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Restauration einer ältereren Horn PA

[Umbau]
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Beitrag Nummer:#81  Beitrag Mo 3. Sep 2018, 17:51
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Hinweis:
Ölflex 110 gibt es auch in schwarz.

Gruß,
Bernd

Beitrag Nummer:#82  Beitrag Mo 3. Sep 2018, 19:50
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Aber nicht in 8 x 2,5qmm

mfg
Rainer

Beitrag Nummer:#83  Beitrag Mo 3. Sep 2018, 20:16
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BERND_S hat geschrieben:
Hinweis:
Ölflex 110 gibt es auch in schwarz.


Ist nur, aus unerfindlichen Gründen, gegenüber dem Grauen, deutlich starrer. Hinzu kommt eine öfters nicht unerhebliche Lieferzeit und, je nach Bezugsquelle, ein ebenso deutlicher Preisunterschied zum Grauen.
Wir haben bei der Arbeit vor einiger Zeit etwas vom schwarzen Ölflex 110 in 18G1,5 angeschafft...mittlerweile ist das an einer Stelle entsorgt, die man pro Jahr höchstens 10mal kurz anfasst, weil das Kabel leider extrem starr ist, sich schlecht wickeln lässt, und sich diese Eigenschaften gefühlt von Jahr zu Jahr potenzieren.
MfG Flo

Denkst du, das ist Luft, die du gerade atmest? Hm.

Beitrag Nummer:#84  Beitrag Mo 3. Sep 2018, 20:50
BERND_S Benutzeravatar
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Habe am Wochenende mit 4G2,5 in schwarz gearbeitet.
Fand es, im Gegensatz zum Titanex unflexibler, aber nicht weiter störend.
Wenn das natürlich schlimmer wird, freue ich mich, dass es nicht mein Material war. :P

Gruß,
Bernd

Beitrag Nummer:#85  Beitrag Fr 14. Sep 2018, 16:17
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Soo, bin wieder aus dem Urlaub zurück 8-)

Neben der Modernisierung der Steckverbindungen werde ich mich nun zuerst mal der 12" Mitteltonsektion annehmen.

Da das Angebot an preisgünstigen gebrauchten Crescendos oder E120s derzeit nicht wirklich vorhanden ist, würde ich evtl. mal einige verschiedene, prinzipiell geeignete moderne Chassis bestellen und testhören/vermessen. Bleibt man auf denen, die man nicht verwendet, dann eigentlich sitzen oder kann man sie theoretisch umtauschen, wenn man sie pfleglich behandelt hat?

Macht im angestrebten Übertragungsbereich (300-1600Hz) eine Simulation mit Hornresp o.ä. eigentlich noch Sinn, oder gibt es da sowieso zu viele Faktoren, die nicht richtig berücksichtigt werden können?

Als potentielle Kandidaten wurden ja schon der B&C 12PE32 und der Precision Devices PD121 genannt. Kennt ihr noch weitere, die Euch für den Zweck direkt in den Sinn kommen würden? Ich bastel mir gerade mal ne kleine Excel Tabelle, dass man die TSPs usw. etwas leichter vergleichen kann.

lg Florian

Beitrag Nummer:#86  Beitrag Fr 14. Sep 2018, 16:33
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flodotz hat geschrieben:
Als potentielle Kandidaten wurden ja schon der B&C 12PE32 und der Precision Devices PD121 genannt. Kennt ihr noch weitere, die Euch für den Zweck direkt in den Sinn kommen würden? Ich bastel mir gerade mal ne kleine Excel Tabelle, dass man die TSPs usw. etwas leichter vergleichen kann.


RCF L12P110K war damals noch in einigen Hörnern verbaut. Gibt es auch öfters mal gebraucht.
TSPs in einer Tabelle vergleichen ist ein Anfang, aber eine Simulation und ein richtiger Test wird dir erst handfeste Ergebnisse bringen.

