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Audessey One - Automatische Überarbeitung der Einmessung

Allgemeine Diskussion zum Thema HiFi, auch Raumakustik

Moderatoren: Moderation HiFi, Bereichsmod

#1

Beitrag von Celsi_GER »

Schon mal jemand was von diesem Projekt gehört? Bin ich gestern bei YT drüber gestolpert.

https://youtu.be/7hsyyO0ePFs?si=hz0mvXK2EX2nDdhZ

https://youtu.be/iU1ZBsru76M?si=oRHna6tuYcYfwVgU

Den Userkommentaren nach muss das ja ein kleines Wunder bewirken und, vor allem, es ist auch von einem REW Noob wie mir zu bewältigen.

Ich warte noch auf 2 (passive) Bassfallen von GiK, und ein Antimode, dann probiere ich das aus.

Wundert mich nur, dass ich noch nie zuvor (auch hier nicht) davon gelesen habe. Diese "pauschale" Überarbeitung vorhandener Messungen wäre mir ja eigentlich suspekt, wenn da nicht die ganzen begeisterten Rückmeldungen wären. Was denkt Ihr darüber?
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#2

Beitrag von CJoe78 »

Probier es gerne aus.
Mich macht sowas skeptisch. Gerade da ich weiß, dass in vielen Räumen eine für jede Box individuelle Filter-Nachbearbeitung notwendig ist, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Man braucht nicht tausende Filter sondern eigentlich nur die tiefsten 2-3 Längs- und Quermoden im Bassbereich schmalbandig mit Filtern zu bearbeiten. Was sehr gut funktioniert, auch wenn die Boxen nah in Raumecken oder an Wänden stehen.

Eine schlechte tonale Balance zwischen Bässen, Mitten und Höhen kann man wiederum per EQ breitbandig angleichen. Mehr braucht es normalerweise nicht. Wer zu viel am Klangbild rumdoktert, kriegt leider keinen besseren Klang.

#3

Beitrag von Paffi »

Ich habe OCA hier schon öfter verlinkt - der Typ ist ein Knaller, im Bereich Einmessen ist mir kein besserer Kanal bekannt.
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#4

Beitrag von Christian_B »

Das ganze ist eine automatisierte Weiterentwicklung seiner anderen Videos - da wurden die Steps manuell einzeln durchgeführt. Auch scheint er für One nicht mehr die Harman Kurve, sondern eine Floyd Toole Kurve als Zielkurve zu verwenden.
Das funktioniert, wobei er ein Vollbereichs-EQ durchführt, was ich persönlich nicht mag.

#5

Beitrag von Vittorino »

Danke für den Tipp. Nachdem ich mit meiner Stereo-Optimierung weitesgehend fertig bin, werde ich das direkt mal testen. Wenn es nix ist, wird über REW/rePhase/DSP entzerrt.
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#6

Beitrag von Celsi_GER »

:catch: Wenn mein Antimode morgen kommt, kann ich es auch am WE alles ausprobieren
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#7

Beitrag von Christian_B »

Celsi_GER hat geschrieben: 16. Mai 2024 15:56 :catch: Wenn mein Antimode morgen kommt, kann ich es auch am WE alles ausprobieren
Das wird über die Denon Audyssey App und Rew Eingemessen.
Was hat das Antimode damit zu tun?

#8

Beitrag von Celsi_GER »

Ich will erst mit Antimode neu einmessen, bevor ich die Prozedur durchlaufe.
Sonst muss ich, wenn das Antimode da ist, ja noch mal erneut einmessen und diese Einmessung von dem REW Script erneut durchwalken lassen.
Ich bin faul und finde das Einmessen ein wenig wie Zähneputzen: Notwendig, aber es könnte ruhig weniger lang dauern und Spaß macht es mir nicht. Zumal meine Nachbarn es gerne sabotieren, indem sie ihre Türen zuknallen, Dinge fallen lassen, an ihrer Uranzentrifuge weiter herumtesten (unbewiesen, das schließe ich aus den Geräuschen) oder einfach nur wie ein Rudel besoffener Paviane das Treppenhaus herunterstolpern...
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#9

Beitrag von Christian_B »

Ah, ok. Dann korrigierst Du für den Sub das Antimode nochmal.

