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Andy's Bastelecke: Cases, Racks, LF-Sat12 u.a.

[Baubericht]
Berichte & Messungen zu PA Selbstbau-Lautsprechern

Moderatoren: Lars H, Deathwish666

Beitrag Nummer:#1  Beitrag Mo 9. Okt 2017, 13:09
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Stagehand

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Servus miteinander,

So allmählich komme ich zum Abschluss einiger meiner Projekte, daher gibt’s auch mal wieder etwas Text und ein paar Bildchen… :D

Ich hab mir überlegt, ich packe das mal in eine Art Sammelthread. Ansonsten müsste ich Euch die Tage schon mit glatt fünf Themen bewerfen. Muss nicht sein, das geht kompakter. Die Infos zum Hybridtop gibt’s extra, das Thema gibt es ja auch schon; den Rest schreib ich mal in etwas kürzer hier so rein…

Ähnlich wie KcRage hatte auch ich den Gedanken, mir insbesondere für Verstärker und Weichen, ein paar Cases oder Racks zu bauen.
Viele von Euch kennen mich ja inzwischen durchaus als manchmal gar ein etwas radikales Sparbrötchen. Daher gibt’s auch nen ganz kurzen Rückblick; in der Vergangenheit haben schon mal meine LF-Sat8 sowie mein Mischpult eine Schutzbehausung erhalten. Wie sehr vieles bei mir: möglichst Selbstbau, möglichst knappe Kosten.

Demgemäß einmal die Kiste für die kleinen Tops: kost nix, wiegt gut 10 kg, und tut was sie soll: sie bewahrt auf, schützt vor Staub und Macken und hilft bei unproblematischem Transport.
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Neulich gab es dann die Notwendigkeit, mein Pult ebenfalls zu schützen und halbwegs brauchbar transportabel zu machen.
Das Teil habe ich geschossen als leider sehr heruntergekommenes Schätzelein mit dem Prädikat „wahrscheinlich mit ner 2-Mann-Combo gute 30 Jahre ohne Pflege durch Raucherkneipen getourt“. Gesprächsgegenstand im fb-Kontakt war eigentlich eine 32-Kanal Soundcraft Konsole. Die wegen Transportspace auf Nachfrage durchgegebenen Maße hatten mich schon sehr verwundert und als ich es zum ersten Mal sah, wurde mir klar, warum es „so handlich“ ist. Dennoch – als ich in der Garage des eigentlich recht netten älteren Herrn stand, musste das Pult einfach mitfahren, auch wenn es nur ein 16-Kanäler ist. Daheim wurde es in ein paar Abenden dann mal wieder entschmunkt und hübsch gemacht; technisch scheint es soweit absolut in Ordnung zu sein.
Kurz und gut: es gehört eingepackt, und auch dieses Mal sollte es günstig sein. Voilà….
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Damit nicht genug, und zurück zum Thema.
Klar kann man Cases öfters mal günstig kaufen, aber irgendwie gefällt mir dieses Multiflex System. Mir als notorischer ULB-Geizer sind die Dinger aber einfach zu teuer, also geht’s wieder mal an die Säge und den Werktisch. Und das bei mir "mal wieder" in der super-extrem-ULB-Variante. Wie schon in dem Baubericht von KcRage geschrieben, sind bei ihm Material und Bilder wirklich schöner. :lol2:
Bei mir ist's etwas radikal komplett OSB, die Halteleisten Vollholz. Dazu gibt es Einschubdeckel aus 6mm Laminat, die in Nuten vorn und hinten ihren Platz finden. Der Transport- und Schutzzweck ist damit dann erstmal erfüllt - später gibt's dann nach Bedarf Ausbau zu was besserem... Aber erst mal wollen ja Brot und Butter verdient sein; das Zeug muss erst mal schaffen und dabei so günstig wie möglich wirtschaften.
Dennoch gibt’s die Features, die sich beim Vorbild bewähren: Stapelfräsungen und passende Füßchen sind verbaut – hier aus Holz, mit der Lochsäge gefertigt aus einem Rest Schrankzwischenwand. Griffe seitlich sowie vorne an den seitlichen Überständen sind natürlich auch am Start.
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Benötigt wurden Behausungen für 4 Endstufen und 2 Aktivweichen. Da ein wenig Platz in der Kiste (auch für die Finger beim Verkabeln) nicht schadet, hab ich je zwei mal 3 HE und 4 HE gebaut, sowie ein Kistchen, in das CD und Tape sowie on Top ein Rackmixer einziehen...

