Line Array selber bauen...

Fragen zur Planung von Veranstaltungen, Installationen & Discos.

Moderatoren: mich0701, Lars H


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herta007
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#1

Beitrag 2. Mai 2019 12:20

Hallo, bin neu hier im Forum... Baue schon ca. 4 Monate an einem Line Array... Habe dadurch schon viel kennengelernt/erfahren und wollte einfach mal hören, ob es noch andere "Verrückte" gibt, die sich mit diesem Thema beschäftigen...
LG

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Jacob
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#2

Beitrag 2. Mai 2019 13:29

Eine etwas Ketzertische Frage die ich mir bei solchen Vorhaben meistens stelle:

Geht es dir um das entwickeln eines echten linearrays mit ausgedehntem nahfeld, kohärenter Wellenfront und damit mehreren Metern Zeilenlänge die entsprechend berechnet und controllert werden will?

Oder um das untereinander hängen von Lautsprechern?

Im ersten Fall würde ich dir unter anderem die frei verfügbaren Aufsätze von Volker Holtmeyer empfehlen.

Sollte letzteres zutreffen, würde ich versuchen ein Konzept mit konstanter Krümmung im Sinne der Arcs/spectra/vrx umzusetzen.

Grüße!


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herta007
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#3

Beitrag 2. Mai 2019 14:43

Vielen Dank für Dein Feedback... Ich kenne mittlerweile so ziemlich alle Beschreibungen und Berechnungen, die sich mit diesem Thema beschäftigen...
Zum Hintergrund... Ich habe angefangen Lautsprecher selber zu bauen... Ich finde die Art von Line Arrays absolut klasse und selbst auf unserem Erntedankfest (5000 Seelendorf) wird mittlerweile sowas eingesetzt... Anfangs wusste ich nichts und hatte 0 Ahnung... Habe die Gehäuseformen Gebaut und sie so konstruiert, dass sie mit oder ohne Winkeln aneinandergereiht werden konnten... Hatte sogar anfangs normale Hochtonhörner eingesetzt... Aber wie es so ist, kommt natürlich auch Interesse und man hört hier und da immer etwas und man bekommt somit immer Wissen... Habe inzwischen auch Waveguides eingesetzt und habe auch angefangen mit Excel eine Simulationssoftware zu erstellen...
Ich lese immer sehr viel davon, dass man ein Line Array nur mit Berechnungen einsetzen kann... Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das natürlich von Vorteil ist, aber letztendlich entscheidet immer das Ergebnis... Ich habe es jetzt schon ein paar mal zum Testen aufgebaut und es hört sich erstaunlich gut an... Das haben mir auch alle bestätigt, die sich das angehört haben... Die meisten von denen waren absolute Laien...
Ich kann gerne weitere Informationen geben... Auch Bilder.
Ich habe hier einfach mal reingeschrieben, ob es vielleicht weitere Selbstbauer gibt... Ich kenne nämlich keinen aus meiner Umgebung... ;-) Ist eher selten...
Grüße


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herta007
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#4

Beitrag 2. Mai 2019 15:06

Falls einen Bilder interessieren...

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Andy78
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#5

Beitrag 2. Mai 2019 15:24

Moin und welcome ;)
Die ersten (arg ketzerischen) Fragen (durch Nachtrag relativiert!), die mir bei solchen Themen einfallen sind:
Bauen? Basteln? Entwickeln? Ferien? Was genau ist denn Sache? Was will er/sie damit? Optische Beweggründe? Systematik und Wirkungsprinzip wirklich verstanden?
Daraus folgend: Mal die SuFu oder guggl genutzt und festgestellt, dass solche Vorhaben idR breite Schläge aufs Wasser werden, wenn denn nicht wirklich einige Entwicklungsarbeit und Mühe sowie ein guter Batzen Geld bei einer entsprechend schon bereits zu Projektbeginn hochwertigen Ahnung in die Geschichte investiert werden können...
Klar gibt es auch vereinfachte "line-arrays", die eine ähnliche Optik haben und aus denen was raus kommt, was u.U. auch erstmal gar net so schlecht ist. Auch in diesem Forum gab es mal einen "klein-array"-Selbstbau (ich glaube, so wurde das dann genannt - bin jetzt grad auch zu faul für die SuFu), bei dem ich alleine für Arbeit, Entwicklung und Projektergebnis den Hut ziehe - war sicher auch eines der besser überlegten, dokumentierten und ausgeführten Selbstbauprojekte dieser Gattung.
Dennoch wird sich in den allermeisten Fällen sicherlich eine ziemliche Ernüchterung breit machen, wenn man sich nicht ziemlich ausführlich mit den mannigfaltigen und umfangreichen Grundlagen dafür auseinandersetzt und bereit ist, viel Zeit und Kohle für ein fragliches Experiment zu investieren.

