LF Sat 12 oder JM Sat 15

Lautsprecher, Licht & Equipment für Partykeller, Unterwegs und kleinere Installationen (Bar, Bistro, Kneipe)

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BärtigerMann
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#1

Beitrag 19. Jan 2022 20:36

Hey Leute,

ich möchte im Frühjahr eine Box bauen mit der ich circa 40-70 Leute auf einer Party beschallen kann. Ich habe mir letztes Jahr eine kleinere Box mit dem Visaton BG20 gebaut, diese ist mir jedoch mit stetig wachsender Gästeanzahl zu leise geworden.
Da ich selbst mich als absoluter Anfänger im Thema Boxenbau beschreiben würde, der quasi kein Fachwissen mitbringt, möchte ich mich an einem schon bestehenden erprobten Konzept orientieren.
Ich recherchierte und bin auf die LF-Sat 12 und die JM-Sat 15 gestoßen. Nun stellt sich für mich die Frage, inwiefern sich der doch nicht ganz unrelevante Aufpreis zur JM im vergleich zur LF für mich lohnt.

Mein Plan:

Einsatzgebiet: Hüttenpartys
Gästeanzahl: 40-70 Pers.
Musiklautstärke: so laut wie möglich

Grundkonzept: Autonom betriebene Aktivbox mit Akku



Meine Frage ist wie schon oben erwähnt, ob sich der Aufpreis für meine Anwendungen loht.
Der größte Unterschied den ich in meiner Recherche finden konnte war die unterschiedlichen Belastbarkeitswerte und die unterschiedlichen max. Pegel. Hier habe ich mir vorallem gedacht: Die LF-Sat12 hat eine deutlich niedrigere Belastbarkeit bei wenig Pegelunterschied. Dadurch wäre die LF-Sat12 effizienter und besser geeignet für den Akkubetrieb.
Ist diese Schlussfolgerung richtig?


Ich wäre sehr dankbar über eine Unterstützung :)

LG

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David4703
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#2

Beitrag 19. Jan 2022 21:24

Moin,

wenn es dir tatsächlich nur um die reine Lautstärke geht wirst du wahrscheinlich mit beiden glücklich.

Für viel Bass ohne Subwoofer sind die beiden nur bedingt geeignet.

Das LF-Sat12 kann einfach keinen brachialen Bass.

Das JM-Sat15 kann zwar mit etwas EQ schon einiges an Bass jedoch geht das bei dem Akkukonzept massiv auf die Akkulaufzeit und es wird ein potenter Amp gebraucht.

+3db bedeuten die Verdopplung der Leistung.
+6db die Vervierfachung usw.

Grüße
David

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David4703
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#3

Beitrag 19. Jan 2022 21:38

Für die Effizienz der Akkubox ist übrigens der Kennschalldruckpegel verantwortlich.

Also z.B. 95 db/w/m vs. 98 db/w/m
In der Theorie braucht die Box mit dem geringeren Kennschalldruckpegel hier die doppelte Leistung (3db) für denselben Pegel.

In der Praxis sieht das ganze allerdings etwas harmloser aus, da unser Musiksignal einen hohen Dynamikumfang hat und wir im Mittel sowieso nur einen Bruchteil der Verstärkerleistung "nutzen".

Viel interessanter ist die Empfindlichkeit im Bassbereich, da hier später die meiste Leistung "verbrannt" wird.

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Jobsti
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#4

Beitrag 20. Jan 2022 13:45

Für ein Akkuprojekt wäre was Richtung LF-Sat15V2 am interessantesten,
sprich von Haus aus ordentlich Rumms untenrum, so dass man sich jeglichen EQ sparen kann, oder im Fall der Fälle (Eckaufstellung) Bass rausnimmt = Akku sparen.

Das JM-Sat15 wäre in meinen Augen Verschwendung für dein Projekt,
ja du hast mehr Membranfläche und mehr Tiefgang und am Boden/Wand/Ecke dann auch ordentlich rumms,
kannst aber die wirklichen Vorteile der Box eigentlich gar nicht wirklich ausspielen, bis auf den Klang, fände ich also kurzum einfach zu teuer für dein Vorhaben.

Das LF-Sat12 ist vom Pegel und Klang genau das Richtige für dich, jedoch kannst damit auf keinen Fall einen Subwoofer ersetzen (was das 15er kann, aber dazu EQ benötigt).


