18" Sub als CB und Reflex im gleichen Gehäuse

Allgemeine Diskussionen/Fragen zum Thema DIY im Bereich PA

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isitone
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#1

Beitrag 15. Jul 2017 20:08

Womöglich interessiert es hier jemanden...
Es geht um einen Sub, welcher primär als geschlossenes System designt wurde und in den meisten Anwendungen eben auch als CB System eingesetzt wird.
Wenn es aber ausnahmsweise und aus den unterschiedlichsten Gründe an "Bumms" fehlt, lässt sich der Sub "entstöpseln" und ist als Reflex einsetzbar.
Versuchsweise und spasseshalber auch im Stepdown Modus mit einem geschlossenen und drei offenen Ports.

Als Chassis ist die Auswahl eher eingeschränkt, da er im im CB Gehäuse Hub machen/können muss. Einen EBP unter 60 wird im Reflex eher schlaff, einer gegen/über 100 im CB eher zu über motorisiert.
Die Wahl fiel auf den BMS 18n862/4Ohm. Mit brauchbaren guten 20mm XMax eher ein Ausnahmechassis.

Wollmilchsäue sind selten in allen Disziplinen stark. Bei diesem Projekt steht der closed Betrieb klar im Vordergrund. Der Reflexmode muss sich Volumen- Abstimmtechnisch nehmen was er kriegt. ;)
Ich drück mal ab, versuche es später noch mit Bilder vom Sub, Simu und Messungen...

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isitone
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#2

Beitrag 15. Jul 2017 20:21

Der Sub hat netto ca. 125 Liter, Masse:490x580x700mm.
Abstimmung um 37Hz, Reflexfläche 412cm2.
Hätte die Abstimmung gerne etwas tiefer gehabt, so gegen 35Hz aber Portgrösse, Porttiefe und das zur Verfügung stehende Gehäuse liessen einfach nicht mehr zu, ausser ich hätte die Fläche deutlich verringert, was ich aber nicht wollte.
Negative Porteffekte sind leider auch so vorhanden.
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isitone
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#3

Beitrag 15. Jul 2017 20:56

Die Ports werden mit hartem, Wassergeschnittenem Schaumstoff, wie er auch für den Casebau verwendet wird verschlossen. Die Pfropfen haben folglich die Form der Ports und sind ca. 300mm lang. Der Port ist somit luftdicht verschlossen. Zwecks praktischer Entnahme wird der Pfropfen durchgehend mit eine Art harter Schnur "durchbohrt" und am äusseren Ende eine Schleife gezogen (vereinfacht beschrieben). Es muss also rasch und praktisch möglich sein die Subs zu verschliessen resp. entstöpseln. Dann eben noch das entsprechende Preset im DSP laden und fertig :).
Beschlagtechnisch seitlich je 2 Marshall Griffe, oben M-20 Boxenflansch, zwei Handgriffe an der Front, Rückseitig Standart AH Anschlussmulde. Seitlich und auf der Rückseite noch je eine Metallschiene welche sich vielseitig für Anschlag/Montage etc. verwenden lassen.
Für Eckports habe ich mich entschieden, weil dies das Gehäuse schön verstrebt. Wäre der Reflexmode design bestimmend hätte ich mich für einen einzelnen seitlichen Port entschieden. Die Eckports bescheren mir einen unangenehmen Artefakt durch die sehr nahe liegende Rückwand. Vorn weggenommen, klanglich wirkt sich dies aber überraschend wenig aus.
Hier mal etwas aus der Simulation:
Abstimmung, Impedanz und Groupdelay.
Alle im kalten Zustand (20C).
Die Simus sind im normalen Reflex Einsatz und nicht im Stepdown.
Edit: Text inhaltlich ergänzt...
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BERND_S
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#4

Beitrag 15. Jul 2017 21:47

Umsetzung sieht professionell aus (es standen wohl auch entsprechende Mittel zur Verfügung).
Allerdings frage ich mich, was der tatsächliche Einsatzzweck dieses/dieser Subs ist.

Gruß,
Bernd


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#5

Beitrag 15. Jul 2017 22:08

Leider habe ich gerade im Bau von Reflexkisten keine grosse Erfahrung.
Somit entstand vor dem oben abgebildeten Protogehäuse ein entsprechendes aus Spanholz. Dabei konnte ich etwas das unterschiedliche Verhalten zwischen Simulation und Realität abschätzen lernen. Der erste Span- Proto hatte ca. 10Lt. weniger Volumen und entsprechend kürzere / kleinere Ports. Da ich dann das Verhalten des grösseren Gehäuses etwas voraussah bzw. vermutete traute ich mich, den zweiten Proto bereits mit MPX Holz zu bauen.
Der Einsatz der Subs ist Querbeet es gibt kein gezieltes Einsatzgebiet. Meinerseits bin ich ein Liebhaber vom Sound von CB Kisten bei fast jeglicher Art von Musik. Aber eben, CB ist leise, messtechnisch macht das im relevanten Bereich gut 5dB aus, trotz eines für CB sehr geeigneten Treibers. Subjektiv sind es eher 7-8db welche der CB dem Reflex hinterher hinkt.
Stelle im Moment noch paar unterschiedliche Messungen zusammen und werde sie noch posten. Dabei ist auch der Unterschied zu CB in diesem Gehäuse zu sehen.