Sorry. Ist ja net böse gemeint ;)
Es ist nur eben sehr komplex, und in den meisten Fällen gehts iwie eher in die Hose. *


***
Während ich schrieb, gab es (erfreuliche) weitere Infos von Dir.
Die beschriebene Herangehensweise klingt schon mal mehr nach vernünftig gemachten Gedanken und weiterer und intensiver Auseinandersetzung mit den physikalischen und akustischen Grundlagen.
Sehr erfreulich - und beruhigend. Damit ist zumindest die Frage nach "Ferien" und "mal eben Bock drauf", weil "schaut fett aus" beantwortet - bitte nehme man mir das jetzt nicht allzu übel, aber es werden eben recht viele solche Fragen aus diesem Kreis aufgewirbelt; und man kann diesen Diskussionen oft am abrupten Abbruch das Ferienende ablesen...
Die Erkenntnis, dass es erst mit Waveguides was werden kann, ist ja bereits gereift.
Auch schon ein Punkt, der eben genau Deinen Eindruck belegt: Es gibt nur sehr wenige, die ein LA selbst bauen - das hat Gründe. Es ist eben nicht trivial. Sofern es nun tatsächlich gut tut, ohne großartige Berechnung und Anpassung zu benötigen - meinen Glückwunsch; dann war es wohl ein recht gelungener Griff an der Stelle...
Nun ja - bleiben dennoch leider einige Probleme, die sich idR erst mit viel Arbeit, Aufwand und Geld lösen lassen... Flughardware zB.: bereits dieses Problem inkl. nötiger Nachweise bringt sicher so manchen potentiellen Selberbauer solcher Kisten abrupt zum Stillstand...
Es ist m.E. relativ verständlich, warum es in Deiner Umgebung (und auch in anderen ;) ) eher keinen LA-Selberbauer gibt. Die wenigsten Menschen sind in der Lage, so etwas vernünftig zu entwickeln und zu bauen.
Auch ist ein LA idR für größere Sachen gedacht; und ist mehr als unverhältnismäßig teuer, wenn es für viel Geld entwickelt wurde und mangels Riderfestigkeit nirgends eingesetzt werden kann. Die eigene Erntedankveranstaltung bezahlt das Ding eben leider nicht. Sogar mit "herkömmlichem und vergleichsweise günstigem" Einzelkisten-Selbstbau sieht man sich ja häufig schon mit diesem Problem konfrontiert - ich habe inzwischen einige Kunden, die meine PA kennen und schätzen. Hier darf vom Rider (...KEIN Selbstbau...) abgewichen werden. Aber Sonst?
Für Dein Projekt wünsche ich Dir auf jeden Fall weiter viel Erfolg und Spaß und hoffe, dass sich hier ein schönes Thema mit hilfreichen Beiträgen und einem tollen Ergebnis entwickelt ;) :top:


*Trotz meiner teils wenig ermutigenden Worte soll man ruhig mal was versuchen und auch nicht immer vorschnell aufgeben: "Hummeln können nicht fliegen, sagt die Physik. Die Hummel weiß das nicht und fliegt trotzdem." (Netzfund, denke ich manchmal aber grinsend dran, wenn wieder mal einer sagt "Das geht doch net"... )

Grüße Andy

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Andy78
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#6

Beitrag 2. Mai 2019 15:33

herta007 hat geschrieben:
2. Mai 2019 15:06
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Nett - meinen ehrlichen Respekt! :toptop:
(Achtung böses Wortspiel zum Aufbauort:) Du musst echt aufpassen, dass Du mit dieser Anlage nicht furchtbar viel Geld versenkst... ;)

Das schaut vom Ergebnis wirklich gut gemacht aus. Handwerklich auf jeden Fall schon mal ne tolle Nummer und ganz unbeschlagen biste offensichtlich ja nicht mit dem Thema...
Ich kann Dir nur die Daumen drücken, dass das tatsächlich so tut wie es soll und sich für Dich auch Einsatz und Amortisation ergeben :top:


stoneeh
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#7

Beitrag 2. Mai 2019 16:37

Jacob hat geschrieben:
2. Mai 2019 13:29
Eine etwas Ketzertische Frage die ich mir bei solchen Vorhaben meistens stelle:

Geht es dir um das entwickeln eines echten linearrays mit ausgedehntem nahfeld, kohärenter Wellenfront
Eine noch ketzerischere Frage: gibt es Belege dafür, dass diese Begriffe ausser auf dem Papier überhaupt existieren?


