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Was haltet ihr von Lab Gruppen Klonen? FPXXXXX?

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Beitrag Nummer:#21  Beitrag Fr 4. Mai 2018, 11:26
Basshunter99 HobbyKistenSchlepper

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Hatte über das Wochenende auch ein fp10000 Clon als OEM für einen deutschen Lautsprecherhersteller da.
Verarbeitungstechnisch sehr gut, Leistung ist auch genug da und laut dem Herrsteller kam in glaube jetzt 3 Jahren nicht eine mit defekt zurück.
Die Schutzschaltungen sollen sogar besser sein als beim Original, ob das stimmt kann ich leider nicht testen.
MfG Marc

Beitrag Nummer:#22  Beitrag Sa 5. Mai 2018, 12:01
rockline Pro-User

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Die Schutzschaltungen sind zumindest bei Sanway und Gisen zu 100% identisch mit dem Vorbild. Es gibt mehrere Schutzschaltungen, die sowohl auf den Audio PCB's als auch auf dem AICO PCB verteilt sind. Die Ausgangsleistungen richten sich im übrigen nach der Betriebsspannung: 10K hat 2 x 160V und 14K 2 x 195V. Den Rest erledigen die Audio PCB mit den HF Verstärkern. Die Ausgangsstufen sind ja ebenfalls identisch. Geringfügige Abweichungen können ihre Ursache in der exakten Höhe der Sekundärspannungen haben. Bei den neueren Modellen ist das fest eingestellt, bei älteren Produtionen gibt es einen Servicesteller dazu.

Vielleicht noch einen Hinweis aus der Werkstattpraxis: wenn die Hauptsicherung mal defekt ist, dann bitte keine Versuche unternehmen selbige zu ersetzen, um es dann noch mal zu versuchen. In aller Regel geht dann eine kleinere interne 8A Sicherung auch noch kaputt, und weitere Versuche (auch diese zu ersetzen) führen zu größeren Schäden am Netzteil. Ich habe etliche FP's repariert, die einen eher "normalen" Schaden im NT hatten, und erst durch "Gebastel" richtig defekt gingen.
Wenn es Probleme mit solchen Endstufen gibt helfen wir gerne weiter. Wir reparieren inzwischen sehr viele dieser Geräte, und sind für Sanway als authorisierter Servicepartner gelistet. Wir verkaufen diese Geräte nicht, und leisten auch nicht die Garantieabwicklung bei Neugeräten. Aber wir reparieren jede Endstufe der FP Serie (auch die alten LabGruppen FP6400) zu kostengünstigen Tarifen, weil wir keine Kompletmodule austauschen, sondern nur die defekten Bauteile.

Beitrag Nummer:#23  Beitrag Sa 5. Mai 2018, 22:47
Jens Droessler Benutzeravatar
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Meiner Erfahrung nach haben sich die Chinesen entweder die Strombegrenzung des Netzteils "vergessen" oder sie arbeitet bei den Klonen nicht sauber genug. Zumindest hat die FP14000 im Original noch keinen B16 gezogen, die Klone aber schon.

Wie läuft das denn mit Garantiefällen von Sanway, Stefan?

Beitrag Nummer:#24  Beitrag So 6. Mai 2018, 13:10
David Verkabler

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Mich würden ebenfalls interessieren ob Sanway sich an die versprochene Garantie hält und wie das dann abläuft.
Schickt man sie zu dir und die bezahlen das? Muss man sie zurück nach China senden? Oder kriegt man nur Ersatzteile zugesendet und muss selbst rum basteln?

Gruß
David

Beitrag Nummer:#25  Beitrag So 6. Mai 2018, 23:01
Dac3r HobbyKistenSchlepper

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rockline hat geschrieben:
Wenn es Probleme mit solchen Endstufen gibt helfen wir gerne weiter. Wir reparieren inzwischen sehr viele dieser Geräte, und sind für Sanway als authorisierter Servicepartner gelistet. Wir verkaufen diese Geräte nicht, und leisten auch nicht die Garantieabwicklung bei Neugeräten. Aber wir reparieren jede Endstufe der FP Serie (auch die alten LabGruppen FP6400) zu kostengünstigen Tarifen, weil wir keine Kompletmodule austauschen, sondern nur die defekten Bauteile.