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#6

Beitrag 15. Jul 2017 22:46

Ergänzend an dieser Stelle noch ein paar Messungen.
Dazu ist zu sagen, dass diese bezüglich der Werte nicht absolut gehalten bzw. kalibriert sind.
Trotzdem ist daraus sicher einiges zu erkennen.
Zu sehen ist ein Bild des Subs mit:
- komplett offenen Ports (412cm2/58cm)
- nur 3 offenen Ports (309cm2/58cm)
- dem jeweiligen Impedanzgang

Sowie 1 Bild des Subs mit:
- Fg's der beiden Reflex Varianten
- Fg mit gestopftem Port als closed Box

Sowie 1 Bild des ersten etwas kleineren Prototyps in Spanholz mit:
- Fg des ersten Reflexprotos
- Fg mit gestopftem Port als closed Box

da es verschiedene Messtage mit leider auch unterschiedlichen Pegelbedingungen waren ist der FG etwas schwer zu vergleichen. Deshalb auch das zusätzliche Bild mit dem Spanholz Proto der sich recht ähnlich verhielt.
Alle Messungen waren Freifeld, fern von jeglichen Reflektionen und Groundplane.

So, hoffe nicht zu langweilen und verzeiht die Messtechnischen Unsauberkeiten bzw. Unzulänglichkeiten bez. des absoluten Wertes. Allerdings kann sich jeder vorstellen was ein langhub 18" Pegeltechnisch so machen kann...

Edit:
Sorry, hatte vergessen, der CB hat in dem Gehäuse von netto ca. 115Lt. eine Reso von 43.8Hz. Gemäss Angaben von BMS hat der 8Öhmer in 100Lt. genau 50Hz. Gemäss Simulation sollte er bis 2Kw ohne Lowcut zu betreiben sein, ausser man rechnet mit dem Einsatz von Plattenspielern oder gar krankem herumgedonnere unter 25Hz. uglygaga:
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BERND_S
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#7

Beitrag 15. Jul 2017 23:48

Dein Konzept und die Durchführung sind gut gelungen und ich würde die Kiste gerne mal hören.
Aber das mit den Ports ist in der Veranstaltungstechnik recht unpraktisch, da ein Gitter Plicht ist und dieses dann immer zeitaufwendig demontiert werden muss.

Gruß,
Bernd


stoneeh
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#8

Beitrag 16. Jul 2017 08:19

Interessant. Am zweiten Bild sind nehm ich an rot und blau die beiden BRs, und gelb die CB Variante?

In welcher Distanz zum Sub hast du gemessen?

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Big Määääc
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#9

Beitrag 16. Jul 2017 09:09

halten denn diese "nur" eingesteckten Pfropfen dem Sub bei Vollgas stand und bleiben ruhig da wo sie hingehören ?!
nur ein dummes Pferd springt höher als es muß !


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isitone
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#10

Beitrag 16. Jul 2017 10:19

Danke für das allgemeine Feedback, freut mich, dass sich Personen zum Projekt melden :). Zu den Fragen und Anregungen:
In der Endvariante kriegt der Sub natürlich noch ein Gitter welches aber nur die Form der Schallwand hat und die Ports nicht bedeckt. Da ich die Ports maximal lang halten wollte, habe ich diese auch bis ganz nach vorne geführt und können nicht abgedeckt werden. Zur einfachen Montage/Demontage der Pfropfen wäre ein alles überdeckendes Gitter auch kein Thema. Ja, somit bleibt das Risiko dass sich via Ports Gegenstände in das Gehäuseinnere schleichen können... sie sind auch so gross, dass so ziemlich jede Flasche reinpasst, aber hinten bin ich so nah an der RW, dass selbst eine Redbull Dose nicht um das Eck kommt.. Trotzdem kleiner Ramsch etc. kann leider schon seinen Weg finden.

Die Pfropfen halten sauber, sie sind auch ca. 300mm lang und mi-ni-mal grösser Geschnitten.