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herta007
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#8

Beitrag 2. Mai 2019 16:50

Danke :-)
Also erstmal will ich damit überhaupt keinen Gewinn machen... Ist aus einer Laune so geworden... Amortisieren muss sich das nicht und ehrlich gesagt, soviel Geld habe ich da noch nicht reingesteckt... Habe mittlerweile 4 Sub Kisten mit Doppel 15er und 4 Hochtoneinheiten mit jeweils 2 x 1'' WG und 2 x 8''. Mittlerweile habe ich auch alles, was man dafür wissen sollte. Ist für mich ein wahnsinnig interessantes Thema... Ist ja alles berechenbar... Zwar sehr komplex aber im Prinzip sind es nicht so wahnsinnig viele Formeln. Habe auch schon einiges gemessen... Wie schon gesagt, es ist für mich das entscheidende, wie es sich am Ende anhört. Und natürlich der Spaß...
Und wenn man die Konfiguration für eine gerade Fläche einmal hat, dann kann man diese auch in den meisten Fällen auch benutzen.
Viele schreiben, dass die nur für Großveranstaltungen geeignet sind... Man muss die Anlage ja nicht immer Vollgas fahren... Und die gleichmäßige Beschallung ist echt irre... Selbst mit nur 2 Hochtonteilen... Mehr hatte ich beim letzten Aufbau noch nicht fertig... War auch eher ein Test für den selbst gebauten Tower...


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#9

Beitrag 2. Mai 2019 17:00

Habe gerade noch ein Screenshot vom Simulitionsprogramm in den Ordner gelegt... Ist aber erst der Anfang... Sind noch nicht alle Formeln berücksichtigt... Geht mir erstmal um den Schalldruck... Ist erstmal nur mit Nahfeld gerechnet und bezieht sich erstmal nur auf die WaveGuides… Werde als nächstes die Simulation in der Praxis mal testen... Dann kann man sehen, wie Theorie und Praxis sich verhalten.


Klangart
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#10

Beitrag 2. Mai 2019 19:51

Hallo *herta007*,

dann zeige doch mal bitte das Topteil ohne Gitter ...
ist bestimmt interessant was du da so berechnet hast. Gerne auch mal Infos was da genau für Chassis, Treiber und so drinnen sind.
Erzähle auch mal was zu den Frequenzweichen im Top oder der aktiven Abstimmung und die Messungen die du zur Abstimmung ja sicher gemacht hast. Kommen noch 10-12 Topteile dazu ?? Weil so kann das ja vert. net viel Winkel machen bei 8" und LA HT WGs.
Auch eine tolle Flughardware gewählt. Wenn "Tante Frieda" erst tot ist sach ich immer ...

:-I Klangart


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herta007
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#11