Beitrag Nummer:#87  Beitrag Fr 14. Sep 2018, 18:24
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Heini hat geschrieben:
RCF L12P110K war damals noch in einigen Hörnern verbaut. Gibt es auch öfters mal gebraucht.


Den habe ich vorhin beim durchstöbern der Herstellerdatenblätter auch entdeckt und mit in meine Übersichts-Liste aufgenommen :prost:

Im Vergleich zu dem JBL E120, den es laut Datenblatt in der Anlage als Originalbestückung gab, ist mir aufgefallen, dass die aktuellen Chassis, die ich bisher finden konnte, eine niedrigere Resonanzfrequenz (E120: 60Hz, Rest: 40 bis 55Hz) und höhere mechanische Güte (E120: 1.8, Rest: 4 bis 15) haben. Vielleicht doch etwas dran an den "exotischen TSPs" der Vintage-Bestückung? ;) .. Wobei ich da bisher auch null Erfahrung habe, wie sehr sich das auswirkt (oder ob z.B. bei der Güte nur die Gesamt-Güte interessant ist usw.)

Heini hat geschrieben:
TSPs in einer Tabelle vergleichen ist ein Anfang, aber eine Simulation und ein richtiger Test wird dir erst handfeste Ergebnisse bringen.

Dazu muss ich das Horn aber wahrscheinlich noch mal genauer vermessen, als ich es bisher getan habe. Sind Simulationen in dem Szenario denn aussagekräftig, gerade am oberen Ende des Übertragungsbereichs? Die Form so eines Horns mit dickem Phaseplug ist ja schon einigermaßen komplex.


Noch eine allgemeine Frage: der alte JBL E120 hat eine 4" VC und ist mit moderaten 150W Belastbarkeit angegeben - nun sind bei den neueren Modellen mit nur 2.5" VC teilweise deutlich höhere Belastbarkeiten angegeben - sind die Angaben da mittlerweile auch "explodiert", bzw. konkreter: Wäre ein moderner 2.5" Belastbarkeits-technisch (zwingend) ein Rückschritt gegenüber dem alten JBL? Oder haben sich die Materialien für Spulenträger o.ä. seitdem derart verbessert, dass die höheren Belastbarkeitsangaben gerechtfertigt sind?

lg Florian

Beitrag Nummer:#88  Beitrag Fr 14. Sep 2018, 22:16
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RCF L12L750 unter 4"er Spule sollt nicht starten in dem Horn

den könnt man mit den genaueren HornDaten auch mal durch Hornresp jagen,
und so auch die Rückkammer anpassen,
vll reicht dann auch ne Metallsalatschüssel ;)

der RCF L12P110K wäre leider schon nurnoch Mitteltöner,
sollte das gewünscht sein.

und die Belastbarkeitsangaben zwischen den Vintage und heutigen Treibern sind nicht vergleichbar.
nur ein dummes Pferd springt höher als es muß !

Beitrag Nummer:#89  Beitrag Sa 15. Sep 2018, 13:15
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Big Määääc hat geschrieben:
RCF L12L750 unter 4"er Spule sollt nicht starten in dem Horn

den könnt man mit den genaueren HornDaten auch mal durch Hornresp jagen,
und so auch die Rückkammer anpassen,
vll reicht dann auch ne Metallsalatschüssel ;)

[...]

und die Belastbarkeitsangaben zwischen den Vintage und heutigen Treibern sind nicht vergleichbar.


Also wäre eine 4" VC nach wie vor wünschenswert, wenn man "ordentlich gas geben" können will? Die ATC Treiber in den Bassrutschen haben allerdings auch nur 3" VCs. Wenn die Tops dann sehr viel mehr Peak-Pegel schaffen als die Rutschen darunter, ist es ja auch eher mäßig sinnvoll. Wobei gewisse Leistungsreserven natürlich erst mal nichts schaden, solange es preislich nicht völlig ausufert ;)


Big Määääc hat geschrieben:
der RCF L12P110K wäre leider schon nurnoch Mitteltöner,
sollte das gewünscht sein.