Zu den Ports resp. deren Form möchte ich noch erwähnen, dass sich der Aufwand doch lohnt. Obwohl ich bezüglich der eher knapp dimensionierten Fläche und der entsprechend hohen Luftgeschwindigkeit gerade beim entzerrten Endprodukt (es wird im Bereich der Abstimmfrequenz noch bitz geschoben) mit gut 1/3SD schon ein bisschen an der unteren Grenze bin, ist der Portnoise erstaunlich gering. Dazu hatte ich auch einen guten Vergleich zum ersten Proto mit Dreieckförmigen Ports. Zusätzlich hilft mir dieser Aufwand, dass die Pfropfen gut schliessen und sich nicht an einer spitzen Ecke "reiben" müssen. Von daher passt das recht gut :).

Zu den Messungen, richtig, auf dem zweiten Bild sind die beiden BR Varianten mit gleichem Pegel gemessen. der orangene Frequenzgang ist nachträglich eingefügt und gegenüber den BR's mit geringerem Pegel gemessen. Diese Messung ist auch schon etwas älter. Im Verlauf des Projekts habe ich bei Messungen den Pegel aus diversen Gründe deutlich erhöht. Auf dem Schrieb ist deutlich zu erkennen, dass der CB gegenüber den BR's ca. 5dB weniger Pegel macht im relevanten Bereich. Selbst der höher abgestimmte BR macht selbst bei 30Hz noch mehr Druck.
Ah, fast vergessen, die Messdistanz ist bei allen Messungen 1.3Mt. ab der vorderen Gehäuse Kante.
Es ist zu sagen, dass der BR eigentlich mehr so als nice to have angedacht war. Im Verlaufe des Projekts habe ich mich aber doch einige Zeit damit beschäftigt. CB Kisten sind halt schon einfacher zu designen (lach) und bis anhin auch eher mein Aufgabengebiet ;). Nein, will sagen, habe dann auch viel im mit- Loch Zustand gehört und sich auf dem Markt befindlichen Produkte wie d&B und Voice Acoustics verglichen. Dazu gibt es auch Messungen, wenn es interessieren sollte...
Klanglich vorneweg ganz rasch (ich muss gleich weiter...) Der CB ist einfach die klangliche Königsklasse aber sowas von unscheinbar... hat bitz den Charakter eines grauen Entleins... Die Vollloch Variante ist eher etwas Fett und hat in kleinen Räumen je nach Aufstellung mi-ni-mal den Hang zu dröhnen. die Stepdown Variante ist klanglich der Hammer, da im Nutzbass die meiste Energie von der Membran kommt. Trotz der nur gut 300cm2 Fläche kein Problem, da im Nutzbass kaum was aus den Ports schiesst.
Hätte nie gedacht, dass ich mich an Kisten mit Loch so erfreuen kann :).
Wünsche einen schönen Sonntag Morgen
Grüsse aus dem Süden :)
Stefan


stoneeh
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#11

Beitrag 16. Jul 2017 19:32

Thx für die weiterführenden Infos.

Worauf ich grad gedacht habe: der Lukas hat ja auch dieses Chassis verbaut. Mit mehr Volumen und tieferer Abstimmung. Thread hier: http://www.hifi-forum.de/index.php?acti ... &sort=&z=1

Würd mich interessieren wie sich das im Vergleich anhört und schiebt.. aber das lässt sich wohl über's Inet nicht herausfinden.


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isitone
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#12

Beitrag 16. Jul 2017 19:47

Gerne.
So wie Lukas schreibt, lässt sich sein Sub eher nur als Infra richtig einsetzen. Dazu ist zu sagen, dass der BMS von Grund auf eher weich klingt und nicht so den Knall im ober- Bassbereich erzeugen kann. Dafür ist er BL technisch einfach zu schwach auf der Brust. Denke, im grossen Gehäuse wird dieses Attribut noch verstärkt, wäre zumindest logisch. Mit dem zu kleinem Gehäuse in meinem Fall ist der Bass mehr ein Allrounder. Aber auch hier klingt er eher fett den schnell und knackig. Jedoch hatte ich nie dass Gefühl, dass etwas fehlt. Der letzte Vergleich hatte ich mit eine VA Paveo Sub. Dabei ging es auch darum überhaupt abzuchecken, ob sich das Ding selber bauen überhaupt lohnt im Gegensatz zu einem fertigen Sub in der bezahlbaren Klasse. Dabei konnte der Paveo Sub durch den Druck aufs Brustbein (oberer Bassbereich) mehr überzeugen. Messtechnisch ist er auch ca. 2 bis 2.5dB lauter. Also knallige Oberbässe fand ich beim Paveo etwas überzeugender. Der Paveo hatte teils aber in den oberen Lagen etwas den Hang zum dröhnen. Der BMS in der Vollloch Variante schob untenrum einfach deutlich mehr. Einerseits wegen der tieferen Abstimmung andererseits merkte man eindrücklich, dass der BMS fast das doppelte an Hub kann. Eindrücklich waren Musikbeispiele ala Yello mit tiefen Elektrobässen. Da kötzelte der Paveo recht schnell im Einzelbetrieb. Kickdrum kam bei beiden sehr schön, der BMS schob einfach fülliger. Trotzdem finde ich den Paveo für den Preis und die allermeisten Anwendungen sehr, sehr gelungen.

