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[Unterstützung] Achat 110M + 115 sub / LD Stinger 10 G3 + 15 sub

PA Lautsprecher, dazugehörige DSP Setups und ganze Systeme

Moderatoren: mich0701, Moderation PA, Bereichsmod

Antworten

#1

Beitrag von dreandas »

Frage in die Runde...

Ich bin durch Jobstis Weichenmod für die Achat 110/112er auf das Forum aufmerksam geworden und auf der Suche nach einer kleinen PA für eine 5 köpfige (eher akustische) Band die vor max. 100 Zuhören (z.B. Strassenfest, kleine Bühne) spielt.

Favorit der Recherche derzeit:
A) T.box Achat 110M oder 112M als Top mit Weichenmod +115 Sub
B) LD Stinger 10 G3 oder 12 G3 + 15er Sub

- Controller in Richtung dbx PA2 oder auch was von T.rack wenn wieder lieferbar
- Endstufe bin ich noch unentschlossen.

Was würdet ihr mir hinsichtlich Klang, Verarbeitung, Preis/Leistung empfehlen? T.Box oder LD... bzw. etwas ganz anderes?

Danke und Gruß,
Andreas

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#2

Beitrag von Pascal »

ICH würde mal die örtlichen verleiher abchecken was die so haben und danch entscheiden ...

ich würde mal seeburg in raum schmeisen & Solton aart Siera

ich habe auch den dbx driverack pa 2 der ist bezüglich sound ect. echt gut komme mit zurecht ...gut bildlich dargestellt ,
feste EQ pesets preformance , LIve , Sprache Gut gemacht für mich ausreichend und völligst anderst klingend meine anlage :top:
einmessfunktion ... und feedback unterdrückung

#3

Beitrag von dreandas »

Danke für die 1. Meinung zum Thema.

Die Dichte der örtlichen Verleiher ist bei mir nicht sonderlich hoch und ich behaupte mal, dass für uns als Band rein finanziell KS, d&b und Seeburg nicht in Frage kommen.

Von daher sind wir weiter auf der Suche nach 2 Tops + 2 Subs in der oben gefragten Produktklasse.
Alternativ könnten wir uns auch mit aktiven Sachen anfreunden (z.B. RCF Art 910, Turbosound iQ10 jeweils +Subs o.ä.).
Meine Ausgangsfrage zielt quasi primär in die Preis-/Leistungs-/Verwendbar-Richtung für Wenignutzer bei kleinen Muggen ab.

#4

Beitrag von tontom »

Klanglich ist die LD Kombi schöner, vom Pegel ist ist das Thomann Set leidensfähiger!

#5

Beitrag von Jobsti »

Bei Thomann bekommst du mehr Lautsprecher für's Geld.
Bei LD besseren (und geschätzt viel längeren) Support, samt bekannter Chassis,
mit der G3 auch modernes Design, exzellente Gehäuse, Verarbeitung und allgemeines Zubehör.

Mit Modweiche (und etwas Dämpfungswolle) würde ich die Achat 110 klar der Stinger vorziehen, vor allem für Livemusik,
ob man da einen 44mm Treiber oder 25mm Treiber im Hochton hat, hört man schon klar raus, gerade für Livemusik.
Für Plug&Play, ohne DIY Nachbesserungen, würde ich das LD System aber vorziehen.

Ob Achat Sub 115 oder Stinger Sub15 ist eher Geschmackssache.
Ich persönlich würde dann den entsprechend passenden Systembass nutzen, je nach gewähltem Topteil.


Messungen:
Achat 115 SUB
Achat 115 SUB
Achat 110 MOD
Achat 110 MOD
Achat 110 Original
Achat 110 Original
DSP:
Als DSP würde ich die Thomann "DSP Serie" den DBX-Geräten momentan ganz klar vorziehen.
Die Thomann Geräte sind super easy zu bedienen und bieten komplett alles was man benötigt, zum (momentan) unschlagbaren Preis.
DBX lockt, wie ich finde, gerne mit dem Namen als auch Funktionen die eher unnütz sind (wie Einmessfunktion, die mit Erfahrung sogar eher Quatsch ist. Meine Meinung).
Die Bedienung am Gerät selbst (dbx) finde ich auch absolut nicht prickelnd.
Die aktuelle DBX Software schaut zwar nett aus, ist von der Bedienung her aber ein absoluter Graus, ist wie ich finde 100% Touchpad-optimiert und lässt sich nicht schön und genau bedienen.
Thomann schaut altbacken aus, aber wenn man mit Laptop dran ist, gibt man seine Zahlen ein und drückt Enter (leider nicht überall), dreht am Mausrad oder nutzt Pfeitasten,
so stellt man schnell und genau ein.
Samt funktionierender und getrennter RMS und Peaklimiter in allen Outputs.

