Tricks und Kniffe beim Lautsprecherbau

Allgemeine Diskussionen/Fragen zum Thema DIY im Bereich PA

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#1

Beitrag 19. Sep 2020 21:39

Wenn man einige Lautsprecher gebaut hat, hat man sicher ein paar Tricks und Kniffe erknobelt, die einem das Leben leichter machen. Daher dachte ich, sowas hier einfach mal zu sammeln. Das sind oftmals Kleinigkeiten, für die man keinen eigenen Thread aufmacht, die aber für manch einen hilfreich sein könnten.

Ich fange dann mal an:

1. Ausschnitte mit dem Fräszirkel

Je nach Plattendicke in mehreren Durchgängen fräsen. Spätestens für den letzten eine "Opferplatte" unterlegen, in die man leicht hineinfräst. Am Ende einen Steg übrig lassen, damit die ausgefräste Scheibe nicht wandern geht und der Fräser in das Werkstück läuft. (das habe ich hier mal aufgeschnappt und finde es extrem hilfreich)

2. Einschlagmuttern

Die drücke/klopfe ich nur leicht rein und presse dann mit einem Schraubstock. Das geht sehr leicht und die Muttern sitzen absoult gerade im Loch. Zwischen Werkstück und Backe lege ich noch ein Brettchen, damit sie sich nicht in die Oberfläche drückt. Je nach Größe der Einschlagmutter und der Backe braucht die andere Seite kein Schutzbrettchen.

3. Chassis-Befestigungslöcher

Hier muss man viele Löcher ziemlich präzise in die Schallwand bohren. Ich habe da am Anfang immer mit dem Zirkel den Lochkreis aufgezeichnet und dann die Positionen für die Löcher markiert. Neuerdings benutze ich eine Halterung für die Schallwand:
Schallwandhalterung.jpg
Die Halterung ist so hoch, dass ich das Chassi auf die Schallwand auflegen kann. Dann richte ich das Chassi aus (wenn man es ganz genau machen möchte, hilft hier wieder ein vorher gezogener Kreis) und bohre direkt durch die Bohrungen des Chassis. Nach dem ersten und zweiten Loch stecke ich jeweils schonmal eine Schraube durch, dann kann sich für die folgenden Löcher nichts mehr verschieben.

Was sind Eure Tricks und Helferlein?

Jochen
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Azrael
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#2

Beitrag 20. Sep 2020 17:29

Um beim Verleimen ein Verrutschen zu verhindern, schlage ich dünne Drahtstifte ein, die ich knapp oberhalb der Holzwerkstoffoberfläche schräg abknipse. Man muss natürlich aufpassen, dass man das nicht an Stellen macht, wo später gefräst werden soll.

Viele Grüße,
Azrael

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JSON
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#3

Beitrag 21. Sep 2020 15:11

Azrael hat geschrieben:
20. Sep 2020 17:29
Um beim Verleimen ein Verrutschen zu verhindern, schlage ich dünne Drahtstifte ein, die ich knapp oberhalb der Holzwerkstoffoberfläche schräg abknipse. Man muss natürlich aufpassen, dass man das nicht an Stellen macht, wo später gefräst werden soll.

Viele Grüße,
Azrael
Bei sowas benutze ich einfachheitshalber immer kleinere Dübel. Ist wenig Aufwand mit einer Dübelhilfe und macht auch keine Probleme beim Fräsen.

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Jobsti
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#4

Beitrag 21. Sep 2020 16:39

Bafflecut:

Opferplatte drunter legen und den Cut mit einer kleinen Spax festschrauben, damit die Geschichte nicht wegrutschen kann.
Ist die Platte zu dick, einfach von beiden Seiten fräsen.

Was ich gerne mache:
Ich Lege die Schallwand nur auf 2 kleine Klötzchen statt Opferplatte, damit unten frei ist.
Dann fräse ich in 2-3 Durchgängen, vor dem letzten Durchgang stelle ich manuell so weit runter, dass nur noch ein Hauch von Holz über bleibt,
dünner als ein Papier.
Dann kann ich die OF samt dem Cut einfach rausziehen, ein mal mit Schleifpapier drum, fertig und sauber.
Geht aber nur mit einem Zirkel wie meinem ganz gut, da dieser komplett über dem Ausschnitt liegt und die OF den Cut somit nicht runter-drücken kann.

