Subwoofer zerschossen

PA Lautsprecher, dazugehörige Setups und ganze Systeme

Moderatoren: mich0701, Lars H


ronnyk
Lagerputzer
Status: Offline
Beiträge: 25
Registriert: 15. Jul 2018 08:15
Firma: DJR Pro-Audio

#21

Beitrag 20. Dez 2018 18:00

Olli27 hat geschrieben:MoinMoin,
Ich hätte dann jetzt hier auch mal eine Frage, allerdings eher an die gewerblichen unter uns. Wie handhabt ihr das bei Vermietanlagen ohne Personal ? Wie wird da eingestellt, könnte mich da mal jemand an die Hand nehmen ? Denn ich hatte bspw. Letztens meine 21“er , 214er + Tops vermietet und die Endstufen auf -18dB bzw. -20dB stehen da die Anlage einfach überdimensioniert war. Aber der Kunde ist König.
Folglich lieg über 8 Stunden alles im komplett „roten“ am Xone23 wurde Master, Gain, jeder EQ auf anschlag gedreht. Audioquelle Handy und Fader auch auf Vollgas. Besoffene halt. Demzufolge liefen alle Amps dauerhaft mit „LIMIT“ im Display. Defekt ist nichts!

Wie genau kann ich dem vorbeugen, gern auch eine PN , da ich aktuell vier kleinere Anlagen für die reine Vermietung plane und das natürlich möglichst lange halten soll. Momentan steht vom System erstmal nur das Amping , GISEN 4.6 . DSP ist da auch gleic mit drin. Dazu irgend nen 1HE Mixer damit Hinz und Kunz ihren Laptop oder Handy anschließen können, denn der Trend geht zu Spotify. Was ist hier noch nötig um das ganze 100% idiotensicher zu machen ?

Mit freundlichen Grüßen Olli
Gegen reine Dummheit ist noch kein Mittel gewachsen.
Wenn Du das richtige Material hast mit genügend Headroom verträgt es durchaus einiges an Signal.
Gute Limiter regeln auch zurück bei Gleichspannung, bzw. macht das das DSP mit HPF und LPF Filter (sollten sowieso immer mit einbezogen werden).
MASTER AUDIO (Amate) hatte diesbezüglich die besten Limiter und brachten bisher auch jeden DJ zur Vernunft. :twisted:

Diese Werbung bekommen Sie nur als Gast angezeigt

Partybeschallung
Kabelwickler
Status: Offline
Beiträge: 99
Registriert: 26. Okt 2017 10:52

#22

Beitrag 20. Dez 2018 20:12

Ich bin davon ausgegangen, dass die Gisen 4.6 bei dem Preis RMS- und Peak-Limiter hat.
Dann würde ich eher zu einem separaten Controller mit RMS- und Peak-Limiter greifen.

Ich komme erst nach Weihnachten dazu, den t.racks DSP 206 auszuprobieren.
Der hat ja beides zu einem moderaten Preis.
Wenn sich bestätigt, was d.c. zum DSP204 geschrieben hat, dass man trotz Sperre ein anderes Preset aufrufen kann, würde nur noch der Keuschheitsgürtel vorm Controller helfen.
Grüße
Andreas


Powerlight_77
Verkabler
Status: Offline
Beiträge: 221
Registriert: 24. Jul 2010 21:44
Danksagung erhalten: 1 Mal

#23

Beitrag 20. Dez 2018 20:35

Das Problem bei der ganzen Limiter Geschichte ist wieviel Leistung die Schwingspule abführen kann ohne Schaden zu nehmen.
Früher gabs mal die "Short Term" und "Long Term" Leistung bei Lautsprechern, heute findet man das nichtmehr.

Ich bezweifle das zum Beispiel eine 4" Schwingspule Spule mehr als 500 Watt dauerhaft über mehrere Stunden abführen kann...
Die maximale Schwingspulentemperatur wird ja leider bei den Chassis nicht angegeben...
Sonst könnte man ja mal spasseshalber über den Widerstand der Schwingspule deren Temperatur berechnen.


rainer
Verkabler
Status: Offline
Beiträge: 293
Registriert: 7. Jun 2012 09:44

#24

Beitrag 20. Dez 2018 22:30

Was auch sehr gut funktioniert sind die Dateq Limiter angefangen mit dem SPL 2
Sind halt nicht billig dafür wirklich super

mfg
Rainer


corell
Gewerblicher Teilnehmer
Gewerblicher Teilnehmer
Status: Offline
Beiträge: 636
Registriert: 12. Dez 2013 02:59
Firma: Hermann&Blumenstock Audio
Danksagung erhalten: 7 Mal

#25

Beitrag 21. Dez 2018 07:43

Powerlight_77 hat geschrieben:Das Problem bei der ganzen Limiter Geschichte ist wieviel Leistung die Schwingspule abführen kann ohne Schaden zu nehmen.
Profis setzen den "thermal limiter", also die wirklich langzeitige maximale RMS spannung bei gut ventiliertem Magneten auf 1/5 - 1/4 AES Belastbarkeit, bei geschlossener Rückkammer nochmal weniger (ca. 1/8). Davon ausgehend, dass man den Peak Limiter ca. auf "program power" setzt (und das Chassis das Hubmäßig auch mitmacht), entspricht das 9-12dB Crest Faktor, was bei Konserve realistisch erscheint.
In der Liga ist es aber auch kein Problem, einige Subs mehr hinzustellen und auf die letzten paar dB pro Kiste zu verzichten.

