Portal » Horntopteil Harmonic Design Neubeu + Neubestückung

Horntopteil Harmonic Design Neubeu + Neubestückung

[Baubericht]
Berichte & Messungen zu PA Selbstbau-Lautsprechern

Moderatoren: Lars H, Deathwish666

Beitrag Nummer:#1  Beitrag Mi 24. Okt 2018, 22:51
TomTo Benutzeravatar
Verkabler

Themenstarter

Beiträge: 208
Renommee: 36


Diesen Beitrag bewerten:
  • 1

Hallo in die Runde,

in nur 14 Tagen ist es genau ein Jahr her das ich folgenden Beitrag geschrieben habe: Klick!
Nun soll es doch noch ein "Happy End" geben :lol2:

Kurz zur Vorgeschichte:

Vor genau einem jahr bin ich bei Ebay auf zwei "Harmonic Design Model 900" Topteile gestoßen und konnte diese für einen sehr guten Kurs ersteigern.
Der erste Test zeigte jedoch schnell Ernüchterung. Die Kiste wurde sprichtwörtlich verpfuscht :evil:
1.jpg


Rein optisch war das Gehäuse vollkommen in Ordnung, aber:
- alles Resonierte, die Treiber nicht richtig befestigt
- durchgehend billigste Bestückung (B&C DE10, Noname 10", The Box Speaker 15LB075-U), da hat eine Achat 112 deutlich mehr Dampf!
- nach dem aufschrauben zeigte sich sprödes und zersägtes Holz welches für das Gehäuse verwendet wurde
- die Rückkammer des 10" wurde mit einem Plastik-Kinderklo "ventiliert verschlossen"
2.jpg


So habe ich die Chassis verkauft und an dem Gehäuse vier Rollen montiert --> das dient mir nun als Holzkorb :catch:

Das GFK jedoch wollte ich nicht verkaufen. Zu groß war die Gefahr das der nächste "Techno-Head" darauf geil wird und die Dinger wieder verpfuscht.
4.jpg


Nach gut einem Jahr habe ich mich nun endlich entschlossen de Topteile von Grund auf neu aufzubauen und die von euch vorgeschlagene Bestückung umzusetzen.

Daten:
- 896 x 604 x 478mm
- Gewicht: 57kg
- HT: BMS 4550
- MT: B&C 10nsm76
- TT: B&C 15ndl76




Die Restauration:

Tag1:

Ich habe als erstes des gesamte Gehäuse mit dem GFK als Vorsatz neu geplant und gzeichnet. So sind zum Schluss dann auch brauchbare Brettermaße heraus gekommen.

So fing Tag 1 damit an die Holz zu schneiden. Ich entschied mich für 18mm Multiplex (Birke), da ich damit immer am besten gefahren bin. Es wären sicherlich auch 15mm genug gewesen, aber so ist es für die Ewigkeit ;)

5.jpg


Bei dem Gehäuse habe ich mich vom Design her sehr an dem d&b F2 Topteil orientiert. So ist auf der Rückseite auch eine entsprechende Serviceklappe entstanden.
DSCF0464.JPG



--> Aufgrund der Bilderlimiterung geht es im nächsten Antwortblock gleich weiter ;)
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Zuletzt geändert von TomTo am Do 25. Okt 2018, 00:08, insgesamt 3-mal geändert.

Beitrag Nummer:#2  Beitrag Mi 24. Okt 2018, 23:04
TomTo Benutzeravatar
Verkabler

Themenstarter

Beiträge: 208
Renommee: 36


Diesen Beitrag bewerten:
  • 0

DSCF0466.JPG


Tag 2:

Nun habe ich das GFK in das Gehäuse hinein gesetzt (Spenglerschrauben --> Verteilt den Anpressdruck gleichmäßiger und das GFK bricht nicht). Da ich sowieso noch nie ein Fan davon war Chassis mit Ihrem doch deutlich hohen Gewicht und der daraus resultierenden Hebelwirkung direkt am GFK zu verschrauben, habe ich jeweils eine Zwischenwand aus 18er Multiplex gebaut. Entsprechend mit der Oberfräse vorbehandelt passte es dann auch bündig hinein.
Zwischen dem GFK und der Holzwand ist das Frontblech "schwimmend" in zwei Laken Dichtband eingelassen.
Das GFK ist am Gehäuse mit normalen Holzschrauben und entsprechend 20mm breiten Unterlegscheiben befestigt. Zwischen den Unterlegscheiben und dem GFK ist noch eine Gummischeibe um den Anpressdruck möglichst gleichmäßig zu verteilen.
DSCF0468.JPG
DSCF0470.JPG


Zum Schluss hat auch der 10er noch sein Brettchen bekommen. Dieses dient hier im übrigen auch als Spacer damit der Phaseplug die Dustcab des neuen 10er nicht zerdrückt und gleichzeitig die Membran bündig unter dem 1" sitzt. Mit der Oberfräse habe ich den neuen Treiber nun wieder ins Holz eingelassen, um so einen Abstand von nur 4mm zum Phaseplug realisieren zu können.
DSCF0471.JPG


An dieser Stelle ist mir das erste mal aufgefallen wie schnell man mit einer Oberfräse einen Brand verursachen kann :-D

Die Einschlagmuttern zur Befestigung der Chassis befinden sich auf der Rückseite der "Montageplatte" und sind ebenfalls mit der Oberfräse eingelassen worden. So passt es dann auch bündig auf das GFK!

Der Hochtöner ist direkt am Hornmund des GFK befestigt. Allerdings fange ich auftretende Lasten die beim Transport entstehen können mithilfe dem am Gehäuse verleimten und verschraubten Brettchen ab.

So wäre nun der Rohbau fertig:
DSCF0484.JPG


--> Aufgrund der Bilderlimiterung geht es im nächsten Antwortblock gleich weiter ;)
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Zuletzt geändert von TomTo am Do 25. Okt 2018, 00:39, insgesamt 4-mal geändert.

Beitrag Nummer:#3  Beitrag Mi 24. Okt 2018, 23:08
TomTo Benutzeravatar
Verkabler

Themenstarter

Beiträge: 208
Renommee: 36


Diesen Beitrag bewerten:
  • 0

DSCF0485.JPG


Tag 3:
Im Grunde nichts spannendes. Hier wurden die Flugpunkte und Griffe ausgesägt und mit der Oberfräse eingelassen. Weiterhin habe ich hier das gesamte Gehäuse zum Finish geschliffen und mit der Oberfräse die Kanten bearbeitet.

Anschließend wurde die Kiste mit Warnex in schwarz lackiert.

Tag 4:

Einbau der Griffe und Flugpunkte.
Die Flughösen haben auf der Rückseite eine 120 x 120mm große Aluminiumplatte bekommen. Das Verteilt die auftretende Last auf eine möglichst große Fläche und Schrauben können nicht plötzlich "herausgerissen" werden.

Die Chassis sind nun ebenfalls im Gehäuse montiert worden.
DSCF0487.JPG
DSCF0488.JPG


Chassis:
- BMS 4550
- B&C 10nsm76
- B&C 15ndl76

Der Blick auf die Waage für das fertige Gehäuse:
DSCF0489.JPG


Ich hätte mir an dieser Stelle gern einen Wert unter 50kg gewünscht, aber damit kann ich leben!

--> Aufgrund der Bilderlimiterung geht es im nächsten Antwortblock gleich weiter ;)
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Zuletzt geändert von TomTo am Mi 24. Okt 2018, 23:52, insgesamt 2-mal geändert.

