:
An was für Treiber hast du bei 1" gedacht und was ist der max. "Zielpreis" oder besser: Was darf der Hochtöner kosten?
[...]
Ich möchte da gerne 3 mögliche Kandidaten in den Raum werfen, die mir persönlich ganz gut gefallen.
[...]
BMS 4550 (der lauteste)
Beyma CD10N (vermutlich der teuerste unter genannten)
B&C DE250 (der leiseste)


Mir schwebt im Moment der RCF CD400 vor - in Deutschland schon sehr günstig zu haben, in UK mit ca. 80€ allerdings im Moment konkurrenzlos, für einen Markentreiber. Klingt zudem bei großen Pegeln kaum angestrengt, liefert eine ordentlich Empfindlichkeit im Hochton (nicht nur im Datenblatt...), harmoniert außerdem gut mit dem Limmer 116, welches ich gerne verbauen würde.

BMS 4550 finde ich uninteressant, da der zwar tief trennbar ist, diese Eigenschaft für das Projekt hier aber komplett sekundär ist, zudem fehlt in Richtung 10kHz gegenüber manch andere Kandidaten schlichtweg Empfindlichkeit, was wiederum durchaus ein relevanter Punkt ist.

Den Beyma sollte man sich tatsächlich näher ansehen. Falls jemand einen zum Vermessen entbehren kann, gerne zu mir damit.

B&C DE250 habe ich wiederum hier, gefällt mir persönlich auch ganz gut - jedoch hat der durchaus eine etwas brachiale, dreckige Seite, zumindest wenn man ihn bei ca. 1,5kHz trennt und Pegel sehen will, Frage ist ob das zu einer tendenziell eher sauber klingenden 3 Wege Kiste passt, und ob die Tendenz bei höherer Trennung zurückgeht.

dell91 hat geschrieben:
ich werfe mal den 18sound NSD1095N.


Der Treiber klingt zwar gerade bei hoher Trennung wirklich schön, allerdings hat der bezüglich des Hochtons ähnliche Probleme wie der BMS 4550, auch hier kommt sehr schnell ordentlich Leistung zusammen, wenn man die Treiber so entzerrt dass Räume ausgewogene angeregt werden (-> Energiefrequenzgang), bzw. Outdoor auf größere Entfernung die Dämpfung hoher Frequenzen kompensiert wird.

Dementsprechend plädiere ich ja für einen Treiber der vor allem hier von sich aus genügend Output liefert. Selbst wenn 3dB akustisch nicht viel sind und Programmanteile über 5kHz zeitlich eher kurz sind, 3dB fehlende Empfindlichkeit bedeutet es Bedarf doppelter Leistung zum Ausgleich - das muss einfach nicht.

Jens Droessler hat geschrieben:
Klirrmäßig wird man allerdings den Übergang zwischen gut gemachtem Mitteltonhorn und dem 1"er hören. Von daher würde ich noch 1,4"er mit 2,5" Spule in Erwägung ziehen.


Nachdem mir das die letzte Zeit etwas zu denken gegeben hat, fand vorgestern nach Feierabend ein kleiner Feldversuch (keine Messsession!!!) bei mir in der Arbeit statt. Der Raum ist ca. 30m lang und 13m breit und akustisch behandelt, dementsprechend sind die Ergebnisse auch ohne Massenabsorber (-> Publikum) halbwegs repräsentativ.

