BR Q1-Alignment

Allgemeine Diskussionen/Fragen zum Thema DIY im Bereich PA

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ad undas
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#1

Beitrag 23. Sep 2018 16:19

Hallo zusammen,

ich bin vor einer Weile in einem Buch auf ein BR-Alignment gestoßen, das der Autor als Q1 bezeichnet. Das Ganze wird wie die alten QB3-Alignments von der Übertragungsfunktion eines Butterworth-HP 4. Ordnung abgeleitet, nur dass man statt auf einen Abfall 3. Ordnung auf einen 1. Ordnung zielt, also -6dB/oct. Es scheint aber weitestgehend unbekannt zu sein (möglicherweise aus gutem Grund?).
Um das zu veranschaulichen habe ich mal eine so abgestimmte Box berechnet: 18LW1251, 168l@27,5Hz:
[ externes Bild ]
f3 liegt bei 67Hz, aber f10 bei 24,5Hz.
Allerdings braucht man eher spezielle Chassis und man bezahlt natürlich ordentlich mit Maximalpegel, dafür dürfte das Impulsverhalten hervorragend sein...

Mir ist klar, dass das Ganze etwas "von gestern" ist und eigentlich keiner mehr Boxen mit Papier und Bleistift berechnet. Das soll auch kein Vorschlag sein, so etwas zu bauen. Aber mich würden ein paar Meinungen dazu interessieren. Könnte das (für spezielle Anwendungen) brauchbar sein? Hat vielleicht schonmal jemand mit so etwas experimentiert?

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Mikee
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#2

Beitrag 23. Sep 2018 18:11

Hallo,

man kann eine Box so abstimmen, um dem Dröhnen im Bassbereich entgegenzuwirken, wenn
das gute Stück aus irgendeinem Grund in der Ecke/auf dem Regalbrett stehen muss.

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_Floh_
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#3

Beitrag 23. Sep 2018 20:38

So unbekannt dürfte das nicht sein. Die Franzosen (L‘Acoustics) stimmen manche ihrer Subs sehr ähnlich ab. Allerdings wirkt hier ein nicht unerheblicher Boost im Tiefbass und ein eher steiler Tiefpass dem guten Impulsverhalten vermutlich nachhaltig entgegen.
Ob es hier also Methode ist, oder doch nur das Mittel zu viel Tiefgang, bleibt offen.

Im Selbstbau hat sich das vermutlich nie durchgesetzt, weil Gehäuse tendenziell eher groß ausfallen müssen, und trotz verhältnismäßig tiefer Abstimmung der Spagat zwischen Portfläche und Länge gemacht werden muss. Natürlich ist auch der etwas reduzierte Maximalpegel ein relevanter Nachteil in den Augen Vieler.
MfG Flo

Denkst du, das ist Luft, die du gerade atmest? Hm.

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Big Määääc
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#4

Beitrag 23. Sep 2018 22:45

so ähnlich hab ich meine "Hifi" Lautsprecher mit dem Eminence Beta 10cx auch abgestimmt.
wenn auch nicht ganz sooo extrem, nur auf 50 Hz ( Hubbel ) mit Anstieg auf knapp 100 Hz
höre aber auch keine/kaum Tiebassgeschrubbel Mussik.

wie es klingt sieht man ja dann auch schon in der Simu.

funzt dann auch wunderbar in kleineren Räumen auch bei Wand/Eck-naher Aufstellung.
http://bilder.hifi-forum.de/max/574916/ ... 549786.jpg << outdoor Messung auf Stativ
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#5

Beitrag 24. Sep 2018 20:27

_Floh_ hat geschrieben:So unbekannt dürfte das nicht sein. Die Franzosen (L‘Acoustics) stimmen manche ihrer Subs sehr ähnlich ab. Allerdings wirkt hier ein nicht unerheblicher Boost im Tiefbass und ein eher steiler Tiefpass dem guten Impulsverhalten vermutlich nachhaltig entgegen.
Ob es hier also Methode ist, oder doch nur das Mittel zu viel Tiefgang, bleibt offen.