Momentan würde ich raten:
Warte auf das LF-Sat15 V3, das verzögert sich eine Weile, da die Kenfords momentan allesamt nicht lieferbar sind,
entsprechend muss das Update leider warten.
Außer du bekommst noch einen Kenford Comp50 irgendwo her, dann wäre das LF-Sat15 V2 eine Idee.

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#5

Beitrag 20. Jan 2022 20:40

Oder einen Amp ala Up2Stream nehmen, DSP drin für die Trennung zwischen einem Top und Sub realisieren.


Partybeschallung
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#6

Beitrag 20. Jan 2022 21:50

@Jobsti
Ach schade, ich dachte in die LF-Sat15 v3 kommt etwas von SB Audience rein.
Grüße
Andreas

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Jobsti
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#7

Beitrag 21. Jan 2022 11:04

V3 wird nur noch ein Update vom Hochtöner, Rest bleibt zur V2
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#8

Beitrag 23. Jan 2022 19:34

Jobsti hat geschrieben:
20. Jan 2022 13:45
Für ein Akkuprojekt wäre was Richtung LF-Sat15V2 am interessantesten,
sprich von Haus aus ordentlich Rumms untenrum, so dass man sich jeglichen EQ sparen kann, oder im Fall der Fälle (Eckaufstellung) Bass rausnimmt = Akku sparen.

Das JM-Sat15 wäre in meinen Augen Verschwendung für dein Projekt,
ja du hast mehr Membranfläche und mehr Tiefgang und am Boden/Wand/Ecke dann auch ordentlich rumms,
kannst aber die wirklichen Vorteile der Box eigentlich gar nicht wirklich ausspielen, bis auf den Klang, fände ich also kurzum einfach zu teuer für dein Vorhaben.

Das LF-Sat12 ist vom Pegel und Klang genau das Richtige für dich, jedoch kannst damit auf keinen Fall einen Subwoofer ersetzen (was das 15er kann, aber dazu EQ benötigt).


Momentan würde ich raten:
Warte auf das LF-Sat15 V3, das verzögert sich eine Weile, da die Kenfords momentan allesamt nicht lieferbar sind,
entsprechend muss das Update leider warten.
Außer du bekommst noch einen Kenford Comp50 irgendwo her, dann wäre das LF-Sat15 V2 eine Idee.

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Vielen Dank für deine Antwort!
Wenn ich mit dem LF-Sat12 ohne Subwoofer nicht glücklich werde, kannst du mir vielleicht einen Bausatz für einen als Ergänzung empfehlen bzw. würde so ein System überhaupt für mich taugen (Stromverbrauch, Gewicht)?

Kannst du es ungefähr abschätzen wann die V3 kommt bzw. wann die Teile verfügbar sind ;) ?

Und in deinem Shop kann ich kein LF-Sat15 V2 finden. Was hat das für ein Grund?

LG


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#9

Beitrag 23. Jan 2022 20:11

Und noch eine Frage unabhängig von der Boxenauswahl.
Ich habe einen Verstärker gefunden von dem ich gerne wissen würdet was ihr von dem haltet und ob ihr glaubt, dass er für mein Projekt geeignet wäre :)
https://www.voelkner.de/products/123904 ... paign=fpla


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#10

Beitrag 24. Jan 2022 07:07

Die Sinuslive 1000 ist eine reine Subwoofer-Endstufe.
Die spielt nur bis 150Hz.

Die Sinuslive SL-A4100D kann gebrückt werden, dann hast Du zweimal 240W@4Ohm.
Grüße
Andreas

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#11

Beitrag 24. Jan 2022 13:51

BärtigerMann hat geschrieben:
23. Jan 2022 19:34
Und in deinem Shop kann ich kein LF-Sat15 V2 finden. Was hat das für ein Grund?
Weil kurz nach Fertigstellung der COMP50B aus dem Programm bei Kenford geworfen wurde,
somit hat sich's nicht gelohnt das wegen 2 letzten Bausätzen online zu stellen.

Die Kenford's stehen momentan auf "Nicht lieferbar, Termin unbekannt".
Auf meine Nachfrage hin, kann das alles sein von 4 Wochen bis 4 Monaten.
Mit freundlichen Grüßen
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#12

Beitrag 6. Feb 2022 17:58

Partybeschallung hat geschrieben:
24. Jan 2022 07:07
Die Sinuslive 1000 ist eine reine Subwoofer-Endstufe.
Die spielt nur bis 150Hz.