Joa, also eigentlich brauche ich einen reinen Mitteltöner - unterhalb von ~300Hz (wo man genau trennt, kann man dann ja mal schauen - da meine momentanen Weichen aber ohnehin nur 250Hz oder 500Hz können, wird es wohl auf 250Hz herauslaufen) übernehmen ja schon die Bassrutschen. Der Beyma 12MI100 wurde scheinbar auch explizit für reine Mitteltonanwendungen entworfen? Heutzutage koppeln die Tops ja oft direkt an 18"er an und müssen damit tiefer spielen als in meinem Fall, wo man im Bereich ~70-250Hz noch die Bassrutschen hat.

Beitrag Nummer:#90  Beitrag Sa 15. Sep 2018, 15:40
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Hab heute versucht meine bisherigen Profilmessungen in eine Fläche über Hornlänge Tabelle umzusetzen .. je nachdem an welcher Stelle und wie abrupt man den Übergang von "rund" auf "rechteckig" miteinbezieht, bekommt man eine passable bis sehr gute Annäherung an eine exponentielle Zunahme des Querschnitts.

Das Horn hat eine Halsfläche von 160cm², Länge von 33.5cm und Mundfläche von rund 2150cm².

Mit den TSPs vom JBL E120 spielt es in einem ersten Versuch in Hornresp bis ca 250Hz runter, dann mit ca 2dB Welligkeit ganz passabel bis 1kHz hoch und fällt dann mit ca 12dB/oktave ab. Hab aber irgendwo gelesen, dass Hornresp einem die gesamte abgestrahlte Energie anzeigt, d.h. das was man bekommt ist nicht der on-axis Frequenzgang (weil es bei höheren Frequenzen ja stärker bündelt)?

Beitrag Nummer:#91  Beitrag Sa 15. Sep 2018, 16:16
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flodotz hat geschrieben:
Annäherung an eine exponentielle Zunahme des Querschnitts.


Bitte beachten, dass bei Hornresp mit "exp" eine exponentielle Zunahme des Radius gemeint ist, und nicht des Querschnittes (welches sich wiederum quadratisch zum Radius verhält). Daher muss evt eine andere Kontur simuliert werden. Bei Hörnern, welche nur aus einem einzelnen Segment bestehen, empfiehlt es sich die Kontur mit "Hyp" (während "L12" angewählt ist "h" drücken) zu simulieren und manuell mit dem wert "T" auf der rechten Seite anzupassen. Dazu kannst du dir eine Wertetabelle Querschnitt vs Abstand zum Hals erstellen lassen und mit deiner vergleichen. Außerdem kannst du so unter "SPL" mit "Tools" den Achsenfrequenzgang anzeigen lassen ("directivity"), denn
flodotz hat geschrieben:
Hab aber irgendwo gelesen, dass Hornresp einem die gesamte abgestrahlte Energie anzeigt, d.h. das was man bekommt ist nicht der on-axis Frequenzgang (weil es bei höheren Frequenzen ja stärker bündelt)?
ist korrekt.

Der B&C 12NDL76 hat sich für einfache Mid Hörner sehr bewährt, wenn nicht Ultra hoch zum Hochton getrennt werden soll, wo dann die niedrigere Güte qes bzw. eher das höhere EBP der "echten" Mitteltöner ala 12MI100, 12P110AK etc. Vorteile gegenüber dem etwas moderateren B&C hätten. Dafür ist der B&C günstig, langlebig, einfach zu beschalten und leicht.
Whenever you replace the term "audiophil" with "bullshit", things suddenly start to make sense.