Beitrag Nummer:#4  Beitrag Mi 24. Okt 2018, 23:40
TomTo Benutzeravatar
Verkabler

Themenstarter

Beiträge: 208
Renommee: 36


Diesen Beitrag bewerten:
  • 2

Finish:

DSCF0492.JPG


DSCF0498.JPG


Aktuell fehlt noch das Rollbrett. Dieses werde ich als Schutz auf die Frontaufsetzen. Ich habe das GFK Horn schließlich 20mm im Gehäuse eingelassen, so das das Brett problemlos mit den Rollen noch vorn drauf passt.

Im ersten Test musste ich mir erstmal einen Speakonadapter aus 7 Speakonbuchsen bauen, da 3-Wege aktiv getrennt wurde und ich an einer LD Deep 4950 beide Topteile testen wollte.

Getrennt habe ich ersteinmal pauschal den HT bei 2,5kHz; MT 2,5kHz - 500Hz; TT 500Hz - 100Hz
Klanglich kommt da schon ganz ordentlich was bei rum. Gerade was der 1" und 10" leistet ist beachtlich, wobei ich beim 10" noch deutlich mehr Reserven sehe.
Limitierend wird hier wohl eher der 15" Treiber sein. Es stellt sich natürlich die Frage ob eine LD 4950 (490W@8Ohm) überhaupt alles aus dem Treiber heraus holen kann, da dieser lt. Hersteller auch mit 1000W belastet werden darf.

In einem weiteren Thread suche ich aktuell jemanden aus dem Raum Sachsen der mir eine passive Weiche des HT und MT messen und bauen kann. 3-Wege aktiv wäre wohl die letzte Lösung welche ich bevorzuge.

Danach werde ich mich mal umhören welchen Verstärker ich hier am besten einsetzen könnte. Gerade die LD Deep 4950 und 4-Kanal Thomannverstärker gefallen mir am HT überhaupt nicht. Das Grundrauschen ist viel zu hoch!

Was die Materialkosten angeht landen wir bei etwa 2000€ für alles.
Von den Arbeiststunden her habe ich das Projekt doch sehr unterschätzt! Insgesamt dürften hier 35h hinein geflossen sein.

Bezüglich der Messnungen scheiterte es heute leider an einem vergessenen USB Kabel. Ich versuche das mogen dann nachzuholen :roll:

Das wars von mir :lol2:
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

Beitrag Nummer:#5  Beitrag Do 25. Okt 2018, 01:24
stoneeh Lautmacher

Beiträge: 467
Renommee: 22


Diesen Beitrag bewerten:
  • 0

Schönes Projekt TomTo.

TomTo hat geschrieben:
Im ersten Test musste ich mir erstmal einen Speakonadapter aus 7 Speakonbuchsen bauen, da 3-Wege aktiv getrennt wurde und ich an einer LD Deep 4950 beide Topteile testen wollte.

Es gibt 8polige Speakon-Stecker, und entsprechende Rackblenden.

TomTo hat geschrieben:
die ... 4-Kanal Thomannverstärker gefallen mir am HT überhaupt nicht. Das Grundrauschen ist viel zu hoch!

Wir haben zB TSA 4-1300 und E4-250, und das Grundrauschen ist bei beiden minimal - so, dass man es (auch an wirkungsgradstarken Lautsprechern) nur bei leiser Umgebung wahrnehmen kann. Bei einer VA wird das, selbst wenn mal die Musik nicht spielt, easy vom plaudern der Leute übertönt.
Bzw wird es in einer Standard-PA-Signalkette so sein, dass die Grundgeräusche (rauschen, brummen, surren) von anderen Geräten, wenn es nicht grade State of the Art Equipment ist, das Grundrauschen der Amps übertönen werden. Evtl ist das bei dir eh der Fall - die Amps mal komplett ohne Signal, d.h. abgesteckten XLR Kabeln, getestet?

