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SPL-Car-Audio-Woofer im PA-Hornchassis

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Moderatoren: Lars H, Deathwish666

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Beitrag Nummer:#21  Beitrag Mi 5. Sep 2018, 15:08
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Hat jetzt eigentlich mal jemand die/den Artikel bei Data Bass gelesen ?! Scheint mir nicht so...

In der Reggea Szene ist echter Tiefbass extrem rar, es gibt wenige Scoops die unter 45 Hz kommen. Was bei denen den Eindruck von tiefem, heftigen Bass versursacht, sind die PreAmps die irgendwo bei 50-60 Hz extrem reinschieben und die Gruppenlaufzeit in die Höhe treiben, sodass es langsam und fett klingt. Wenn da mal ne 30Hz Bassline läuft, kommt da allerdings nicht viel bei rum.

Aus meiner Sicht sind Car-Hifi Chassis wenn dann in einem Frontloaded Horn einzusetzten. Wenn das Horn lang genug und der Mund groß genug ist, spielen die TSP kaum noch eine Rolle. Nur wenn es deutlich Richtung Viertelwellenresonator geht, braucht es die extrem niedrige Güte (qes), um den Abfall zwischen 1/4 Reso und Hornladung auszugleichen. Gänzlich gegensätzlich verhält es sich mit zB. Tapped Hörnern, dort ist man von Motorkraft pro Membranfläche abhängig, was selbst vielen größeren PA Chassis Probleme bereitet.
Whenever you replace the term "audiophil" with "bullshit", things suddenly start to make sense.

Beitrag Nummer:#22  Beitrag Mi 5. Sep 2018, 22:08
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aber Langhuber und Druckkammer ?!?
Klirrbomber :lol2:
nur ein dummes Pferd springt höher als es muß !

Beitrag Nummer:#23  Beitrag Di 25. Sep 2018, 23:17

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Sodala, icke mal wieder zur Abwechslung. Sorry für die längere Abwesenheit. Habe mich aber auch weiterhin in den tiefen Gefilden der Gehäusephysik und entsprechender Konstruktionen samt deren Vor- und Nachteilen verloren. Vom absoluten Durchblick bin ich allerdings noch Meilen entfernt. Ist schon nicht ganz unkomplex die Materie.
Aber ich bin z. B. auf die tapped Hörner von Danley gestoßen. Scheint ja auch mächtig Alarm zu machen dieses Zeug. Hat das schonmal jemand live in action erlebt? Konstruktiv scheinen diese Hörner ja zumindest sehr vorteilhaft zu sein, was die Kühlung der Treiber anbelangt. Und sowohl von der Empfindlichkeit, als auch von der Belastbarkeit und dem max SPL ja auch ziemlich weit vorne mitzuspielen. Schwer und teuer dazu, insofern wohl alles in allem premium stuff. Detaillierte speakerplans hierzu habe ich aber auch nirgends ausfindig machen können.
Nach all eurem input bin ich aber vorerst eh von meinem Plan abgekommen, solche Monster selber zu bauen, auch ob des Mangels an Zeit, Geld und letztlich Know-how. Dafür scheint ein neuer Raum in Aussicht, wo ich mein aktuelles Setup wieder aufbauen kann demnächst. Insofern werde ich hierzu noch um detailliertere Infos bitten, was die Aufstellung der speaker und vor allem die Einstellungen meiner DSP anbelangt. Dadurch hoffe ich, nochmal ein bisschen was rauszukitzeln aus den big black bass beasts...

Beitrag Nummer:#24  Beitrag Di 25. Sep 2018, 23:31

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So un nu versuch ich mal nach und nach auf möglichst viele eurer Beiträge individuell einzugehen.

@ corell: Bei data bass konnte ich nicht viel für mich lohnenswertes finden. Zum Orbit shifter pro gibt's so manches, aber wirklich nennenswertes ist wenig dabei. Der meiste normale Reggaesound geht tatsächlich nicht übertrieben weit hinab in den absoluten Frequenzkeller. Aber ich höre eben schwerpunktmäßig elektronischen Dub und Dubstep, da geht's tatsächlich mitunter bis zu knappen 30 Hz runter. Drunter ist meines Erachtens auch nichts mehr wirklich als hörbarer, musikalischer Ton wahrnehmbar. Zu deiner Aussage zu den tapped hörnern: ist nicht die Motorkraft pro Membranfläche gerade bei den SPL car audio chassis besonders hoch?
Thx'n'Greetz derweil!