Beitrag 3. Mai 2019 13:09

Hallo Klangart,

danke für Deinen Beitrag.
Verbaut sind in den Tops 2x 18Sound XG10 mit Eminence 1'' ASD 1001B Treiber. Diese sind mittig nahtlos übereinander angeordnet. Links und rechts jeweils einen 8'' IMG SP8/150PA. Bassreflex mit jeweils eigener Kammer. Sub besteht aus 2x 15'' Eminence Kappa 15 LFA.
Habe zwei Cases 12HE mit Endstufen. Habe jeweils eine Behringer iNuke NX6000 und erstmal 2 NX1000 verbaut. Somit habe ich pro Seite 6 Kanäle... Die zwei von der 6000er sind für 2 Subs (pro Kanal 15er parallel) und die 2 Tops bekommen die 4 Kanäle von der 1000er. Die 1 Zoller und die 8 Zoller sind jeweils parallel verdrahtet. Somit haben sie gemeinsam beide 4 Ohm. Passt von der Leistung her perfekt und Amp mässig gibt's noch viel Reserve...
Das ganze wird per Multicore von einem dritten Case mit 2 DSP 6-Kanal Prozessoren angesteuert. Behringer DSX 2496.
Davor dann das Pult.
Das meiste habe ich recht günstig über Ebay Kleinanzeigen bekommen...
Ich gehe davon aus, dass ich mit den HT WG soweit fertig bin... Mehr kann man nicht machen... Es kann sein, dass ich mit den Mitten noch etwas ändern muss. Vertikal sollten sie eigentlich ganz gut funktionieren. Da sollten sie koppeln. Horizontal sind sie eventuell etwas zu weit auseinander. Das werde ich aber nur dann noch ändern, wenn es sich wirklich bemerkbar macht... Habe mal im Raum den Schalldruck bis 6m gemessen. Man konnte keine Interferenzen messen oder hören...
Mit diesem Setup kann ich mit dem DSP alles konfigurieren, was man wohl benötigt.
Getrennt habe ich bei der Empfehlung des HT bei 1500 Hz mit 48db. Die MT's dann von 200 bis 1500. Oben mit 48db und unten mit 12db...
Mir ist natürlich klar, dass ich mit 2 Tops nur 20 Grad hinbekomme... Aber man kann schon deutlich den Einfluss des Winkels erkennen... Bei 0 Grad kann man nicht nur durch messen sondern auch durch hören deutlich erkennen, dass ein Bündel entsteht, der nach ca. 3 Metern etwa 25cm hoch ist und an Lautstärke kaum abnimmt... Gehe ich auf maximal 15 Grad, dann verhält es sich wie ein Horn. Somit kann man schon ganz gut die Zylinderwellen erkennen...
Denke, dass ich mit 4 Stück schon ganz gut ausprobieren kann... Am Ende sind mal 8 pro Seite gedacht... Bei 10 ist eh Ende... Dann kommt das Gewicht und die Höhe zum tragen. Will nicht über die magischen 5m gehen...
Habe ein Bild ohne Gitter eingestellt...
Achso, keine Sorge um Tante Frieda... Erstmal werden keine Veranstaltungen damit gemacht... Und halten wird die Konstruktion auf alle Fälle... Ist alles mit sehr viel Sicherheit dimensioniert. Schweißarbeiten am Flugrahmen und Tower wurden im Dorf vom Schlossermeister persönlich durchgeführt. Da ich Maschinenbau studiert habe, bin ich mir absolut sicher, dass die Konstruktion hält...
Was Versicherungstechnisch angeht, ist erstmal nichts nötig... Wenn alles mal funktioniert, dann habe ich auch keine Angst die Sache mal dem TÜV vorzustellen… Aber das ist erst einmal noch kein Thema... Ist ja wie schon gesagt ein Hobby...

Grüße...


amerika1110
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#12

Beitrag 3. Mai 2019 14:11

In MDF wird das ganze aber unnötig schwer und die Kanten stoßen sich auch gern mal schnell ab.
Ansonsten ein interessantes Projekt.


Jacob
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#13

Beitrag 3. Mai 2019 14:36

stoneeh hat geschrieben:
2. Mai 2019 16:37
Jacob hat geschrieben:
2. Mai 2019 13:29
Eine etwas Ketzertische Frage die ich mir bei solchen Vorhaben meistens stelle:

Geht es dir um das entwickeln eines echten linearrays mit ausgedehntem nahfeld, kohärenter Wellenfront
Eine noch ketzerischere Frage: gibt es Belege dafür, dass diese Begriffe ausser auf dem Papier überhaupt existieren?
Verstehe nicht worauf du hinaus willst. Die letzten 25 jahre Entwicklung aller großen Hersteller und physikalische Grundlagen in Frage stellen? Kann man machen...


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herta007
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#14

Beitrag 3. Mai 2019 15:55

Hallo amerika1110,

da hast Du sicher recht... Aber habe mich erstmal für MDF entschieden. Hatte anfangs sogar 16er MDF genommen... Bin jetzt bei 12 gelandet. Das ganze Teil wiegt jetzt komplett 25 KG. MDF ist erstmal preiswert... Ich weiß noch nicht, ob ich die so lassen kann... Kann sein, dass ich noch etwas ändern muss... Die Lage der Mitten muss sich erst bestätigen... Habe noch Bedenken, dass die zu weit auseinander liegen und somit Interferenzen entstehen... Wen ich weiß, dass die Tops wirklich fertig sind, dann denke ich darüber nach, was anderes zu nehmen...

Kannst du was empfehlen???

Die 3D Drucker werden ja mittlerweile auch immer besser und erschwinglicher... Wäre bestimmt auch eine Variante, Teile zu drucken... Dafür müssten die Drucker aber etwas größer werden...
Grüße


amerika1110
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#15

Beitrag 3. Mai 2019 16:23

Nee, klassisch Birke Multiplex in 12 oder 15 mm.


stoneeh
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#16

Beitrag 3. Mai 2019 17:37

Jacob hat geschrieben:
3. Mai 2019 14:36
Verstehe nicht worauf du hinaus willst. Die letzten 25 jahre Entwicklung aller großen Hersteller und physikalische Grundlagen in Frage stellen? Kann man machen...
Dass Linearray auf Distanz laut macht stellt keiner in Frage - aber das tun auch mehrere einzelne Schallquellen, deren Winkel zum Hörer sich mit der Distanz verringert, und deren Addition dadurch immer besser wird. Dass es bei grossen Schallzeilen eine kohärente Wellenfront gibt, d.h. sich diese wie *eine* Membran verhält, nicht viele einzelne, und dass das erweiterte Nahfeld sich exakt wie in diversen Papieren beschrieben (3 dB Verlust pro Entfernungsverdoppelung in, 6 dB ausserhalb) verhält, ist durch den kommerziellen Erfolg diverser LA-Produkte nicht bewiesen.