Die Sinuslive SL-A4100D kann gebrückt werden, dann hast Du zweimal 240W@4Ohm.
Ah stimmt danke für deine Korrektur :)
Ich meinte auch den A4100D. Reicht der aus in Kombination mit der LF Sat 15 um einen sehr hohen Pegel zu erreichen oder würdet ihr mir zu noch mehr power raten? Wenn ja, wäre ein konkreter Vorschlag sehr nett ;)


Severin Pütz
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#13

Beitrag 6. Feb 2022 18:57

Warum nicht ne fertige Akkubox kaufen ?
Ich z.b. hab von Proel die V Serie , A/Plus Serie da, V10a und V12plus, die gibt's auch als Free Variante Akkubetrieben.
Finde die klanglich gut, und die können wircklich richtig gut Bass, da nehm ich für kleine Veranstaltungen nie einen Sub mit, vorallem die 10er erstaunen mich immer wieder was da an Bass rauskommt.
Wäre sicher nicht teurer und das sind durchdachte Systeme


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#14

Beitrag 6. Feb 2022 20:04

Wir veranstalten auch öfter die Richtung von Partys.
Also wenn Aggregat außer Frage steht dann würde ich auf ne Soundboks gehen.
Wir machen das ganze seit diesem Jahr mit nem Aggi und ner Aktiv Box was halt Ultra Praktisch ist, da man noch einfach LED Pars oder sowas in die Richtung dazu hängen kann ohne weiteren Aufwand.
Wenn das nicht in Frage kommt würde ich wie gesagt auf ne Soundboks gehen. Die sind relativ Wertstabil was bei dem Preis durchaus ein Argument ist. Man kann auch ohne weiteres nen zweiten Akku dazu kaufen und somit ist 15 Stunden auf Vollgas auch kein Problem.
Zum Klang und zur Lautstärke braucht man nicht viel sagen, laut ist se wenn man sie auf Ohr Höhe stellt und Klanglich ist es bei der Art von Party auf jeden Fall ausreichend.

Grüße
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Euch allen einen schönen Tag ;-)


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#15

Beitrag 7. Feb 2022 13:32

Severin Pütz hat geschrieben:
6. Feb 2022 18:57
Warum nicht ne fertige Akkubox kaufen ?
Ich z.b. hab von Proel die V Serie , A/Plus Serie da, V10a und V12plus, die gibt's auch als Free Variante Akkubetrieben.
Finde die klanglich gut, und die können wircklich richtig gut Bass, da nehm ich für kleine Veranstaltungen nie einen Sub mit, vorallem die 10er erstaunen mich immer wieder was da an Bass rauskommt.
Wäre sicher nicht teurer und das sind durchdachte Systeme

Danke für den Tipp! Die schauen tatsächlich nicht so schlecht aus. Vorallem sind die wahrscheinlich deutlich leichter als eine Selbstbauvariante....
Wie sieht es den im Vergleich mit der Soundboks und einer LF Sat 15 aus?
Hört die Soundboks sich viel besser an bei dem höheren Preis?
Und hat die LF Sat 15 vielleicht Vorteile die beide anderen nicht bieten können?

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_Floh_
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#16

Beitrag 7. Feb 2022 22:38

Keine Ahnung was die Proel kann, das vorweg.

Die Soundboks (und alleine für den Namen gehört jemand gehauen…fest!) glänzt vor allem durch einen Spassbuckel, etwa um 80Hz, eine Präsenzsenke zwischen 2 und 4kHz und eine kräftige Überhöhung von der Senke bis in den Hochton.
Die Kiste ist insgesamt sehr „massentauglich“ abgestimmt. Für Konserve nach (frühestens) 2 Bier eigentlich ganz ok, gruselig wird‘s wenn nur Stimme darüber läuft.
MfG Flo

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#17

Beitrag 7. Feb 2022 23:09

Ehrlich gesagt hätte ich da auch nix anderes erwartet ;-)

Ist ja fast schon Normalität im Einsteiger-PA-Bereich... mit unpotenten HF-Komponenten und in Innenräumen,
da will auch keiner im A/B zu dünn oder zu aufdringlich klingen, wenn es ein Flat-Preset gibt, dann auf "Optionsebene"

LG


Severin Pütz
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#18

Beitrag 8. Feb 2022 09:19

Bestell dir halt Mal ne Soundbox und ne Proel V12Free und vergleiche, die Proel klingen ganz gut, leise eher dumpf da der Hochtöner sehr zurückhaltend ist, wenn's lauter wird passt aber das Verhältnis sehr gut und sie vertragen es auch wenn man per Equalizer deutlich Bass reinschiebt, dann geht echt gut was, finde ich....
Hatte auch schon die Art 310 von Rcf oder die Alto TS 210 und die machen es nicht besser, sind halt nur potenter und im Hochton aufdringlicher
Zuletzt geändert von Severin Pütz am 8. Feb 2022 09:22, insgesamt 1-mal geändert.


