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40Hz Bass mit 2x12"

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Beitrag Nummer:#41  Beitrag Mo 7. Jan 2019, 10:36
clavis Lagerputzer

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Ich bin beim Thema Port-Design etwas vorsichtig mit Kommentaren, da meine Erfahrungen ausschließlich aus dem Hifi- und CarHifi-Bereich kommen. Aber vielleicht ist hier der Blick von außen eines halbwissenden Amateurs eher neutraler und gar nicht so blöd:

Eine BR-Box ist meist, nicht immer (!), ein klanglicher Kompromiss. Zumindest für mich wären (riesige) Hörner eigentlich das Richtige. Sogar eine gut abgestimmte CB fänd ich passender, aber leider fehlt mir für beides der entsprechende 7,5 t LKW :D

Also lasse ich mich auf das BR-Konzept ein, das im Wesentlichen darauf basiert den rückwärtigen Schall des Chassis zum Direktschall zu addieren. Ergo sollte der Port in etwa die Fläche des Chassis haben, sonst verwässere ich mir doch den einzigen Vorteil und Grund überhaupt BR zu bauen, oder nich'? > Also werde ich versuchen den Port so groß wie irgendwie möglich zu gestalten. Jobstis Ansatz mit den vier Dreiecken ums Chassis herum und viel Gehäusetiefe für einen laaaaangen Port finde ich da recht clever, da der ganze Karton auch noch schön steif wird, was bei 15er MPX nicht schaden kann UND meinen Wünschen in Sachen Packmaß entspricht.

Ich hätte da noch eine wichtige Frage: Wieviel bringt ein Gehäuse ohne parallele Flächen wirklich? Bzw. wie kann ich errechnen in welchem Wellenlängen-Bereich bei parallelen Wänden stehende Wellen entstehen werden?

Beitrag Nummer:#42  Beitrag Mo 7. Jan 2019, 11:05
Azrael Benutzeravatar
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Stehende Wellen verhindert ein Gehäuse ohne parallele Wände nicht. Stehende Wellen spielen bei Subwoofern in der Regel auch keine sonderlich große Rolle, solange die Innenabmessungen im Vergleich zu den Wellenlängen der höchsten Frequenzen, die das Teil abspielen soll, klein bleiben. Bei einem 212er mit gemeinsamen Volumen für beide Treiber kann das theoretisch schon ein bisschen eng und etwas Dämpfungsmaterial nötig werden.

Man kann stehende Wellen "zu Fuß" ausrechnen, bequemer geht es aber wohl hiermit (statt Raummaße einfach Gehäuseinnenmaße eingeben):

http://www.sengpielaudio.com/Rechner-raum-moden.htm

Viele Grüße,
Azrael

Beitrag Nummer:#43  Beitrag Mo 7. Jan 2019, 11:51
clavis Lagerputzer

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Kurz mal ca. Maße eingegeben, die niedrigste Frequenz ist 120 Hz über meiner angepeilten Trennfrequenz, ist also kein Thema. Danke für die schnelle Hilfe!

Beitrag Nummer:#44  Beitrag Mo 7. Jan 2019, 22:10
stoneeh Lautmacher

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Das muss leider ins OT, da viel zu lang:

clavis hat geschrieben:
Eine BR-Box ist meist, nicht immer (!), ein klanglicher Kompromiss. Zumindest für mich wären (riesige) Hörner eigentlich das Richtige. Sogar eine gut abgestimmte CB fänd ich passender, aber leider fehlt mir für beides der entsprechende 7,5 t LKW :D

Also lasse ich mich auf das BR-Konzept ein, das im Wesentlichen darauf basiert den rückwärtigen Schall des Chassis zum Direktschall zu addieren. Ergo sollte der Port in etwa die Fläche des Chassis haben, sonst verwässere ich mir doch den einzigen Vorteil und Grund überhaupt BR zu bauen, oder nich'?


Der Port einer BR-Box ist ein Resonator, dessen gewünschte (erste) Resonanz an der unteren Grenzfrequenz des Subs den Frequenzgang ergänzt (Pegel hinzufügt). Sehr schön darstellen kann man das mit einem Vergleich von Einzelmessungen von Membran und Port vs dem Gesamtfrequenzgang.

Anbei eine Messung aus isitone's CB vs BR Thread:

Bild

Lila ist der Port, blau die Membran, und rot der Gesamtfrequenzgang. Die erste Portresonanz, auch Tuningfrequenz, ist der erste Buckel der lila Linie, untenrum, bei 50hz. Die zweite Portresonanz (die nicht erwünscht ist) ist der Buckel bei 200, 250hz.

Die Mindestdimensionierung des Ports ergibt sich durch die Strömungsgeschwindigkeiten in selbigem. Die Luft im Port bewegt sich ja dutzende male pro Sekunde hin und her, und je stärker das Chassis / die Membran diese Bewegung anregt, desto höher die Geschwindigkeiten. An einem gewissen Punkt wird die Strömung turbulent, es entsteht Noise, der Port "bläst", und ab diesem Punkt wird der Port immer mehr ineffizient.
Weiters ist relevant, wieviel Verwirbelungen an den beiden Enden entstehen. Dies wird hauptsächlich durch die Position im Gehäuse (Wand vs freistehend) und Abrundung der Ein- und Auslässe beeinflusst.

Eine Faustregel für Portfläche, die sich bewährt hat, wäre 1/3 bis 1/2 der Membranfläche.