Beitrag Nummer:#92  Beitrag Sa 15. Sep 2018, 16:39
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corell hat geschrieben:
Bitte beachten, dass bei Hornresp mit "exp" eine exponentielle Zunahme des Radius gemeint ist, und nicht des Querschnittes (welches sich wiederum quadratisch zum Radius verhält). Daher muss evt eine andere Kontur simuliert werden.

Für e-Funktionen ist das das gleiche, da (exp(ax))^2=exp(2ax). Ansonsten hast du aber Recht, gerade bei konisch/parabolisch muss man da aufpassen...

Beitrag Nummer:#93  Beitrag Sa 15. Sep 2018, 17:05
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ad undas hat geschrieben:
corell hat geschrieben:
Bitte beachten, dass bei Hornresp mit "exp" eine exponentielle Zunahme des Radius gemeint ist, und nicht des Querschnittes (welches sich wiederum quadratisch zum Radius verhält). Daher muss evt eine andere Kontur simuliert werden.

Für e-Funktionen ist das das gleiche, da (exp(ax))^2=exp(2ax). Ansonsten hast du aber Recht, gerade bei konisch/parabolisch muss man da aufpassen...


Stimmt, für andere Profile als EXP ist das wirklich eine potentielle Fehlerquelle :)

corell hat geschrieben:
Außerdem kannst du so unter "SPL" mit "Tools" den Achsenfrequenzgang anzeigen lassen ("directivity"), denn
flodotz hat geschrieben:
Hab aber irgendwo gelesen, dass Hornresp einem die gesamte abgestrahlte Energie anzeigt, d.h. das was man bekommt ist nicht der on-axis Frequenzgang (weil es bei höheren Frequenzen ja stärker bündelt)?
ist korrekt.

Der B&C 12NDL76 hat sich für einfache Mid Hörner sehr bewährt, wenn nicht Ultra hoch zum Hochton getrennt werden soll, wo dann die niedrigere Güte qes bzw. eher das höhere EBP der "echten" Mitteltöner ala 12MI100, 12P110AK etc. Vorteile gegenüber dem etwas moderateren B&C hätten. Dafür ist der B&C günstig, langlebig, einfach zu beschalten und leicht.


Danke für die Hornresp-Tipps! :top:

Was wäre denn "ultra hoch" getrennt? Ursprünglich war bei der Anlage die Trennung bei 1600Hz vorgesehen, kann man zwar im Prinzip variieren wenn man sowieso neu bestückt, aber drastische Abweichungen lassen die gegebenen Hornprofile vermutlich sowieso nicht zu (?).

Der on-axis Frequenzgang in Hornresp geht nun von ca 300-1700Hz, wobei so von 600-1200Hz nochmal ein ~4dB höheres Plateu ist. So gesehen wirken die vorgesehenen Trennfrequenzen von 300Hz und 1600Hz relativ sinnvoll 8-)

Edit: habe gerade noch mal in meine quick&dirty Messungen geschaut, da deckt sich der Frequenzgang im tiefen Frequenzbereich halbwegs gut, allerdings spielt die Box in den Messungen deutlich weiter nach oben (bis rund 3kHz) als es Hornresp vorhersagt - kann das am Frequenzgang des Chassis liegen? Habe in vielen Datenblättern Überhöhungen oberhalb von 2kHz gesehen (Eigenresonanzen der Membranen?).

Edit #2: man sollte vielleicht noch mal erwähnen, dass ich ja nicht die JBLs, sondern die Crescendos drin habe, welche ja andere TSPs haben (die ich aber nirgends gefunden habe) ... insofern hinkt der Vergleich eh uglygaga:

Beitrag Nummer:#94  Beitrag Sa 15. Sep 2018, 17:48
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Hmm, also ich glaub für die Performance bei höheren Frequenzen (>1kHz) sind Erfahrungswerte fast wertvoller als die Simulationen.

Beispielsweise reagiert der Hochton-Abfall recht empfindlich auf das Volumen der Druckkammer, das aufgrund der relativ komplexen Form der Rückseite des Phaseplugs (und der Form der Membran des Lautsprechers) relativ schwierig exakt zu ermitteln ist :roll:.

