Headstacking

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Johannes1st
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Frage

#1

Beitrag 2. Dez 2016 18:01

Hi,
ich schätze mal es gibt viele User die mehr mit der Materie des Großbeschallens vertraut sind als ich. ;)
(Mal was anderes als der übliche Einleitungssatz)

Und zwar geht es um Headstacking von Lautsprechern -> Topteilen
Da ich gerade ein neues Projekt plane, mir die Mittel aber für die M-Serie fehlen wollte ich mit der L-Serie Abhilfe schaffen. Da der Pegel von einem einzigen Doppel 12-Top pro Seite mir aber net reicht, kam ich zum Headstacking. Kann man einen Stack pro Seite mit 2 JL Sat 212 realisieren und wie würde es die Beschallung vor allem in die Tiefe beeinflussen?

Vielen Dank für alle Antworten :)

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BERND_S
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#2

Beitrag 2. Dez 2016 18:17

Das macht mit der JL212 wenig Sinn.
Ich würde eher in eine JM212 pro Seite investieren, das funktioniert dann auch so, wie vom Entwickler gedacht.
Zumal sich mir "Headstacking" bei 212er Topteilen nicht erschließt.

PS: Veranstaltungsgröße/Art?

Gruß,
Bernd


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Johannes1st
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#3

Beitrag 2. Dez 2016 18:35

Hi,
erstmal danke für die Antwort.
Veranstaltungsart: EDM&Dance Party Outdoor
Größe: Steht noch nicht fest aber es ist von einem kleineren Event auszugehen (100 - 250 Pax.).

als Bässe sind zwei Jm Sub 21i pro Seite mit je einem Jm Sub 212 geplant.

lediglich die Frage nach dem richtigen Top steht noch im Raum.
es sollte was passendes für das gegebene Bassfundament sein aber auch ausbaufähig wenn sich die Bassstacks pro Seite auf je 4 Infra x 4 212 kicker erweitern.


BERND_S
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#4

Beitrag 2. Dez 2016 19:00

Ich dachte, es geht um Großbeschallung. :D
JM-212 sollte genau passen.

Gruß,
Bernd


stoneeh
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#5

Beitrag 2. Dez 2016 22:59

Schliesse mich den Vorschlag an. JM-212 klingt hier sinnvoll. Direkt über den 21ern kannst du die Tops etwas niedriger und/oder flacher trennen, falls die Infras im Nutzbass schwächeln. Und mit Kickfillern dazwischen, die den Tops dann bis ~200hz die Arbeit abnehmen, haben diese dann in den Lowmids und Mids sicher genug Reserven, dass man auch noch paar Subs mehr drunterstellen kann.

Wobei sich mir der Sinn des 21i generell nicht ganz erschliesst. Der geht mit 40hz flat nicht tiefer als die meisten ordentlichen 18er Bassreflexe. Und mit 95db 1w/1m nicht lauter. Ist einfach nur ne Riesen Kiste. Wenn man wirklich den Bereich unterhalb von 40hz braucht, der übrigens selbst bei EDM nur ganz selten vorkommt, nehme man sich einen BMS 18N862 oder Faital XL1800, welche man im relativ kompakten BR dann auch wirklich auf 30hz flat hinbekommt.


Jens Droessler
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#6

Beitrag 3. Dez 2016 02:00

Zur ursprünglichen Frage:

Headstacking kann man durchaus machen, es bedeeutet aber zusätzliche Arbeit am Controller bzw. am EQ. Die Hochtonhörner koppeln nämlich allenfalls in ihrem unteren Frequenzbereich, obenrum wirds nicht viel lauter durchs Stacking. Die 12er allerdings koppeln deutlich besser, und das alles muss irgendwie kompensiert werden. Und genau da beginnen auch die Probleme, wenn man Tops headstackt oder allgemein stackt/clustert, wo der Hochtontreiber schon bei einer einzelnen Box vom Klirr und Maximalpegel grenzwertig ist. Durch die geringe Kopplung werden die Hochtontreiber zusätzlich belastet. Kaputt geht vermutlich so direkt nichts, aber auf Dauer kanns schon schaden, und der Klang leidet mit Sicherheit. Daher sollte man so etwas nur mit Tops machen, die im Hochtonbereich genügend Reserven haben.


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Johannes1st
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#7

Beitrag 3. Dez 2016 09:57

Vielen Dank für die Antworten ;) :toptop: :toptop:
Ich werde also diesen Winter zwei JM-Sat 212 in Angriff nehmen, die flugfähig machen und oben an die Traversen ranhängen.

Drunter wird sich das Bassfundament da noch erweitern.

Dann sieht das Setup pro Seite so aus: 4 JM-Sub 21i x 4 JM-Sub 212 x 1 JM-Sat 212

Ich würde damit bis maximal 700 Pax gehen, inwiefern könnte man das system dann im nächsten Jahr noch erweitern?

JM-Sat 12 als Infills für die Leute vor der Bühne und daneben?

paar weitere Infras für cardioded?