Wie schon mal erwähnt, OSB ist schon recht radikal. uglygaga:
MPX verhält sich da definitiv besser und bearbeitungsfreundlicher, da muss man nach dem Abrunden allenfalls mal noch eben mit nem Stück Schmirgel durch, dann passt das einwandfrei, meist auch ohne nachschleifen.
Das mit dem OSB ergab sich eben einfach, weil davon noch viel hier lag und die (z.Zt. letzte) Tafel MPX eigentlich für was anderes gedacht ist. Die nächste Zeit wollte ich net wegen ner halben fehlenden Tafel ne Bestellung aufgeben, und Kleinmengen vom Schreiner oder aus dem Baumarkt kann man hier rum net bezahlen.... Also: mit knapp 20 % Holzpreis billiger bauen und vorhandenes Material verschaffen…
Freilich: der Aufwand in der Nachbearbeitung ist etwas größer.

Nach dem Abrunden wurde alles fix geschmirgelt. Bei den Ausschnitten wurde mit nem Gummihandschuh einmal fix ein wenig Fertigspachtel (zur Not geht auch Acryl ganz gut) durchgestrichen. Das schließt die Poren, die unangenehm zu pieksenden Spänen werden können. Alternativ geht das auch mit Füllgrund und / oder mehrfachem Lackauftrag, ist aber deutlich mehr Arbeit.

So, jetzt gibt’s für alle die mit ausgeprägtem Argwohn gegenüber Billiglösungen Wasser auf die Mühlen (lach)… Hab ich ja immer schon so gehalten: Ich lasse Euch auch an den Erfahrungen teilhaben, wo mal was nicht so gut lief… :shock: :lol2:

An anderer Stelle schrieb ich mal, dass für solche Sachen, die nur "geringen" mechanischen Belastungen und Vibrationen ausgesetzt sind wie z.B. solche Kisten hier, man sogar auf Eimer- Fertigspachtelmasse für den Innenausbau zugreifen kann. Das ist zwar eig. net für Holz gedacht, tut aber erstaunlich gut. Ich hab da - auch im Sauwetter-und-heiß-kalt-Test - bisher keine nennenswert üblen Überraschungen erlebt... Zum Testen habe ich sowohl ein Häuschen für den Sandfilter als auch irgendwelche Transportkisten damit gemacht, jeweils OSB, mit dem Zeug gespachtelt, und dann mit Lack, Fassadenfarbe oder Boden-Flüssig-Kunststoff gestrichen... An sich eher ein No-Go-Zeug, weil Gipshaltig, aber durch die Kunststoffvergütung geht's erstaunlich haltbar. Kost nix, geht mit nem Glätter auf die Fläche und ist von Hand super schnell plan geschliffen. Das ist zugleich auch ein Nachteil: es ist halt weicher als das 2K-Zeug. Und es lässt sich beim Auftrag nicht so gut "auf Null" abziehen.
Inzwischen – das muss eben auch dazu gesagt werden – sind folgende weitere Erkenntnisse dazugekommen:
- Ja, das Zeug ist schon ziemlich weich.
- Und das Zeug versiegelt auch (lang) nicht so gut, wie z.B. 2K-KFZ-Spachtel.

Konkret:
1. Beim Lackieren mittels Pistole bei Verwendung wasserbasierter (und entsprechend verdünnter) Lacke ist es mir schon passiert, dass sich plötzlich die OSB-Struktur hervorgehoben hat. Das ist natürlich sehr ärgerlich und absolut nicht Sinn der Übung. Mithin: Viel Feuchte darf net drauf…
2. Noch in dem Glauben, die halbwegs brauchbaren Eigenschaften der flächigen Verspachtelung ebenfalls in Struktur nutzen zu können, habe ich die Racks sehr grob mit dem Fertigspachtel bezogen und diesen dann mittels Strukturwalze verteilt und abgerollt. Sah tatsächlich super aus; nach dem schwärzen sogar noch besser.
(Nehmt mir den Kopfstand nicht übel.. irgendwie isset falsch rum und weigert sich gedreht zu werden..)

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Aber leider ist es doch einfach zu weich. Bei Treffern und Kollisionen bröselts und die Stellen werden wieder weiß.
Mithin: Versuch macht kluch – dieses Experiment war nüx. :shock:
Da muss dann demnächst nochmal der Schleifer drüber und dann ne neue Beschichtung drauf. Muss aber noch warten, denn erst mal wird das Zeug gebraucht…
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Bis denne,
Gruß Andy

Beitrag Nummer:#2  Beitrag Mo 16. Okt 2017, 16:04
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Stagehand

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Sooo ihr lieben Leut...