Verwendet wurde ein quick&dirty zusammengeschusterter Prototyp, bestückt mit dem Sonitus MR8XT, RCF CD400 am Limmer 116, sowie B&C 15NW76 auf Bretterhorn, um auch schonmal zu sehen wie sich das ganze Konstrukt bezüglich des deutlich abweichenden Strahlungswiderstands gegenüber der Normschallwand verhält.
Der Einfachheit halber wurde alles stur aktiv mit LR24 getrennt, da besteht also evtl. noch Luft nach oben, Pegel jedoch akribisch angepasst, auch wurde nur der Hochtöner mittels eines High Shelf entzerrt. Alles Quick&Dirty, die Trennung funktionierte jedoch sehr schön bezüglich Addition und Auslöschung. Controller war ein DCX, Hochton und Mittelton bekamen jeweils einen Kanal einer LD Deep4950, der Tieftöner zwei gebrückte Kanäle, um hier nicht übermäßig früh in´s Limit zu kommen.
Als Referenz habe ich daneben eine K&F CA1515-6 (SP) gehängt, zwar nicht optimal, aber besser als garkein Anhaltspunkt, das ganze auf 5m Höhe gefahren (bei 10m Deckenhöhe), als Bassunterstützung bekam jede Box einen doppel 18er am Boden, an zugehörigem System-Controller (Apogee AE12), deswegen musste bei 100Hz mit einem LR12 getrennt werden, der Controller kann nur die eine Trennfrequenz.

Runde 1 - man merkt im Mittelton sofort den Unterschied zwischen tief zum 15er getrennten 1,4" Treiber bei der K&F und der 3 Wege Kiste, das sind schon leise zwei Welten, die Auflösung ist eine andere Liga, Stimmen sind besser differenzierbar, bei gleichem Pegel klingt die 15/3er subjektiv viel angenehmer, wirkt dadurch aber auch leiser.
Gehört wurde hier der übliche Anfang meines Parcours, sowohl überproduzierte Top40 Produktionen, die jedoch als Test-Tracks gemeinhin akzeptiert sind, und jeder schon auf gefühlt 1000 Systemen gehört hat, als auch Lieder mit erkennbarer Dynamik, manche auch Live Aufnahmen.

Runde 2 - wir steigern den Pegel, der Parcours wird um Titel etwas härterer Gangart erweitert, der Abstand von 10m Luftlinie zu beiden Lautsprechern erweist sich nun als sinnvoll. Noch immer klingt die 15/3er bei gleichem Pegel viel angenehmer und differenziert die Signale durchweg besser, dies tritt vor allem bei Programm mit geringerem Dynamikumfang sehr positiv in Erscheinung.

Runde 3 - Pegel bis in den Limiter, in dem Fall ist es sowohl bei der K&F als auch der 15/3er der Tieftöner, welcher zuerst limitiert, bei der K&F evtl. 1 bis 2dB vorher, der böse Teil der Playlist kommt in´s Spiel, der enthält sowohl Progressive Metal, Psytrance, Minimal, und DnB.
Die 10m Abstand erscheinen um ungefähr 100m zu gering, es ist LAUT. Noch immer zeigt sich, die 15/3er klingt um Welten angenehmer, differenziert besser, vermittelt sie hat noch Reserven, wo es mit der K&F schon hörbar ungemütlicher zugeht. Hier zeigt sich dann endgültig der Vorteil des Konzepts.
Jedoch merkt man dem Mitteltöner durchaus an, dass dieser nun bis zu 300W Spitzenleistung sieht, ich persönlich finde das jedoch noch nicht tragisch. Beim Hochtöner könnte man vermuten, dass dieser etwas mehr klirrt als der MT, es ist jedoch nur eine Vermutung. Ein klaffender Unterschied ist da nicht. Obwohl der Tieftöner hier schon fast 1000W sieht und limitiert wird, klingt dieser Weg noch immer total unauffällig, mit mehr Leistung wird er jedoch vermutlich zeitnah sterben.
Versuch hiermit (fast) beendet, Ergebnisse und Rahmenbedingungen auf Papier notiert.