Beitrag Nummer:#25  Beitrag Mi 3. Okt 2018, 20:18
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Stagehand

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Hallo Mathis,

ich habe 4 von 212H...
Vielleicht möchtest Du Dich überzeugen, was mit einem Stacking von dann bis insgesamt 6 der 2121H möglich ist?
Was für Amps hast du?

Wo wohnst Du? Ich wohne im zentralen Nirvana der Republik

Gruß Duerg
Oh! Und für den Fall, dass entgegen aller Erwartungen ein Hobbyastronom unter Euch ist: Der Nordstern ist dieser da!

Beitrag Nummer:#26  Beitrag Mi 3. Okt 2018, 23:36

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Hi Duerg.
Ein 6er Stacking wäre definitiv mehr als interessant zu erleben. Leider bin ich im tiefen Süden der Republik installiert und mir graust es jetzt schon ein wenig vorm Umzug in den neuen Raum mit den Wuchtbrummen. Aber Anfang nächsten Jahres werde ich das Stack vermutlich verdoppeln, so dass dann jeweils vier 115er und 212er an einer TA 1400 und ner 3000er Proline bei vier Ohm amtlichst werchln dürfen. Das generiert dann in nem etwa 70 qm großen Raum schon ziemlich sicher ordentlich guude Laune. Habe zu den 212ern ja hier schon ne Menge interessanter Infos bekommen. Vor allem bei den Einstellungen meiner DSP muss ich dann sicher nochmal ins Detail gehen. Da kann man bestimmt noch so einiges rauskitzeln.
Wie befeuerst du denn deine Kolosse? Mit welchem Sound vornehmlich? Und wie sind die Einstellungen bei deiner DSP?
Cheersn, Mathis

Beitrag Nummer:#27  Beitrag Mo 8. Okt 2018, 00:01

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@ Uli

Nabend auch!
Ich habe auch mächtig viel Sound aus dieser Zeit. Richtig geiler shit und zeitlos allemal. Aber zweifelsohne hat sich da produktionstechnisch so einiges getan die letzten zwei Jahrzehnte. Gerade mithilfe von Softwaresynths geht die Mukke in den entsprechenden Genres unfassbar klar, präzise und fett in den allertiefsten Frequenzkeller. Da kann schlichtweg nix von vor nem viertel Jahrhundert mithalten.
In der SPL-Szene, die es hierzulande sicherlich auch gibt (war leider noch auf keinem event, wobei mich die Performance von solch kranken Systemen schon sehr interessieren würde), geht es soundmäßig in erster Linie um tracks, die bestimmte Frequenzen beinhalten, um einen besonders krassen Effekt zu haben. Auch gerne im unhörbaren, aber dafür umso mehr spürbaren Bereich +/- 20 Hz. Schon witzig, aber auch irgendwie albern und sinnentleert. Unter 30 Hz passiert so gut wie nichts Hörbares mehr. Da geht es dann nur noch darum, was wo wie dröhnt und scheppert, die Haare müssen fliegen und die Woofer lustig rumwabern. Pure physical impact. Steh ich an sich voll drauf, aber mit Musikgenuss hat ditte dann jar nöscht mehr am Hut....
Richtig digge homegrown soundsystems gibt's hier in der schönen bayerischen Landeshauptstadt schon so einige. Zwei mal jährlich rummst es beispielsweise in der Muffathalle gewaltigst, wenn die Jungs von Schlachthof Bronx auf dem Elemental Wave Soundsystem ihre eigens dafür produzierten tracks rausblasen. Das macht schon richtig Laune. Soundmäßig machen die allerdings ihr recht eigenes Ding: "On3 bezeichnet die Musik als „ein Hybrid aus Ghetto Tech, Kuduro, Baltimore Club, Dubstep und Miami Bass“[1] während die Süddeutsche Zeitung „Elektro, Dancehall, Dub, Kuduro und Baile Funk“[4] nennt". Ist schon ganz cool, aber dubstep und electrodub sind da schon eher meins....
Gehäuse habe ich auch schon einen ganzen Haufen gefunden im Netz. Da sind schon wirklich abgefahrene Konstruktionen unterwegs. Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass sich in dem ein oder anderen davon tatsächlich ein böser Car Sub recht wohl fühlen könnte. Aber wie du sagst, da muss man wirklich Plan haben von der Materie, wenn das ordentlich rummsen und dabei auch noch anständig klingen soll. Diesen Plan habe ich definitiv nicht. :roll: :flop: :cry:
Aber was nicht ist, kann ja noch werden! Derweil werde ich mal ausloten, was ein 4er Stack der 212er so hermacht. Und weiter auf sehr hilfreiche Infos in diesem thread hoffen....
Thx a lot so far und die besten Grüße!