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houns@work
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#8

Beitrag 3. Dez 2016 14:49

rein subjektiv würd ich dir vorschlagen, dann noch mit JM-Sub 212 nach zu rüsten.
Was ich bisher so mitgelesen habe, betreiben die, die von uns schon die 21i benutzen, dies in einem verhältnis von 1:2 oder gar 1:3 zu den Kickbässen ;)

Falls es noch größer wird, würd ich mir über Horntops Gedanken machen, á la JH-Top 212 ;)

greetz Houns
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Big Määääc
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#9

Beitrag 3. Dez 2016 20:26

die Abstrahlung der verwendeten Kisten,
oder deren Stacking,
muss aber auch zur beschallenden Lokalität passen.

weit o breit, was braucht man ?! ;)
nur ein dummes Pferd springt höher als es muß !


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Johannes1st
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#10

Beitrag 3. Dez 2016 22:48

Die breite der Zuschauerfläche steht net fest, aber die Bühne ist ca. 10 m breit.
Es besteht die Möglichkeit die Tops an die Traversen in ca. 4m Höhe zu hängen


stoneeh
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#11

Beitrag 4. Dez 2016 02:01

houns@work hat geschrieben:rein subjektiv würd ich dir vorschlagen, dann noch mit JM-Sub 212 nach zu rüsten.
Was ich bisher so mitgelesen habe, betreiben die, die von uns schon die 21i benutzen, dies in einem verhältnis von 1:2 oder gar 1:3 zu den Kickbässen ;)


Die korrekte Bezeichnung wäre dann "Infra" für den 21i, und "Sub" für den JM-Sub212. Den 212er sollte man ruhig bis 50hz runterspielen lassen, dort wo er halt den BR-Wumms hat. Den 21i dann ausschliesslich für den Bereich 30-50hz.

Wobei sich für mich der Sinn des Vorhabens weiterhin nicht erschliesst. Der 21i ist mit 40hz flat nicht wirklich ein Infra - wenn man 30hz will, muss man ihn via EQ runterquälen. Als vollwertigen Sub kannst ihn aber wahrscheinlich trotzdem nicht verwenden - schon gar nicht unter Horntops. Darum müssen dann nochmal Subs oder Kickfiller drüber, die den Nutzbass- und/oder Kickbassbereich abdecken.
Ne bessere Variante wären für mich 15er oder Doppel-15er Subs. Bringt man im BR ebenso locker bis 40hz flat runter, bzw im Stack und mit etwas EQ auch bis 30hz - und man kann sie bis 150-200hz hochspielen lassen, wo die Ankoppelung an Horntops möglich ist. Das ganze mit einem Controller- und Ampweg weniger.

Bzw vermute ich mal, dass der Wunsch nach dem Infra daher rührt, dass man sich nicht bewusst ist, wie irrelevant der Infraschallbereich eigtl ist. Wenn man etliche JM-Sub212 im Stack aufstellt, und die dann von mir aus 40hz bei -6db schaffen, wird einem nix abgehen. Das allermeiste in der heutigen Musik spielt sich bei 50hz und darüber ab.


Big Määääc
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#12

Beitrag 4. Dez 2016 10:51

der Resonator-Mumpf sollte immer am unteren Ende des Übertragungsbereichs der Anlage liegen.

Resonatorbetrieb über Infras oder auch in Topteilen erschließt sich mir nicht :?: :shock:
nur ein dummes Pferd springt höher als es muß !


Jens Droessler
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#13

Beitrag 4. Dez 2016 17:58

Tja, idealerweise würde ich das genauso sehen. Resonatoren wenn überhaupt nur ganz unten, einmal. Wenn man eine PA baut, die immer in einer einzigen Konfiguration läuft, kann man das sogar machen, und das macht sich auch recht gut. Wenns allerdings heißt "Meist läuft das ohne Infras, oft nur mit einem oder zwei Bässen" dann wirds eben nichts mit Bässen ohne BR-Port. So setzt es sich beim Top fort. "Das muss auch fullrange können." Tja, schwierig ohne Bassreflex...
Was man aber in jedem Fall einhalten sollte: Die Boxen sollten so abgestimmt sein, dass alle in dem Moment "unnötigen" Resonatoren ein gutes Stück unterhalb des elektrischen Hochpasses liegen, damit möglichst wenige störende Effekte auftreten. Ein Top, das ab 100Hz laufen soll über einem Subwoofer, sollte nicht gerade auf 90Hz abgestimmt sein.


hottendotten
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#14

Beitrag 4. Dez 2016 18:40

Da das jetzt eigentlich eine Subwooferdiskussion wird, würde ich auch eher von einer 2 Wegelösung abraten.Gründe wurden schon einige genannt.

Ein wie ich finde ziemlich sinnvoller Ansatz wäre die Anschaffung von 8 BS.214s (jeweils 4 pro Seite und einem JM Sat212 drüber).

Warum?