Wände:
Im Regelfall verschraube ich ja, hier nehme ich 2,5x30er (max 3er) Spanplattenschrauben, am besten die mit geriffeltem Kopf (unten).
Diese versenken sich selbst (die Geriffelten eben etwas sauberer) und man muss auch in 9mm Material nicht vorbohren oder gar senken. Somit geht die Geschichte ruckzuck.

Damit der Kram schön gerade liegt, schraube ich Platten nicht von oben an, sondern eine liegt an der Tischkante, bzw. dessen Rand,
dann die zu befestigende Wand hochkant, dass ich seitlich rein schraube.
"Oben" (z.b. Rechts) habe ich einen kleinen Anschlag, damit beide Wände auf identischer Höhe sind, bzw. gleich abschließen.

Bei MuFu sollte den Trick mit Klebeband jeder kennen:
Die Teile nebeneinander legen, mit Gehrungen nach unten. 3-4 Streifen Klebeband von links nach rechts,
das Ganze umdrehen, Leim in die Gehrungen und dann einfach zuklappen.
Hier schiebe ich alle Wände ebenfalls oben gegen einen Anschlag, damit diese auf identischer Höhe sind, bzw. alle gleichmäßig abschließen.
Nach dem zusammenklappen, stecke ich direkt die Schallwand rein, Schraube diese links/rechts an und dann kommen 2-3 Spanngurte drumherum.
Sinn macht es teilweise hier schon den Deckel (oder gar Deckel+Boden) anzuhalten, um zu sehen ob's 100% passt,
teilweise kann man diesen sogar auch schon befestigen.

Tipp: Deckel/Boden viereckig lassen, dann die "gespanngurteten" Wände drauf stellen, anzeichnen und grob aussägen.
Dann diese direkt schon anleimen und verschrauben, der restliche Überstand wird per Bündigfräser entfernt.

Gehrungen:
Lieber 0,5 bis 1° steiler machen, damit hat man nicht nur etwas Spiel, sondern geht auch sicher, dass man außen keine Fugen hat, sondern einen sauberen Abschluss,
Wenn's in der Box net 100% sauber zusammenpresst, ist das net super tragisch, Leim rein und sieht keiner ;)

Nachdem alles zusammengeklappt wurde, Deckel & Boden drauf, ziehe ich im Inneren über alle Stoßkanten noch mal ne Leimfuge drüber und ziehe diese 1x mit dem Finger ab, lasse dabei aber den Leim eher großzügig über. Sprich: Bloß net sauber, bündig abziehen, Leimüberschuss sieht eh keiner innen.
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#5

Beitrag 21. Sep 2020 19:28

Ich mache die Seitenwände ein paar mm länger und Fräse entsprechend den Boden und Deckel "ein paar mm"/2 tief ein. Dadurch hat man eine schöne Führung für die Seiten. Geht aber nur bei CNC Teilen komfortabel.
Für Dinge wie Griffe oder Sm707-Flansche habe ich Schablonen für den Bündigfräser, bzw in größer für Kopierhülsen. Geht von Hand schneller, als die Platten auf die CNC zu spannen


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#6

Beitrag 23. Sep 2020 15:54

Azrael hat geschrieben:
20. Sep 2020 17:29
Um beim Verleimen ein Verrutschen zu verhindern, schlage ich dünne Drahtstifte ein, die ich knapp oberhalb der Holzwerkstoffoberfläche schräg abknipse.
Bekannte Methode ist auch einfach Spaxschrauben reindrehen und nach dem Aushärten wieder rausholen, die Löcher kann man zuspachteln oder mit Dübeln verschließen und dann plan Schleifen. Der größte Vorteil hierbei ist der sehr exakte Anpressdruck meiner Meinung nach.