Weiterer Vorteil der Thomanns:
- Völlig freies Routing
- 8 EQ je Input und 9 je Output, jeweils samt HP+TP und jeder ist einzeln bypassbar, als auch jeweils 9 EQ-Typen wählbar (wenn das noch net reicht, gibt's je input noch einen GEQ)
- Großes Input- als auch Output-Delay (haste 6 Outputs und möchtest nochmal 2 Aktivkübel als Delayline oder für den Nebenraum: Dranstecken und ab geht's!)
- Input-Noisegte, falls man nicht rauschfreie Quellen hat.

Nimmt man beispielsweise den 408 (ohne FIR), haste massig Headroom für weitere Lautsprecher.
Hier hätte man z.B: folgende Optionen:
- 2 Inputs + 3 Outputs für Main-PA (Sub darf Mono sein).
- Damit dann weitere 5 Outputs und 2 Inputs übrig, darüber könnte man dann als Beispiel noch:
2 Monitorboxen steuern (2In/2Out) und hat noch
2 weitere Outputs frei,
daran könnte man desweiteren noch z.B. 2x2 Mono Delaylines hängen für Hallige oder tiefe Locations
eine Delayline + einen Nebenraum
- Oder man ist für die Zukunft gerüstet, falls man nochmal Infills, Frontfills, oder auch Sidefills für's Monitoring benötigt.
- Sub/Sat getrennt ansteuern ist ebenfalls kein Thema (manche Mischer machen das Gerne, kann auch Sinn machen)


Der DBX bietet dafür "Spielereien" wie Subharmonics (tiefer/mehr Bumms), Feedbackdestroyer (sinnvoll für Monitoring, aber Main-PA?),
Messfunktion (wofür wenn das System flat ist? Zudem keine Optionen wie Gate, Mikrokorrektur etc., keine vernünftige Ausgabe der Messwerte. Bezüglich Raummessungen fange ich erst gar nicht an...),
oder einfachen Funktionen nur mit tollen Bezeichnungen, wie "Overeasy".
Der Großteil vom zuvor genannten ist mit dem DBX, dank "festem" Routing nicht möglich, Delaylines fallen ebenfalls aus.


112-Mod oder 110Mod:
Das kommt darauf an ;)
Wenn's eh bei nur einem Bass bleibt, maximal jedoch 2 Stück pro Topteil, seid ihr mit den 10ern sehr gut bedient.
Das 12er bietet Outdoor den Vorteil der größeren Membranfläche im Tiefton, aber auch im Hochton (Stinger hat im 12er einen 25mm, Achat einen 76mm!),
damit seid ihr dann (mit Mod) sehr amtlich unterwegs und könnt outdoor locker 4 Sub15 pro Topteil drunterstellen, die Differenz zwischen Stinger 12 zu Achat 112 ist
auch wesentlich größer als Stinger 10 zu Achat 110.
Dafür schleppt ihr aber größere Kisten und gebt mehr aus.

Wenn ihr eher kleinere Events habt (bis 150 Pax), vorzugsweise indoor, würde ich die 10er nehmen.
Eher outdoor, und/oder eher größere (150-300 Pax), oder ihr die Option auf größeres samt Basserweiterung anstrebt, dann die 112er.
Mit freundlichen Grüßen
B. Jobst (Tontechniker FH) | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | www. Jobst-Audio .de
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#6

Beitrag von dreandas »

@Jobsti Wow, Danke die ausführliche Antwort und Hilfe bei der PA-Suche!

Da bei mir durchaus DIY Potential bei Elektronik vorhanden ist, würde ich - anhand deines Beitrags - klar zum Veredeln der Achat 110M oder 112M tendieren. Der Support bei LD spielt für mich als Hobby-Nutzer eher eine untergeordnete Rolle.