Beitrag Nummer:#28  Beitrag Di 9. Okt 2018, 00:06

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Mark Halbedel hat geschrieben:
Entwickler sagt:
Die Rückkammer ist derart klein, daß es fast egal ist, was man einbaut, solange das BL hoch ist.
Langer Hub bringt gar nichts.
Das einzige, was man probieren könnte, wären 12LW1400, der hat eine derart feste Pappe, daß man einen Sack Zement reinstellen kann.
Kühlung ist wie bei allen frontloaded Hörnern problematisch.
Der 212 HSub neigt dazu, lockere Schrauben zu bekommen, was seine Performance deutlich reduziert.
Das hat was mit schrumpfendem Holz zu tun, da die Kisten bei 90% Luftfeuchtigkeit gebaut werden,
und hier bei 40-50% rumstehen. Also Platte raus, alles anziehen, Platte anziehen.
Und klug aufstellen, so daß sie sich vor einer Wand gegenseitig ankucken, mit 60 cm Abstand voneinander.

Gruss, Mark

Edit: Von einem 4dB Boost bei 30 Hz hält dich bei obiger Aufstellung nichts ab.


Hi Mark!
Beziehst du dich bei deinem ersten Statement mit der Rückkammer auf ein front loaded horn? Und was meinst du mit "BL"?
Wäre die Kühlung bei nem tapped horn à la danley TH 118 komplett unproblematisch?
Danke für deine interessanten Infos zum 212er. Allerdings check ich nicht, was du genau damit meinst, dass man sie so aufstellen soll, dass sie sich gegenseitig vor einer Wand angucken. Wie genau soll das aussehen? :?: :lol:
Besten Dank für ein kurzes Feedback und viele Grüße! Mathis

Beitrag Nummer:#29  Beitrag Di 9. Okt 2018, 11:07
JoPeMUC HobbyKistenSchlepper

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TiefTonTier hat geschrieben:
Allerdings check ich nicht, was du genau damit meinst, dass man sie so aufstellen soll, dass sie sich gegenseitig vor einer Wand angucken. Wie genau soll das aussehen? :?: :lol:


Der Tipp hat zwei Aspekte:

1. direkt an die Wand -> aus Halbraum wird Viertelraum
2. angucken -> die Vorderseiten sollen sich gegenüberstehen

Beitrag Nummer:#30  Beitrag Di 9. Okt 2018, 12:11

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JoPeMUC hat geschrieben:
Der Tipp hat zwei Aspekte:

1. direkt an die Wand -> aus Halbraum wird Viertelraum
2. angucken -> die Vorderseiten sollen sich gegenüberstehen


Das klingt ziemlich spannend. Versteh ich das richtig: die Kisten quer direkt an die Wand und die Hornöffnungen liegen sich gegenüber. Falls ich also die 15er direkt darüber platziere, ergibt sich eine 60x80cm große Schallaustrittsöffnung. Was genau ergibt sich daraus für ein Effekt mit welchem Vorteil gegenüber der normalen Ausrichtung nach vorne?
Und was ist genau mit "aus Halbraum wird Viertelraum" gemeint?

Beitrag Nummer:#31  Beitrag Di 9. Okt 2018, 14:06
Mark Halbedel Pro-User

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Wenn ein Bass auf dem Boden einer Halle steht, beschallt er die Hälfte einer Kugel (oben).
wenn zwei Bässe nebeneinander auf dem Boden stehen, "sieht" einer den anderen,
und jeder beschallt einen Viertelraum (oben links/oben rechts). Das noch vor einer Wand, dann ist es ein Achtelraum.
Für diesen Strahlungswiderstand sind die Bässe gebaut.
Und das funktioniert (am oberen Ende des Übertragungsbereichs um 100 Hz) nur, wenn die Ausgänge an der Wand sind.
In der freien Wildbahn ohne Rückwand sind das dann Viererpacks auf dem Boden.

Gruss, Mark

Beitrag Nummer:#32  Beitrag Mi 10. Okt 2018, 00:18

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Tach Mark.
Danke erstmal für diese einleuchten Erklärungen. Ich fahre die Monster eh nur bis 80 Hz. Schließe ich richtig aus deinem Text, dass diese Art der Aufstellung im tiefsten Frequenzenbereich weniger relevant ist als um die 100 Hz? Und wäre bei einem 4er Cluster diese Aufstellung auch sinnvoll oder eher die gewöhnliche neben- bzw übereinander, alle nach vorne abstrahlend?
Besten Dank und viele Grüße, Mathis

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