Bisschen mehr Kick aus Jb-Sat10v2 zaubern

Aufstellung von Boxen und Controlling/Setups. Erfahrungen, Tipps & Tricks.

Moderatoren: mich0701, Lars H

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haxxe
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#1

Beitrag 6. Okt 2017 01:01

Moin, mittlerweile ist die Trennung zwischen top und Bass schon deutlich besser geworden, aber ich würde gerne noch so n bisschen mehr Kick aus den Tops haben..
Die laufen bisher ab 100Hz mit und wo müsste ich n bisschen was drauf geben?
Ca 200Hz mit so 2-5db ? Aber mit welcher Güte? Hab im DSP bisher nur lowpass und Tiefpass eingestellt :/
Gruß

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stoneeh
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#2

Beitrag 6. Okt 2017 03:03

Ich glaub mit einer Anhebung um die 100hz wirst du am glücklichsten werden, auch wenn es natürlich in deinem Fall die Trennung beeinflussen wird.


Klangart
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#3

Beitrag 6. Okt 2017 21:09

Hallo,

bitte jegliches "Boosten" lassen ... der TMT da drinnen wird ja schon mit viel zu hoher Einbaugüte betrieben b.z.w. ist das Gehäuse "zu klein gerechnet" worden ...

Wie viel Dämmzeug ist da in der Box ?!!? Eventuell mal bisserl raus nehmen und die Ohren spitzen !!

;) Klangart


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#4

Beitrag 6. Okt 2017 21:49

So viel wie im Plan,locker gefüllt.


Klangart
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#5

Beitrag 6. Okt 2017 21:55

Hallo,

also nach und nach was raus nehmen ... eine CB kann man auch prima tot dämmen ... mit richtiger Füllung klingt es dann auch richtig ... mit zu wenig dann irgend wann halt hohl ( in diesem Falle kommt dann halt auch zusätzlich irgend wann die zu hohe Einbaugüte akustisch "durch" ) .
Zum testen das Top natürlich F.R. ohne Sub laufen lassen.

Ist auch mal wieder sehr erschreckend wie viele *Leutz* hier nicht mal die simpelsten Grundlagen drauf haben. :lol:

;) Klangart
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Jens Droessler
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#6

Beitrag 7. Okt 2017 00:36

100Hz ist vielleicht auch etwas tief für eine 10/2er. Da ist einfach zu wenig Fläche vorhanden, um den Bereich direkt über 100Hz "auf Strecke" zu bekommen.

Dann ist auch noch die Frage, wie gut der Übergang phasentechnisch optimiert wurde.


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#7

Beitrag 7. Okt 2017 13:01

Ganz vergessen wie lieb hier die Leute sind, naja gut, dann hat sich die Frage erübrigt ;)
Danke trotzdem, und @jens das ist mir auch schon aufgefallen... Ich denke sobald ich die lfsubs12 auf die wirklichen jmsubs umrüsten kann mit kappalite, wird sich das auch erübrigen da ich die Sub dann ja deutlich höher ankoppeln kann. Mit den thomännern hört sich ja alles ab 130hz+ echt sehr unschön an.


stoneeh
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#8

Beitrag 7. Okt 2017 14:52

Jens Droessler hat geschrieben:wie gut der Übergang phasentechnisch optimiert wurde.
Wie schaut's damit aus? Das ist eigtl das derzeit wichtigste. Wenn du bei 100hz trennst, und die Phase im Übergangsbereich nicht passt, hast du dort ein Loch im Frequenzgang. Und das ist grad der Frequenzbereich, wo sich der Kickbass abspielt.

Und was für Hoch- und Tiefpässe (wie im ersten Post erwähnt) hast du eigtl eingestellt?


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#9

Beitrag 9. Okt 2017 19:00

Aufgrund mangelnder Technik und Wissen, alles nur Pi mal Daumen bisher, ich weiß, ist kacke, in 2 Wochen wirds auch endlich vermessen ;) Hab n Kollegen im Umfeld gefunden, welcher mir das ausmessen kann.
Ich hab bisher immer die Subs bis 110Hz laufen lassen, 24dB LR
und die Tops dann so ab 100-130Hz 24dB LR.
Der Kick ist ja da, jenach räumlichkeiten mal mehr oder weniger, aber ich würde teils schon gerne n paar dB mehr drauf geben :)


stoneeh
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#10

Beitrag 9. Okt 2017 19:18

Hm. Also überlappende Frequenzbereiche eigtl. Kann man bei LR24 beidseitig eigtl sogar so machen.

Phase passt bei beidseitig LR24 eigtl standardmässig, ABER das bezieht sich nur auf die Trennung. Die Lautsprecher bringen dann noch eigene Phasengänge mit, für die man auch korrigieren muss.

Wieso nicht per Gehör? Wir haben das immer per Gehör gemacht. Unsere PA haben wir seit paar Jahren, Messequipment erst seit ein paar Wochen. Und nachgemessen hat sich herausgestellt, dass wir das per Ohr bis auf 1db am Optimum hingebracht hatten. Also das geht schon. Ob Addition oder Auslöschung hört/spürt man eh sehr deutlich. Einfach mal in 1ms Schritten Delay auf einen Weg hinzufügen, und schaun was sich tut.


