Kaufberatung Passive Fullrange, Verstärker, Batterie

Lautsprecher, Licht & Equipment für Partykeller, Unterwegs und kleinere Installationen (Bar, Bistro, Kneipe)

Moderatoren: Lars H, mich0701

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tenus
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#1

Beitrag 11. Mai 2020 18:46

Moin zusammen!

Ich wende mich hilfesuchend an euch, denn ich möchte mir eine PA-Kombination für unterwegs zusammenstellen und bin ziemlicher Laie auf diesem Feld.

Als passive Fullrange Box dachte ich an the box PA 252 ECO MKII. Vielleicht auch an EV ZLX 15.

Bei der Endstufe suche ich eine starke D-class Car-Hifi-Endstufe. Hier hab ich nichteinmal eine Idee auf welcher Seite ich soetwas gut suchen und vergleichen kann, also ist jeder Vorschlag willkommen.
Ich habe gesehen, dass für ähnliche Projekte Chinaboards wie das TPA3116 empfohlen werden.
1) Wo ist der zugrundeliegende Unterschied zu einem für mich eher 'typisch' aussehenden Audio System CO 100.2 ?
2) Könnte ich bei dem TPA3116 direkt meinen Laptop über Bluetooth als Audiosignalquelle anschließen?
3) Wie sieht es perspektivisch mit dem Aufrüsten aus? Lohnt es sich hier direkt genug Power für eine weiter Top Box und einen Subwoofer miteinzuplanen?

Als Stromquelle würde ich eine 12V Autobatterie wie die Varta Blue Dynamic E11 verwenden. Wieviel AH benötige ich hier ganz grob übern Daumen pro Stunde?

Ich bin dankbar für jeden konstruktiven Hinweis! Erstklassig wäre es, wenn bei Vorschlägen auch auf eine Bezugsquelle hingewiesen werden würde.

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Hobbypabastler
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#2

Beitrag 11. Mai 2020 19:08

Hallo

Zunächst mal um dir Helfen zu können musst du uns dein Buged, Anwendungszweck und Musikrichtung nennen.

Dann zu den Lautsprecher die pa 252 ECO sind recht schwere Kübel (20 kg das Stück) dazu sind sie auch noch sehr Groß und mit Filz bezogen daher Zitat: wenn du sie an einem überdachten Ort stehen hast ist das ok aber sonst würde ich die dir ncht empfehlen.

Zu den 15er von EV da kommt schon was raus aber billigere 15er Topteile neigen dazu ein klangliches loch in der Mitte zu haben. Aber wenn du mal nen Sub drunterstellen willst dann nimm doch die the Box pro Achat 112M oder sowas ähnliches.

Zu den Amps kann ich leider nichts sagen :flop:

Bei dem Akku kann ich noch sagen das ne Autobatterie geht aber nicht das beste ist was man machen kann. Da brauchst du bei hoher Lautstärke 3 oder 4 davon.

Grüße


Simon
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#3

Beitrag 11. Mai 2020 19:50

1) Die typischen Auto Endstufen sind meistens Class AB Verstärker. Der Unterschied liegt in der Effizienz und im Ruhestrom. Meist sind die Leistungsangaben für niedrige Impedanzen angegeben. Auch musst du hier nichts Basteln. im Idealfall kann dir die Autoendstufe auch Tiefpass und Hochpass abnehmen.
2) ja, wenn das Board noch am Akku hängt kommt da schon was raus. Je nach Board sind starke Unterschiede in der Qualität zu finden. Die Ausgangsdrosseln sind oft nicht stark genug dimensioniert.
3) Wie zuvor genannt kommt das nur auf den Einsatzzweck und die Ansprüche an. Aufrüsten geht immer. Ich würde erstmal für eine Box planen. Evtl reicht das schon für deine Anwendung.