TomTo hat geschrieben:
Bezüglich der Messnungen scheiterte es heute leider an einem vergessenen USB Kabel. Ich versuche das mogen dann nachzuholen :roll:

Interesse vorhanden ;)

Grüsse
Stoneeh

Beitrag Nummer:#6  Beitrag Do 25. Okt 2018, 03:05
Jens Droessler Benutzeravatar
Pro-User

Beiträge: 687
Renommee: 79


Diesen Beitrag bewerten:
  • 0

Ach, mit 15mm ist das auch für die Ewigkeit, keine Sorge. Ich würde bei sowas heute sogar zu 12mm greifen und nur die Ecken innen zusätzlich etwas versteifen (zur üblichen Gehäuseversteifung dazu). Subs in 15mm mit ähnlicher Vorgehensweise. Gewicht ist ja heutzutage ein echter Faktor. Nochmal anderthalb kg oder so könntest du mit dem 4552 sparen.

Beim 15er hast du endstufenmäßig ja noch Reserven, und wenns immer noch nicht reicht, gibts ja noch dickere 15er, z.B. 15NA100 oder der in Kürze erwartete Eighteensound 15TNLW3500.
Ich hab alle Endstufen auf 26dB Fix-Gain umgebaut. Ein Problem mit dem Grundrauschen des Amps selbst als auch vorgeschalteter Geräte gibts so definitiv nicht. Außer mit sehr alten Digitalcontrollern.

Beitrag Nummer:#7  Beitrag Do 25. Okt 2018, 07:58
Big Määääc Benutzeravatar
Lautmacher

Wohnort: Landkreis Hameln-Pyrmont
Beiträge: 583
Renommee: 8


Diesen Beitrag bewerten:
  • 0

moin
hast du beim B&C 10nsm76 die Dustcap entfernt/ersetzt oder es so gelassen ?!
nur ein dummes Pferd springt höher als es muß !

Beitrag Nummer:#8  Beitrag Do 25. Okt 2018, 08:08
TomTo Benutzeravatar
Verkabler

Themenstarter

Beiträge: 208
Renommee: 36


Diesen Beitrag bewerten:
  • 0

stoneeh hat geschrieben:
Schönes Projekt TomTo.

TomTo hat geschrieben:
Im ersten Test musste ich mir erstmal einen Speakonadapter aus 7 Speakonbuchsen bauen, da 3-Wege aktiv getrennt wurde und ich an einer LD Deep 4950 beide Topteile testen wollte.

Es gibt 8polige Speakon-Stecker, und entsprechende Rackblenden.


Nur für einen kurzen test + Messung sollte ja nicht gleich das ganze Rack umgebaut werden. Aber die Möglichkeit der 8-Pol Speakon werde ich mir mal merken!

Gewicht ist ja heutzutage ein echter Faktor. Nochmal anderthalb kg oder so könntest du mit dem 4552 sparen.

Sehr unheimlich, der wiegt ja wirklich nichts! Aber die 2kg sind mir den Preisunterschied von 100€/Stück nicht Wert.

hast du beim B&C 10nsm76 die Dustcap entfernt/ersetzt oder es so gelassen ?!

Die habe ich gelassen. Der Membran geht tief genug hinein so das es kein Problem darstellte.

Wir haben zB TSA 4-1300 und E4-250, und das Grundrauschen ist bei beiden minimal

Das ist ja gleich das nächste Thema. Eine 4-1300 halte ich für zwei Topteile zu übertrieben. Sobald der HT und MT passiv getrennt sind, braucht es für diesen Kanalzug insgesamt nur maximal 500W. Am TT dürfen hingegen schon 1000W anliegen. Da ist eben die Frage ob man für den TT etwas leistungsstarkes in 2HE nimmt und dafür am HT/MT dann einen kleineren 2-Kanal Verstärker.
Beispiel:
1x Synq 3k6 am TT
1x Synq 2k2 am HT/MT
Wobei finanziell dann natürlich die 4-1300 wieder deutlich günstiger wäre. Ob es qualitativ auch das wahre ist wäre als nächjstes heraus zu finden.