Bin gespannt was Du zu dem Ergebnis schreibst!
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#10

Beitrag von Celsi_GER »

Dein Beitrag hat mich nachdenklich gemacht: Sollte man erst das Antimode (8033 s-II) den Sub korrigieren lassen und dann die Audessey Einmessung drüberjagen oder umgekehrt? Wer sollte hier wen noch mal nachkorrigieren?

Ich hab bei der Google-Suche dann relativ schnell ein für mich schlüssiges Argument für "Antimode zuerst" gefunden:
Es wird in den Signalweg des Subs eingeschliffen und verlängert dessen Delay, was Audessey wiederum danach bei der Einmessung der Abstände/Laufzeiten berücksichtigen muss.
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#11

Beitrag von Paffi »

Erst Antimode, wenn du es wirklich benötigst.
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#12

Beitrag von Celsi_GER »

Auch das muss ich noch rausfinden, ob ich es wirklich benötige. Ich denke aber schon, ich habe da einige Songs, die mit unterschiedlichen ... ah, wie nenne ich das bloß... "wiederkehrenden tiefen Tönen im Grundthema" arbeiten (z. B. Daft Punk: Something About Us), und da fällt mir oft auf, dass einige tiefe Frequenzen offenbar von Auslöschung** betroffen sind (kann man auch mit dem Antimode wohl wenig dran ändern), während andere tiefe Frequenzen überhöht scheinen und leicht dröhnen (hier kann das Antimode hoffentlich was bewirken).

** Und das, obwohl ich bis zur WAF-Verträglichkeitsgrenze das Wohnzimmer mit Bassfallen bestückt habe, 4 passive und 2 aktive.
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#13

Beitrag von Christian_B »

Celsi_GER hat geschrieben: 17. Mai 2024 10:52 Auch das muss ich noch rausfinden, ob ich es wirklich benötige. Ich denke aber schon, ich habe da einige Songs, die mit unterschiedlichen ... ah, wie nenne ich das bloß... "wiederkehrenden tiefen Tönen im Grundthema" arbeiten (z. B. Daft Punk: Something About Us), und da fällt mir oft auf, dass einige tiefe Frequenzen offenbar von Auslöschung** betroffen sind (kann man auch mit dem Antimode wohl wenig dran ändern), während andere tiefe Frequenzen überhöht scheinen und leicht dröhnen (hier kann das Antimode hoffentlich was bewirken).

** Und das, obwohl ich bis zur WAF-Verträglichkeitsgrenze das Wohnzimmer mit Bassfallen bestückt habe, 4 passive und 2 aktive.
Probiere es auch mal ohne Antimode aus. Das XT32 ist schon ziemlich gut, in Verbindung mit OCA´s skripten, kann ich mir vorstellen dass Du es nicht brauchst.
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#14

Beitrag von Vittorino »

Audyssey XT32 ist streng genommen ein ziemlich gutes Antimode. 😉

#15

Beitrag von Celsi_GER »

Es hat natürlich am langen WE zeitlich nichts so geklappt wie geplant :(
Trotzdem will ich hier nun mal ein Teil-Feedback geben, damit nicht der Eindruck entsteht, dass ich viel ankündige und nix realisiere.

Zumindest den Test des Antimode 8033 s-II habe ich am Montagabend noch eingeschoben, in erster Linie weil ich sicher war, es diese Woche wieder zurückzuschicken.
Die beschriebene Funktionsweise des AM ("bügelt überhöhte Frequenzen aus"), die Position meines Subs NICHT, wie empfohlen, in einer Raumecke sowie der oft gelesene Hinweis, dass Audessey praktisch auch ein "Antimode" ist, haben mich hier nicht viel zusätzlichen Benefit erwarten lassen. Weiterhin hat mein ELAC Sub eine eingebaute Einmessung, die nicht so toll mit meinem Raum klarkommt. Sie erhöht die "benachteiligten" Frequenzen so sehr, dass der Sub bei Explosionen clippt.
Das alles hatte mich nicht sonderlich optimistisch an die Sache rangehen lassen.

Neu mit Audessey einmessen oder gar das Audessey One Gedöns laufen lassen wie ursprünglich geplant, dafür war keine Zeit, also habe ich das AM mit der vorhandenen, alten Audessey Einmessung getestet.