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#19

Beitrag 8. Feb 2022 09:21

_Floh_ hat geschrieben:
7. Feb 2022 22:38
Keine Ahnung was die Proel kann, das vorweg.

Die Soundboks (und alleine für den Namen gehört jemand gehauen…fest!) glänzt vor allem durch einen Spassbuckel, etwa um 80Hz, eine Präsenzsenke zwischen 2 und 4kHz und eine kräftige Überhöhung von der Senke bis in den Hochton.
Die Kiste ist insgesamt sehr „massentauglich“ abgestimmt. Für Konserve nach (frühestens) 2 Bier eigentlich ganz ok, gruselig wird‘s wenn nur Stimme darüber läuft.
So wie ich das deute bist du nicht so megaa überzeugt von der Soundboks. Denkst du dann die LF-Sat 15 hört sich besser an?


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#20

Beitrag 8. Feb 2022 09:26

Severin Pütz hat geschrieben:
8. Feb 2022 09:19
Bestell dir halt Mal ne Soundbox und ne Proel V12Free und vergleiche, die Proel klingen ganz gut, leise eher dumpf da der Hochtöner sehr zurückhaltend ist, wenn's lauter wird passt aber das Verhältnis sehr gut und sie vertragen es auch wenn man per Equalizer deutlich Bass reinschiebt, dann geht echt gut was, finde ich....
Hatte auch schon die Art 310 von Rcf oder die Alto TS 210 und die machen es nicht besser, sind halt nur potenter und im Hochton aufdringlicher
Hm ja das könnte man tatsächlich machen. Meine Grundfrage ist für mich aber immer noch nicht ganz geklärt...denkt ihr ich fahre mit einem gekauften Lautsprecher besser als mit einem DIY? Ich habe schon echt bock einen selbst zu bauen nur soll dieser natürlich auch Sinn machen und zu meiner Anwendung passen. Die Proel ist ja alleine schon vom Gewicht her kaum mit einer DIY-Lösung zu schlagen. Spricht irgendwas klar für die LF-Sat 15 oder würdet ihr mir generell für mein vorhaben zu einer gekauften Lösung raten?


Severin Pütz
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#21

Beitrag 8. Feb 2022 12:41

Ich finde, es spricht nichts "klar" für die LF und auch nicht für die Proel, es ist denke ich mal Geschmackssache.
Bei der Selbstbaubox kannst du halt selbst bestimmen was für ein Akku, Amp usw reinkommt und die Kiste ist halt dann nicht aus Plastik, sollte dir das wichtig sein.
Kann mir persönlich nicht vorstellen das die LF lauter ist, sie wird halt untenrum mehr Pegel liefern.
Mir wäre es zuviel Aufwand und eine gekaufte Akkubox verkauft sich irgendwann mal bestimmt besser als eine DIY Box, bei der bei jeder Version der Box die Bestückung anders ist...

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Jobsti
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#22

Beitrag 8. Feb 2022 15:52

Was für die LF-Sat15 V2 spricht, ist der fette Buckel im Bass.
Denn seien wir ehrlich, zum Großteil wird hier immer EQ wie irre gedreht, damit es Bumms macht und genau das kostet Leistung und vor allem morz Akku.
Da hier aber schon knapp +6dB auf dem wichtigen Bereich von 55-75Hz sind, kann man sich den Eq sparen,
oder indoor vielleicht sogar rausnehmen und noch mehr Leistung sparen. 3dB raus = halbe Leistung für den Rumms.

Nachteil: Dafür ist sie nicht die Lauteste mit ihren 88dB, aber mit 16-32W erreicht man seine 100-103dB, was oftmals völlig ausreicht.