Beitrag Nummer:#9  Beitrag Do 25. Okt 2018, 12:36
jones34 Lautmacher

Wohnort: Karlsruhe
Beiträge: 489
Renommee: 26


Diesen Beitrag bewerten:
  • 0

Wenn du den Mitteltöner einfach so reingeschraubt hast ist der eventuell ziemlich schlecht an den Waveguide angepasst.
Hast du mal Messungen dazu gemacht? Du verschenkst da eventuell viel Potenzial.

Beitrag Nummer:#10  Beitrag Do 25. Okt 2018, 16:07
TomTo Benutzeravatar
Verkabler

Themenstarter

Beiträge: 208
Renommee: 36


Diesen Beitrag bewerten:
  • 0

Die Messungen:

Nehmt bitte die Werte nicht zu ernst, sondern nur zur groben Orientierung. Ich konnte nur in der Halle messen mit einer Wand im Rücken bei ca. 4m Entfernung. Das Messmikrofon stand jeweils etwa 100cm vor dem jeweiligen Trichter.

Der Bernd von BS Tek wird sich wohl als nächstes um den Lautsprecher kümmern und eine passive Weiche für HT und MT entwickeln. Bei der Gelegenheit gibt es (hoffentlich) auch ein paar brauchbare Messwerte für uns :)

Zum Beginn der HT:

BMS 4550 getrennt bei 500Hz
HT BMS 4550 500Hz.jpg


B&C 10nsm76 ohne Trennung
MT 10nsm76 flat.jpg


B&C 15NDL76 getrennt bei 60Hz
TT 15ndl76 60Hz.jpg


Zum Schluss habe ich mal versucht und brauchbares Setup am DCX zu erstellen. Die Messung war allerdings unheimlich schwierig da meine Nachbarn meinten Sie müssten alle gleichzeitig mit Ihrer Flex arbeiten :lol2:
In der Halle resonierte so schon viel zu viel mit :-D

Einstellungen:
Hochton: LPF = Flat | HPF = 1,64kHz But 24 | Delay 0,29ms
Mittelton: LPF = 1,60kHz But 12 | HPF = 568Hz But 48 | Delay 0,29ms
Tiefton: LPF = 556 Hz But 18 | HPF = 130Hz But 48 (Ich weiß die tiefe Trennung macht nur wenig Sinn, aber für Testzwecke muss es reichen)

Setup All.jpg



Das soll gewesen sein. Ich hoffe wie gesagt das uns der Bernd das mal ordentlich ausmessen kann ;)
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

Beitrag Nummer:#11  Beitrag Do 25. Okt 2018, 19:36
stoneeh Lautmacher

Beiträge: 467
Renommee: 22


Diesen Beitrag bewerten:
  • 0

Die Ergebnis der Einzelmessungen sehen eh realistisch aus aus.

Ist bischen krass, dass der HT bei 10 kHz schon abfällt - wird dann nicht recht "fein" klingen. Aber muss es vll auch gar nicht.

TomTo hat geschrieben:
Das ist ja gleich das nächste Thema. Eine 4-1300 halte ich für zwei Topteile zu übertrieben. Sobald der HT und MT passiv getrennt sind, braucht es für diesen Kanalzug insgesamt nur maximal 500W. Am TT dürfen hingegen schon 1000W anliegen. Da ist eben die Frage ob man für den TT etwas leistungsstarkes in 2HE nimmt und dafür am HT/MT dann einen kleineren 2-Kanal Verstärker.
Beispiel:
1x Synq 3k6 am TT
1x Synq 2k2 am HT/MT
Wobei finanziell dann natürlich die 4-1300 wieder deutlich günstiger wäre. Ob es qualitativ auch das wahre ist wäre als nächjstes heraus zu finden.