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Andy78
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#13

Beitrag 17. Jul 2017 11:16

Servus,

ein sehr interessantes Projekt und eine gelungene Umsetzung!
Ich bin ja bekennender Fan von Dingen, die mit diversen Funktionen einsetzbar sind - daher: Finde ich einen tollen Ansatz, und so wie es aussieht, hast Du Dir mit Überlegung, Umsetzung und Ergebnis ein wirklich respektables Projekt erbaut. Klasse :top:
Danke - ich liebe solche Beiträge ;)
Gruß
Andy

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hitower78
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#14

Beitrag 18. Jul 2017 13:22

Hi
Baulich top finde ich! Die Propfen hätte ich bei der ersten überlegung mit einer Gewinde stange versehen... Vorne dann evtl noch eine kleine platte um sie Optisch abzuschließen zur Front. Vorteil einer gewindestange hätte es: führt man sie länger aus, kann der Propf nicht weiter rein :-)
Bei Carhifi hab ich das auch schon gemacht: Verschließbare Ports. Dort mekrt man es Mega... Zumindest damals (10-15Jahre) und an den ersten Digitalen Amps
Heutzutage weiß ich es nicht... Müsste man hören :-)

Respekt aber vor der Arbeit, auch mit den Messungen!

Grüße
Daniel
Fachkraft für Veranstaltungstechnik in Hamburg...
im Bau: 15" "China-Sub, Delta-10 Top"
Planung: 18" Sub (18PS76), Amps auf L25D Basis, und und und...
Beruflich: ...nun auch noch mit 30000Ansilumen in 4K


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isitone
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#15

Beitrag 18. Jul 2017 21:52

Es freut mich, dass der Beitrag auf Interesse stösst. Das ganze Projekt ist im Moment im Stadium, wo ich in den nächsten Tagen den Erhalt des Protos eines deutschen Gehäuse- Herstellers erwarte. Freue mich sehr darauf :).
Als Hersteller hat die bekannte Schreinerei mit Namen welcher schon in der Bibel im AT genannt wurde (ich weiss ein jeder kanns nur erraten :) ) das Rennen gemacht. Sie können eben auch PU Finish anbieten, das war ein zusätzliches Argument....

Zu der Methode die Ports zu verschliessen:
Die Gewindestangen Variante ist in der Tat auch im Rennen. Aber vielen Dank fürs Mitdenken/Vorschlagen! Da habe ich mich noch nicht festgelegt. Die Gewindestange bietet sich neben Stabilität auch deshalb an, weil ich auf der vorderen Seite zwecks praktischem Festhalten eine M-Ringschraube nebst Platte montieren kann. Die Vorrichtung zur Unterstützung der Entnahme der Pfropfen ist eigentlich auch noch der Teil des Projektes wo am meisten Möglichkeiten offen stehen.
Gerne halte ich weiter auf dem Laufenden und werde auch weiterhin mit Mess- und Bildmaterial mich dazu melden.

Vorab noch folgende Info:
Der Sub wird auch noch Laser vermessen. Da ich das Ergebnis schon bei anderen Subs angewendet habe weiss ich, was als Resultat so auf mich zukommt ;). Dabei wird die Signaltreue optisch gemessen. Der Laser lässt 14mm Hub zu ohne zu klippen. Maximal sauber ablesbare Frequenz ist um 250Hz. Dabei wird gnadenlos aufgedeckt, was im Vergleich zum Eingangssignal effektiv und unter dem Aspekt des zeitlichen Verhaltens ausgangsseitig resp. Hubtechnisch wiedergegeben wird. Dabei interessiert natürlich auch der Unterschied zwischen der Vollloch und der Stepdown Variante. Im geschlossenen Betrieb weiss ich, dass die Signaltreue bis 250Hz Lu-pen-rein sein wird :).... CB halt ;). Grüsse aus dem Süden
Stefan


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#16

Beitrag 21. Jul 2017 21:05

Freu :), habe Heute vom Hersteller erste Bilder des Prototyps erhalten. Dabei sehe ich noch ein paar Details, welche angepasst werden müssen. Aber eben gut, macht man überhaupt einen Proto... Es fehlen noch die Ausfräsungen für die Füsse sowie einige Rundungen oder sie werden ggf. noch ergänzt.
Gut ist auch die Art der Gehäuseverstrebung zu erkennen. Dabei wurde darauf geachtet, dass dafür evtl. Reste aus der Herstellung verwendet werden können. Muss erwähnen, dass bis jetzt die Zusammenarbeit mit dem Gehäusehersteller sehr entspannt und professionell ist, top Sache. Wenns recht ist, lade ich die Bilder mal hoch.
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#17