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#11

Beitrag 9. Okt 2017 20:08

Ich mache es momentan ja per Gehör.
Hab zwei Potis die die Trennfrequenzen regeln und regel solange rum, bis er mir gefällt. Und das ist meist das oben beschriebene.
Mit Delay habe ich bisher nie gearbeitet, ausschließlich mit den Filtern.
Phase hab ich, bei den Bässen einmal gedreht, hat aber nicht so sehr was gebracht, bzw war eher Negativ, der eine Schrank im Raum hatte noch krassere Resonanzen.
Auslöschung und Addition hör ich grundlegend auch raus, ich stell die Subs auch nicht mehr absichtlich in die Ecke o.ä. sondern versuchs mit Monocluster meist als erstes, habe ja 4 lfsub12, also vier einzelne.


stoneeh
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#12

Beitrag 9. Okt 2017 20:18

Verpolen ist eine 180° Drehung, und auch nicht ganz das gleiche wie wenn man eine 180° Phasenverschiebung via Delay realisiert.

180° entsprechen bei 100hz 5ms Delay. 1ms dann 36° Phasenverschiebung. Also wenn du in 1ms Schritten bis 5ms durchgehst, und was kickbasslastiges laufen lässt, findest du mal grob raus, wo es passt, und wo nicht. Kann eh sogar schon sein, dass du beim oder nahe des Optimums bist. Einfach probieren.

Wenn du die Möglichkeit hast schadet messen natürlich nicht. Im ARTA einfach Pink Noise laufen lassen und in Echtzeit beobachten was passiert, wenn du Delay hinzufügst. Die Unterschied zwischen Optimum und Minimum sollten im zweistelligen db Bereich liegen.. also schwer zu übersehen ;)


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#13

Beitrag 9. Okt 2017 20:54

nie dran gedacht, ich dachte den Delay setzt man um Zeitverzögerungen innerhalb der Klangstrecke zu verändern, wenn zB Bässe sehr weit weg stehen von den Tops.
Aber alles klar, ich werds mal versuchen.


Jens Droessler
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#14

Beitrag 9. Okt 2017 21:21

Die dreckige "nach Gehör"-Vorgehensweise wäre, erstmal symmetrisch zu trennen, z.B. 120Hz LR24, sowohl Tiefpass beim Sub als auch Hochpass beim Top (symmetrisch eben), dann genau auf 120Hz einen Sinus zu legen, beide Wege abwechselnd zu hören und den Pegel bei dieser Frequenz für beide Wege gleich einzustellen, dann z.B. das Top in der Polarität zu invertieren, beide Wege einschalten und solange am Delay des Tops zu drehen, bis der gehörte Pegel minimal ist. Dreht man weiter, wirds wieder lauter, also wieder zurück bis zum Minimum. Dreht man jetzt die Polarität des Tops wieder zurück, hat man maximale Addition auf der Übergangsfrequenz.
Allerdings muss man da etwas auch mit Hirn arbeiten. Wenn man z.B. einen Hornbass mit 2,5m Hornpfad verwendet, kann das nötige Delay unmöglich unter 7ms liegen, weil das schon die Zeit ist, die der Schall durch das Horn braucht. Allerdings findet man auch unterhalb dieser 7ms schon Additionen, nur sind diese dann weder impulskorrekt noch breitbandig, sondern tatsächlich nur sehr eng auf diese Frequenz begrenzt. Man möchte ja aber erreichen, dass die Addition möglichst breitbandig stattfindet und nicht ober- und/oder unterhalb der Trennung zu einer schlimmen Subtraktion wird. Daher: Die Delayzeit auf Plausibilität prüfen.


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#15

Beitrag 10. Okt 2017 22:24

Wow vielen Dank für diese Antwort, ich hab so oft nach gescheiten Hilfen oder Anleitungen gegoogelt, aber immer und überall heißt es nur stellt Filter ein und Ende. Egal wie man sucht..
Ich werd's definitiv auf der nächsten Feier Mal probieren.


Jens Droessler
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#16

Beitrag 11. Okt 2017 00:04

Wie gesagt, das ist die dreckige Methode nach Gehör, und sie funktioniert nur bei symmetrischen Filtern, wo sich die Phase der Filter sauber addiert. Ein besseres Ergebnis gibts in den meisten Fällen per Messung, weil man damit den Hochpass und Tiefpass besser an die Bedürfnisse der Boxen anpassen und man auch mit "Wunschpegeln" in den Wegen arbeiten kann. Letzteres funktioniert bei der dreckigen Methode nicht: Die Pegel der Wege müssen so stehen bleiben wie beim Einstellen. "Mehr Bass" oder andere Klangänderungen MÜSSEN dann mit den EQs im Eingang des Controllers gemacht werden.


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#17

Beitrag 11. Okt 2017 14:47

Alles klar, ich nutze bisher keine EQs.
Danke!


Jens Droessler
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#18

Beitrag 12. Okt 2017 00:19

Naja, damit fängst du danach an, sonst wird dir der Bass vermutlich zu dünn sein. Einfach Lowshelf bei vllt 80 90Hz im Eingang setzen, Gain nach Geschmack.

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