Wenn's wohlbekannte Tatsache ist, einfach auf die entsprechenden empirischen Belege (-> Messungen) in der Literatur verweisen, und das Thema ist vom Tisch.


pm-acustics
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#17

Beitrag 3. Mai 2019 18:03

Moin,

schön das jemand mal wieder an einem Linearray bastelt was nicht aus einer Kalottenzeile im HT besteht.

Anmerkungen zum Projekt:

-> 8" zu weit auseinanderm das wir bei 1,5KHz nicht sauber funktionieren. Im besten Fall wird das horizontal viel zu eng, gerade im Vergleich zum HT Waveguide ohne Horn.

Ideen hierzu:

*Mit Schalllinsen/ partielle Abdeckung auf den 8"ler arbeiten, und damit aber wieder Bandpasseffekte zu bekommen...
*Die 8ter maximal nah zusammen zu montieren
*Einer der 8ter früher trennen. Dann eventuell beide 8ter auf eine Seite.

-> Zum HT Waveguide:

Da sollte meiner Meinung noch ein "Horn" davor, da sonst die Abstrahlung in der horizontalen sehr breit ist, wenn ich das noch recht in Erinnerung habe. Das breit passt halt nicht zu der 2x8" Anordung.


-> Zu den HT Treibern:

Sind spätestens bei 8 Modulen/ Seite zu klein gewählt. Auch die Trennfrequenz von 1,5Khz ist eher sportlich, aber notwendig..eher noch tiefer...

Mit freundlichen Grüßen

S.Pechmann (P&M Acustics)


Klangart
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#18

Beitrag 3. Mai 2019 18:42

@ *herta007* :

Also du hast einfach Lautsprecher in einen Holzkasten gebaut ... und die elementaren Grundlagen zu funktionierenden LAs nicht berücksichtigt.
HIER ! siehst du wie so etwas aussehen SOLLTE damit das auch gescheit funktioniert !

;) Klangart


Jacob
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#19

Beitrag 3. Mai 2019 20:11

stoneeh hat geschrieben:
3. Mai 2019 17:37
Jacob hat geschrieben:
3. Mai 2019 14:36
Verstehe nicht worauf du hinaus willst. Die letzten 25 jahre Entwicklung aller großen Hersteller und physikalische Grundlagen in Frage stellen? Kann man machen...
Dass Linearray auf Distanz laut macht stellt keiner in Frage - aber das tun auch mehrere einzelne Schallquellen, deren Winkel zum Hörer sich mit der Distanz verringert, und deren Addition dadurch immer besser wird. Dass es bei grossen Schallzeilen eine kohärente Wellenfront gibt, d.h. sich diese wie *eine* Membran verhält, nicht viele einzelne, und dass das erweiterte Nahfeld sich exakt wie in diversen Papieren beschrieben (3 dB Verlust pro Entfernungsverdoppelung in, 6 dB ausserhalb) verhält, ist durch den kommerziellen Erfolg diverser LA-Produkte nicht bewiesen.

Wenn's wohlbekannte Tatsache ist, einfach auf die entsprechenden empirischen Belege (-> Messungen) in der Literatur verweisen, und das Thema ist vom Tisch.
Exemplarische Messungen von Anselm Görtz:

https://www.google.com/url?sa=t&source= ... Qsf4RDwyl1


Jens Droessler
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#20

Beitrag 3. Mai 2019 21:07

@ stoneeh: Richtig gemachte LAs funktionieren nachweislich wie in der Theorie vorhergesagt. Jeder seriöse Hersteller weist das bei seinen Produkten indirekt nach, wenn er die Daten für die Simulationssoftware zusammenstellt, ohne die eine saubere Beschallung mit LAs gar nicht machbar ist. Selbst jeder seriöse Anwender merkt das bei mittelgroßen LAs, weil sich eben nicht nur die Effekte der kohärenten Kopplung einen nötigen EQ-Eingriff bemerkbar machen, sondern je nach Länge, Entfernung und Ausrichtung auch das frequenzabhängige, ausgedehnte Nahfeld.

