[Reparatur] Dimmer

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#1

Beitrag 22. Aug 2014 15:41

Für den Fall das jemand mal ähnliches tun muss.

Passiert zwar zu Zeiten von LED immer seltener aber manchmal muss man halt auch einen konventionellen Dimmer reparieren.
In meinem Fall einen einfachen Triac / Phasenanschnitssdimmer. Da es eine relativ einfache reparatur ist denke ich mir das dies dem einen oder anderen vielleicht mal weiter helfen könnte bevor er sein DUT wegschmeissen muss.

IdR. sind es die Triacs selber die sich verabschieden, den Optokoppler sollte man aber auch immer mit überprüfen. Das ist der Baustein der den Triac über das Gate steuert. In meinem Fall ist er i.o. nur der Triac hat zwischen PIN 1 und PIN 2 (seinen beiden Terminals) Durchgang. Dadurch gab der Dimmer nur noch voll Gas, lies sich aber nicht mehr regeln. Wer seinen Fähigkeiten beim Messen nicht traut, einfach den Optokoppler mit wechseln, ist noch billiger als der Triac ;) ..

Der Optokoppler ist dafür zuständig den Triac zu zünden und ihn dabei elektrisch von der Steuerung zu isolieren da sein Gate Kontakt zum Netz hat.
Manchmal braucht man hier aber auch ein "snubber" Netzwerk oder ein "zero detection circuit". Bei Ohm'schen Lasten ist zero detection, also das ermitteln des Nulldurchganges gut, bei Induktiven lasten (z.B. Motoren) sollte man idR. auf ein Korrekturnetzwerk zurückgreifen, da diese Lasten eine Phasenverschiebung zur Folge haben. Häufig z.B. als cosin(Φ) auf dem Typenschild angegeben. Hier darf der Triac nicht beim Nulldurchgang der Spannung gezündet werden sonst geht er fix hopps.

Verbaut ist hier ein BTB16 600B. BTB - B steht dafür das die Kühlfläche mit Terminal 2 (PIN 2) verbunden ist. Dadurch hat er eine bessere Wärmeabfuhr. Ein BTA hat eine isolierte Kühlfläche. Wer einen austauschen muss kann einen BTB durch einen höher belastbaren BTA ersetzten, andersrum kann ich das nicht empfehlen, da sicher gestellt werden muss das der Kühlkörper ausreichend vor Berührung geschützt ist bzw. isoliert gegen andere Bauteile. Der Kühlkörper darf natürlich beim Wechsel zu BTA NICHT teil der Leitungsführung sein. Wenn möglich sollte man aber auf gleiche Typen setzten, wer mag auch spannungsfester z.B. "800"V. Es sollte sich beim benötigten Gatestrom nur in ähnlichem Rahmen bewegen, da der Optokoppler das ding ja auch vernünftig steuern können soll.

16 steht in diesem Fall für 16A und 600 ist die Kennung für die Spannungsfestigkeit. Da die Bauteile alle nix kosten habe ich ihn durch einen BTB24 600B ersetzt, und siehe da - 80cent und der Fehler ist behoben und die Wahrscheinlichkeit das dies noch mal passiert ist geringer. In diesem Fall war ein scheidender Motor der Auslöser für den defekt/überlast, den 24er hatte ich durch Zufall noch rum liegen ..
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BERND_S
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#2

Beitrag 22. Aug 2014 18:01

Hallo.
Vielen Dank, für diesen informativen Beitrag.
Gerne mehr davon!

Gruß,
Bernd

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