Allgemein lohnt es sich eher Boxen auf 4 Ohm laufen zu lassen, da hier bei gleicher Spannung mehr Leistung kommt als bei 8 Ohm. Das würde ich bei der Auswahl der LS auch noch bedenken. Auch bringt Wirkungsgrad mehr als unendlich viel Leistung ;)
Bei der Spannungsversorgung ist schon was mit Blei-Gel machbar. Ist halt schwer.... Falls mehr Leistung da sein soll, musst du auch schon beim TPA mit der Spannng nach oben. Das Datenblatt von TI sagt dir, wie viel Leistung bei welcher Spannung raus kommen soll. Falls ein Spannngswandler dazu soll, nimm bitte einen guten. Die XL6009 oder so sind meist schlecht im Regelverhalten und haben können den Verstärker mit Überspannung killen.

Ich hab eben noch gesehen, dass die Batterie eine normale Autobatterie mit Säure ist. Dazu noch recht teuer. Die können mehr Impulsstrom abliefern, neigen aber bei dauerhafter kleiner Stromentnahme zur Sulfatisierung und verlieren Kapazität. Da ist eine Blei-Vlies-Batterie besser geeignet. Tiefenentladeschutz ist bei allen Varianten Pflicht!
Laufzeit kannst du über den Crestfaktor abschätzen. Peakleistung/Crest gibt ne gute Einschätzung. Im Allgemeinen reicht die Energie übrig, wenn man einen einigermaßen effizienten Aufbau hat und die Batterie pflegt. Klar, die Lautstärke hat auch ordentlich Einfluss drauf.

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tenus
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#4

Beitrag 12. Mai 2020 13:34

Ersteinmal vielen Dank für Eure schnellen Antworten!
Hobbypabastler hat geschrieben:
11. Mai 2020 19:08
Zunächst mal um dir Helfen zu können musst du uns dein Buged, Anwendungszweck und Musikrichtung nennen.
Budget: 600-700€
Anwendungszweck: Irgendwo hingehen wo man niemanden stört (Raum mieten/Wald, Wiese w/e) und richtig laut machen
Musikrichtung: Techno

Gewicht ist kein Problem. Wird vermutlich in nem Kofferraum oder auf nem Bollerwagen transportiert.
Simon hat geschrieben:
11. Mai 2020 19:50
im Idealfall kann dir die Autoendstufe auch Tiefpass und Hochpass abnehmen.
Hast du hierfür vielleicht eine konkrete Kaufempfehlung?

Auf geizhals und amazon sind die Verstärker meist nach Kanälen und Leistung sortiert. Wieviel Kanäle benötige ich und wieviel Watt jeweils? Eine Leistungsreserve im Verstärker einzuplanen wäre sinnvoll hab ich gelesen.

Grüße!


Simon
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#5

Beitrag 12. Mai 2020 14:31

Eine konkrete Empfehlung habe ich dafür nicht. Ich bin eher der, der das aus Verstärker-ICs aufbaut. Hier im Forum gibt's auch irgendwo eine Empfehlung zu einer Crunch Endstufe. Das "Hauptproblem" sehe ich hier beim Ruhestrom und Effizienz. Meistens liefern die Dinger dann irgendwas um 80W an 4 Ohm. Das ist nicht wirklich sooo viel, reicht aber um an wirkungsgradstarken Boxen ordentlich Radau zu machen. Beim besseren Lautsprecher kann man mehr Lautstärke raus holen, als mit mehr Watt. Die Leistungsverdopplung macht dir 3 db mehr Schalldruck. Der Sprung von 40 auf 80W macht also nur 3 db aus. Das ist aber von der Effizienz bzw. vom Schaltungsdesing ein enormer unterschied. Wenn der Speaker schon mit höherem Wirkungsgrad kommt, kannst du dir die mehr Watt auch sparen ;)

Ich empfehle dir ein oder 2 Topteil-LS mit Subwoofer. Wenn das eh auf einem Wagen transportiert wird, macht das gestückelte ja nichts, oder? Das kann bei gutem Wirkungsgrad (>95db/W1m) gut Alarm machen und das auch schon mit 40W pro Kanal. Natürlich sind nach oben hin keine Grenzen, was die Lautsprecher angeht. Wir hatten zwei LFsub112 und ein JB-sat1121 an je 80W. Das war schon sack laut und mehr als ausreichend.

Für ein Topteil und ein Subwoofer bräuchtest du dann nur eine 2 kanalige Endstufe. An sonsten eine mit 4 Kanälen. 3 Kanalige sind leider Mangelware. Die Watts richten sich dann wieder nach deinem Budget und Lautsprecher.