Dein Erfahrungsbericht zu den t.racks DSP's finde ich auch sehr wertvoll und die Einschätzung zu Ungunsten von dbx hätte ich so deutlich nicht erwartet.

Was wäre von der Kombination aus achat 110M (mod) mit 2x 112 Sub mit t.racks DSP 206 zu halten? (Endstufe wäre noch unklar). Das hätte für mich den Charme kleinere Komponenten zu haben, die besser alleine zu handeln und je nach Veranstaltung "skalierbar" sind.

Die achat 110M gibt es nicht mehr als MA Variante oder? (Finde zumindest nur noch die MKII als MA.)
Bzw. wäre die integrierte Endstufe überhaupt eine Überlegung wert? Bzw. wie sind die MKII Ausführungen im Vergleich einzuordnen?

Danke für weitere Ratschläge!

#7

Beitrag von Jobsti »

Also die 112er Subs sind schon nett, vor allem wenn man die passive Frequenzweiche daraus entfernt.
Aber die haben 4 Ohm: 1-2 Stück = Kleine Endstufe. Aber willste auf weitere aufrüsten brauchste schon einen 2 Ohm stabilen Amp, bei weiteren Subs dann weitere Amps.
Und mit 4 der 112er biste auf einem Level von zwei eher kleineren 18"ern.
Von den 115ern kannste, bei ner 2 Ohm stabilen Endstufe, 4 pro Kanal klemmen, also problemlos bis 8 Stück mit 2 Kanälen befeuern.
Aber ich würde definitiv schon zu den 115ern greifen, da kommt ne Ecke mehr raus. Man kann ja bei Bedarf auch einfach nur einen mitschleppen,
oder eben erweitern bis obenraus.

Wenn du ab und an mal wirklich ganz kleine Gigs hast, wäre auch die Idee dir was Separates dazu zu holen,
wie den 112er und und ein paar 8" Tops.
Bei größeren Geschichten kannst du die Tops dann zumindest noch als Infill oder Frontfill benutzen.
Als Hauptsystem sowas kleines zu nehmen aht den Nachteil, dass du nicht ganz so geil aufrüsten kannst.
Hier musst du dann abwägen wie groß deine Gigs sind.


Als Aktiv gibt's oder gab's die Achats MK1 auch mal, aber da waren die Module etwas weniger potent als die Kisten wirklich können.
Aber da musste auch überlegen: Zu jedem Bass und Top jeweils ein Stromkabel als auch XLR legen. Und was is wenn der Kram mal weiter auseinander soll?
Dann lieber eine 4-Kanal Endstufe genommen, und je Seite ein 4-Poliges Speakon zum Sub und dann mit nem 2-Poligem vom Sub in die Tops,
wesentlich weniger Verkabelungsaufwand und jeder Lautsprecher wird ne Ecke leichter.
Auch aufrüsten ist günstiger: 2 passive Bässe dazu, parallel anklemmen: Fertig. (Kein weiterer Strom, weniger Gewicht, günstiger).
Ausfallsicherheit finde ich passiv auch höher, so kann dir bei jeder Kiste ein Modul abrauchen, dann stehste dumm da,
rauch dir ein Kanal der Endstufe ab: Nuja, klemmste eine Box parallel zur anderen und machst ausnahmsweise Mono,
oder mietest dir schnell vom Kollegen nur ein Amp mal zu, bis deiner Repariert wurde.

Aktiv finde ich sinniger bei kleinen 2.1 System (oder 2.2) mit einem Modul in einem Sub, der alles weitere befeuert,
wenn's schnell und einfach gehen muss, gerade für die Vermietung.
Oder wenn man eher ein System für alles haben will, aber da muss man für was Gescheites auch 4 Preisklassen höher greifen.
Oder dann für wesentlich größere Geschichten, wo aktiv auch Sinn macht (kompliziertere DSP Ansteuerung, Bi- oder gar triamp usw.).
Oder für "Zusatzkübel" die man mal als Monitore verwendet, oder Nebenraumbeschallung.


PS: Die MK2 hatte ich noch nicht in den Fingern, aber wie man den Datenblättern entnehmen kann sind sie wesentlich
weniger potent bestückt (44mm statt 76mm im Hochton, zudem Ferrit statt Neodym).
Mit freundlichen Grüßen
B. Jobst (Tontechniker FH) | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | www. Jobst-Audio .de
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