4 JM-Sub 21i x 4 JM-Sub 212 kosten weit weit mehr als 4 BS.214s (1600 ocken) pro Stack werden aber kaum lauter sein ( wenige Dezibel). Außerdem kommt der BS.214s schon ohne EQ auf 42 Hz -3 dB und kann durch den großen Hub auch noch mal leicht geboostet werden. Desweitern spielt er auch locker bis 180 Hz und kann somit super die JM Sat212 im Grundton entlasten. Weiterer Vorteil...du hast eine sehr schön modularisierte PA (gut bei kleinen VAs) und die Subs sind relativ leicht.

4 Subs aufeinander hätten dann auch schon ne schöne Stackinghöhe von über 1,7 m.

Verkabelst du die Subs intern auf 16 ohm, kannst du einen Stack mit 4 ohm fahren und brauchst auch nur eine gute Endstufe mit 4000 Watt an 4 Ohm ( zB: SAE PCM 20 oder ähnliche). Oder auch auf 2,66 Ohm bei 6 Subs pro Stack.

Soll nur mal ein Alternativer Dankansatz sein ;)
LG hottendotten


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Johannes1st
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#15

Beitrag 8. Jan 2017 13:06

Also eigentlich sollte das net zu einer Sub-Diskussion werden. ;)
Ich wollte mich eigentlich mal über Headstacking unterhalten.
Gegebene Lage(pro Seite):
2x JL-Sat 212 ; an T-Amp TA 4-1300 ; controllt mit DBX Driverack PA2 (Messmikro vorhanden)
Die beiden Tops sollen im Headstack geflogen werden ; sind beide auf flugfähig aufgebaut ;
Frage: Wie sieht die optimale Lösung aus um am wenigsten Phasenschweinereien zu erzeugen etc. ; gespielt wird elektronische Musik / Party Musik / was ebenso in den Durchschnitt Dissen läuft ; Betrachtet wird nur das Frequenzspektrum der Tops ; Subs etc. sind irrelevant ; Veranstaltung findet mit mehreren Personen statt ; für diese Bühnenfläche ca. 300 - 500 Pax.

Vielen Dank :toptop: :toptop:


Klangart
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#16

Beitrag 8. Jan 2017 16:43

Hallo,

zum vert. Stacking braucht man im Ideal eigentlich eher deutlich mehr vert. bündeln der Hörner als die hier verbauten.
Die Frage stellt sich hier also ob es nicht der bessere / einfachere Weg wäre die Hörner hier zu drehen und das ganze Hor. zu Clustern,
die Boxen also angewinkelt nebeneinander zu betreiben.
Kannst ja mal im Testaufbau versuchen auch übereinander.
Die Boxen dürfen dann aber bei "übereinander" nicht hoch geflogen werden da man den tatsächlichen vert. Nutzwinkel natürlich möglichst schmal nutzen muß eben wegen der möglichen Interferenzen die ja eh so oder so entstehen !
Die Hörner sollten aber trotzdem voneinander abgewinkelt sein.

;) Klangart


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Johannes1st
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#17

Beitrag 8. Jan 2017 21:50

:toptop: :top:
Zuletzt geändert von Johannes1st am 3. Feb 2017 12:32, insgesamt 1-mal geändert.


Themenstarter
Johannes1st
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#18

Beitrag 3. Feb 2017 12:32

Alles klar, wir haben jetzt einen "Erbauungsplan" gemacht, der wie folgt aussieht:

-> zunächst 2 JL-Sat 212 + 2 JM-Sub 212 + 2 JM-Sub 21i
-> später Erweiterung des System für größere Veranstaltungen durch 2 JH-Sat 212 + 2 JM-Sub 212 + 2 JM-Sub 21i -> Die JH als Longthrow und die JL Sat als Outfill drunter geflogen

Wir hätten gerne noch ein paar Meinungen bevor wir den Plan in die Tat umsetzten. :toptop: :toptop:


jones34
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#19

Beitrag 3. Feb 2017 12:44

Mit dem 2-Wege Bass werdet ihr so nicht so viel Output bekommen. Ich würde eher noch je 2 JM-Sub 212 dazu nehmen. Die Spielen in dem Bereich in dem es richtig puncht.


Basshunter99
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#20

Beitrag 4. Feb 2017 09:27

Also ich meine der infra bringt Pegelmäßig nix und erweitert nur nach unten hin. Je nachdem was gespielt wird sinnvoll,
aber meist nicht nötig.
FG Marc


Fox01
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#21

Beitrag 4. Feb 2017 14:46

Warum versteift ihr euch so auf diese Doppelzwölfer 21er Infra Combo. Warum nicht einfach eine Art Subwoofer und davon dann halt mehr. Ob nun doppel 12, 15 oder 18 ist eigentlich Geschmackssache. Auch ist das JH für die Anzahl an Subs völlig übertrieben. Also mit den JL 210, 6 JL-sub15N und 2 JL 10 als Nearfill kann man schon gut 200 Leute Outdoor machen (Techno/DnB) mit Reserven. Also lieber mehr Subs und die JL 212 erstmal ausreitzen bevor man an die JH denkt. JM-sat 212 wäre auch erstmal eine Idee.

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