Mein Pärchen LF-Sat12 habe ich am Wochenende fertig gestellt... :D
Weiteres schönes Detail daran, man kann damit echt aktive Nachbarschaftspflege betreiben und einfach mal bohren, schrauben, tüdeln, tackern und unterhalten... Und n schönes Bierchen trinken...
Klar, nicht für jedes Bier kann man direkt n Topteil bauen, aber andersrum geht's schon, solange der Kistenzuwachs nicht allzu extrem wird :lol: :catch:

Kompletter Bericht wird hochgeladen, wenn ich die Bilder reingefrickelt hab... Handy, Server & Müdigkeit sind manchmal ein doofes Bermudadreieck…
Kurz:
Gefällt. Klanglich sauber. Etwas direkter als HiFi, guter PA-Sound in weich sag ich mal… Schöner deutlicher aber angenehmer Mittenbereich, leichter angenehmer Kick. Untenrum unauffällig gefällig. Bissl angeschoben mit EQ schon ein ordentlicher Rums für ein Topteil, kleinere Sachen sollten wirklich locker ohne Bässe gehen. Leider hatte ich zum ersten rumspielen nur ein Handy am HiFi-Amp, da ist natürlich schnell Schluss vom Pegel. Aber ging trotzdem schon recht laut, war sauber und klang rund.

Mehr gibt's morgen oder so... und wohl diese Woche auch noch was zum Hybridtop ;)

Grüße Andy

Beitrag Nummer:#3  Beitrag Di 17. Okt 2017, 09:56
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Hello again,
Weiter geht’s mit der nächsten Baustelle:

Neben meinen (ebenfalls gerade fast fertigen) Hybridtops wollte ich noch ein Pärchen LF-Sat12. Zu den Hybriden gibt’s (hier: viewtopic.php?f=79&t=6547#p86533) was, da gibt es die Tage noch Nachschlag, die LF-Sat12 machen wir einfach mal wie gestern angedroht hier im allgemeinen Andy-Bauwahn-Thread….
:lol2:
Gestern Abend hab ich mal noch etwa zwei Stunden mit Uploads verbracht… Irgendwie ist das n Graus…. Mein Handy, der Server und die Verbindung über WLan/LTE sind scheinbar ne doofe Konstellation… Egal, Bilder sind up – ich kann Euch mit dem Bericht bewerfen ;)

Also, von vorn...
Praktischerweise fielen mir im Sommer einige Einzelteile zu, die sich in Hamburg doch dann langweilten. Das passte mir recht gut dazu, dass eh noch ein arbeitsloser 12-280/8A im Regal rumlag. Die weiteren Einzelteile (Weichenkram, Flansche, Füße, Terminals, weiterer TMT…) wurden dann in der letzten Zeit mal hin und wieder mitbestellt, wenn eh mal wieder irgendwo was fällig war.
Kürzlich zog dann noch ein Pärchen Rohgehäuse aus dem Süden der Republik zu mir um. Dort war’s über und mir hat’s zwei Abende Schnibbeln und kleben gespart.
(Merci Euch nochmals für die angenehmen Deals, Daniel und Valentin!)

Da das Gehäuse eigentlich für die JL-Sat12 gebaut war, dachte ich zunächst, die Kiste sei etwas zu groß. Wäre aber auch net schlimm gewesen; im worst case wäre halt das Tuning ein Fitzelchen tiefer gerutscht. Aber: Das Volumen ist sogar nahezu identisch, denn das JL-Gehäuse ist wegen dem Horn ein paar cm höher, dafür weniger tief. Geht sich letztlich aus…
Mein Vorteil: durch das höhere Gehäuse hab ich die Möglichkeit, das rechteckige und kleinere Sica-Horn auf eine quadratische Platte zu bauen und diese in der Schallwand anstelle des H975/H100 einzulassen. Wozu…? Die Kiste wird sicherlich häufiger als Monitor genutzt. Dann ist die breitere Abstrahlung des waagerecht liegenden Hornes sehr von Vorteil. Also Horn mit Platte raus, drehen, wieder rein – alles gut. :D

