[In Planung] LF-Sat12 Akkubox Tagebuch

Alles zum Thema Mobile Akkuboxen im DIY

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Muecke
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#1

Beitrag 8. Jul 2019 01:44

Hallo zusammen,

ich plane gerade eine mobile Akkubox, auf Basis der LF-Sat12. Die Planung ist zwar schon fast abgeschlossen und fast alle Teile sind schon da, aber ich bin trotzdem offen für Kritik und Verbesserungsvorschläge. Außerdem habe ich am Ende noch ein paar Fragen/Probleme und meine Gedanken dazu.

Verbaut werden sollen:
- WONDOM TPA250 DSP 2x50W AMP
- AIYIMA CSR8675 Bluetooth 5.0 Board
- DIY 6S2P Akku auf Basis von 18650 Zellen und BMS (24V, 6Ah)
- Tieftöner und Hochtöner wie im Bauvorschlag
- Adam Hall Tragegriff
- Ladebuchse
- 3.5mm Klinkenbuchse
- Poti zur Lautstärkereglung (wird direkt an den DSP angeschlossen)
- Voltmeter zur Überwachung des Akkus

Ein Step-Down Converter ist (zum Glück) nicht nötig, da sowohl Amp als auch Bluetooth Board mit 24V arbeiten.
Über das DSP möchte ich zum einem die Frequenzweiche realisieren, außerdem EQen, einen Hochpass für den Tieftöner und eine Loudness Schaltung unterbringen.

Fragen/Probleme bisher:

1. Ich habe noch keine Erfahrung mit DSPs und auch noch kein vernünftiges Messmikro. Nach dem, was ich so gelesen habe, wird es ohne Messmöglichkeiten wohl sehr schwierig eine vernünftige Abstimmung zu Stande zu bringen. Also werde ich mir wahrscheinlich noch ein Mikro besorgen und mich in die Materie einarbeiten. Oder reicht es wenn ich bei 1730Hz vor den TT einen Tiefpass 4ter Ordnung und vor den HT einen Hochpass 3ter Ordnung mit Pegelabsenkung schalte? (also so wie in der originalen Weiche - sofern ich das richtig analysiert habe) Wie wirkt sich hier die Verpolung des HT aus?

2. Seitlich in das Gehäuse möchte ich ein Bedienpanel einbauen (Einbauschale mit Aussparungen für Poti, Voltmeter, Ladebuchse, Klinkenbuchse und EIn/Aus-Schalter). Dafür muss ich jedoch die BR-Ports umverlegen, da sonst die Kabel und Bauteile aus dem Panel in den Port hereinragen.

Hier war mein erster Ansatz:
[Externes Bild laden...]
Das könnte laut Jobst allerdings negative Einflüsse auf den Klang haben.

Deshalb werde ich es wahrscheinlich so bauen (doppelte Port-Breite):
[Externes Bild laden...]
Die Variante finde ich zwar optisch nicht so ansprechend, aber es kommt ja eh ein Gitter davor.

3. 12mm oder 15mm MPX für das Gehäuse? Das Gesamtgewicht mit 12mm MPX wären ca. 15kg, mit 15mm MPX ca. 17kg. Eigentlich möchte ich die Box so leicht wie möglich halten, deshalb habe ich ja schon extra den aufwändigen Akku gebaut, statt Blei-Gel zu verwenden.

4. Macht es Sinn, das Gehäuse größer zu bauen, um tieferen Bass zu erzielen und die Box damit Fullrange-tauglicher zu machen? Habe ich im Hifi Forum gelesen.

Wer bis hier gelesen hat, darf sich noch meine letzte Akkubox anschauen. Ein Visaton BG20 Breitbänder mit Visaton DT94 Hochtöner. Hat mich klanglich leider noch nicht ganz überzeugt, und deshalb soll jetzt eine bessere Box her. :D
[Externes Bild laden...]

