Erfahrungen mit Projection Mapping?

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Dac3r
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Frage

#1

Beitrag 2. Mär 2019 14:59

Bin auf das Interessante Thema des Projection Mapping gestoßen. Wäre jetzt Mal neugierig, was eure Erfahrungen sind?
Was muss man bei der Beamer Auswahl beachten? Mit welchen Programmen habt ihr Erfahrung?

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TomTo
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#2

Beitrag 4. Mär 2019 01:45

Ich fasse es mal ganz kurz und knapp zusammen:

1. Bezüglich der Herangehensweise gibt es gefühlt unendliche viele Youtube-Tutorials! Das anschauen und erörtern in welche Richtung es bei dir gehen sollte lohnt sich wirklich!

2. Bei dem Beamer kommt es wie so oft auf den Einsatzzweck an. Normale Beamer mit einem Projektionsverhältnis größer 1,2:1 sind hierbei zu empfehlen. Bei Kurzdistanzbeamern hast du aufgrund des geringen Abstandes sehr schnell Schlagschatten an den 3D Objekten! Das funktioniert demnach nicht.

3. Die Helligkeit des Beamers sollte mindestens 3500 ANSI-Lumen besitzen. Alles andere macht keinen Sinn. Werden die Objekte größer als 2x2m würde ich sogar über 4000 ANSi-Lumen oder mehr nachdenken.

4. Bei der Auflösung ist HD natürlich zu bevorzugen. Für die ersten Gehversuche reicht meist aber schon 720p völlig aus!

5. Software- und Hardwarelösungen gibt es sehr viele. Gerade das Projekt "EDGE" enthält einen kompletten Mediaserver und ist meiner Meinung nach das einfache "Rund um Sorglos" Paket. Preislich wird es jedoch sehr teuer sein.
Für den Anfang halte ich "Arkaos Grand VJ 2.0 XT" als absolut ausreichend. Die Oberfläche ist sehr intuitiv und man kann sich schnell einarbeiten. Aber wie gesagt werden hierzu genügend Lösungen auch in diversen Youtbe Videos aufgezeigt.

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_Floh_
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#3

Beitrag 4. Mär 2019 05:39

Sich bei Helligkeit und Auflösung übermäßig festzulegen halte ich für unklug, das kommt viel zu sehr auf die Rahmenbedingungen an.

Zum Mappen kann z.B. auch ein 4:3 Beamer mit 1280x1024 Pixeln interessant sein, kommt aber schlichtweg darauf an wie groß die Flächen und Objekte sind, die mit Video belegt werden sollen, kann sein dass es bei großen Abständen selbst mit einem 4k Projektor eine zu geringe Pixeldichte gibt, auf kleine Flächen(entsprechende Objektive vorausgesetzt) aber auch 800x600 Pixel voll ausreichen. Ob 2000 oder 4000 ANSI Lumen ist z.B. auch vollkommend unerheblich, sobald direkte Beleuchtung oder Tageslicht mit im Spiel sind, dagegen kommt man kaum an, und es wird erst jenseits der 5000 oder sogar 10.000 Lumen wieder interessant, sofern es nicht nur um kleinste Flächen geht. In Dunkelheit ist die Helligkeit vom Projektor dagegen weitaus weniger relevant, einzig dass mehrere Projektoren bezüglich der Beleuchtungsstärke (Lumen auf Fläche) etwa zusammen passen, damit es stimmig wirkt.

Hier irgendwas zu empfehlen ist schwierig, ganz klar ist eigentlich nur, dass man schlussendlich sowieso sehr wahrscheinlich in das Falsche, oder in zu wenig Material investiert hat.
Will man einfach nur rumspielen, wäre es empfehlenswert auf einen Projektor zu setzen, den man auch anderweitig benutzen kann, z.B. im Heimkino, oder möglichst günstige anzuschaffen, mit denen man experimentieren kann, kleinere Projekte evtl. sogar damit umsetzbar sind, und die für die großen Projekte passenden Geräte schlussendlich mietet.
Kommt eben darauf an, wie ambitioniert man in diese Materie einsteigen will.

Zwar sehr kompliziert, weil alles ausser Plug&Play, jedoch auch extrem umfangreich und kostenlos ist vvvv.
MfG Flo

Denkst du, das ist Luft, die du gerade atmest? Hm.

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hitower78
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#4

Beitrag 4. Mär 2019 17:49

Hi
Wir machen das ja beruflich, also kann ich nur ergänzen: Ist immer ein Einzelfall für jedes Objekt und Umgebung!
Von kleinen 8000 Ansilumen Projektoren bis zu mehreren von unseren 30K Boxern nehmen wir das passende.

Die Auflösung ist immer eine Sache des Betrachters: was nützen mir winzige Pixel, wenn der Betrachter eh weit weg steht um das ganze zu sehen. Also kann man auch schonmal einen "normalen" Projektor nutzen.
Meist ist es eh noch digital entzerrt und somit nichtmehr "nativ" an der Wand.
Zwar kann man im Vorfeld mit 3D Modellen schon einiges in der Post Production abfangen, aber vor Ort kommt es dann doch anders :-P

Wir nutzen als Software: Mad Mapper (Mac) mit anderen Tools im Hintergrund oder unsere Pandoras Box bzw unseren Picturall Octo.
Für reine VJ Sachen kann man auch noch einige VJ Tools nehmen. Die neueren und aktuellen können das meist auch schon...
Ich nutze da z.B. HeavyM.
Manche Tools kann man intern auf einem Rechner auch kombinieren: sozusagen intern das Ausgangsbild virtuell an eine andere Software geben.

Ach ja: Am Ende entscheidet immer noch das Budget! Es ist nicht zu unerschätzen was kräftige Projektoren auch in der Miete kosten ;-)
Und für große Projektoren braucht man auch Saft und ggf. Rigging und ne Hütte
Zuletzt hatten wir eine Projektion auf eine Kirche zu Silvester. 3 HD14K, denn denen Reicht ein Schuko und man kann sie auch Hochkant nutzen
Demnächst fliegen wir wohl etliches Material auf die Zugspitze...Da kommt es in Container wegen dem Klima :-)

Was aber auch immer geht: ältere und laute Projektoren der XGA Generation. Unsere 15k XGA gehen da immer noch... man muss nur mehr nehmen und wegen LCD Panel meist mehr an den Farben schrauben :-/ Da hilft nur Erfahrung, ein gutes Auge und ein Messgerät...
Wechseloptiken mit ggf. langer Brennweite sind vom Vorteil.

Die Möglichkeiten sind endlos, aber Geld und Zeit ist das Limit nach oben hin würde ich sagen :-)

Zum Probieren hier im Büro/Lager oder mal daheim reicht ein kleiner Projektor...

Grüße
Daniel

PS: 1280x1024 ist 5:4 :-P
Fachkraft für Veranstaltungstechnik in Hamburg...
im Bau: 15" "China-Sub, Delta-10 Top"
Planung: 18" Sub (18PS76), Amps auf L25D Basis, und und und...
Beruflich: ...nun auch noch mit 30000Ansilumen in 4K


Pascal
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#5

Beitrag 4. Mär 2019 18:57

ein softwere beispiel heavy m

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