1x TA 2400 für die Tieftöner, 1x E4-250 für Mittel- und Hochtöner. Eigtl würd's auch ne Nummer kleiner tun. Man sollte sich bewusst sein dass ein Treiber in einem Horn mit kleinem Gehäusevolumen und reduziertem Hub thermisch bei weitem nicht das abkann, was in einer CB oder BR möglich wäre. Aber he, die Dinger kosten eh nix, und man hat nen netten Headroom.

Zum qualitativen - in dem Thread haben sich ein paar Leute mal ein bischen Wahrheit schreiben traun: viewtopic.php?f=6&t=7433

Beitrag Nummer:#12  Beitrag Do 25. Okt 2018, 21:03
Jens Droessler Benutzeravatar
Pro-User

Beiträge: 687
Renommee: 79


Diesen Beitrag bewerten:
  • 0

@ TomTo: Jetzt nochmal langsam. Du weißt, dass die TSA4-1300 billiger ist zwei Endstufen passenderer Leistung zusammen. Du hast eh einen Digitalcontroller im Einsatz. Wieso solls dann nicht die TSA werden? Die Synq, die zwar dann auch nur 2HE zusammen und ähnliches Gewicht hätten, klingen im Hochton deutlich schlechter (auch wenn die TSA4-1300 da auch nicht das Nonplusultra ist). Andere Kombos wie TA2400 und E4-250 nehmen dagegen mehr Platz ein und sind deutlich schwerer (wobei ich die E4-250 für den Hochmitteltonbereich auch unterdimensioniert finde) und bieten im Grunde genommen kaum mehr Ausfallsicherheit.

Beitrag Nummer:#13  Beitrag Do 25. Okt 2018, 21:50
TomTo Benutzeravatar
Verkabler

Themenstarter

Beiträge: 208
Renommee: 36


Diesen Beitrag bewerten:
  • 0

Ist bischen krass, dass der HT bei 10 kHz schon abfällt - wird dann nicht recht "fein" klingen. Aber muss es vll auch gar nicht.


Da bin ich mir sehr sicher das das am Messequipment liegt. Sobal die Kisten beim Bernd stehen gibt es ordentliche Daten!
Ich finde den HT hier noch deutlich feinzeichnender und angenehmer als bei einem JBL 2445. Auch da fällt der Frequenzverlauf nicht so steil ab wie in der gezeigten Messung.

Jetzt nochmal langsam. Du weißt, dass die TSA4-1300 billiger ist zwei Endstufen passenderer Leistung zusammen. Du hast eh einen Digitalcontroller im Einsatz. Wieso solls dann nicht die TSA werden?


Du hast absolut Recht! Rein finanziell ist die TSA 4-1300 absolut unschlagbar und hat noch genügend Leistungsreserven. Scheinbar habe ich zu viele "Reparatur-Gesuche" im Forum gefunden, weshalb ich mich mit dem Verstärker wohl nicht so recht anfreunden möchte.
Aber ja diese würde ich definitiv mit ins Auge fassen!


Noch eine andere Frage:
Wie verhält es sich denn eigentlich mit der Abhänigkeit aus untere Trennfrequenz und maximaler Belastbarkeit am HT? Gibt es da überhaupt einen linearen Zusammenhang?

Beitrag Nummer:#14  Beitrag Do 25. Okt 2018, 22:46
Klangart Stagehand

Alter: 50
Wohnort: 49152 Bad-Essen
Beiträge: 315
Renommee: 3


Diesen Beitrag bewerten:
  • 0

Hallo,

der Frequenzgang ganz oben des HT kann so net sein. Auch das der unter 10kHz bis runter so linear sein soll OHNE jegliche Entzerrung geht net mit 4550.
Das HT-Horn ist so groß das da bei / um 2-3kHz Energie ohne Ende da sein muß.
Wenn du die Trennfrequenz hoch schiebst wird der HT-Treiber scho belastbarer. Auch ist hier ungünstig das der teure B&C MT Treiber Über 1,2kHz dann Frequenzgangauffälligkeiten hat. Sehe ich auch richtig das du am Mid-Horn den Abstand Treiber zu Hornanfang mit Platten nicht unerheblich hoch gesetzt hast das der Treiber überhaupt rein passt ?? Die sich bildende Vorkammer und der nicht angepasste Phase-Plug dürfte hier hohen Trennfrequenzen im Wege stehen. Wie hoch das Horn theoretisch laden kann / nutzbar ist könntest du am einfachen erst mal am Abstand Phaseplug zu Außenring genau im Hornhals messen ... der Abstand entspricht dann Lambda/2 der obere Grenzfrequenz.