Da der Port hauptsächlich schmalbandig untenrum zum Gesamtfrequenzgang beiträgt, und die Box im Rest des Übertragungsbereichs eigtl als CB spielt, sehe ich den Unterschied in der Wiedergabequalität zwischen BR und CB als minimal an - in der Theorie, wie auch vielmals in der Praxis gehört. Aber diese Beurteilung sei jedem selbst überlassen.
Man sollte, bevor man ein Urteil fällt, auf jeden Fall bedenken, dass eine CB einen ganz anderen Frequenzgang als ein BR hat. Man MUSS entzerren, bevor man die tatsächlichen Unterschiede in der Wiedergabequalität zwischen CB und BR beurteilen kann. Weiters ist zu bedenken, dass man sowohl eine CB als auch einen BR falsch abstimmen kann - wenn man einen ordentlichen Vergleich anstellen will, dann bitte nur zwischen zwei Konstrukten, bei denen bischen Mühe in die Entwicklung geflossen ist.
Sub/Infra für Eighteensound 18NTLW5000: NTLW MAX

Beitrag Nummer:#45  Beitrag Mi 16. Jan 2019, 11:45
clavis Lagerputzer

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Mein Lieblingsverleiher hat mir einen Tipp gegeben: Was ich haben will kann man kaufen:

https://proaudio-technology.com/produkt/sw12-subwoofer/

Leider MUSS eine Hoellstern-Endstufe daran betrieben und die kostet min. 5k... geht nicht, leider.

Beitrag Nummer:#46  Beitrag Mi 16. Jan 2019, 12:24
Ralle14 Pro-User

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clavis hat geschrieben:
Mein Lieblingsverleiher hat mir einen Tipp gegeben: Was ich haben will kann man kaufen:

https://proaudio-technology.com/produkt/sw12-subwoofer/

Leider MUSS eine Hoellstern-Endstufe daran betrieben und die kostet min. 5k... geht nicht, leider.


Pro Audio Technology ist wohl auch eine der "modernen Religionen" in der Audiowelt. Fakt ist: Auch PAT muss sich an Physik halten und kann bei Bässen nichts, was man auch im Selbstbau nicht bauen könnte. Dass dein Verleiher meint, der Sub würde nur mit einer Hoellstern Endstufe funktionieren, ist Blödsinn. Das liegt wohl eher daran, dass PAT die Endstufen als Systemendstufen mitverkauft.

Die Website schreibt, dass der SW12 akustisch zum SW18 kompatibel ist. Die SW18 habe ich schon einige Male gehört (u.a. auf der PLS direkt vom Hersteller) und ich prophezeihe, dass der Sub bei ähnlicher Abstimmung dich nicht glücklich machen wird. Zumindest beim SW18 ist unter 45Hz Schluss und es kommt nur noch heiße Luft, dafür klingt er schön punchig. Das war auf den Messen sehr schön herauszuhören, da PAT unglücklicherweise Musiktitel gewählt hat, bei denen man die mangelnde Tiefbassfähigkeit sehr gut erkennen konnte.

Beitrag Nummer:#47  Beitrag Mi 16. Jan 2019, 12:45
Jürgen399 Verkabler

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Ich denke ebenfalls nicht, dass man an dem Bass unbedingt ne Hoellstern braucht. 1KW an 8 oder an 4 Ohm (steht leider nicht dabei) schaffen viele Amps.

Man kann eventuell auf diesen Maßen und Daten etwas aufbauen was ähnlich oder sogar besser geht. Sollte ja kein Hexenwerk sein :D

Wenn dein Lieblingsverleiher diese Bässe hat (oder besorgen kann) dann würde ich die einfach mit deinen Tracks probehören. Dann weißt du was die können und was nicht. Eventuell bekommst du ja auch ein Demogerät zugeschickt. Einfach mal nett anfragen.

Kurzes OT an Ralle14

War PAT nicht proaudio-technik.de Oder hab ich das falsch im Kopf ? Oder hat proaudio-technology.com was mit proaudio-technik.de zutun ?
Bin da etwas verwirrt :lol:

Beitrag Nummer:#48  Beitrag Mi 16. Jan 2019, 14:34
clavis Lagerputzer

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Ich denke auch, dass das zu schaffen ist. Bisher dachte ich nur, dass es sowas gar nicht gibt. Leider hat der Verleiher die 12er nicht. Ich kenne nur die 18er, davon hatte ich schon für mittelgroße VA vier oder sechs im Einsatz und war zufrieden. Aber das ist natürlich ne andere Liga in Sachen Aufwand und Kosten. Da baue ich auch nix mehr selber auf. Ich will ja nur meine vorhandene kleine SCh** Anlage gegen was Gutes ersetzen.

Beitrag Nummer:#49  Beitrag Mi 16. Jan 2019, 23:47
jones34 Lautmacher

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Sowas gibts schon.
Coda hat auch einen aktuellen 12" Bass im Programm der meine ich auch recht tief abgestimmt ist.
Wer Tiefbass aus kleinem Gehäuse will ist auch mit dem Meyer M1D-Sub immer gut beraten. Den gibts nur nicht mehr.

Generell ist die Auswahl aber nicht sehr hoch in dem Bereich weil man eben mit tiefem Tuning Pegel verliert den man aber dringend braucht wenn man nur einen Sub stellt.
Für deine Anwendung würde man sich normal eher in der 15" Kategorie umschauen, da gibt es auch echt kompaktes.

Aber eigentlich wurde in dem Thread genug gelabert. Hier mal ein konkreter Vorschlag.
BMS 12S305 in 65l auf 40Hz getuned.
h = 500 //Höhe
b = 350 //Breite
t = 550 //Tiefe
Bodenport mit ca. Sd/2 Fläche



Das wäre wohl ein Sub der deinen Anforderungen gerecht wird.

Edit: Simu zeigt den Maxpegel im Halbraum bei 2m bzw. 10m. Die 2m Simu ist also der Maxpegel im Vollraum bei 1m.
Maxpegel 1m im Halbraum sind dann nochmal 6db mehr.


Grüße
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