Beitrag 21. Jul 2017 21:56

Fesch. Eins was mir auffällt: die Abstände von den Porteinlässen zu der Gehäuserückwand sind etwas klein. Wir haben das bei unseren Subs mal ähnlich gehabt. In anderen Prototypen ist pegelmässig mehr gegangen, drum haben wir das als Ursache vermutet, 2cm sowas weggenommen, und tatsächlich ist danach deutlich mehr aus den Ports gekommen. Die 2cm auf ~40cm Gesamtlänge ändern am Tuning nix relevantes, also war tatsächlich ne Art Flaschenhals am Einlass.
Nur zur Info.. wenn du so zufrieden bist, passt das eh so.


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#18

Beitrag 21. Jul 2017 22:30

Danke Stoneeh für den Hinweis. Es ist richtig, dass die Distanz relativ gering ist. Die "Port- Einlass- Fläche" ist aber klar grösser als die eigentliche Portfläche an sich. Wie meinst Du Pegelmässig denn genau? Über den gesamten nutzbaren FG oder nur an gewissen Stellen mehr Pegel? Pegelmässig habe ich mit einigen Subs aus der Oberliga verglichen. Hier habe ich noch ein Bild einer Messung wo ich den ersten Prototyp in Span Holz, welcher ein gegenüber dem aktuellen Prototyp gut 10 Lt. geringeres Volumen aufweist mit dem D&B B-6 sowie dem Stoll Audio SL-3000 vergleiche. Der BMS 18n862 ist eher ein leiserer 18", von daher erstaunten mich die 2dB welcher der D&B B-6 ab ca. 65-70Hz mehr aufweist nicht unbedingt. Der B-6 hat ca. die gleichen Gehäusemasse wie der aktuelle Proto aus MPX. Wer sich fragt, wieso ich da mit einem anderen Messprogramm gearbeitet hatte. Ein guter Kollege hat mir sein Systune etwas näher gebracht. Dabei haben wir auch noch n paar unterschiedliche Messmics verglichen :). Es würde mich sehr interessieren, was die Cracks im Forum zu Stoneehs Hinweis zu sagen haben/hätten :) :)

Edit, Ergänzung:
Der D&B B-6 zieht gegenüber meinem aktuellen Proto bei gleichem Volumen untenrum den kürzeren. Dies mal abgesehen von der Hubfähigkeit welche Beim BMS gut 1/3 höher ist.... Denke, D&B wird's verkraften, wenn ein Hobby Boxenbauer ungeschönte Messungen eines ihrer Produkte ins weite Web stellt :D

Edit zum zweiten:
Bei den Messungen wurde die unterschiedliche Impedanz, Stoll und D&B haben nach Papier 8Ohm gegenüber dem BMS (4Öhmer) mit 3dB angepasst.
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stoneeh
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#19

Beitrag 22. Jul 2017 00:34

isitone hat geschrieben:Wie meinst Du Pegelmässig denn genau? Über den gesamten nutzbaren FG oder nur an gewissen Stellen mehr Pegel?
Der Pegel aus dem Port hat sich erhöht. Der Rest, also der Direktschall der Membran, wird (zmd oberhalb der Tuningfrequenz) von einer derartigen Änderung nicht beeinflusst.

Der Schall aus dem Port hat seinen Peak bei der Tuningfrequenz, und fällt in beide Richtungen relativ steil ab. Ich verlink zur Illustration eine Messung des Portschalls (Mikro direkt vor dem Port; nicht mein Sub): https://abload.de/img/nahfeldmessungen-ohneb9qb7.png

Anhand dessen sollte klar werden, in welche Richtung sich der Frequenzgang verändern würde. Wenn der Schall aus dem Port in Relation zum Direktschall der Membran zunimmt, wird's tiefbasslastiger.


Hier noch ein Bild, wie knapp der Port bei mir zur Rückwand war. Die Portwand ist bei dem Bild bereits gekürzt, die Portstrebe aber nicht - die ist so lang, wie der Port vorher war. Also das war schon richtig eng, ähnlich wie bei dir mEn: http://bilder.hifi-forum.de/max/328987/ ... 471723.jpg


Du schreibst auch, dass du den Portnoise für die Portfläche erstaunlich gering findest. Tja, das wundert mich jetzt gar nicht mehr. Kommt halt durch die enge Öffnung nicht soviel in die Ports, wie es könnte. Weil 400cm² ist normal definitiv zu wenig. Unsere NLW9600 haben 550cm², und das ist Richtung Vollgas schon zu wenig. 400cm² ist *deutlich* zu wenig für ein Chassis der Leistungsklasse (was der 18N862 ja ist).