Er bietet wohl rein die Dienstleistung der Reperatur an, unabhängig eines Garantiefalls. Austausch und Abwickeln von Gewährleistungsfällen und ähnliches fallen nicht darunter. Zumindest meinen Verständnis nach.

Beitrag Nummer:#26  Beitrag Mo 7. Mai 2018, 07:45
rockline Pro-User

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@Jens - die Netzteile sind zumindest identisch aufgebaut. Auch im Schaltplan gibt es alle wesentlichen Baugruppen auf beiden Seiten. Die 14K zieht Impulse bis zu 32A auf einem analogen Amperemeter, wenn man voll einschenkt. Eine europäische 14000 habe ich diesbezüglich noch nicht untersucht.

Zu den Garantiefragen: bei Neugeräten sollte das ja in aller Regel der Importeur bzw. Händler abwickeln. Erfolgt eine Reparatur bei einem externen Servicepartner bezahlt der Händler die Reparatur. Wie selbiger sich mit dem Lieferanten gütlich hält ist eine andere Frage, die ich nicht beantworten kann.
Direktimporte können im Garantiefall nur bei Lieferanten in China reklamiert werden. Es bleibt einem Käufer ja freigestellt, sein Gerät dort hin zur Reparatur zu schicken.
Ich habe mit Sanway keinen Vertrag, aber die hatten mich aufgrund meiner Sachkompetenz zu dieser Gerätesorte gefragt, ob ich nicht eine Art Service für diese Teile machen könnte? Und seitdem vermitteln die dann einen entsprechenden Servicekontakt innerhalb des näheren europäischen Umfelds. Ich führe die Reparaturen ausschließlich gegen Bezahlung des Auftraggebers durch. Selbiger kann sich dann an den Lieferanten wenden (mit dem er ja offensichtlich ein Kaufgeschägt abgewickelt hatte), und um eine eventuelle Begleichung der Kosten bitten. In Einzelfällen mag das klappen, aber solche Reklamationen sind immer ein Teil des Risikos bei Direktimport. Mein Thema ist das nicht, ich repariere die Dinger nur, bin in der Handwerkskammer als zugelassenner Betrieb angemeldet, und helfe so gut ich kann.

Beitrag Nummer:#27  Beitrag Di 8. Mai 2018, 09:36
Ralle14 Pro-User

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rockline hat geschrieben:
@Jens - die Netzteile sind zumindest identisch aufgebaut. Auch im Schaltplan gibt es alle wesentlichen Baugruppen auf beiden Seiten. Die 14K zieht Impulse bis zu 32A auf einem analogen Amperemeter, wenn man voll einschenkt. Eine europäische 14000 habe ich diesbezüglich noch nicht untersucht.


Im HiFi-Forum hatte jemand mal die netzseitige Stromaufnahme einer Gisen MM14K mittels Oszilloskop untersucht, wobei kurzzeitige Spitzenströme von 80-100A auftraten, wohl durch die fehlende aktive PFC. Meine Erfahrung mit den Kisten ist auch, dass die 14K bei unter 4Ohm zwar gute Dienste leistet, ein C16 LSS das aber nicht über unendliche Zeit mitmacht.

Beitrag Nummer:#28  Beitrag Mi 9. Mai 2018, 05:50
Jens Droessler Benutzeravatar
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Und das ist, was mir etwas Angst macht bei den Klonen. Die Netzteilbegrenzung auf 13A nach Art eines Leitungsschutzautomaten in den originalen Labs lässt natürlich auch kurze Impulse zu, aber nur solche, die eben einen B16 nicht schmeißen würden. Diese Begrenzung dient natürlich auf dem Papier dazu, eben das Auslösen eines Leitungsschutzautomaten zu verhindern, allerdings schützt er in dieser Funktion gleichfalls das Netzteil vor hoher Dauerlast und hohen Impulsen, sodass hier gespart worden sein könnte. Wozu ein 25A Netzteil bauen, wenn es eh auf 13A begrenzt wird? Wenn die Chinesen hier nun die Begrenzung höher ansetzen oder völlig außer Funktion haben, die restliche Auslegung aber identisch ist... ihr seht, wohin ich damit will?

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