Die bereits gefräste und ausgeschnittene Schallwand (die bis dahin zum Glück nur geschraubt war) habe ich dafür kurzerhand umgedreht, im Hornbereich etwas weiter und exakt quadratisch aufgeschnitten und anschließend mit Leisten angepasst, die dann die Hochtoneinheit tragen werden.
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Dann wurden die Ports fertiggestellt; später die Schallwände wieder eingesetzt, nachdem Griffe und Co fertig waren. Dabei habe ich – wie ich es gern mache – die Kisten direkt so herangenommen, dass ein symmetrisches Paar entsteht. Die eine steht also gegenüber der Ursprungsform nun Kopf. Das wiederum ist weiter gar nicht dramatisch, weil beide ja noch völlig roh waren, ich also hinsichtlich der Füße, Griffe, Terminals etc. völlig freie Hand hatte. Weil die Überstände mir nicht so gefielen, wurden sie kurzerhand gerade weggeschnitten und durch jeweils neue Leisten (diese dann aus MPX) ersetzt. Leim, Nagler, Feuer frei…
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Für die Griffe in den Seitenwänden wurde dieses Mal Resteverwertung betrieben; die zu den gefertigten Ausschnitten passenden Schalen habe ich neulich aus zwei geschlachteten Gehäusen ausgebaut. Hier können sie weiterleben… Auf der Rückseite wurden Speakon-Terminals versenkt. Dieses Mal tatsächlich nur in die Außenlage eingefräst; meistens mach ich ja unter einen eckigen Ausschnitt noch ein Terminalbrett. Das sieht etwas netter aus und bietet dann genug Luft, dass sogar die großen NL4-Stecker nicht auf dem Boden aufliegen, wenn die Kiste als Monitor im Einsatz ist (siehe beim Hybridtop). Hier muss nun aufgrund von Lust und Zeit und einfach mal so die Anschlußfähigkeit mittels NL2-Stecker langen (...Dass es geht, ist unten nach der "Schwarzarbeit" erkennbar). Zumindest zur Zeit hab ich keine Lust, noch eine Buchse in den Boden zu setzen. Falls es nervt, geht’s immer noch.

Ein AH707 Neigeflansch wird in den Boden gesetzt. Da meine letzte Schablone wegen eines kleinen Planungsfehlers einen Burggraben erzeugte, wurde für die LF-Sat12 und den Hybrid-Single-Boden eine neue gefertigt: Mittelpunkte und Achsen aufzeichnen, Flansch aufs Laminat, dann mit einem 9mm MPX Stück und nem dicken Bleistift drumherum – und da ist mein Flansch zuzüglich der 11mm, die für die Kopierhülse dazugerechnet werden müssen. Sauber mit der Stichsäge ausgeschnitten, und dann los… Die Schwerpunkte der Kiste habe ich einfach von den für das JL-Sat12 ermittelten übernommen – Gehäuse praktisch identisch, wird schon hinkommen… Vor dem Einsenken der Flanschplatte habe ich noch das Loch mit der Stichsäge ausgeschnitten, was sowieso rein muss. Das geht einfacher, und warum sollte ich da fräsen, wo eh weggeschnitten wird…?
Böden und Monitorschräge haben noch mit dem 40er Forstner Löcher erhalten – hier herein kommen die Gummifüßchen.

Was wieder mal nicht fehlen sollte: Auch diese Kiste darf zum Fliegen gerüstet werden - hab ich jetzt immer gemacht, warum also hier nicht...? Aber: Wie immer der eindringliche Hinweis: Kein Knusel-DIY über Leuten und auch grds. niemals nix fliegen, wo jemand drunter kommen kann. Fliegen ist kein Spiel und Spaß, das macht bitte nur, wer wirklich weiß, was er da tut! Alles andere ist schlicht lebensgefährlich!
Meine Kisten bekommen dafür immer mindestens 80/80 mm Stahlwinkel in 2mm, Deckel und Seite je min. 2x mit M6 durchgeschraubt. Bei dem Hybrid und bei dieser Kiste verwende ich die runden Ancras, schön eingefräst.
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Der hintere Punkt bekommt hier ein Stahlband (Rispenband) hinterlegt: lag gerade da, trägt satt genug und bietet die Möglichkeit, die Kiste innenwändig zu verbinden, was ja auch nicht gerade ein Fehler ist. Also: Streifen reingeklebt und -geschraubt, M6 für den Ancra ebenfalls da durch, Stoppmuttern und gut.
Aber vorher kam natürlich noch etwas Farbe ins Spiel. Spachteln und schleifen waren Grundvoraussetzungen, danach ging’s für sämtliche Teile raus. Da gabs Lack – im wahrsten Sinne des Wortes. Bei den JL-Sat-Teilen ging es hauptsächlich um Ports und Vertiefungen, die LF-Sat12 wurden zum Versuchskaninchen:

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Hier eine neue Probe extrem-ULB-Strukturlack: Farbe druff, mit der Sandstrahlpistole Späne hinterher und danach nochmal Lack drüber. Anschließend gab es dann „ordentliche“ Farbe. Farbton egal, Hauptsache schwarz. Hier sieht man das Ergebnis, direkt auch mit dem oben bereits besprochenen Steckertest…

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Nicht wirklich so hübsch wie Warnex oder Tuffcab, aber für die Marke kostnix ™ auch net sooo verkehrt…
Danach: Montage der Einzelteile, hier Achtung beim Flansch: Boden aufdoppeln oder zumindest um den Ausschnitt herum zusätzliches Material aufbringen / einleimen! Besser ist das, vermindert die Gefahr von Ausbrüchen. So viel steht da ja net mehr an Material zwischen Loch und Schraube.

Sooo. Das ist dann mal Nummer eins nach dem rein Tackern von Schaum und der provisorischen Endmontage. Nett.

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Was da noch fehlt, ist die Weiche. Die wurd wieder mal auf Laminat gebastelt. Erstmal furchtbar ein furchtbar schönes Lochmuster, dann mit Teilen geht’s….
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Ist wieder mal aus der Kategorie „nicht schön aber selten“ – aber es funktioniert einwandfrei. Damit konnte dann fertig bestückt werden, kurz drauf gabs dann die erste „Einhörzeit“. Was soll ich sagen…

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Gefällt. Klanglich sauber und relativ gerade. Etwas direkter als HiFi, natürlich kein Vergleich zu den sehr direkten Kisten a la JL-Sat12, aber die geht halt auch voll ins Gesicht… Also guter PA-Sound in weich sag ich mal… Schöner deutlicher aber angenehmer Mittenbereich, leichter angenehmer Kick. Untenrum unauffällig gefällig. Bissl angeschoben mit EQ schon ein ordentlicher Rums für ein Topteil. Leider hatte ich zum ersten rumspielen nur ein Handy am HiFi-Amp, da ist natürlich schnell Schluss vom Pegel. Aber ging trotzdem schon recht laut, war sauber und klang rund.

Das neue „Baustellenradio“ wurde dann am Samstag natürlich direkt noch weiter laufen gelassen… Damit Platz zum weiterbasteln auf dem Tisch war, kam die Kiste auf der Monitorschrägen außerhalb der unmittelbaren Maschinen- und Späne-Reichweite zu liegen. Das tut ihr klanglich übrigens auch noch mal ganz gut. Klingt souverän und rund als „Monitor“.
Es folgte die Endmontage der zweiten Kiste… Winkel kleben, Ancras und Schrauben setzen, Flansch und Terminals, Schaum, Weiche und Treiber… Gemütliche zwei Stunden und zwei drei Bier später hatten mein Nachbar und ich dann das Werkelziel erfüllt… Auf den JL-Hybridteilen auf der Werkbank schnell noch ne Platte ausgelegt, beide LF-Sat12 drauf und siehe da – mit zweien klingts gleich nochmal viel „mehr“.

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Leider ist auf dem Bild jetzt so ein wenig der Stars-mit-schwarzem-Kleid-Foto-Effekt aufgetreten: Das schöne Ergebnis mit Struktur tritt auf dem Bild in den Hintergrund und die OSB-Struktur hebt sich ab. Genauso komisch wie durchscheinende Wäsche… Seltsam…

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Da ich fast genau gegenüber stand, hat mich dann nach kurzer Zeit bereits beim Unterhalten das Kammfiltern der beiden Hochtöner genervt – schön auseinander gedreht alles wieder takko…

Der obige Höreindruck hat sich durchaus bestätigt, das Pärchen ist ebenfalls richtig was feines für’s Geld. Unter Vollgasbedingungen muss ich mir das freilich mal noch ein anderes Mal geben – das gaben Verstärker und Uhrzeit beide nicht her…

Was noch kommt, ist die Gittermontage; diese erfolgt mit Klemmschrauben durch die Überstände. Wird nachgereicht… Mach ich die Tage gemeinsam mit den JL-Sat12/212 Hybriden… Dann gibbet dort auch wieder was zum lesen und gucken…

Grüße Andy

Beitrag Nummer:#4  Beitrag Di 17. Okt 2017, 22:44
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Sehr cooler Bericht wieder einmal! Vielen Dank für den Input, damit hilfst du ungemein. Ich freue mich auf weitere Berichte! :top:

Beitrag Nummer:#5  Beitrag Do 19. Okt 2017, 15:30
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Hey - Danke!
Freut mich sehr, wenn's Dir sowie auch einigen weiteren gefällt!
Dann weiß man auch, wofür man sich zum Tippern hinsetzt :D

Btw., ich könnte ggf. wenn mal bissl Zeit über wird (und daran auch Interesse besteht...) noch einen kleinen Bericht verfassen zu dem Bau von vier JM-Sub212 sowie zur Fertigstellung zweier JM-Sat12. Diese feine Kombi hab ich im Winter 2016/17 fertig gemacht, wohnt aber alles jetzt woanders :cry: . Viel Inspiration und Tipps zur Fehlervermeidung hab ich da aus Sigo's erstklassigem Bericht gezogen - am Ende aber einige Details doch noch mal etwas anders gelöst. Mal sehen - wenn dann wird auch der Bericht eher so n Winterprojekt :lol:

Grüße Andy

Beitrag Nummer:#6  Beitrag Fr 20. Okt 2017, 05:37
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Definitiv!

Interessant fände ich auch noch einige Beobachtungen zum verwendeten Holz. Du schreibst ja bereits, dass MPX besser handhabbarer ist als OSB im Bauvorgang und dass die OSB-Struktur beim Lackieren schwieriger zu handeln ist. Wie verhält es sich denn im "Langzeittest" bzgl. der Haltbarkeit beispielsweise?

Beitrag Nummer:#7  Beitrag Fr 20. Okt 2017, 10:03
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Moin,

Für Ergebnisse aus dem Langzeittest ist es natürlich noch viel zu früh...
Was klar sein muss: OSB ist halt LowBudget mit entsprechenden Abstrichen und MPX ist was gescheites, dafür eben mindestens vier/fünf Mal so teuer...
Gegenüber MDF oder Span, was ja ebenfalls günstig zu bekommen und recht gut zu bearbeiten ist, hat OSB einen sehr großen Gewichtsvorteil - von der Masse liegt es ähnlich wie MPX.
Span und MDF sind viel besser oberflächlich zu behandeln als OSB, Kanten bröckeln aber bei nem Stoß schneller. OSB ist da geringfügig besser dran, aber: bei nem ordentlichen Treffer kann auch mal beim bröckeln ein größeres Stückchen beschädigt werden - das liegt einfach an der Struktur der zum Teil sehr flächigen Späne, die es dann anheben könnte. Kann also in mehreren Belangen nicht wirklich mit Multiplex mithalten, das ist eben wesentlich robuster...
Meine Bässe und Cases aus OSB sind inzwischen zum Teil schon recht oft verladen, rumgeschoben, umgestapelt oder auch mal die Treppe rauf getragen worden. Klar - das gibt spätestens beim Geländer irgendwann auch Kampfspuren. Bisher aus der Kategorie "Lack drauf - Schramme weg", echte "Beschädigungen" gabs noch nicht. Das LF-Sat8-Case zeigt keine Müdigkeit.
Dazu ist aber auch folgende Info wirklich wichtig: Mein Zeug ist Hobbyzeug mit überwiegender Indoor- oder Sonntagswetternutzung. Sauwetter und rauhes Touring sieht das eher nicht. Die verantwortlichen Hände sind meist meine eigenen, gelegentlich packt mal der Nachbar, der Kumpel, das Geburtstagskind (...) mit an...

Die Kisten, die echt mal Schrammen und entsprechende Kantenstöße (daraus auch die obigen Erkenntnisse mit Spänen heben etc.) eingesteckt haben, sind meine seit etwa zehn Jahren im Einsatz befindlichen Brennholztransportkisten in ähnlicher Bauweise. Mit denen geh ich aber auch net zimperlich um - dennoch gehts denen eigentlich noch ziemlich gut :D

Wenn's aber mal weiterführende Erkenntnisse gibt - dann landet's hier :D

Grüße Andy

Beitrag Nummer:#8  Beitrag Fr 20. Okt 2017, 12:34
wiesel77 Knöpfchendreher

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OSB hält schon. die EV Eliminator Serie z.B. ist ebenfalls OSB, getackert und Filz drüber.

Beitrag Nummer:#9  Beitrag Fr 20. Okt 2017, 21:21
tobster84 Kabelwickler

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Auf den Bericht der M Serie bin ich gespannt !


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