@ Andy: Doch nicht die Hummel-Geschichte... Das war ein Witz unter Physikern. Man wusste selbst zu der Zeit schon auch in der Theorie, dass Hummeln fliegen können :)

@ herta007: pm-acustics hats schon gesagt. Das stimmt auch so alles. Das fehlende Horn vor dem Waveguide macht die Sache mit dem unterdimensionierten Hochtontreiber noch schlimmer, da da so auch Ladung für den Treiber fehlt, der MIT empfohlenem Horn schon nicht unter 2,5kHz laufen sollte. Der Treiber wird das eine gute Zeit lang mitmachen, aber früher oder später mechanisch überfordert sein, zudem durchgängig hohen Klirr produzieren. Überhaupt ist gerade bei LAs der Ansatz "möglichst billig" nicht unbedingt sinnvoll.
Letztlich lässt sich mit den derartigen Waveformern der Chassishersteller kein wirklich tolles LA bauen, weil sie ein richtiges Waveforming gar nicht wirklich hergeben. Man versucht, möglichst ohne großen Aufwand diesen Nischenmarkt mitzubedienen. Große Hersteller, denen es drauf ankommt, entwickeln etwas eigenes. Und denen will man auch mit guten Lösungen für den Selbstbaumarkt bzw. für kleinere Hersteller nicht an den Karren fahren, denn man ist auch aufs OEM-Geschäft angewiesen.
Zuletzt geändert von Jens Droessler am 14. Mai 2019 19:11, insgesamt 1-mal geändert.


stoneeh
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#21

Beitrag 4. Mai 2019 07:55

Jacob hat geschrieben:
3. Mai 2019 20:11
Exemplarische Messungen von Anselm Görtz:

https://www.google.com/url?sa=t&source= ... Qsf4RDwyl1
Ok, das klärt eigtl. meine Fragen :top: . Ich selbst hab bis jetzt noch nie Messungen gefunden gehabt, immer nur theoretische Beschreibungen - deswegen mein nachhaken.


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#22

Beitrag 4. Mai 2019 11:08

Danke an euch beiden (pm-acustics & Jens)
Das sind ja mal echt konstruktive Nachrichten und sogar Vorschläge von euch ohne irgendwelche "Nebengeräusche"... ;-)

Ich hatte wie gesagt bei 0 angefangen. Wollte eigentlich normale Lautsprecher im LA Gehäuse bauen... Hatte anfangs anstelle der WG's 2 Rechteckhörner (MHD 230 sq von IMG) senkrecht übereinander eingebaut... :-)
Da habe ich mir dann selber schon die Frage gestellt, ob sich da nicht etwas gegeneinander ausspielt... Dadurch kam ich erst auf das Thema der LA´s, ihre Wirkweise und deren Funktion. Die Treiber habe ich erst einmal gewählt, weil diese recht preiswert sind. Für die Zukunft sollen es einmal die Eighteensound ND1020 werden.

Hatte mir gedacht, dass wenn die jetzigen mal zu schwach werden, dann könnte man die Tops für unten nehmen... Für den nahen Bereich.

Ich habe mich erstmal auf das Gehäuse und das fliegen konzentriert. Es ist nämlich echt nicht einfach, mal eben solche Teile in Position zu bringen um dann ein Resultat zu hörnen und die verschiedenen Winkel einzustellen. Ich kann jetzt entweder aufstellen oder auch aufhängen... Dafür habe ich erstmal einen Tower gebaut.
Denke dass ich da schon fast am Ende angekommen bin. Funktioniert richtig gut...
Ein Horn vor die WG's zu setzen ist eine gute Idee.
Die WG-Hörner machen laut Herstellerangaben vertikal 100 Grad... Ist das den wirklich noch zu viel???
Mit den Mitten werde ich mal sehen. Wie gesagt stammt das noch von der ersten Planung.
Werde dieses Wochenende die Tops 3 und 4 fertig bauen. Ich werde mir dann einmal den Mittenbereich angucken/hören.
Denke, dass ich mit 4 Tops schon etwas mehr erkennen kann... So wie ihr das sagt gibt es da dann mit Sicherheit noch Handlungsbedarf... )-:
Ist es überhaupt sinnvoll, nach vorne eine Bassreflexöffnung zu bauen??? Hindert das dann eventuell auch beim Koppeln???

Habe mir so eine Art Drehteller gebaut um einmal mit einem Messmicro den horizontalen Bereich angucken... Gerade die mittleren Frequenzen sind ja dann wohl sehr interessant.