Ich würde das also davon abhängig machen, ob man viel Rumms möchte, oder eher hohen SPL.
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#23

Beitrag 8. Feb 2022 19:27

Severin Pütz hat geschrieben:
8. Feb 2022 12:41
Bei der Selbstbaubox kannst du halt selbst bestimmen was für ein Akku, Amp usw reinkommt und die Kiste ist halt dann nicht aus Plastik, sollte dir das wichtig sein.
Kann mir persönlich nicht vorstellen das die LF lauter ist, sie wird halt untenrum mehr Pegel liefern.
Mir wäre es zuviel Aufwand und eine gekaufte Akkubox verkauft sich irgendwann mal bestimmt besser als eine DIY Box, bei der bei jeder Version der Box die Bestückung anders ist...
Das wär dann Quasi die Soundboks.
Bis auf den Preis ist daran nichts verkehrt aber finde mal eine vergleichbare Bluetooth Box.
Leider kenne ich die Lf sat 15 nicht um diese jetzt zum vergleichen. Ich denke aber das du mit der Soundboks immer noch am besten fährst.
Was kostet der Selbstbau der Lf sat 15 ca.? Akku, Verstärker, die Box selber und dann noch den ganzen Kleinkram, kommt schon eine schöne Summe zusammen. Ich will jetzt hier nix Falsches sagen aber wieviel bleibt da noch Differenz zur Soundboks? 300€ (Np. Gen.3 900€)?
Dafür bekommst du eine fertige Holzbox mit super Akkulaufzeit (falls nötig mit 2 Akku). Außerdem ist sie „Bier fest“ was sogar so auf der offiziellen Seite steht. Wenn etwas flüssiges in die Richtung fliegt, einfach Gitter weg und alles mal kurz mit nem Lappen abputzen - eigene Erfahrung. Mach das mal bei ner selber gebauten Box! Du bekommst schon jedes Mal ne Krise wenn überhaupt irgendwas nur in die Nähe kommt, ebenfalls eigene Erfahrung.

Ich glaube mir der Proel wirst du nicht glücklich, ist zwar etwas billiger aber aber auch etwas kleinerer Akku, Plastik und das Aussehen ist Geschmacks Sache.
Und wenn du mal gebraucht schaust dann ist ne Soundboks unheimlich Wertstabil, die Generation 1 wird immer noch bei 500€ gehandelt und wir sind mittlerweile schon bei Generation 3.

Was wir schon Spaß damit hatten, mit 2 Stück in nem Stadel oder in besagten Hütten und Abfahrt.

Also du merkst schon ich bin sehr überzeugt und für mich wär der Fall klar. Ich will aber auch nix schönreden oder wiederholen, sie kostet eben auch nen Haufen Geld.

Könnte noch jemand was zum ungefähren Preis der Lf sat in der „Akkuversion“ Scheiben? Würde mich persönlich auch interessieren.

Grüße
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#24

Beitrag 8. Feb 2022 21:50

Ich durfte die Soundboks hören und sowohl klanglich als auch Pegelmäßig war die der alten LBT1121 unterlegen. Ich würde - wenn Spaß am Selbstbau besteht - auf eine DIY-Box gehen. Die Elektronik ist etwas herausfordernd, jedoch machbar. Bei Akku und einem einzelnen Top ist meiner Meinung nach n DSP Pflicht.

@BärtigerMann: In der Theorie ist alles recht einfach. Mehr db bei 1W/m sind bei gleicher Leistung lauter. Das sagt jedoch nichts über den Klang aus. Außerdem kann man die Sensitivität unterschiedlichst bestimmen. Die eine Kiste hat hier vielleicht den Peak angegeben während die andere Box den Durchschnitt angibt -->Ein Vergleich ist dadurch recht schwer.
Beim Klang ist es Ähnlich: du kannst zwar viel drüber lesen, aber ob das dann wirklich die Realität abbildet ist eine andere Geschichte. Ich würde mir die einzelnen vorgeschlagenen Konstrukte einfach mal anhören um dann zu entscheiden. Vielleicht hat jemand in deiner Nähe die LF-Sat 12 oder 15. Den Vorschlag von Severin noch dazu und schon kann man 4 Lautsprecher vergleichen und entscheiden.

Es scheint so, als müsstest du dir nochmal paar Gedanken um die Umsetzung machen, gerade ob es Selbstbau werden soll. Dabeisollte das Konzept der Verstärker zum ungefähren UseCase passen.
Wenn die Sens eher klein ist, musst du mit mehr Verstärkerleistung planen und andersherum.
Bei den fertigen Produkten muss ich leider passen...