Runde 4 - die von der Musik auf den Plan gerufenen Kollegen, die schon auf dem Weg in den Feierabend waren, fanden sich ein, hielten sich jedoch brav im Hintergrund, bis mein Musikprogramm verstummte. Die kennen diese gelegentlichen "Nachtschichten" schon. Auf Nachfrage wurde eine Miniklinke freigegeben. Nach kurzem herumspielen hatten die Kollegen ihre Lieblingsbox gefunden.
Für mich folgte der Weg zum Kühlschrank, anschließend quälten die Kollegen (allesamt aus der Veranstaltungstechnik, darunter auch Tonler, Musiker, oder einfach Leute die gerne Musik hören) willig die 15/3er mit ihrer Musik. Von hartem Metal bis hin zu diverser Elektronischer Musik und Crossover war vieles dabei.
Nachdem es gerade gemütlich war, frequentierten wir den Kühlschrank allesamt öfters, das Hallenlicht wurde durch an die Decke gerichtete PARs ersetzt, der halbwegs objektive Teil des Versuchs endete hiermit. Endgültig.

Jedoch schätze ich das hören von guter, unbekannter Musik unter Alkoholeinfluss sehr, neben dem Unterhaltungsfaktor bemerkt man ab und zu Dinge, die einem sonst nicht auffallen würden, wenn auch auf einer leicht diffusen Ebene. In diesem Fall war bei mancher elektronischer Musik und Pegeln im Grenzbereich, neben dem erkennbaren, aber tolerablen Klirr, ein gewisses "Präsenzloch" irgendwo bei 3kHz zu vermuten.
Soll jedoch nicht heißen, dass hier etwas fehlt, es klingt jedoch einfach nicht übermäßig nachdrücklich. Ob das allerdings eine Problemstelle ist, oder insgeheim zum angenehmen Klangcharakter beiträgt, ist die Frage, vermutlich wäre das jedoch mit einem 1,4" Treiber weg, und würde damit etwas "größer" klingen.
Angemerkt sei, dass hier schon Pegel gefahren wurden, die einem ordentlich dimensionierten System eigentlich nicht abverlangt werden sollten, die K&F tut hier oft einfach nur weh ("mach die wieder aus..."), zeigt jedoch beschriebenes Verhalten nicht. Ob man daraus jetzt etwas ableiten kann lassen wir bitte offen.

Ebenso sei noch einmal angemerkt, dass es sich hier um einen Feldversuch handelt. Obwohl auf eine saubere Trennung, auch unter Winkel, der einzelnen Wege geachtet wurde, ist das nicht der Weisheit letzter Schluss, eine umfangreiche Optimierung und Untersuchung auf Klirr im Bereich der Trennung habe ich z.B. explizit nicht gemacht, das wollte ich einfach bei einer sinnvollen Trennfrequenz erst einmal hören, bevor man sich an Zahlen aufgeilt.
MfG Flo

Denkst du, das ist Luft, die du gerade atmest? Hm.

Beitrag Nummer:#49  Beitrag Mo 29. Jan 2018, 19:03
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Wirklich wunderbar geschrieben Floh.
Kompliment für deine ausführliche und erheiternde Erzählung.

Gruß,
Bernd

Beitrag Nummer:#50  Beitrag Di 30. Jan 2018, 02:31
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Nimm das Ding nochmal so in Betrieb und sweepe mal langsam bei erträglichem Pegel mit Sinus hoch. Bei den meisten mir bekannten Dreiwege-PA-Boxen mit 1"er hört man sehr genau, wo der 1"er einsetzt, selbst wenn pegel- und phasenmäßig alles bestens getrennt ist. Aus EINEM Ton werden plötzlich drei... Das fällt natürlich so recht stark auf, bei Musik weniger... aber da ist es trotzdem. Natürlich muss man das nicht als schlimm betrachten.

Beitrag Nummer:#51  Beitrag Di 30. Jan 2018, 03:36
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Wobei man fairerweise dazusagen muss, dass auch ein 1,4"er das tut. Nur unter Umständen weniger. Wobei ein schlechter 1,4"er nicht unbedingt weniger klirrt als ein ordentlicher 1"er, und der Mitteltöner dieses Verhalten schlichtweg kaum zeigt, weil die vom Horn verursachten Bandpasseffekte den Klirranteil filtern und die Membran zudem zu träge ist um hier noch nenenswerten Klirr zu verursachen.
MfG Flo

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Beitrag Nummer:#52  Beitrag Di 30. Jan 2018, 06:20
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Dass ich nicht für "Hauptsache 1,4Zoll" bin, sollte klar sein, oder? :)

Beitrag Nummer:#53  Beitrag Di 30. Jan 2018, 06:56
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Ist mir schon bewusst Jens - ich kommentiere vieles hier nur, damit alle die Chance haben mitzukommen ;)
MfG Flo

Denkst du, das ist Luft, die du gerade atmest? Hm.