Ich würd in deinem Fall vermutlich beim Istzustand bleiben. Die Abstimmung würde tiefbasslastiger/fetter werden, was glaub ich nicht deinem Geschmack entspricht. Und die Ports würden deutlich früher komprimieren/blasen.

Interessant find ichs auf jeden Fall. Ich denke, wenn der Port-Einlass grosszügiger gestaltet wäre, würde nämlich der gemessene Frequenzgang den Simus näher kommen. Ist ja doch ne ganz schöne Diskrepanz - Simus zeigen nen Buckel bei ziemlich genau 40hz, und die Messung zeigt bei der Frequenz bereits nen Abfall.
Insbesondere auch der Unterschied zur CB ist nicht so krass, wie ich ihn vermutet hätte, bzw von anderen CB-BR Vergleichsmessungen kenne.

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Big Määääc
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#20

Beitrag 22. Jul 2017 09:45

wenn man wirklich das non plus ultra haben will,
dann baut man eh schon BR Port mit geringem Portfläche/Wandfläche verhältnis ;)

am besten so wie beim großen L.acousics SB28

Eckports haben den Vorteil einer Gehäuseversteifung,
wenn sie ein reines Dreick bilden,
was den Gehäuseaufbau/Gewicht vereinfacht/einspart. :toptop:
aber halt auch Strömungsnachteile hat, die mit einbedacht werden müssen.
Ports an den langen Enden eines Subs haben den Nachteil des vermehrten Durchlassens höherer Frequenzanteile,
je länger das Gehäuse, desto schlimmer.

aber wenn der Einsatzbereich die Gehäuseformen vorsieht,
dann muss man halt den Kompromiss eingehen.
nur ein dummes Pferd springt höher als es muß !


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#21

Beitrag 22. Jul 2017 11:45

Besten Dank für die jeweiligen Infos / Anmerkungen :).

Bezüglich dem Verhalten von kleineren resp. grösseren Ports im Zusammenhang mit der Luftgeschwindigkeit ist soweit das allermeiste klar.
Gerne möchte ich noch einmal auf die Form der Ports hinweisen. Das Portgrössen- Luftgeschwindigkeits- Verhältnis ist eines, aber das Portform- Noise- Verhältnis ist etwas anderes. Bezüglich den Geschwindigkeiten im Port welche noch tolerant sind, gibt's für "Normalsterbliche" wenig Literatur. Da scheiden sich die Geister ob nun 20M/Sek. oder doch gegen 30M/Sek. tolerierbar sind. Ich glaube eben, dass dies weniger das sekundäre Problem darstellt, viel mehr sehe ich bei z.B. Dreieckförmigen Ports das Problem, dass an den spitzen Ecken sich im Verhältnis viel Wandfläche gegenüber der Luftsäule befindet. Dieses inhomogene Verhältnis innerhalb des Ports führt dann vor allem beim Austritt zu Unlinearitäten welche eben deutlich zu vernehmen sind. Mal abgesehen von der Tatsache, dass der Port besser eine "raue/genoppte" Oberfläche haben sollte....

Wäre bei der Kiste der Reflex- Betrieb Designentscheidend wäre die Kiste grösser und hätte wohl keine Eckports. Da ich aber eine möglichst resonanzarme Kiste möchte, bieten sich Eckports schon sehr an. Mal abgesehen von der Möglichkeit von Expoports welche sich mit erträglichem Aufwand bei Eckports nicht realisieren lassen.

Es ist schon richtig, dass bei diesem Projekt die Portgrösse von 412cm2 gegenüber den 1210cm2 der Membran und eben dem möglichen Hub dieses ausgesprochenen Langhuupers nicht ausgesprochen hoch aber auch nicht wirklich klein ist. Ich habe den Eindruck im Moment findet eher ein Hype in Richtung möglichst grosser Port statt. Dabei wird (imho) teilweise etwas vergessen, dass dies auch Nachteile haben kann.