;) Klangart

Beitrag Nummer:#15  Beitrag Do 25. Okt 2018, 23:42
stoneeh Lautmacher

Beiträge: 467
Renommee: 22


Diesen Beitrag bewerten:
  • 0

Jens Droessler hat geschrieben:
(wobei ich die E4-250 für den Hochmitteltonbereich auch unterdimensioniert finde)


Meinst? Ja, vom Datenblatt würd der Mitteltöner mehr vertragen, aber soll man da wirklich dauerhaft mehr als 250w RMS reinpumpen? Selbst wenn er es thermisch verträgt, klirrt das Ding dann nicht eh schon irre?

Beitrag Nummer:#16  Beitrag Fr 26. Okt 2018, 01:15
Jens Droessler Benutzeravatar
Pro-User

Beiträge: 687
Renommee: 79


Diesen Beitrag bewerten:
  • 0

Man pumpt ja so auch keine 250W RMS mit der E4-250 rein. Wenn die Trennung tatsächlich irgendwo über 400Hz liegt, wird da bei Nutzsignal niemals ein Crest von unter 10dB vorkommen, es sei denn, man legt es darauf an. Dann leistet die E4-250 in den Spitzen 500W, dann kommt der Cliplimiter. 10dB bedeutet dann, dass die RMS-Leistung dann 50W beträgt, und das auch nur, wenn die 500W in der Spitze recht oft abgerufen werden, nicht nur alle paar Sekunden mal. Man braucht also vor allen Dingen viel Spannung für die Spitzen, damit man überhaupt an 200W RMS herankommt. Und die kann die E4-250 nicht so recht liefern, auch wenn die RMS-Leistung auf dem Papier gut aussieht. Hub sollte in dem Bereich auch kein Problem sein. Ideal wäre zum Schutz natürlich ein zusätzlicher Thermolimiter im Controller, um die Sache auch narren- und idiotensicher zu machen. Problematisch wirds jetzt allerdings mit der passiven Trennung. Ich hab keine Ahnung, wieviel Pegel der Mitteltöner im Horn macht und was der 4550 an dem Hochtonhorn liefert, aber wahnsinnig viel Pegeldifferenz liegt sicherlich nicht dazwischen, vielleicht 3 4dB. Wenn man auf der Passivweiche den Hochtontreiber also 3dB absenkt, heißen 200W RMS am Mitteltöner auch potentiell 100W am Hochtöner usw. Freundlicherweise gibts ja noch die spektrale Energieverteilung, die dafür sorgt, dass man be Musik eigentlich auf der sicheren Seite sein sollte... nur eben der narrensichere Schutz ist dann nicht für den Hochtontreiber gegeben...

Beitrag Nummer:#17  Beitrag Fr 26. Okt 2018, 07:48
TomTo Benutzeravatar
Verkabler

Themenstarter

Beiträge: 208
Renommee: 36


Diesen Beitrag bewerten:
  • 0

Wie verhält sich denn so ein 4550 bei Überlastung? Ist das akustisch wahrnehmbar?

Beitrag Nummer:#18  Beitrag Fr 26. Okt 2018, 09:08
corell Benutzeravatar
Gewerblicher Teilnehmer

Alter: 23
Wohnort: Berlin
Beiträge: 613
Renommee: 53
Firma: Hermann&Blumenstock Audio


Diesen Beitrag bewerten:
  • 0

Klangart hat geschrieben:
der Frequenzgang ganz oben des HT kann so net sein. Auch das der unter 10kHz bis runter so linear sein soll OHNE jegliche Entzerrung geht net mit 4550.
Das HT-Horn ist so groß das da bei / um 2-3kHz Energie ohne Ende da sein muß.