Der Einmessvorgang des AM dauerte ca. 20min, währenddessen kamen interessante Messages in unserer hausinternen WhatsApp Gruppe, weil den Leuten das Besteck in den Schubladen klirrte. Die Vermutungen reichten von "Mini-Erdbeben" über "Wärmepumpenschaden" bis hin zu realitätsnahen "Thomas hat neue Lautsprecher" 😂

Nun zum Ergebnis. Getestet mit meinen Standard Testszenen
- Sons Of Anarchy, Season 6, Explosion des Clubhaus
- Interstellar: Raketenstart
- Das 5. Element: Startmenü

Danach wurde es zu spät um noch Musik zu testen.

Aber der "Filmtest" hat schon gereicht um sicherzustellen, dass ich das AM behalte. Dabei hat es völlig unerwartet gewirkt. Ein großes Dröhnproblem scheine ich (im Filmbetrieb) gar nicht gehabt zu haben. Die mittlerweile 2 aktiven und 4 passiven Bassfallen bringen offenbar doch was.
In der SoA Filmszene gibt es nach den Explosion des Clubhauses noch ein paar Wellblechdachstücke, die zu Boden fallen und dabei schon immer so unpassend wummerten, als wären sie eine Geröllawine. Aber die wummern immer noch. In der "Musik" des 5. Element Menü Sountracks gibt es gegen Ende einen "schnarrenden" Bass, der sogar jetzt noch mehr wummert als vorher. Aber das ist offenbar so gewollt.
Denn was das AM völlig entgegen meinen Erwartungen geschafft hat, ist, meine Basslöcher am Hörplatz zum Teil zu füllen. Der Bass klingt nun voller, runder, "richtiger". Stelle ich das AM zum Vergleich auf "aus" (Bypass), ist der Bass nicht unbedingt "schwächer", aber "hohler". Ja, hohl ist das richtige Wort, da fehlt was drin, die Wärme, der Wumms (Wumms im Sinne von Klang, nicht so sehr Druck)

Und ich fahre den Sub nun 3db leiser als zuvor, sonst ist es "too much". Während in der Anleitung des AM die Warnung steht, man könnte den Sub danach zunächst als zu leise empfinden und müsse sich ggf. erst dran gewöhnen. Aber in meinem komischen Raum war schon immer alles anders als bei anderen...

Auch wenn das nicht ganz zum Thema des Threads passt, aber ich bin begeistert vom Antimode 8033 s-||, es hat meinen Klang merklich verbessert und ich ärgere mich, solange damit gewartet zu haben.
Ich hoffe, es wird noch besser, wenn ich Zeit hatte, da noch mal Audessey drüber zu jagen und die Audessey One Filter.
Geplant für nächstes Wochenende, mal sehen, ob es diesmal zeitlich klappt.
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#16

Beitrag von Christian_B »

@Celsi_GER

Weißt Du bis wieviel das Antimode auffüllt?

Audyssey legt (zumindest bei MultEQ-X) bis zu +9db an, um Löcher zu stopfen. Allerdings nicht bei sehr schmalbandigen Senken, die bleiben i. d. R. unberührt.

#17

Beitrag von Celsi_GER »

Christian_B hat geschrieben: 21. Mai 2024 15:21 @Celsi_GER

Weißt Du bis wieviel das Antimode auffüllt?
Leider nicht.
Wobei, wenn ich nach der Einmessung des Subs MIT Antimode die neue Kurve mit der alten Kurve OHNE AM vergleiche, sollte ich ja eine Vorstellung davon kriegen.
Meine Audessey MultiEQApp zeigt (vor Korrektur) bei... keine Ahnung, das Diagramm ist wohl im Maßstab nicht linear und beschissen beschriftet... 25Hz (?) einen 11db Einbruch und bei 45Hz (?) noch mal einen 8db Einbruch.
Bei der nächsten "Vorher" Messung müsste ich ja sehen, in wie weit das AM das schon ausgebügelt hat...

Sorry, dass ich so laienmäßig unterwegs bin und antworte... mir fehlt einfach die Zeit, mich da mal tiefer reinzufummeln...
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#18

Beitrag von CJoe78 »

Normalerweise sollte Antimode ja eher absenken anstatt anzuheben. Anheben ist ungünstig wegen der erforderlichen, zusätzlichen Verstärkerleistung. Und das kann für den Subwoofer problematisch werden.
In Eckaufstellung kriegst du hingegen den Bassboost gratis ohne Endstufenleistung.