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Simon
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#2

Beitrag 8. Jul 2019 10:17

Hey,

Warum baust du nicht die passive weiche auf? Das Teil kostet dich um die 25€ und ist erprobt. Im DSP nachbilden macht meiner Meinung nach keinen Sinn.
Die Spannungsüberwachung müsstest du auch über das DSP realisieren können. Da kannst du dann auch nicht aus versehen deine Akkus schrotten.

Wenn du sowieso den TPA mit DSP hast: schieb per EQ den Bass nach oder stell dir noch einen Subwoofer dazu. Die Frequebzweiche sollte einfach zu realisieren sein.

Was ist denn der übliche Einsatzort? Die LF ist zwar recht klein, aber wirklich mobil ist das alleine schon wegen dem Gewicht nicht.

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hitower78
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#3

Beitrag 8. Jul 2019 11:19

Hi
Das Gehäuse könnte man in 12mm gestalten, allerdings würde ich dann Streben nachrüsten und das Chassisbrett aus 15mm machen. In Summe dann zwar komplizierter, aber du sparst dir dann einen Kilo... Macht das Sinn? Die Elektronik benötigt doch eh paar Kästchen oder Mulden oder so, richtig? dann kann man es sicherlich auch in 12mm machen. Der Bau wäre aber teurer, da ich z.B. in Hamburg mehr fürs 12mm bezahle als das 15mm (wohl wegen der üblichen Mengen)

Was man machen könnte wäre die Weiche auf Bi Amping sprich Hochton und Tiefton passiv filtern aber mit 2 Kanälen im Betrieb umstricken. Wenn die Leistung reicht sollte das gerade noch so langen... Kann man im Vorfeld schlecht beurteilen! Per EQ würde ich dann nur noch Tunen. Ohne Messmöglichkeit und Erfahrung würde ich dann sagen ist das der bessere Weg ;-)

Grüße
Daniel
Fachkraft für Veranstaltungstechnik in Hamburg...
im Bau: 15" "China-Sub, Delta-10 Top"
Planung: 18" Sub (18PS76), Amps auf L25D Basis, und und und...
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Jobsti
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#4

Beitrag 8. Jul 2019 11:26

Gehäuse vergrößern für mehr Rumms kann man machen, kann ich nachher mal drüber-simulieren.
Aber all zu viel bekommt man net raus, da die fs erst schon ziemlich hoch liegt vom Chassis, aber 3-4dB EQ kann man sich dann evtl. einsparen.
Mit freundlichen Grüßen
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#5

Beitrag 8. Jul 2019 12:46

Simon hat geschrieben:
8. Jul 2019 10:17
Hey,

Warum baust du nicht die passive weiche auf? Das Teil kostet dich um die 25€ und ist erprobt. Im DSP nachbilden macht meiner Meinung nach keinen Sinn.
Die Spannungsüberwachung müsstest du auch über das DSP realisieren können. Da kannst du dann auch nicht aus versehen deine Akkus schrotten.

Wenn du sowieso den TPA mit DSP hast: schieb per EQ den Bass nach oder stell dir noch einen Subwoofer dazu. Die Frequebzweiche sollte einfach zu realisieren sein.

Was ist denn der übliche Einsatzort? Die LF ist zwar recht klein, aber wirklich mobil ist das alleine schon wegen dem Gewicht nicht.
Hey,

mein Plan war, auf die passive Weiche zurück zu greifen, falls das mit dem DSP überhaupt nicht hinhauen sollte. Allerdings möchte ich in Zukunft mehr mit DSPs arbeiten und will mich bei diesem Projekt etwas einarbeiten. Man spart mit dem DSP ja auch noch ein wenig Gewicht im Vergleich zur passiven Weiche.

Gute Idee mit der Spannungsüberwachung per DSP! Allerdings möchte ich das Voltmeter auch dafür haben um abschätzen zu können, wie lange die Box noch spielen kann. Eine elegantere Lösung hab ich da leider noch nicht gefunden.