Zur Abstimmung:
Wie oberhalb erwähnt, sind die Gehäuse Parameter vor allem für den CB ausgelegt. Dabei ist mir wichtig, dass ich das Chassis im CB-Begrieb ohne locut betreiben kann. Somit ist mal das Volumenmaximum bestimmt. Die Reflex Abstimmung muss sich also danach richten. Das BMS Chassis eine z.B. 45 oder noch höher Hz Abstimmung verpassen macht natürlich keinen Sinn und würde auch schlecht klingen (wer möchte darf simulieren ;)). Von daher hatte ich hier den Spagat versucht bei gegebenem Volumen die Portgrösse zu maximieren und dabei die Abstimmung möglichst tief zu haben. Dabei sind eben die bekannten Werte von 58cm Portlänge zu 412cm2 entstanden. Ein Volumen Zuwachs von z.B. 30-35 Liter hätte mir das Leben im Zusammenhang mit dem Portdesign schon viel einfacher gemacht :P .
Big Määääc hat geschrieben:wenn man wirklich das non plus ultra haben will,dann baut man eh schon BR Port mit geringem Portfläche/Wandfläche verhältnis
Wie meinst Du das genau? Ich steh glaubs auf dem Schlauch :ugly:

Gibt es weitere Erfahrungen bezüglich des Pegelgewinns zwischen CB und Reflex? Eigentlich sind es ja ca. 6dB welche sich da realisieren lassen sollten. Würde mich sehr interessieren. Weitere Vergleiche meinerseits haben aber schon einen Zuwachs von gegen 7dB im Bereich des Porttunings ergeben. Das war eine 15" Kiste mit dem B&C 15BG100. Da die Portabstimmung um 45Hz war, war die CB aber schon knapp über 30Hz im Vorteil.

Ich will euch nicht langweilen, schreibe da mal einfach über meine noch nicht so lange andauernden Praxis Erfahrungen in meinem Lochbauer- Leben :D


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#22

Beitrag 22. Jul 2017 11:53

BigMäääc, jetzt weiss ich was Du meinst :toptop: ,
nur das bleibt mir verwehrt...
Wenn ich grosse aber kurze Ports welche im Verhältnis als Vorzug wenig Reibungsfläche bilden, haben will, muss die Kiste massig Volumen haben. Beim BMS würde das Teil riiiesig. Ob dies dann aber auch klingt bezweifle ich ein wenig, eine solche Kiste würde dann gerade im Hinblick auf den baulichen Aufwand und das Gewicht eine Hürde. Einen Halben M3 resonanzarm zu kriegen will nicht unterschätzt sein.


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#23

Beitrag 22. Jul 2017 12:40

Klingt eh interessant bzw stimmig was du schreibst, bzw find ich das weiterhin ein gutes Projekt bzw einen guten Bericht. Die eine Sache ist mir halt aufgefallen. Aber muss wie gesagt nichtmal ein Problem sein.

Zum potentiellen Pegelunterschied zwischen CB und BR: der Pegel eines BRs ist die Summe von Direktschall der Membran und Portschall. Und wie der Portschall aussieht, darauf bin ich eh im vorigen Post bereits eingegangen. Kannst auch ruhig mal getrennt messen - 1mal das Mikro direkt (paar cm) vor die Membran, und einmal direkt vor den Port. Dann weisst du auch gleich genau, was deine Tuningfrequenz ist - dort, wo bei der Portschallmessung der Peak ist.
Als Anhaltspunkt zum Pegelunterschied verweis ich da wieder mal auf den Sub vom Lukas, bzw seine Messungen. Tendenziell kommt man im BR flat runter bis zur Tuningfrequenz. Bzw, in deiner Simu sieht es ja auch so aus, dass er essentiell flat runtergehen sollte bis 40hz. Der Pegelgewinn von CB zu BR sollte sich hauptsächlich um die Tuningfrequenz abspielen, und dann halt noch geringfügig bis in den Nutzbassbereich hinein. Idealerweise sollte das ganze so aussehen, dass der Port den steil nach unten abfallenden Frequenzgang einer CB ergänzt, und dass von der Tuningfrequenz bis in den oberen Bassbereich hinein ein flacher Frequenzgang resultiert.

Was die Portform für nen Unterschied macht, dazu würde mich mal ein Praxisbericht interessieren - zwei Gehäuse mit gleichem Volumen, gleicher Portfläche, und (errechneter) gleicher Abstimmung. Dann mal hören und messen und schaun was rauskommt. Die Theorie dazu hab ich schon öfters mal wo aufgelistet gesehen, aber bis ich's mal jemand probieren / vergleichen gesehen hab, steh ich dem Thema skeptisch gegenüber.


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#24

Beitrag 22. Jul 2017 15:37

Kurzer Zwischenbericht:
Ich könnte jetzt etwas moralische Unterstützung und Mitleid gut gebrauchen :|
Bald wissen wir mehr :)
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#25

Beitrag 22. Jul 2017 17:23

Bin gespannt!