Der Ringförmige Hals des Horns ist auch relativ weit außen am Lautsprecher (Phaseplug hat ca 210mm Durchmesser) ... wie viel da bei hohen Frequenzen bei welchem Lautsprecher noch genau eingekoppelt wird, ist denke ich auch relativ schwierig vorhersehbar, oder?

Beitrag Nummer:#95  Beitrag So 16. Sep 2018, 11:57
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ad undas hat geschrieben:
corell hat geschrieben:
Bitte beachten, dass bei Hornresp mit "exp" eine exponentielle Zunahme des Radius gemeint ist, und nicht des Querschnittes (welches sich wiederum quadratisch zum Radius verhält). Daher muss evt eine andere Kontur simuliert werden.

Für e-Funktionen ist das das gleiche, da (exp(ax))^2=exp(2ax). Ansonsten hast du aber Recht, gerade bei konisch/parabolisch muss man da aufpassen...

Es bleibt von der Gestalt her eine e-Funktion (anders als bei "con" und "par"), richtig, aber dennoch sieht die konkrete Funktion "völlig" anders aus. Insbesondere ist an jeder Stelle die lokale Steigung /Ableitung um den Faktor 2 falsch, und diese "flare rate /Öffnungswinkel" ist extrem entscheidend für die Abstrahlung des Horns (was wiederum klar wird, wenn man sich das kurz anhand eines konischen Hornes überlegt) und die akustische Ladung der Membran + Membranauslenkung in der untersten Oktave.
Es ist also durchaus wichtig, welcher konkreten e-Funktion meine Hornkontur entspricht und demnach auch, dass es überhaupt um den Radius geht, statt dem Querschnitt :)Übrigens moduliert der Parameter "t" bei einer Hyperbolischen Öffnungsfunktion wie oben beschrieben genau diese Eigenschaft, also den Faktor im Exponenten.
Freut mich aber dennoch immer wieder, dass du mathematisch mitdenkst, adundas!
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Beitrag Nummer:#96  Beitrag So 16. Sep 2018, 12:27
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flodotz hat geschrieben:
allerdings spielt die Box in den Messungen deutlich weiter nach oben (bis rund 3kHz) als es Hornresp vorhersagt - kann das am Frequenzgang des Chassis liegen? Habe in vielen Datenblättern Überhöhungen oberhalb von 2kHz gesehen (Eigenresonanzen der Membranen?).

1. nimmt hornresp die Membran als perfekten Kolben an, weshalb unlineare Eigenschaften nicht zu erkennen sind. Insbesondere würde solch eine perfekte Membran oberhalb von EBP mit 12db/okt (bitte nicht drauf festnageln, könnten auch x db/okt sein, ich checke das nochmal) konstant abfallen, was in der realität selten zutrifft. 2. werden auch bei der Abstrahlung keinerlei Diffraktion oder Beugungseffekte berücksichtigt, sondern das Horn in eine unendliche Schallwand gesetzt.
Außerdem ist der Plug in der hornresp Simu nicht enthalten, die Funktion der Radiusvergrößerung und der tatsächliche Öffnungswinkel der Horn-Außenwände stimmen also im Bereich des Plugs überhaupt nicht überein. Dein Horn wird mit einem großen Plug obenrum noch viel enger Abstrahlen, als das simulierte Horn. Ich hoffe das ergibt Sinn?!
Daher ist der Achsenfrequenzgang nur als Idee zu betrachten und keinesfalls als konkreter Anhaltspunkt für die obere Trennfrequenz. Bis zu einer Oktave oberhalb vom dem was hornresp anzeigt ist durchaus noch eine Nutzung möglich.
flodotz hat geschrieben:
Beispielsweise reagiert der Hochton-Abfall recht empfindlich auf das Volumen der Druckkammer, das aufgrund der relativ komplexen Form der Rückseite des Phaseplugs (und der Form der Membran des Lautsprechers) relativ schwierig exakt zu ermitteln ist .