Übliche Einsatzorte sind hauptsächlich am See, Garten, Sportplatz mit 5-10 Leuten, aber auch schon mal am Lagerfeuer mit ~50 Leuten. Transportiert werden soll die Box aber fast immer nur im Auto und dann noch bis zu 200m zum Aufstellungsort getragen werden. Vielleicht bastel ich mir auch noch ein Rucksack Tragesystem, wie es das für die Soundboks gibt.

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#6

Beitrag 8. Jul 2019 14:29

hitower78 hat geschrieben:
8. Jul 2019 11:19
Hi
Das Gehäuse könnte man in 12mm gestalten, allerdings würde ich dann Streben nachrüsten und das Chassisbrett aus 15mm machen. In Summe dann zwar komplizierter, aber du sparst dir dann einen Kilo... Macht das Sinn? Die Elektronik benötigt doch eh paar Kästchen oder Mulden oder so, richtig? dann kann man es sicherlich auch in 12mm machen. Der Bau wäre aber teurer, da ich z.B. in Hamburg mehr fürs 12mm bezahle als das 15mm (wohl wegen der üblichen Mengen)

Was man machen könnte wäre die Weiche auf Bi Amping sprich Hochton und Tiefton passiv filtern aber mit 2 Kanälen im Betrieb umstricken. Wenn die Leistung reicht sollte das gerade noch so langen... Kann man im Vorfeld schlecht beurteilen! Per EQ würde ich dann nur noch Tunen. Ohne Messmöglichkeit und Erfahrung würde ich dann sagen ist das der bessere Weg ;-)

Grüße
Daniel
Hallo,

für die Elektronik habe ich eigentlich keine Kästen oÄ. vorgesehen, um Gewicht zu sparen und kein Volumen zu verschenken. Bei meiner letzten Box hatte ich den Akku auf dem Boden mit Lochband befestigt und Verstärker und Bluetooth Modul direkt in die Seitenwand geschraubt. Wie würde man das Gehäuse dann am besten verstreben? Eine Kreuzstrebe in der Mitte?

Zum Bi Amping: Gemeint ist, dass ich hinter den einen Verstärker Ausgang den Hochtöner Teil der FW baue und hinter den anderen Ausgang den Tieftöner Teil? In wie fern muss da die Leistung reichen? Im Vergleich zu einer klassischen Frequenzweiche mit nur einem Verstärker Ausgang könnte ich hier doch sogar die doppelte Leistung nutzen?

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Beitrag 8. Jul 2019 14:33

Jobsti hat geschrieben:
8. Jul 2019 11:26
Gehäuse vergrößern für mehr Rumms kann man machen, kann ich nachher mal drüber-simulieren.
Aber all zu viel bekommt man net raus, da die fs erst schon ziemlich hoch liegt vom Chassis, aber 3-4dB EQ kann man sich dann evtl. einsparen.
Gerne, würde mich wirklich interessieren.. vor allem wie stark man das Gehäuse vergrößern müsste, damit es überhaupt Sinn macht.

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hitower78
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#8

Beitrag 8. Jul 2019 16:52

Hi
Ja Biamping haste Richtig verstanden. DU hast ja nen 2 kanal Modul!
Oder soll der 2. Kanal eine weitere box versorgen?

Grüße
Daniel
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#9

Beitrag 8. Jul 2019 22:35

hitower78 hat geschrieben:
8. Jul 2019 16:52
Oder soll der 2. Kanal eine weitere box versorgen?
Nene, pro Kanal ein Treiber :top:

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#10

Beitrag 9. Jul 2019 23:22

Hallo zusammen,
ich klink mich hier mal mit ein, da ich aktuell genau das selbe vorhabe.
Bei der geplanten aktiven Trennung sehe ich neben dem Gewichtsvorteil vor allem den Aspekt des energiesparenns, denn alle Frequenzen die nicht mehr gedämpft werden müssen sparen uns effektiv elektrische Energie.
Dementsprechend wäre auch ich stark ein einem DSP-Setting zur Aktiven Trennung interessiert.


Grüße

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