Grüße

Jürgen

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_Floh_
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#23

Beitrag 4. Mai 2019 11:51

Das Problem bei den Wellenformer ist, dass du ohne einen Hornvorsatz einen extrem großen Sprung in der Öffnungsfunktion hast, im Wellenformer passiert da erstmal nicht wahnsinnig viel, der macht von 5cm2 am Hals bis auf 25cm2 am Ausgang auf, und dann kommt die große freie Welt.
Vor allem zu tieferen Frequenzen hin bekommst du hier dementsprechend wenig Aufladung zusammen, auch deswegen, und weil die meisten Wellenformer zu höheren Frequenzen hin noch etwas enger ziehen, setzt man vor einen Wellenformer gerne noch einen Hornvorsatz, in seiner einfachsten (aber sicher nicht idealsten...) Ausführung kann das ein V aus zwei Bretter sein, auf welchem noch die Tiefmitteltöner/Mitteltöner montiert sind. Der Winkel zwischen den Brettern beträgt meist irgendwas zwischen 120 und 90 Grad, je nach gewünschtem Abstrahlwinkel.
Je größer und tiefer dieses V wird, desto mehr hilft das dann auch der Aufladung untenrum, was die Blastung der Hochtontreiber etwas begrenzt.
Montiert man darauf noch die Tiefmitteltöner, hat das den Vorteil, dass diese näher zusammenrücken und somit weiter hoch aneinander koppeln, man handelt sich an diesen jedoch durch diese Art der Montage auch zusätzliche Beugungs- und Reflektionseffekte im Hochton ein, das lässt sich durch bündiges Einfräsen schon etwas einschränken, wie weit man gehen kann diese zu minimieren sieht man aber z.B. am JBL VerTec.
MfG Flo

Denkst du, das ist Luft, die du gerade atmest? Hm.


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herta007
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#24

Beitrag 4. Mai 2019 14:01

Hallo Floh,
das sind ja echt gute Informationen... Mit den Mitten und dem Horn habe ich verstanden... Was machen denn die Schallwellen, wenn die zwei 8 Zöller im V angeordnet sind nach vorne betrachtet? Und ich muss natürlich berücksichtigen, dass wenn die HT's weiter nach hinten gehen, der Abstand zum nächsten Top immer größer wird... Das sollte ja auch vermieden werden... Den Gedanken finde ich echt gut... Ich würde gerne vermeiden, dass ich nicht symmetrisch baue... Ich könnte die Mitten ja auch eng nebeneinander anordnen und die WG nach außen… Aber dann bin ich nicht mehr symmetrisch und das ist wiederum schlecht für den Schwerpunkt....
Die vier Stück, die ich bereits gebaut habe, werde ich erstmal so lassen... Das ist ja dann auch der optimale Vergleich... So, wie man es nicht machen sollte... ;-)
Die nächsten werde ich dann mal neu überarbeiten... Wie schon empfohlen werde ich dann auch auf ein besseres Material gehen...

Mir war vorher schon klar, dass ich nochmal neu konstruieren muss... Deshalb auch billiges MDF... Das ist wie bei allem so... Wenn man sich mit einer Sache intensiv beschäftigt, dann kommt damit auch immer mehr Wissen und Erfahrung... Das ist mir völlig klar und deshalb ist es ja auch so Interessant...

Danke für deine Antwort :-)
Grüße
Jürgen

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Big Määääc
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#25

Beitrag 11. Mai 2019 22:24

eig braucht man LA's kaum neu entwickeln,
sondern einfach von den grossen Herstellern kopieren,
die auch einfach zubauenden Prinzipien bieten.

und dann sieht man schnell wo die Prioritäten des Prinzips liegen,
wo man leider nicht sparen kann,
doch auch Stellen die locker Kompromisse zulassen.

Kompromissen bei der Filtertechnik gehören nicht wirklich dazu.

Flugtechnik und Co muss sich ja jeder selber eingestehen,
und den Sinn solcher Kistenstapel sowieso.

abba y not 8-)
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herta007
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#26

Beitrag 13. Mai 2019 11:49

Hallo zusammen,
habe Jetzt 4 Tops fertig und einmal miteinander Verbunden ohne Winkel also 0 Grad... Das ganze habe ich auf einen selbstgebauten Drehteller gestellt. Habe mit einem Messmicro (MiniDSP) und einer Software (hat die Funktion einer Messung einer Abstrahlcharakteristik) ein Diagramm erstellt (Raster 5Grad kompletter Frequenzgang). Wie hier schon einige gesagt haben, bestätigt es sich auf dem Diagramm, das im Bereich 400Hz und 1500Hz deutliche Interferenzen im Bereich von ca. 20 Grad auftreten... Der Schalldruck ist dort deutlich niedriger als seitlich oder frontal...
Vom hören her, also die Empfindung ist nicht so stark wie das Diagramm zeigt... Zumal ich auch eh die Mitten am EQ etwas rausgenommen habe... Ich glaube den meisten würde das noch nicht einmal auffallen...
Mittlerweile habe ich es auch begriffen, wie das so läuft mit der Kopplung... Frequenz und Abstand sind da die wichtigsten Faktoren... Wenn ich dann bedenke, dass ich di 8 Zöller weit nach außen gesetzt habe, dann war das echt blödsinnig... ;-)