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#26

Beitrag 22. Jul 2017 22:10

So und seufz... das war wie nicht anders erwartet ein riesen Murks...
isitone hat geschrieben:Als Anhaltspunkt zum Pegelunterschied verweis ich da wieder mal auf den Sub vom Lukas, bzw seine Messungen. Tendenziell kommt man im BR flat runter bis zur Tuningfrequenz. Bzw, in deiner Simu sieht es ja auch so aus, dass er essentiell flat runtergehen sollte bis 40hz.
Jein.... das stimmt nur, wenn Du dem Sub genügend Volumen spendierst. Solche Konstrukte müssen auch kaum mehr mittels DSP gepusht werden. Hier haben wir das quasi andere Vorgehen, nämlich ein im Prinzip zu kleines Gehäuse mit zu tiefer Abstimmung. Hier steht um die Tuningfrequenz nicht mehr der volle Pegel zur Verfügung. Da aber dank der Portladung der Hub des Chassis gebremst wird, lässt sich eben gefahrenlos ein paar dB pushen und das Resultat ist ein ebenfalls flater FG. Im Endeffekt aber weniger Pegel aber eben, das Gehäuse ist ja kleiner. So gesehen lassen sich der Lukas Sub und der hiesige schon nicht vergleichen.

Ein weiterer Punkt wo ich aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen im Zusammenhang mit diesem Projekt darauf gekommen bin ist der :
Kleinere Ports laden tendenziell breitbandiger. Grössere Ports tendenziell schmaler. Dafür sind kleinere Ports um die Tuningfrequenz nicht ganz so effektiv als der Grössere. Dies ist auch auf vorhergehenden Abbildung wo der BR mit dem CB verglichen wird zu sehen. Somit kommen "nur" 5dB Pegelgewinn heraus aber dafür auf breiterer Frequenz.
isitone hat geschrieben:Der Pegelgewinn von CB zu BR sollte sich hauptsächlich um die Tuningfrequenz abspielen, und dann halt noch geringfügig bis in den Nutzbassbereich hinein.
Dies würde meine These bestätigen.....
isitone hat geschrieben:Was die Portform für nen Unterschied macht, dazu würde mich mal ein Praxisbericht interessieren - zwei Gehäuse mit gleichem Volumen, gleicher Portfläche, und (errechneter) gleicher Abstimmung. Dann mal hören und messen und schaun was rauskommt. Die Theorie dazu hab ich schon öfters mal wo aufgelistet gesehen, aber bis ich's mal jemand probieren / vergleichen gesehen hab, steh ich dem Thema skeptisch gegenüber.
Ja, bitte, Freiwillige vor :) Wäre spannend! Evtl. tue ich mir das mal an :roll:


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#27

Beitrag 22. Jul 2017 22:24

Nun noch ein bisschen Bildmaterial vom ganzen Murks von Heute Nachmittag:

Habe insgesamt 3 Messungen gemacht.
1. Messung in rot mit dem hier im Beitrag vorgestellten Prototyp. Portlänge über alles 58cm, Fläche gesamt 412cm2, Distanz zur RW 8.5cm

2. Messung in grün mit der ersten Portkürzung um 2cm. Portlänge über alles also 56cm, Fläche gleich, Distanz zur RW 10.5cm

3. Messung in blau mit der zweiten Portkürzung um weitere 3.5cm. Portlänge über alles noch 52.5cm, Fläche gleich, Distanz zur RW 14cm

Zur 2. Messung (grün): Habe ich dummerweise den Phone Pegel von der Impedanzmessung voll offen :grummel: ..... diese ist im Vergleich mit Vorsicht zu geniessen.

Erstaunt bin ich über den breiten Pegelzuwachs bis hin zu im Verhältnis sehr hohen Frequenzen. Dies lässt mich auch ein bisschen zweifeln. Habe aber akribisch auf identische Pegel und Distanzen geschaut, das kanns also nicht sein.

Die Tuningfrequenz hat sich kaum verändert. Kann mir dies nur damit erklären, dass durch das verkürzen der Ports das Gehäuse grösser Wurde und dies somit dem steigen der Portfrequenz etwas entgegen gehalten hat.

Jetzt bleibt die Frage offen.... soll ich nochmals etwas verkürzen, so um 2-3 cm?

Edit:
Die grössere Distanz zur RW zahlt sich positiv aus, siehe Artefakt zwischen 200-300 Hz.
Weiter gewinne ich einen Pegelzuwachs von ca. 0.8dB..... nur eben sehr breit... das lässt mich zweifeln.
Die flanke gegen unten hin bleibt gleich, kein Verlust zu ganz tiefen Frequenzen.

Würde mich auch weiter über kritische/konstruktive Beiträge sehr freuen. Mein "Portwissen" ist somit recht ausgeschöpft ich möchte nun gerne die Cracks auf die Bühne bitten :geek: .
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#28

Beitrag 22. Jul 2017 22:48

Zusätzlich habe ich noch Port- Messungen gemacht.
Mic. direkt am Port. Pegel entsprechend angepasst.
Port wirkt breit, die Auslöschungen somit logisch und erklärt.
Gleiche Farbcodierung wie beim vorhergehenden Beitrag.
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