Rein akustisch betrachtet gibt es keinen effizienteren Ort als die Raumecke, den Subwoofer hinzustellen. Aber ein nah am Sitzplatz aufgestellter Sub hat auch Vorteile, da er z.B. für gewollte Vibrationen am Sitzplatz sorgt.

Bei mir konnte ich die Raumprobleme durch die ecknahe Aufstellung der Fronts und dem schmalbandigen Absenken der Moden in jeder Box lösen.

Auch die möglichst tiefe Trennung bei 40 HZ und die Eck-Aufstellung des Subs haben bewirkt, dass die Moden im Subwoofer keine Rolle mehr spielen und er den Tiefbass recht konstant ohne Einbrüche abbildet.

Mein Subwoofer könnte nur mehr Wumms unter 25 HZ vertragen, da muss was größeres her. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

#19

Beitrag von Celsi_GER »

Ich bin bisher davon ausgegangen, dass das AM anhebt, indem es alles andere absenkt. Das passt in der Praxis allerdings nicht dazu, dass ich meinen Sub hinterher 3db leiser stellen musste.
Leistung ist beim 3070 mit 1200W auf 25qm kein Problem 😄
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#20

Beitrag von CJoe78 »

Aber der Sub ist geschlossen. Im Endeffekt hast du damit im Tiefbass auch nicht viel mehr Dampf als ein offener Sub mit 300 Watt.
Ich hätte bei deinen sonstigen Boxen definitiv einen offenen wegen dem besseren Wirkungsgrad unter 30 HZ genommen (Da kriegst du für den Preis gleich zwei günstigere mit vermutlich besserem klanglichen Ergebnis).
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#21

Beitrag von Paffi »

Ganz vergessen zu erwähnen - OCA ist ASR-User und im dortigen Thread auch bei Fragen behilflich:
https://www.audiosciencereview.com/foru ... %9D.46120/
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#22

Beitrag von Celsi_GER »

CJoe78 hat geschrieben: 21. Mai 2024 19:33 Aber der Sub ist geschlossen. Im Endeffekt hast du damit im Tiefbass auch nicht viel mehr Dampf als ein offener Sub mit 300 Watt.
Ich hätte bei deinen sonstigen Boxen definitiv einen offenen wegen dem besseren Wirkungsgrad unter 30 HZ genommen (Da kriegst du für den Preis gleich zwei günstigere mit vermutlich besserem klanglichen Ergebnis).
Ich hatte auch erst den Nubert XW-1200 hier. Hat in meinem Raum überhaupt nicht gut funktioniert, unpräzise und brummlig.
Wobei ich dazu sagen muss, da hatte ich noch mit einem x-3600 und ohne MultiEQ App eingemessen, das ist sicher nicht gut vergleichbar.
Ich hatte damals die Empfehlung bekommen, es mit einem geschlossen zu versuchen. Der Klang war danach auch nicht ideal, aber besser.
Merkliche schrittweise Verbesserungen brachten erst (in dieser Reihenfolge)
- den X-3600 mit dem X-4800 zu ersetzen (ich weiß echt nicht, warum, hat sich Audessey damit so verbessert?)
- Umstieg auf MultiEQ App
- 2 aktive Bassfallen in den Raumecken und 4 passive Bassfallen
- zuletzt das Problem der Ortbarkeit behoben durch den Sub mittig an der Rückwand unter dem Esstisch platzieren.
- Das Antimode

2 Subs sind übrigens im Raum vom Platz her nicht möglich. Es ist ein Wohnzimmer, und es ist "voll" :D, ich kann ja schon den einen Sub kaum unterbringen.