Beitrag Nummer:#54  Beitrag Di 30. Jan 2018, 10:03
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dell91 hat geschrieben:
ich werfe mal den 18sound NSD1095N.


Der Treiber klingt zwar gerade bei hoher Trennung wirklich schön, allerdings hat der bezüglich des Hochtons ähnliche Probleme wie der BMS 4550, auch hier kommt sehr schnell ordentlich Leistung zusammen, wenn man die Treiber so entzerrt dass Räume ausgewogene angeregt werden (-> Energiefrequenzgang), bzw. Outdoor auf größere Entfernung die Dämpfung hoher Frequenzen kompensiert wird.

Dementsprechend plädiere ich ja für einen Treiber der vor allem hier von sich aus genügend Output liefert. Selbst wenn 3dB akustisch nicht viel sind und Programmanteile über 5kHz zeitlich eher kurz sind, 3dB fehlende Empfindlichkeit bedeutet es Bedarf doppelter Leistung zum Ausgleich - das muss einfach nicht.



Danke Flo für deine Umfassende Begründung :)

Gruß Julian
Gruß Julian

Beitrag Nummer:#55  Beitrag Di 30. Jan 2018, 11:08
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BERND_S hat geschrieben:
Wirklich wunderbar geschrieben Floh.
Kompliment für deine ausführliche und erheiternde Erzählung.

Gruß,
Bernd


Ich bediene mich mal der Worte meines Vorredners - *unterschreib* ;)
Gruß Andy

Beitrag Nummer:#56  Beitrag Mo 5. Feb 2018, 19:50
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Moin Flo,

hast Du Messungen, ggf. sogar Vergleichs Messungen der einzelnen Treiber am 106 gemacht?
Klingt der CD400 entspannter als ein N oder ND350?
Die beiden finde ich richtig gut, bei entsprechender Entzerrung, und der ND macht auch reichlich Superhochton.

Beitrag Nummer:#57  Beitrag Do 8. Feb 2018, 19:42
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Moin, sorry für die späte Antwort, ist mir etwas entfallen. Also ja, Messungen hab ich gemacht, aber in üblicher Manier nicht gespeichert, mir bleiben solche Ergebnisse im Kopf.

Mal eine ganz andere Frage in die Runde:

Wäre es evtl. sinnig das Topteil zweiteilig zu gestalten? Mid-High-Unit und separate Low-Mid-Einheit?

Bild

Es stehen ca. 130l Transportvolumen gegen 136l, nimmt sich also nicht viel, wäre aber vermutlich einfacher zu bauen und transportieren. Ich fände es ohne das Stummelhorn cooler, das sollte Probleme sparen, wird eben dadurch größer, weil der Hochtöner extra Platz benötigt. Der Low-Mid Teil könnte dann z.B. auch als Sub für kleine Jobs herhalten, ob das dann zwangsläufig so gemacht werden muss wie gezeichnet, muss man sehen, 15" in einer 40cm breiten Kiste wäre mir jedoch sehr recht, ob die dann auch 40 hoch ist, wie gezeichnet, oder z.B. 43, und man das wie ein Mufu Top gestaltet, mit Überstanden oben und unten, kann man ja sehen.
MfG Flo

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Beitrag Nummer:#58  Beitrag Do 8. Feb 2018, 20:36
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Wie werden die beiden Komponenten im Flugbetrieb verbunden?