Du wirst sehen, dass "vtc" und "Le" die empfindlichen Parameter sind und beides ist auch so in der Realität zutreffend. Aus diesem Grund müssen Mitteltonhörner, die hoch getrennt werden sollen, einen exakt an die Membran angepasste Phaseplug- und Schallwand Kontur haben und extrem nah an die Membran ran. Funktion One /Turbosound hat damals mit dem in die Polkernbohrung des Chassis geschraubten Plug einen Meilenstein in der Mid Horn Entwicklung erreicht, was ihnen die hohen Trennfrequenzen erlaubt und daher mMn. das Rezept für ihren Erfolg war/ist. Bis heute können (und wollen evt.) das nur wenige.
"Le" ist unter anderem ein Grund, wieso eine dicke Schwingspule im Midhorn nicht ausschließlich Vorteile hat, eine große/lange VC bedeutet oft erhöhtes Le. Daher hat KV2 von 18Sound die "AIC" entwickeln lassen, um auf Induktivitäten unter 0,1 zu kommen, und das Ergebnis ist auch hier u.a. der Grund für deren Erfolg am Horntop Markt.

Durch Doppelklick auf "vtc" kannst du anhand der Membrankontur das eingeschlossene Luftvolumen ermitteln lassen und dann noch den Plug abziehen.
flodotz hat geschrieben:
Der Ringförmige Hals des Horns ist auch relativ weit außen am Lautsprecher (Phaseplug hat ca 210mm Durchmesser) ...

Das ist in der Tat recht knackig für einen 12", da beginnt ja schon fast die Sicke. Ganz obenrum wird der Plug hier wohl schon nichtmehr die Pfadlängen von der Mitte der Membran an die von außen angleichen, sondern übers Ziel hinausschießen und den gegenteiligen Effekt bewirken. 1600Hz ist für mich übrigens noch nicht Ultra hoch sondern so Mittelmaß für 12". Du kannst dir ja mal anhand einer groben Zeichnung überlegen, ab welcher Frequenz die Differenzen der Pfadlängen von unterschiedlichen Stellen der Membran (ggf. um den Plug herum)zum Hornmund in die Größenregion Lambda/2 kommen.
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Beitrag Nummer:#97  Beitrag So 16. Sep 2018, 13:16
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corell hat geschrieben:
ad undas hat geschrieben:
corell hat geschrieben:
Bitte beachten, dass bei Hornresp mit "exp" eine exponentielle Zunahme des Radius gemeint ist, und nicht des Querschnittes (welches sich wiederum quadratisch zum Radius verhält). Daher muss evt eine andere Kontur simuliert werden.

Für e-Funktionen ist das das gleiche, da (exp(ax))^2=exp(2ax). Ansonsten hast du aber Recht, gerade bei konisch/parabolisch muss man da aufpassen...

Es bleibt von der Gestalt her eine e-Funktion (anders als bei "con" und "par"), richtig, aber dennoch sieht die konkrete Funktion "völlig" anders aus. Insbesondere ist an jeder Stelle die lokale Steigung /Ableitung um den Faktor 2 falsch, und diese "flare rate /Öffnungswinkel" ist extrem entscheidend für die Abstrahlung des Horns (was wiederum klar wird, wenn man sich das kurz anhand eines konischen Hornes überlegt) und die akustische Ladung der Membran + Membranauslenkung in der untersten Oktave.
Es ist also durchaus wichtig, welcher konkreten e-Funktion meine Hornkontur entspricht und demnach auch, dass es überhaupt um den Radius geht, statt dem Querschnitt :)Übrigens moduliert der Parameter "t" bei einer Hyperbolischen Öffnungsfunktion wie oben beschrieben genau diese Eigenschaft, also den Faktor im Exponenten.
Freut mich aber dennoch immer wieder, dass du mathematisch mitdenkst, adundas!