@Hobbypabastler Die günstigste Variante, eine selbst gebaute Box zu für Akkubetrieb zu "aktivieren" ist ein guter (!) Schaltwandler und ein TDA7498(E). Den gibt's sogar schon mit Bluetooth. Hierfür ist jedoch ein gewisses Grundmaß an Elektronik-Wissen nötig. Wenn davon viel vorhanden ist, kann man den verbauten CSR-Chip sogar als DSP verwenden. Damit kommt z.B. aus dem LBT1121 auch n guter Bass raus. Zumindest ausreichend laut, lauter als die Soundboks und dabei nicht so vermatscht im Klang. Bauteilkosten: <15€, Je nach StepUp und VerstärkerIC reicht dir sogar ne Powerbank für ne gute Weile.

Wenn man dann komplett durchdrehen möchte, kann man auch einen TDA8954 oder ein L25D nehmen. Dann wird der Schaltwandler um einiges anspruchsvoller. Das liegt jedoch immer noch bei günstigen ~70€ inkl. DSP

Die Stufe über dem DSP des CSR-Bluetooth ist dann das SureDSP oder sogar die up2stream-Module. Mit einer Erweiterung lassen sich letztere ebenfalls als DSP verwenden.

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#25

Beitrag 9. Feb 2022 13:10

Ich bin ja total Fan vom Up2Stream. Kleines Board mit Bluetooth, DSP, WLAN, dazu ne nette App und leistet 2x50W oder die Mono-Version mit 1x100W.
12-24V, also am besten 24V Akku rein und fertig is der Käse ;-)
Wenn man will knallt man noch Potis dran, legt den USB und Line-In nach außen usw.

Wenn man wirklich mehr Power möchte, dann empfehle ich eine Option ohne Stepup,
sprich das entsprechende Board mit der gewünschten Leistung und dazu eben die für die Spannung passenden Akkus verschaltet.
Ein Up2Stream Pre kann man dann ebenfalls davor schalten.
Mit freundlichen Grüßen
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#26

Beitrag 9. Feb 2022 13:54

Jobsti hat geschrieben:
8. Feb 2022 15:52
Was für die LF-Sat15 V2 spricht, ist der fette Buckel im Bass.
Denn seien wir ehrlich, zum Großteil wird hier immer EQ wie irre gedreht, damit es Bumms macht und genau das kostet Leistung und vor allem morz Akku.
Da hier aber schon knapp +6dB auf dem wichtigen Bereich von 55-75Hz sind, kann man sich den Eq sparen,
oder indoor vielleicht sogar rausnehmen und noch mehr Leistung sparen. 3dB raus = halbe Leistung für den Rumms.

Nachteil: Dafür ist sie nicht die Lauteste mit ihren 88dB, aber mit 16-32W erreicht man seine 100-103dB, was oftmals völlig ausreicht.

Ich würde das also davon abhängig machen, ob man viel Rumms möchte, oder eher hohen SPL.
Wahrscheinlich eine komplette Anfängerfrage :D : Wieso reichen 16-32W für 103dB aus wenn die LF-Sat 15 eine Belastbarkeit nominal: 350 W rms hat?

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David4703
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#27

Beitrag 9. Feb 2022 14:10

Moin,
das liegt daran, dass db eine logarithmische Maßzahl ist.
Dabei empfinden wir + 6-10[db] als doppelt so laut.

Also wenn 1w 88db entspricht, sind 2w 91db.
(pro Leistungsverdopplung +3db)
1w : 88db
2w : 91db
4w : 94db
8w : 97db
16w: 100db
32w: 103db

usw.

Für Zimmerlautstärke benötigst du z.B. deutlich weniger als 1W.

Grüße
David

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Jobsti
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#28

Beitrag 9. Feb 2022 15:31

Jup, ganz easy. Pro Verdopplung der Leistung erhält man +3dB Pegel.
Für die gefühlt doppelte Lautstärke benötigt man, je nach subjektivem Empfinden, jeweils zwischen +6dB bis +10dB.

99dB ist übrigens schon enorm laut, das ist der in Deutschland erlaubte Durchschnittspegel für alle Veranstaltungen, an der lautesten Stelle.
93dB ist dann gefühlt circa halb so laut, also ebenfalls noch ordentlich.

Es wird sehr oft unterschätzt wie laut etwas wirklich ist.

Wichtig dabei:
Pro Entfernungsverdopplung zieht man jeweils 6dB ab.
Sprich, wenn du 99dB in 4 Meter Entfernung möchtest, muss deine Box 111dB auf einen Meter leisten.
Mit freundlichen Grüßen
B. Jobst (Tontechniker FH) | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | www. Jobst-Audio .de
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