Nun erhoffe ich mir noch weitere Sprünge
- Im Stereo-Musikbereich durch die Erkenntnis, dass die Fronts durch Einmessung mit "Subwoofer = keiner" dramatisch besser klingen
- Die Audessey One Filter

Leider habe ich schon Freitag mein LFE Kabel beim Festeinbau des Antimode gekillt. Einmal zu fest gezogen... Stecker ab. Also ich habe jetzt nicht wie blöd dran rumgezerrt, aber in meiner... "Mediawand" ist alles sauber und "unsichtbar" verlegt. Man muss die dann entweder halb auseinanderbauen, um an die Verkabelung zu kommen, oder man zieht mal kurz, um die zwei Zentimeter Kabel, die man noch braucht, zu gewinnen. Nun ja, da war nichts mehr zu gewinnen, und nach "zupf" kam "ab". War auch schon alt.
Aber ich wollte das optisch nicht ganz so schöne Antimode halt "unsichtbar' und gut zugänglich zugleich hinter der Schranktür verbauen, und dafür war das LFE Kabel minimal zu kurz.
17167260911980.jpg
Ersatz kommt Dienstag. Also hoffe ich nun am kommenden Donnerstag (Feiertag) endlich neu einmessen zu können.

Noch eine Anmerkung.
Ich bin noch in anderen Fachforen aktiv (Fahrzeugpflege und PC Technik und habe dort deutlich mehr Ahnung als von HiFi / Raumakustik)
Dort geht es mir manchmal (leicht) auf den Keks, wenn offensichtliche Laien scheinbar einfach keinen Rat annehmen wollen.
Ich hoffe, Euch geht es hier mit mir nicht auch so, wenn ich den Vorschlägen/Ratschlägen widerspreche bzw. (sicher oft laienhaft) begründe, warum ich etwas tue oder nicht zu tun zu können glaube.
Meine räumlichen Voraussetzungen behindern mich wirklich sehr in der Schaffung einer besseren Raumakustik, dicht gefolgt von meinem lückenhaften Fachwissen.
Ich hoffe, Ihr helft mir trotzdem gerne weiter, ich bin dankbar dafür und denke auch über alle Anregungen gründlich nach.

Z.B. frage ich mich gerade, ob ich nicht doch noch mal einen AW-900 oder AW-1200 unter all diesen neuen Gegebenheiten seit dem ersten Versuch hier ausprobieren sollte.
Aber wie/wann denn bloß?
Ich kriege es ja seit fast 3 Wochen nicht mal (zeitlich) geregelt, das Audessey One Gedöhns auszuprobieren, trotz der vielen Feier- und Brückentage in letzter Zeit :oops:

Wird Zeit, dass ich in Rente gehe und mehr Freizeit (aber dann keine Asche :D mehr) habe
:mrgreen:
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#23

Beitrag von CJoe78 »

Warum solltest du hier stören? Der Profi unterscheidet sich vom Laien oft nur durch eine entsprechende Hörerfahrung.
Man kann nicht alles wissen.
Ohnehin musst du mit deinem Raum zurecht kommen und gucken, wie du das Beste aus deiner Situation machst.

Mein Glück ist es, dass ich meinen Heimkino-Raum so gestalten kann, dass ich raumakustisch optimal sitze (5/8 Raumlänge). Tiefbassabsorber kann ich mir sparen.

Ich möchte dir mal erklären, wieso Subwoofer unpräzise klingen.

Subwoofer die besonders tief runter spielen, klingen selten sauber. Das ist was ganz normales. Die Unsauberkeit liegt primär daran, dass die Wellenlängen bzw. die Bass-Laufzeiten durch den Raum unter 40 HZ so lang werden, dass der Bass in kleineren Räumen länger nachklingt und dadurch viel Präzision verloren geht.

Deswegen bin ich so scharf auf Dirac Art und deswegen betreiben manche einen extremen Aufwand eines DBA´s mit unendlicher Schallwand (4 Subs Frontwand, 4 Subs Rückwand).

Denn bei diesen Methoden werden lange Basswellen aktiv ausgelöscht, was eben dafür sorgt, dass der Tiefton schnell wieder zur Ruhe kommt. Erst durch solche Methoden erreichst du eine hohe Basspräzision unter 40 HZ.

Dämmen kannst du diesen Bereich mit Bassfallen leider nicht.
Absorber für den Subbass müssten mehrere Meter tief sein, das macht aufgrund der erforderlichen Tiefe niemand. Bis 60 HZ bringt Dämmung etwas. Darunter ist es Wunschdenken.

Die Subwooferanbindung im Bass ist daher auch so problematisch. Genau zu dem Zeitpunkt wo der Tiefbass der Boxen endet folgen die langen Laufzeiten im Subbass.