Hmm, aber wenn A(L)=A_hals*e^(k*L) ist, gibt es doch nur ein k, das A(Hornlänge)=A_mund liefert - und in Hornresp gebe ich ja nur A_hals, A_mund und die Hornlänge an, somit ist k eigentlich eindeutig bestimmt (?)

Beitrag Nummer:#98  Beitrag So 16. Sep 2018, 13:48
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Erstmal danke für die vielen hilfreichen Hinweise :toptop:

corell hat geschrieben:
1. nimmt hornresp die Membran als perfekten Kolben an, weshalb unlineare Eigenschaften nicht zu erkennen sind. Insbesondere würde solch eine perfekte Membran oberhalb von EBP mit 12db/okt (bitte nicht drauf festnageln, könnten auch x db/okt sein, ich checke das nochmal) konstant abfallen, was in der realität selten zutrifft.

Klingt einleuchtend - für eine genauere Simulation hat man ja in der Regel auch gar nicht die notwendigen Informationen über das Chassis (wenn man nicht gerade in einer Entwicklungsabteilung für Lautsprecherchassis sitzt :D)

corell hat geschrieben:
2. werden auch bei der Abstrahlung keinerlei Diffraktion oder Beugungseffekte berücksichtigt, sondern das Horn in eine unendliche Schallwand gesetzt.
Außerdem ist der Plug in der hornresp Simu nicht enthalten, die Funktion der Radiusvergrößerung und der tatsächliche Öffnungswinkel der Horn-Außenwände stimmen also im Bereich des Plugs überhaupt nicht überein. Dein Horn wird mit einem großen Plug obenrum noch viel enger Abstrahlen, als das simulierte Horn. Ich hoffe das ergibt Sinn?!
Daher ist der Achsenfrequenzgang nur als Idee zu betrachten und keinesfalls als konkreter Anhaltspunkt für die obere Trennfrequenz. Bis zu einer Oktave oberhalb vom dem was hornresp anzeigt ist durchaus noch eine Nutzung möglich.

Die Abstrahlcharakteristik des Horns ermittelt man wahrscheinlich lieber mit ein paar Messungen als in einer Simulation, ja. Und ändern kann ich daran ja ohnehin nichts :catch:

corell hat geschrieben:
Du wirst sehen, dass "vtc" und "Le" die empfindlichen Parameter sind und beides ist auch so in der Realität zutreffend. Aus diesem Grund müssen Mitteltonhörner, die hoch getrennt werden sollen, einen exakt an die Membran angepasste Phaseplug- und Schallwand Kontur haben und extrem nah an die Membran ran. Funktion One /Turbosound hat damals mit dem in die Polkernbohrung des Chassis geschraubten Plug einen Meilenstein in der Mid Horn Entwicklung erreicht, was ihnen die hohen Trennfrequenzen erlaubt und daher mMn. das Rezept für ihren Erfolg war/ist. Bis heute können (und wollen evt.) das nur wenige.
"Le" ist unter anderem ein Grund, wieso eine dicke Schwingspule im Midhorn nicht ausschließlich Vorteile hat, eine große/lange VC bedeutet oft erhöhtes Le. Daher hat KV2 von 18Sound die "AIC" entwickeln lassen, um auf Induktivitäten unter 0,1 zu kommen, und das Ergebnis ist auch hier u.a. der Grund für deren Erfolg am Horntop Markt.

Durch Doppelklick auf "vtc" kannst du anhand der Membrankontur das eingeschlossene Luftvolumen ermitteln lassen und dann noch den Plug abziehen.