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#7

Beitrag 23. Sep 2020 16:01

Könnte mann die Schauben danach nicht drinnen lassen? Wenn man sie vorher 2 mm versenkt und dann zu spachtelt. Dann hätte mann einen noch besseren Halt und so nen Pack Schrauben kostet auch nicht die Welt.

Oder hat das einen bedeutenden Nachteil die drinnen zu lassen?

Grüße :prost:


razer1993
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#8

Beitrag 23. Sep 2020 18:37

Hobbypabastler hat geschrieben:
23. Sep 2020 16:01
Oder hat das einen bedeutenden Nachteil die drinnen zu lassen?
Solange man nicht wieder auftrennen will mit einem Multitool oder mit der Oberfräse beim Abrunden reinfährt :D


hobbybastler
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#9

Beitrag 23. Sep 2020 21:15

razer1993 hat geschrieben:
23. Sep 2020 18:37
Hobbypabastler hat geschrieben:
23. Sep 2020 16:01
Oder hat das einen bedeutenden Nachteil die drinnen zu lassen?
Solange man nicht wieder auftrennen will mit einem Multitool oder mit der Oberfräse beim Abrunden reinfährt :D
Wenn man die Schrauben wieder rausholt muss man nicht "senken" und spart sich neben dem Vorbohren diesen Arbeitsschritt

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_Floh_
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#10

Beitrag 24. Sep 2020 01:38

hobbybastler hat geschrieben:
23. Sep 2020 21:15
Wenn man die Schrauben wieder rausholt muss man nicht "senken" und spart sich neben dem Vorbohren diesen Arbeitsschritt
Es ist bei auf Stoß verleimtem Multiplex gerne ein Problem, dass sich im Laufe der Zeit einfach die oberste Schicht vom Sperrholz ablöst.
Eine irgendwie geartete Verbindung in tiefere Schichten des Multiplex, die bei Verwindung etwas Gegendruck auf die geleimte Verbindung ausübt, als auch für eine etwas größere Verwindungssteifigkeit der kürzeren geleimten Kante sorgt, ist dementsprechend nie ganz dumm.

Zumal es nicht so spassig ist entweder die Löcher vor dem Fräsen zu spachteln, da die Spachtelmasse das nicht zu gern mag, die Alternative dazu, nämlich die Löcher erst nach dem Fräsen zu spachteln, ist allerdings durch die Rundung eben auch kein Spass, weder zu spachteln noch zu schleifen.

Lässt man die Schrauben drin, müssen diese sehr tief in‘s Holz, damit diese auch bei größeren Radien nicht in den Fräser kommen (der mag das nicht zu gern), zudem machen an der Oberfläche freiliegende Schraubenköpfe die Oberflächennbearbeitung mühselig bis aussichtslos.

Die Schrauben herauszumachen, das Loch aufzubohren und mit einem Holzdübel zu verschließen ist zwar anfänglich mehr Arbeit, löst allerdings auch viele Probleme.
MfG Flo

Denkst du, das ist Luft, die du gerade atmest? Hm.

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Jobsti
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#11

Beitrag 24. Sep 2020 12:00

Ich mache das ja schon seit jeher, Schraube rein, Spachtelmasse drauf, schleifen, Fräsen.
Hat den Vorteil, dass man keine Zwinge braucht, nix mehr rausdrehen, aufbohren und einleimen. Spachtel druff und am Ende mit abschleifen, fertig.
Die ganze Kiste in einem Rutsch.
Schießen geht ebenfalls, aber hier sollte man die Schussnägel mit Widerhaken verwenden.
Klar, man hat etwas weniger Druck, arbeitet man sauber und nutzt Ponal (benötigt kaum Anpressdruck) sehe ich da aber kein Problem,
Vorteil ist, dass man sich Spachteln fast sparen kann.

Hier hat sich wie gesagt herausgestellt, dass 2,5er oder maximal 3er Spanplattenschrauben optimal sind,
diese versenken sich von selbst. Ich drehe diese zwischen 2-4mm tief in's Material.

Will ich richtig große Radien außen machen, schraube ich etwas weiter innen statt mittig, was aber eher bei 15mm und dicker sinnvoll funktioniert,
ansonsten eben Dübel nutzen.