Sind die 800€ für alles oder hast du schon einen Lautsprecher oder Kabel? Kommt Selbstbau in Frage? Traust du dir die Elektronik zu?

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tenus
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#6

Beitrag 12. Mai 2020 14:59

Nagut auf 800€ lasse ich mich hochhandeln, aber das ist dann auch das Maximum :D

Und das muss dann auch für alles was die Anlage angeht reichen. Technik habe ich garkeine, n Lötkolben besitze ich zwar aber (Boxen-)Eigenbau kommt nicht in Frage.

Würde mit einer Top-Box und einem Sub die Batterie nicht auch doppelt so schnell leer sein? So 7-8 Stunden bei hohem Pegel würde ich mir schon wünschen.

Und nein, Stückelung der Komponenten ist kein Problem.

Vielen, vielen Dank schonmal!


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#7

Beitrag 12. Mai 2020 16:16

naja, mit 2 x Doppelfünfzehner Fullrange braucht man glaub ich nicht mehr unbedingt einen Subwoofer.
Grundsätzlich profitiert jede Box hinsichtlich ihrer Tieftonwiedergabe davon wenn sie auf dem Boden steht (Halbraum)
Also lieber dicke Subs auf dem Boden und kleine Topteile dazu als solche Riesenkübel auf Stative oder Biertische etc.

Anders siehts natürlich aus, wenn das Publikum klein ist und die Ansprüche an die Schallverteilung gering, dann kann man die zwei Doppelfünfzehner einfach auf den Boden stellen. Wenn dann halt jemand davor steht, hört man dahinter nichts mehr Vernünftiges.

Meine Erfahrung: unterm Strich braucht man weniger Strom wenn man einen Subwoofer hat, der von sich aus vernünftig Fundament macht, als wenn Topteilen durch EQing Bass entlockt.
So getestet mit 2x Doppelzehner Top + 1x Doppelachtzehner, Amping war eine "4x150Watt" billige RTO Autoendstufe mit eingebauter Weiche. Hat in Verbindung mit einer einfachen 150Wp Solar, einer ca. 100Ah Batterie bei zugegebenerweise kräftig Sonne 6 Tage Festival für zumindest hin und wieder leichtes Erdbeben und den Dauerbetrieb einer Engel Kühlbox ausgereicht.

Wenn Volumen/Gewicht untergeordnet, möglichst große Boxen mitnehmen die mit wenig Watt viel Bass machen. Also entweder dicke Fullrange mit den o.g. Nachteilen; oder kleine Topteile mit großen Subs.

Große Subs können entweder Reflexe ala Doppelachtzehner sein, die tendenziell eher viel Tiefbass machen, bei richtigen Techno könnte aber auch einfach - Um mal zwei Extreme der verschiednenen Bauarten zu nennen - ein oldschool Horn ala jumbo w-bin, 4050, bec1 o.ä. vorstellen. ... Solche Kisten machen dann eher richtig viel Bass pro Watt, dafür weniger Tiefbass.


Fleehn
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#8

Beitrag 12. Mai 2020 19:10

Hallo,

Ein guter Kumpel von mir hat zwei peavey eurosys in der Bucht. Die machen schon mächtig Alarm. Kannst du auch gerne Probe hören.

Lg


Hobbypabastler
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#9

Beitrag 13. Mai 2020 10:59

Wie wäre es mit den the box pro Achat 204 als Tops? 80 Watt an 4 Ohm und 112 db max. Zwei von denen an der 4 Kanal Auto Amp. Und dan noch jl-sub 112 zwei mal (der mit der Thomann Bestückung). Der kommt bei ca. 100 Watt an seine Grenze also bist du mit 80 Watt gut dabei.

Ich weiß dass du hast geschrieben kein Selbstbau aber ich kenne keinen Sub mit 80 Watt den mann jetzt so kaufen könnte.

Grüße :prost:

Edit: Ich hab jetzt nochmal geschaut es würde noch der the box pro Achat 108 gehen hat auch 100 Watt. Ist halt die Frage ob nen 8er sub draußen Sinn macht.

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