Im oberen Frequenzbereich funktioniert aber alles recht gut... Soweit man das hören und messen kann, scheinen die WG´s gut zu funktionieren... Habe in meinem Keller die Möglichkeit bis zu 8 Meter Entfernung zu messen und zu hören...

Das alles lässt mir natürlich keine Ruhe... Habe jetzt angefangen, eine zweite Version des Gehäuses zu bauen... Außen und Flugzeugs bleiben bestehen... Das funktioniert gut und das einzige was ich noch ändere ist, der Umstieg von Rendelschrauben auf Kugelstiftbolzen, anstatt MDF Multiplex 15mm und eine 1 Grad Einteilung.

Eine Sache habe ich aber dennoch nicht ganz verstanden... Wenn ich mir den Abstand in Abhängigkeit der Frequenz ausrechne, dann komme ich bei einem 8 Zöller auf ca. 600 Hz Maximal... Üblich ist ja bei 1500Hz zu trennen.. Viele arbeiten mit 8 Zoll und man kann auch nachlesen, das deshalb gerne mit ihnen bei LA's gearbeitet wird...
Nach Berechnung bekommt man 1500 Hz nur mit 4 Zoll hin und auch nur dann, wenn sie auf Stoß positioniert werden...
Ist echt komisch... Kann da eventuell einer von euch was zu sagen???

Ich habe jetzt um sicher zu gehen folgende Positionen gewählt... Die Idee mit den Mitten in die Hornöffnung zu setzen habe ich übernommen... Allerdings komme ich mit 8 Zoll überhaupt nicht hin... Zu tief ins Gehäuse und Abstand horizontal zu groß... Bin jetzt auf 2 4Zöller jeweils links und rechts in der Hornöffnung umgestiegen... Also insgesamt jetzt 4 x 4Zoll Mitten... Die 8er sitzen wie vorher links und rechts gerade so eng zusammen, wie es geht... Bassreflex dann ganz außen...
Das Horn bekommt dann 100Grad Horizontal. Hat eine Tiefe von ca. 100mm.
Somit kann ich jetzt oben rechnerisch bei ca. 1600 HZ trennen und die Mitten ab ca. 500 HZ nach unten befreien... Den Rest übernehmen die 8 Zöller. Somit sollte ich jetzt eigentlich alles richtig haben. Die 1Zoll Treiber lasse ich jetzt erst einmal so drinne… Die werde ich später dann mal austauschen.
Somit sind jetzt daraus 3 Wege geworden...
Auf die Mitten kommen noch Abdeckungen. Da werde ich dann mal verschiedene Varianten ausprobieren...
Suche noch eine gescheite Software, die das Umfeld messen kann. Habe jetzt die von audio-Software.de genommen...
Ist von der Handhabung perfekt aber mit dem MiniDSP (USB) ist eine Kalibrierung kaum möglich... Zumindest bekomme ich das nicht hin. Die Software ist glaube ich für eine Soundkarte mit ein und Ausgang vorgesehen...
Für die Umfeldmessung ist das nicht so wichtig... Würde aber auch gerne mal die anderen Messungen durchführen... Klirr, Ausschwing, Nachhall, etc...
Vielleicht hat da jemand noch einen Tipp auf Lager...
Mein Ziel ist, eine Datei im GLL Format zu erstellen... Das kann man auch machen lassen... Kostet ca. 1500,-Euro... Aber so ist preiswerter... Dann könnte man die Simulation in Ease erstellen... Das Tool dafür ist kostenfrei...

Grüße

Jürgen


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herta007
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#27

Beitrag 13. Mai 2019 11:51

Achso… Noch einmal vielen Dank für die Beiträge!

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Big Määääc
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#28

Beitrag 13. Mai 2019 14:53

eine schön zusammengefasste Seite zur Array Technik finde ich ist diese hier
http://www.burton-manor.co.uk/index.ph ... ne-arrays

nicht alles drin und iwie endet es einfach ,
aber lesenwert .
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