Mit der Spachtelmasse+Fräsen, oder anderen Problemen wie rausfallen oder aufgehen, habe ich null Probleme seit ich die Akemi nutze.
MPX Schichten haben sich bei mir ebenfalls noch nie gelöst, aber wir haben hier in der Region auch nur recht hochwertiges MPX.
Und joa, "Billiges" hatte ich hier auch schon von wem mitgebracht, das ist sogar schon mal beim Sägen auseinander gefallen, ohne Witz :ugly:
Mit freundlichen Grüßen
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criwo
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#12

Beitrag 25. Sep 2020 19:09

Als Alternative für den selben Zweck wie Holzdübel gibt es auch noch Lamellos oder Dominos. Da verrutscht dann auch nix, es wird sehr stabil, muss aber noch gezwingt werden.

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Azrael
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#13

Beitrag 25. Sep 2020 20:09

Jobsti hat geschrieben:
24. Sep 2020 12:00
null Probleme seit ich die Akemi nutze.
Welches Produkt von Akemi?

Viele Grüße,
Azrael


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#14

Beitrag 26. Sep 2020 12:33

Ich schraube auch. Allerdings schraube ich zuerst ohne Leim, damit die Bretter nicht "schwimmen" und die Schrauben nachher mit Leim wieder in ihr Loch finden. So habe ich auch mehr Zeit, die Teile auszurichten, ohne dass der Leim anbindet. Die Schrauben versenke ich so tief, dass ich nachher auch über die zugespachtelten Löcher hinweg abrunden kann.

Zum Theme Vertiefungen fräsen:

Ich nutze eine POF 1400 von Bosch. Bisher habe ich den Tiefenanschlag eingestellt, den Spannhebel für die Frästiefenarretierung gelöst, die Fräse bis zum Anschlag runtergedrückt und dann den Hebel losgelassen. Dabei ist die Fräse aber immer wieder ein kleines Stückchen hochgerutscht. In der Folge war die Vertiefung ungleichmäßig tief. Jetzt drücke ich die Fräse nicht mehr runter, sondern stelle sie rein über den Drehknopf für die Feineinstellung zu, bis der Tiefenanschlag aufliegt. Jetzt ist auch der Boden der Vertiefung schön gleichmäßig. Wahrscheinlich funktioniert das auch bei anderen Oberfräsen.

Jochen

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Jobsti
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#15

Beitrag 26. Sep 2020 13:22

Azrael hat geschrieben:
25. Sep 2020 20:09
Jobsti hat geschrieben:
24. Sep 2020 12:00
null Probleme seit ich die Akemi nutze.
Welches Produkt von Akemi?

Viele Grüße,
Azrael
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#16

Beitrag 29. Sep 2020 13:01

Hobbypabastler hat geschrieben:
23. Sep 2020 16:01
Könnte mann die Schauben danach nicht drinnen lassen? Wenn man sie vorher 2 mm versenkt und dann zu spachtelt. Dann hätte mann einen noch besseren Halt und so nen Pack Schrauben kostet auch nicht die Welt.

Oder hat das einen bedeutenden Nachteil die drinnen zu lassen?
Kann man machen, bringt aber keinen besseren Halt, weil der Kleber eh alles bombenfest zusammenhält. Außerdem stören die beim Rundfräsen der Kanten. Und für den nächsten Bau kann man sie einfach wiederverwenden.


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#17

Beitrag 29. Sep 2020 13:05

Jobsti hat geschrieben:
24. Sep 2020 12:00

Vorteil ist, dass man sich Spachteln fast sparen kann.
Gehen die Nägel wirklich tief genug, dass man nichts weiter machen muss als Warnex draufschießen? Hab mir vor ner Weile so ne Nagelpistole zugelegt und auch dran gedacht, die beim nächsten LS Bau mal dafür zu nehmen (Für Griffkästen verwendet, ging richtig gut). Geht einfach so schön schnell: kein Loch vorbohren, einfach durchschießen. Muss man halt korrekt arbeiten, da keine/kaum Korrekturmöglichkeit. Aber es geht razzfazz :D