Das waren jetzt auch so meine ersten Feststellungen als ich bisschen herumgespielt habe. Aber gut zu wissen, dass sich das auch in die Realität überträgt! Auch wenn der vorhergesagte Frequenzgang dann aus oben genannten Gründen nicht ganz korrekt ist, lässt sich wohl zumindest eine Tendenz erkennen, welche Chassis einem ein möglichst breites nutzbares Frequenzband liefern.

Le ist beim JBL E120 relativ niedrig (0.4mH), viele der modernen Chassis, die ich bisher finden konnte, liegen eher im Bereich des doppelt bis dreifachen, mit Ausnahme des PD121.
Von den rund 10 Chassis, die ich mal in Hornresp reingehackt habe, performt der JBL auch am besten. Geht mit Abstand am weitesten hoch, liefert nen guten Wirkungsgrad und hat eine relativ geringe Welligkeit von 500-1500Hz.
(Wobei ich Vtc jetzt bei allen Treibern erst mal gleich gewählt hab, da ich zu faul war, bei jedem die Geometrie aus den Datenblättern zu extrahieren .. würde einem Abstand von ca 7mm zwischen Membran und Plug entsprechen, ist das realistisch/sinnvoll?)

Vielleicht doch einfach zwei E120 bei eBay schießen? :P

corell hat geschrieben:
Das ist in der Tat recht knackig für einen 12", da beginnt ja schon fast die Sicke. Ganz obenrum wird der Plug hier wohl schon nichtmehr die Pfadlängen von der Mitte der Membran an die von außen angleichen, sondern übers Ziel hinausschießen und den gegenteiligen Effekt bewirken. 1600Hz ist für mich übrigens noch nicht Ultra hoch sondern so Mittelmaß für 12". Du kannst dir ja mal anhand einer groben Zeichnung überlegen, ab welcher Frequenz die Differenzen der Pfadlängen von unterschiedlichen Stellen der Membran (ggf. um den Plug herum)zum Hornmund in die Größenregion Lambda/2 kommen.


Ja .. so knapp das äußerste Drittel der ringförmigen Halsfläche ist schon Sicke, zumindest bei den Crescendos ..

Beitrag Nummer:#99  Beitrag So 16. Sep 2018, 13:51
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Hmm, aber wenn A(L)=A_hals*e^(k*L) ist, gibt es doch nur ein k, das A(Hornlänge)=A_mund liefert - und in Hornresp gebe ich ja nur A_hals, A_mund und die Hornlänge an, somit ist k eigentlich eindeutig bestimmt (?)


Völlig richtig, sorry ich hatte einen Denkfehler, selbstverständlich rechnet hornresp sebstständig das k um, um von den Eingabedaten der Querschnitte auf die Anzeige der Radius-Funktion zu kommen und benutzt dazu die Eigenschaft der Rotationssymmetrie. Wäre auch nervig das selber machen zu müssen :D Also bitte wieder vergessen und einfach weitermachen :oops:
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Beitrag Nummer:#100  Beitrag So 16. Sep 2018, 14:03
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corell hat geschrieben:
Völlig richtig, sorry ich hatte einen Denkfehler, selbstverständlich rechnet hornresp sebstständig das k um, um von den Eingabedaten der Querschnitte auf die Anzeige der Radius-Funktion zu kommen und benutzt dazu die Eigenschaft der Rotationssymmetrie. Wäre auch nervig das selber machen zu müssen :D Also bitte wieder vergessen und einfach weitermachen :oops:


Kein Problem, bin für jeden Hinweis auf eine potentielle Fehlbedienung von Hornresp dankbar :prost: .. so ganz intuitiv ist das Programm nämlich anfangs nicht :catch:


.. so sieht übrigens der berechnete on-axis Frequenzgang mit dem E120 aus (für 7.5mm Abstand zwischen Membran und Plug). Bei den anderen Chassis fällt der Hochton früher ab, manchmal bisschen, manchmal sehr ausgeprägt. Viele bringen auch bei 500-1000Hz nicht so viel, sondern eher nur nen Peak bei 600Hz ..

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