Geschlossene Subwoofer klingen musikalischer, da diese schon ab 40 HZ im Pegel abfallen und die tiefen Frequenzen wenig anregen. Sie performen also vergleichbar wie Standboxen mit einem deutlichen Pegelabfall unter 30 HZ.

Nur muss man sich die Frage stellen, was der eigentliche Sinn und Zweck eines Subwoofers ist. Für kleine Satelliten erweitert ein geschlossener Sub den Bass in etwa so, als wenn du große Standboxen nutzt.

Wenn du Standboxen hast, bringt der geschlossene keine Vorteile.
Denn die spielen ja schon ohne Subwoofer ausreichend tief. Wozu dann überhaupt noch einen geschlossenen Sub zulegen?
Die eigentliche Stärke von Subwoofern sollte das sein, was die Box nicht mehr packt. Also der Bereich unter 40 HZ. Offene Subs sind hier klar im Vorteil.

Ich finde als Alternativen zu alten Nubert-Subs z.B. die SVS PB 1000/2000/3000 Pro ganz gut. Nicht wegen der Optik (hässlich schwarze Boxen), aber weil die in den gängigen Heimkinogeschäften erhältlich sind, guten Service und Garantie mitbringen und alles nötige an Bord haben.

Zudem handelt es sich um neue Geräte und die spielen offen bis etwa 16 HZ runter. Schafft man es je einen vorne und hinten einzusetzen und das in Kombination mit Dirac Art- Das könnte eine gute Sache werden.

Nur brauchst du zwingend mind. 2 Schallquellen, die bis unter 20 HZ tief runterkommen (eine für Gegenschall, damit die Basswelle früher gestoppt wird), da sonst Dirac Art nicht funktioniert.

Auch kann man die SVS zu einem geschlossenen Sub mit Plugs machen. Alternativ kannst du aber auch einfach per EQ-App unter 16 HZ den Bass absenken. Dann klingt ein offener Sub wie ein geschlossener.

Du kannst dir den Aufwand natürlich auch sparen und einfach nur geschlossene Subwoofer oder Full Range Boxen verwenden. Aber klar ist auch, dass du so das Erdbeben unter 30 HZ mit präzisem Bass niemals in dieser Kombination haben wirst.
Eine weitere Alternative wären Körperschallwandler. Aber die müssen auch optimal montiert sein und man muss genauso viel damit für gute Ergebnisse rumprobieren.
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#24

Beitrag von Paffi »

CJoe78 hat geschrieben: 26. Mai 2024 15:40 Dämmen kannst du diesen Bereich mit Bassfallen leider nicht.
Absorber für den Subbass müssten mehrere Meter tief sein, das macht aufgrund der erforderlichen Tiefe niemand. Bis 60 HZ bringt Dämmung etwas. Darunter ist es Wunschdenken.
Der TE nutzt, neben passiven Bassfallen, doch bereits zwei aktive Bassfallen - die wirken auch ganz unten.
KEF LS50 meta, Antimode X2, minidsp DDRC24, Apollon 1ET400A mini, NuXinema PreAV, WIIM Pro,
KEF LSX (Rear), 4 x NuSub XW800 in DBA-Konfiguration, Raumakustik von Hofa, RTFS, Addictive Sound sowie Schaumstofflager, 4 TRX-Module

#25

Beitrag von aaof »

Ich habe das Problem „Kino“ überraschend elegant gelöst, vor Jahren (siehe Nubert-Forum), hätte ich dich noch für verrückt erklärt.

Aber 2 potente Standboxen langen für kleinere Räume auch fürs Kino locker. Der 4800 hat genügend Dampf auf den Endstufen, um die B-70 potent anzutreiben. Vorteil meines Systems: 4 180er Teller, die den Raum gleichmäßig anregen, keine Latenz, keine Phasen-Probleme. Vernünftig entzerrt , dürften die B-70 auch unter 30Hz noch Pegel liefern. Ich denke auf dem Level eines AW-600 liegen die ohne Probleme.

Und Körperschall, ja, dass geht auch ohne Subwoofer, manchmal muss ich Abends den Denon sogar reduzieren (wobei keine Nachbarn), aber es ist einfach zu krass.

Dirac läuft in der Vollkontrolle, mit der Harman-Kurve und einem +6DB Buckel in den untersten Oktaven.