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Jobsti
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#18

Beitrag 30. Sep 2020 12:24

Was den Halt angeht:
Klar geht eine geleimte Stelle nicht wieder auf, aber dafür kann sich eine Schicht MPX lösen.
Wir alle sollten schon mal rein geleimte, oder (einfach) geschossene Kiste gesehen haben, welche über Jahre auf gehen an den Stoßkanten,
das passiert bei Geschraubtem nicht. Zudem habe ich persönlich ein besseres Gefühl wenn's geschraubt ist, oder zumindest geschossen per "Widerhaken-"Nägel,
oder gescheiten Dübeln/Lamellos.

Gerade wenn man schießt, benötigt es je nach Stelle und wie genau man gearbeitet hat, evtl. doch noch mal ne Zwinge.
Wichtig finde ich hier, da man wesentlich weniger Anpressduck als beim Schrauben hat, dass man was Richtung Ponal verwendet,
sprich Leim, welcher "keinen" (sehr wenig) Anpressdruck benötigt.

Nägel:
Schussnägel/Klammern kann man justieren, entweder werden diese bündig, oder man versenkt sie.
Werden sie ziemlich bündig, kann man direkt Warnex drüber pfeffern (man schleift ja sowieso nochma kurz drüber), ein besseres Gefühl habe ich aber, wenn's noch gespachtelt wird.
Der Großteil der bekannten Hersteller leimt und schießt seine Kisten.

PS: Vorgebohrt habe ich persönlich schon ewig nicht mehr.
Mache ich eher bei 6-9mm Material, manchmal bei MDF, oder wenn ich net 100% sicher bin
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#19

Beitrag 30. Sep 2020 12:31

Moin,
also ich schraube Gehäuse auch und lasse in aller Regel die Schrauben drin.
Schußnägel:
Bassstler hat geschrieben:
29. Sep 2020 13:05
(Für Griffkästen verwendet, ging richtig gut). Geht einfach so schön schnell: kein Loch vorbohren, einfach durchschießen. Muss man halt korrekt arbeiten, da keine/kaum Korrekturmöglichkeit. Aber es geht razzfazz
Jop, mach ich auch gerne, weil easy, schnell und einfach...
Genauso manchmal für das Einsetzen von Portbrettchen, ebenenversetzten Anschlußfeldern o.ä.
Für Gehäuse allenfalls mal zum fix fixieren; dann kommen aber immer noch Schrauben dazu.
Übrigens Vorsicht - ab und an verbiegen sich mal Nägel bei Ein/Durchtritt durchs Holz, wenn unterschiedliche Festigkeiten auftreten. Das kann übel fies für die Finger werden, wenn man grad an der Stelle packt, wo so ein Nagel dann um die Kurve geht, also bitte immer paar cm Abstand - damit kennen wir uns ja seit diesem Frühjahr bestens aus...
LG Andy


MAD
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#20

Beitrag 11. Okt 2020 19:50

Wie rundet ihr die Kanten ab bei Brettern, die auf Gehrung (also Winkel >90 Grad) aufeinanderstoßen, z.B. bei MuFu Boxen? Abrundfräser geht ja nicht :-(


ahaz_alex
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#21

Beitrag 11. Okt 2020 21:06

Exzenter und Augenmaß 😉
Bei ganz flachen Winkeln auch Mal nur von Hand.

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Andy78
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#22

Beitrag 12. Okt 2020 11:10

+1
auch so.

Im Zweifel relativ feines Papier und ne kleine Drehzahl, und dann immer wieder an der Kante langfahren, jeweils die Spur leicht in der geplanten Rundung versetzt. Kann man tatsächlich toll rund bekommen.


Inspector
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#23

Beitrag 12. Okt 2020 13:37

je nach Winkel kann man mit dem Radienfräser ja schon etwas Material wegnehmen. Den Rest dann mit einem Exzenterschleifer; geht aber auch LowBudget mit einem Stück Dachlatte, das man mit z.B. 40er Schmirgelleinen beschlägt

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