Ein Kompressor ist allerdings noch weit von einem thermal limiter entfernt, selbst mit hoher Attack Zeit. D.h. hier klaut man sich, wenn man genauso safe sein möchte, leider weiter Pegel.

Ich hänge bei Techno Dry Hire (TSA 4-1300, DCX, 2.2 PA) ein -20dB Dämpfungsglied vor das DSP und errechne (!) meine Gain Struktur damit. Das Pad wird mit einem Sticker an den Amp geklebt, wird das "Siegel" gebrochen, kostet es extra oder ggf. haftet der Kunde dann voll für den Schaden. Pegel Verhältnis macht der Mieter dann am Amp. Hab in 3 Saison nichts zerschossen bis jetzt, ich nutze allerdings auch nur Material äquivalent zur "M" Serie aufwärts.
Kaputt gegangen sind bei mir bis jetzt entweder Stative oder Kabel bzw. Speakonbuchsen. Erkläre den Leuten, wie man ein Speakon Stecker funktioniert und wie man das Stativ ein- und ausklappt. Man mag es nicht für möglich halten, wie dumm Leute sind, aber so ist es.
Whenever you replace the term "audiophil" with "bullshit", things suddenly start to make sense.


Partybeschallung
Kabelwickler
Status: Offline
Beiträge: 99
Registriert: 26. Okt 2017 10:52

#26

Beitrag 21. Dez 2018 09:22

Das Pad wird mit einem Sticker an den Amp geklebt
Kannst Du das bitte erklären (das Pad), ich stehe auf dem Schlauch?
Grüße
Andreas


corell
Gewerblicher Teilnehmer
Gewerblicher Teilnehmer
Status: Offline
Beiträge: 636
Registriert: 12. Dez 2013 02:59
Firma: Hermann&Blumenstock Audio
Danksagung erhalten: 7 Mal

#27

Beitrag 21. Dez 2018 10:16

Du steckst ein XLR dämpfungsglied (pad) in den Input des DSP und klebst einen sticker so drauf, dass er sowohl am pad als auch am Amp haftet. müssen natürlich sticker sein, die sich nicht abziehen und wieder ankleben lassen, sondern kaputt gehen beim versuch. Da gibts aber extra was, weil es das Amt genau so macht.
Zb.: http://www.cils-international.com/de/in ... ty-labels/
Zuletzt geändert von corell am 21. Dez 2018 10:22, insgesamt 1-mal geändert.
Whenever you replace the term "audiophil" with "bullshit", things suddenly start to make sense.


Ralle14
Pro-User
Pro-User
Status: Offline
Beiträge: 572
Registriert: 24. Aug 2007 14:20
Wohnort: Köln
Danksagung erhalten: 4 Mal

#28

Beitrag 21. Dez 2018 10:16

Partybeschallung hat geschrieben:
Das Pad wird mit einem Sticker an den Amp geklebt
Kannst Du das bitte erklären (das Pad), ich stehe auf dem Schlauch?
PAD steht Englisch für "Passive Attenuation Device", auf Deutsch "passive Pegelabsenkung".

I.d.R. sind das XLR- oder Cinch-Verbindungsstecker mit integrierten Widerständen zur Pegelanpassung, falls die Gefahr besteht, dass der dahinterliegende Eingang durch das Signal übersteuert werden kann. Ich benutze des Öfteren EAW UX8800 Controller und mit einem DJM900 kann der DJ die Eingänge des Controllers ohne Probleme in den digitalen Clip (>0dBfs) fahren, daher muss vor dem Controllereingang eine Pegelabsenkung erfolgen.

So wie ich Carlo verstanden habe, klebt er über seine PAD-Stecker ein Siegel und sobald dieses beschädigt wurde (weil der DJ sie entfernt hat um mehr Pegel aus der PA zu holen) gibts halt Ärger...


Partybeschallung
Kabelwickler
Status: Offline
Beiträge: 99
Registriert: 26. Okt 2017 10:52

#29

Beitrag 21. Dez 2018 12:59

Danke für die Informationen!
Grüße
Andreas

Diese Werbung bekommen Sie nur als Gast angezeigt
Antworten
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Lautsprecher & Systeme“