Subwoofer auf 25qm? Braucht kein Mensch. Und unsere Frauen bleiben artig, da die Kisten aus dem Wohnzimmer verbannt sind.

#26

Beitrag von CJoe78 »

@ aaof: Ich hab punchige Subwoofer mit 16 HZ erlebt und das ist ein besonderes Feeling. Da scheppert es brutal.

Wenn jemand z.B. mit einer Waffe feuert, kann man das in einem guten Heimkino körperlich spüren. Ohne, dass der Bass matschig klingt. Genau das ist es, was ich im Kino möchte.

#27

Beitrag von Celsi_GER »

Die Idee "brauche keinen Sub" habe ich in der Tat schon ausprobiert. Mit den NL284. Früher schon mal mit dem X-3600 (Ist irgendwo im alten Nubert Forum auch noch nachlesbar) und vor kurzem auch mit dem X-4800. Als ich rausgefunden habe, dass die NL284 mit einer "Sub=keiner" Einstellung viel mehr Punch haben, drängte sich so ein Versuch praktisch auf.

Ich sag mal so, das war "okay". Es hat schon brauchbar gerummst und auch Körperschall war da. Zumal der nicht ganz zierliche CS-174 Center auch noch seinen Senf dazugab.
Unterm Strich würde ich sagen, das waren gute 80% des "mit Subwoofer" Setup. Aber bei Explosion, Schüsse oder auch der Raketenstart von Interstellar, da fehlte das letzte Bisschen "Druck", das konnten die NL284 nicht liefern.

Für Musik jedoch werde ich nie wieder den Sub hinzu nehmen müssen.

Noch eine Antwort auf den DIRAC ART Beitrag von obe :
Ich warte auch sehnsüchtig darauf, dass das für DENON verfügbar wird. Denn z. B. niedliche 4 Nubert XW-700, einer in jeder Raumecke, das bringe ich unter. Sogar XW-900 würden wahrscheinlich passen, denn schließlich muss ich die Ecken ja nicht mehr mit aktiven/passiven Bassfallen zustellen.

VG Thomas
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#28

Beitrag von CJoe78 »

Interessant ist für mich, dass du mehr Punch ohne Subwoofer hast. Denn logisch ist das eigentlich nicht. Du entlastest die Endstufen ja, wenn du sie trennst und auf Small stellst.

Im Yamaha RX-A6A hab ich z.B. die Wahl zwischen Large und Small.

Aber auf Large fehlt der Druck der Standboxen untenrum nahezu komplett und der Bass klingt weicher. Das liegt vermutlich daran, dass Yamaha die Lautsprecher mit vollen 20 HZ beaufschlagt und das damit die 150W-Endstufen sowie auch die Boxen überfordert sind (wundert mich nicht).

Auf Small und Trennung 40 HZ (so tief wie möglich trennen, sonst geht der Tiefbass auf Small flöten) geht aber die Sonne auf.
Die Boxen haben Punch und spielen durch den Raum noch bis 30 HZ mit Pegel runter. Ein Subwoofer ist für normale Beschallung nicht nötig. Nur das letzte Bisschen Nachdruck fehlt für Filme.

Nun bin ich aber so bekloppt, dass ich mehr will als der normale Wohnzimmernutzer und es reicht nicht, einfach nur "ausreichenden Tiefbass" zu haben.

Man muss 16 HZ mit Pegel in einem richtigen Heimkino selbst erlebt haben um zu merken, was einem fehlt. Auch ohne Körperschallwandler vibriert dann das Sofa, auf dem man sitzt. Und das so, dass man enorm schnelle Impulse spürt.

Der Effekt ist vergleichbar, als wenn ich den Subwoofer direkt hinter die Couch stelle und somit der Schall so nah wie möglich auf Sitzplatz und Körper übertragen wird.

Wenn alle Stricke reißen und Dirac ART nichts wird, werde ich das wieder, aber diesmal mit zwei größeren Subwoofern machen. Nur habe ich näher am Raumzentrum Frequenzlöcher im Subwoofer, was sich negativ auf den eigentlichen Klang auswirkt. In der Raumecke hingegen klingt der Sub viel homogener und deckt alle Frequenzen optimal ab, er klingt aber auch langweiliger.

D.h. mindestens 2 Subwoofer sind Pflicht (einer für die Couchmassage und einer für homogeneren Tiefbass).

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