Gruß,
Bernd

Beitrag Nummer:#59  Beitrag Do 8. Feb 2018, 21:03
Phi Kabelwickler

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_Floh_ hat geschrieben:
Wäre es evtl. sinnig das Topteil zweiteilig zu gestalten? Mid-High-Unit und separate Low-Mid-Einheit?

(Mid-High heißt im Folgenden manchmal Top und Low-Mid Filler)

Also zweiteilig hat Vor- und Nachteile. Ich versuche mal zu sammeln, was mir dazu einfällt:

Vorteile:
- jede Kiste wiegt weniger, einfacher alleine zu handlen. Ich bspw. tue mich bei sperrigen Gegenständen ab etwa 35kg recht schwer, bin aber auch ein Lauch ;)
- kann man eventuell besser zum Transport packen, je nachdem, wieviel Platz in welchen Maßen gerade im Auto/Transporter vorhanden ist
- mehr Low-Mid gewünscht bei gleicher Abstrahlung? Einfach eine gleiche 15er Kiste dazu bauen und untendrunter fliegen.
- kein Stummelhorn benötigt, damit man irgendwo noch das HT-Horn unterbringen kann
- HT-Horn kann schön groß (und tief! für früh gerichtete 40grad) werden (steh ich ja drauf :P ) und das Problem diesbezüglich mit einem 1,4" HT wäre Geschichte

Nachteile:
- man muss vertikal untereinander fliegen. Dazu kann man aber einfach Flugösen (wie bspw. an alten D&B-Topteilen) verwenden, an den Seiten von Top und Filler jeweils am unteren bzw. oberen Ende. Sollte recht zuverlässig sein.
- Wiegt im Verbund mehr, da man ja eine "Zwischenwand" doppelt ausführt, einmal im LM-, einmal im MH-Gehäuse.
- hoffentlich kommt niemand auf die Idee, den Filler nicht mit zu fliegen, sonst ist die Ortung dahin
- Man muss immer den Filler mitnehmen, ohne ist das Topteil für garnichts zu verwenden. Klar, bei der nicht separaten Variante ist er auch immer dabei uglygaga: aber getrennte Gehäuse sollte man finde ich nur machen, wenn man die Einzelkomponenten auch einzeln verwenden kann.

Die Idee, den Filler für kleine Sachen als Bass zu verwenden, kann ja bei Sprache noch sehr gut gehen. Bei Musik ist aber Schluss, denn wenn ein 15er CB als Bass reicht, möchte ich keinen solchen Klopper als Topteil auf der Veranstaltung rumstehen haben, da tuts dann auch ein 6"/1" oder so und ist wesentlich unauffälliger.

Gruß
Philipp

Beitrag Nummer:#60  Beitrag Do 8. Feb 2018, 21:25
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BERND_S hat geschrieben:
Wie werden die beiden Komponenten im Flugbetrieb verbunden?


Hier soll bitte jeder seinen eigenen potentiellen Weg in´s Gefängnis gehen ;)

Da Top und Bass jedoch gleiche Breite und Tiefe besitzen, wäre meine Herangehensweise vermutlich beide Seitenteile frontseitig, sowie die Rückseite mittig, mit über die gesamte Höhe durchgängigen Ancra-Schienen zu versehen, um auch mal zwei Tops und zwei Filler untereinander fliegen zu können, wenn es denn sein muss. Oder auch zwei Filler auf ein Top, für mehr Lärm.
Das stellt jedoch definitiv keine Empfehlung dar, dies so zu machen. Generell rate ich vom Fliegen aller nur denkbaren Gegenstände ab... :D

Phi hat geschrieben:
Die Idee, den Filler für kleine Sachen als Bass zu verwenden, kann ja bei Sprache noch sehr gut gehen [...] da tuts dann auch ein 6"/1" oder so und ist wesentlich unauffälliger.


Das wäre die Idee, die Filler dann evtl. auch als Bässe für eine 6"/1" oder ähnliches benutzen zu können ;)
MfG Flo

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