Es wundert mich, dass ausgerechnet du sowas sagst. Es war doch früher (vor der Zeit der DSPs) üblich, den Frequenzgang auf Achse zu linearisieren, indem man nach oben hin zunehmend bündelnde Hochtonhörner einsetzte, zB. Traktrix oder Biradial. In der Regel wurde die Bündelung vertikal in Kauf genommen um horizontal zumindest halbwegs CD Verhalten zu haben.
Auf jeden Fall kann man einen HT nicht anhand einer Messung an unbekanntem Horn erkennen. Ich bin 100% bei dir, dass der 4550 an einem CD Horn komplett anders aussehen würde, ca. 10dB zwischen 2 und 12 kHz sind zu erwarten. Dennoch kann es durchaus sein, dass er sich an diesem Horn hier so oder zumindest so ähnlich misst...
Dafür spricht auch das flache, breite Horn hier, welches untenrum (< 4 kHz) vertikal extrem breit machen wird und demnach auf Achse Energie "verliert".
Whenever you replace the term "audiophil" with "bullshit", things suddenly start to make sense.

Beitrag Nummer:#19  Beitrag Fr 26. Okt 2018, 13:20
Klangart Stagehand

Alter: 50
Wohnort: 49152 Bad-Essen
Beiträge: 315
Renommee: 3


Diesen Beitrag bewerten:
  • 0

Hallo,

das ein Horn derart von 2kHz bis 10kHz rauf im HT Bündelt das man einen >> 10db << Abfall beim 4550 kompensiert bekommt hätte ich so halt noch nie gesehen. Und ich habe den Treiber durchaus schon an einigen Hörnern gemessen …. deshalb mein "Unglauben" :top:

;) Klangart

Beitrag Nummer:#20  Beitrag Fr 26. Okt 2018, 16:45
stoneeh Lautmacher

Beiträge: 467
Renommee: 22


Diesen Beitrag bewerten:
  • 0

Jens Droessler hat geschrieben:
Wenn die Trennung tatsächlich irgendwo über 400Hz liegt, wird da bei Nutzsignal niemals ein Crest von unter 10dB vorkommen


Meine Erfahrung sagt eigtl exakt das Gegenteil. Hohe Crestfaktoren finde ich im Bass, Kickbass, und in den Höhen - Bassdrums, Hi-Hats = kurze Peaks. In den Mitten hingegen befinden sich Stimmen und Instrumente, was ist üblicherweise ein weit weniger schwankendes Signal ergibt. Festgestellt u.a. durch Analyse im Spectrum Analyzer, Aussteuerungslevels & Limiterverhalten im DSP beim vollaktiven System, .. über eine breite Auswahl an Musik.
Hast du irgendwas objektives (Messung der Energiedichte, ..), das dem widersprechen würde?

Thermisch seh ich in jedem Fall, wie schon gesagt, beim Mitteltöner eher weniger ein Problem. Eher nehm an, dass man auf einen 10 Zöller mit hohem Wirkungsgrad im Horn nicht mehr als 250w RMS, oder auch 500w Peak, pumpen kann, ohne dass es sich schon komplett klirrig / kreischig anhören kann. Eher glaub ich noch deutlich weniger.

Ich würd mal eine E4 und eine TSA (und gerne weitere Kandidaten - je breiter der Vergleich, desto besser) kommen lassen, und vergleichen (hören), was sich tut. Aufgrund meiner Erfahrungen würd ich davon ausgehen, dass der subjektive Eindruck sein wird, dass die Tops an der TSA schneller kreischig / unangenehm werden.

Nächste

Zurück zu Public-Address - DIY Lautsprecherboxen