Im Selbstbau hat sich das vermutlich nie durchgesetzt, weil Gehäuse tendenziell eher groß ausfallen müssen, und trotz verhältnismäßig tiefer Abstimmung der Spagat zwischen Portfläche und Länge gemacht werden muss. Natürlich ist auch der etwas reduzierte Maximalpegel ein relevanter Nachteil in den Augen Vieler.
Also "unbekannt" hatte ich daraus abgeleitet, dass meine Internet-Suche dazu überhaupt nichts ergeben hat. Interessant, danke für die Antwort.
Und ja, das war mit "speziellen Chassis" gemeint. Man muss Qts recht genau treffen und dann braucht man sehr viel Vas und vergleichsweise hohe fs, um Gehäuse zu bekommen, die sich praktisch überhaupt auf das geforderte fb abstimmen lassen...
Big Määääc hat geschrieben:so ähnlich hab ich meine "Hifi" Lautsprecher mit dem Eminence Beta 10cx auch abgestimmt.
wenn auch nicht ganz sooo extrem, nur auf 50 Hz ( Hubbel ) mit Anstieg auf knapp 100 Hz
höre aber auch keine/kaum Tiebassgeschrubbel Mussik.
Das ist, glaube ich, etwas anderes. Der 10cx lässt sich wegen seiner hohen Güte so überhaupt nicht abstimmen. Da müsste man schon in die Trickkiste greifen und an Qms drehen...

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Big Määääc
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#6

Beitrag 24. Sep 2018 22:35

hmmm ?! ähnlich bei 40 liter , 25 Hz tuning

bei mir dann allerdings anders da nun nich als Sub.
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#7

Beitrag 25. Sep 2018 01:05

Big Määääc hat geschrieben:hmmm ?! ähnlich bei 40 liter , 25 Hz tuning

bei mir dann allerdings anders da nun nich als Sub.
Probiers aus, da bekommst du keinen HP 1. Ordnung reingefittet. Fällt auch steiler mit 9-11dB/oct.
Das Ganze klappt nur vernünftig mit (grob) 0.2 < Qts < 0.33 ...

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Big Määääc
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#8

Beitrag 25. Sep 2018 13:45

aber damit ändere ich doch wieder die Güte,
dann könnt ich es mir doch "fast" schenken.

man könnt allerdings mal gucken wie das alles mit den problematischen CarHifi Sub TSPs funzt,
die jetzt des öfteren auch bei PA Treibern vorhanden sind,
und schwerlich brauchbare Abstimmungen zulassen.

hab abba grad kein PC zur Hand.
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ad undas
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#9

Beitrag 25. Sep 2018 19:43

Big Määääc hat geschrieben:aber damit ändere ich doch wieder die Güte,
dann könnt ich es mir doch "fast" schenken.
Verstehe ich nicht. Kannst du das etwas ausführen?
Big Määääc hat geschrieben:man könnt allerdings mal gucken wie das alles mit den problematischen CarHifi Sub TSPs funzt,
die jetzt des öfteren auch bei PA Treibern vorhanden sind,
und schwerlich brauchbare Abstimmungen zulassen.
Ich habe mir mal ein paar angeschaut. Hohe Güte, winziges Vas, schwere Membran, tiefe Resonanz. Das ist exakt das Gegenteil von dem, was man haben wollte...

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Big Määääc
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#10

Beitrag 28. Sep 2018 16:26

also iwie kann man diese Abstimmungsart für Hifi nutzen,
weil so kann man schön den Rommgain und Wandnahepositionen nutzen,
freifeld geht einfach zuviel MaxPegel verlohren,
aber es klingt halt straff wie Drahtseil.

und will man Wirkungsgrad/Grundpegel und F-Gang angleichen,
dann erhöhen sich Verzerrungen und Güte,
so wie das gern bei OpenBaffle inkaufgenommen wird.

der ganze Spassss macht auch nur Sinn wenn man arsch große Volumen nehmen kann,
sonst kommt man ja doch wieder in Längenbereiche es Resonators, der ja zur Sd/Vd passen sollt, wo dieser stört weil zutiefe Nebenresos.
dann trennt man wieder sehr steil,
was das Groupdelay ansteigen lässt, usw usw .....

und große Gehäuse sind anfällig für Instabilität,
was die Impulswiedergabe verschlechtert.

gibts iwas geschenkt :lol2:
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