[Projekt] Jans Doppel 18er!

Lautsprecher Entwicklungen/Projekte - bereits in Arbeit oder Planung

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Heini
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#1

Beitrag 19. Aug 2017 01:53

Moin!

Nach dem Forentreff im Norden, im Februar 2017, entwickelte sich bei mir die Idee, einen Doppel 18er zu entwickeln und damit meine Single 15"er abzulösen.

Grundsätzlich bin ich mit meinen 15ern zufrieden. Zur Zeit habe ich 18 Stück der 18 Sound BR115Ex mit 15NLW9500.
70 % Meiner Veranstaltungen kann ich mit 4 - 6 Stück der BR115Ex beschallen.

Allerdings stört es mich, dass man die Subs immer hin und her Stapeln muss... Ein großer Sub mit Rollen der sich Tippen lässt, ist für mich einfacher.
Locations mit Treppen oder schlechten Transportwegen haben wir hier zum Glück nicht.


Nun ging´s los... was solls werden? Ein bereits erprobtes Konstrukt, etwas fertiges von der Stange oder etwas individuelles? Zumieten muss ich eigentlich nicht, wenn doch, dann eh gleich ein Line Array mit den passenden Subs. Hier im Umkreis hat auch jede Mietbude anderes Holz stehen. Da lohnt es sich kaum auf Vermietbarkeit zu setzen.
Der Reiz war schon groß mal etwas individuelles zu entwerfen und so ging es nun los!

Wunschliste: Höhe ~50cm, Breite ~1300cm (Ich hatte noch fertige Gitter von einem Meyer M3D Linearray, die wollte ich gerne verwenden)
Frequenzbereich von 35 - 100 Hz, Klanglich ausgewogen und sauber bis ans Limit, verwendbar mit meinen Ram S6000 und für kleinere VAs auch mit TSA 4 1300. Anwendungsbereich ist zu 80% Zelt Discos und Open Airs.


Also erstmal einige Chassis getestet und zum teil die TSP ermittelt. Hier ein Bild vom "Einwobbeln":
[ externes Bild ]

Mit dabei waren der B&C 18SW100 & 18NW100, 18S 18NLW9601 & 18TLW3000 und BMS 18N862
Die Auswahl ist auf die ausgewählten Chassis gefallen, da ich diese zu guten Konditionen einkaufen kann.

Dann ging es weiter mit der Findung eines passenden Gehäuses.
Auch hier gibt es 1000 und 1 Möglichkeiten. Hier einmal eine Skizze des Grundprinzips:
[ externes Bild ]
1: ein normaler BR wie man ihn im Lehrbuch findet... 2: Ein BR mit verjüngendem Port, wie es auch schon bei meinen BR115Ex der Fall ist... 3: Ein BR Port der sich im Querschnitt vergrößert.

Hier ein Bild vom Prototypen V1 als halbe Version:
[ externes Bild ]

Mit diesem Prototypen habe ich diverse Portverläufe und Längen getestet... Klanglich und auch vom Output her ging die Tendenz jedoch immer in Gehäusevariante 2, BR mit verjüngendem Port.

Dann der erste Vergleich mit einigen 18ern von Usern aus diesem Forum (ihr dürft natürlich auch eure Eindrücke mitteilen) ;)

Mit dabei war unter anderem auch der BR118Ex von Dirk Hahn mit dem 18NLW9601, der die Messlatte hoch gelegt hatte und somit meine Persönliche Referenz war. Mein Proto unterscheidet sich jedoch deutlich vom Dirk´s Ex Gehäuse. Der Portverlauf und die Abstimmung ist anders.
Im A/B Vergleich schnitt mein Proto V1 mit dem 18NLW9601 vergleichbar, wenn nicht sogar ein Stück knackiger im Kick, ab.
Der B&C 18NW100 war klanglich sehr filigran, jedoch war dieser schnell am Limit und verzerrte unter höherer Last.
Der B&C 18SW100 ist da schon belastbarer, brachte jedoch nur mit einem 3dB Boost bei ~38Hz den gewünschten Tiefgang.
Der 18S 18NLW9601 ist im Tiefbass schon der Hammer... allerdings war er im Kick nicht so ausgeprägt wie der des 18SW100. Besonders ist aufgefallen, dass selbst unter Volllast keine Verzerrungen hörbar sind. Der Treiber klingt völlig unangestrengt bis ans Limit.
Der TLW ist klanglich recht ähnlich, jedoch hatten wir den Eindruck, dass er im Vergleich zum NLW hörbar an seine Grenzen kommt.
Dann kam der BMS 18N862... Was soll ich sagen :D der ist es! Tiefgang wie der NLW, Kick gefühlte 3dB mehr als der NLW und der BMS 18n862 klingt auch unter Volllast entspannt und verzerrungsfrei.

Manko bei dem Proto V1 war eine Portreso bei um die 200Hz, die bei jedem Chassis raus EQ´t werden musste. Egal, die Resonanzen könnten in der Doppel 18er Variante ja weg sein, da die Winkel der Bretter dort ja wieder anders sind. Also Feuer frei für den Proto V2!

Gezeichnet habe ich das ganze mit dem CAD Programm SketchUp. Bei der Teileliste ist mir dann aufgefallen, dass ich mit üblichen 250x125cm Multiplex Platten zuviel verschnitt habe... also eine 300x150cm Platte organisiert und ich hab tatsächlich 99% verarbeitet! :toptop:
[ externes Bild ]

Kurzer Test nach dem Zuschnitt ob auch alles passt
[ externes Bild ]

Griffe habe ich auch gleich mit gefräst. Idee war die Penn Elcom H1107 Griffhaube zu nutzen, da ich die Lösung ganz elegant finde. Das Griff Layout habe ich mir bei Seeburg abgekupfert. Die Griffe sind aufgedoppelt (also 2x15mm) an dem Steg wo man rein greift.
[ externes Bild ]

Dann gings auch schon ans Leimen und Schrauben... Der Deckel ist bisher nur geschraubt, da ich mit den Versteifungen noch warte und man so ggf. noch leichter Änderungen vornehmen kann.
[ externes Bild ]

Jetzt wird´s spannend 8-)
[ externes Bild ]
[ externes Bild ]
Der erste Test war nur in meinem kleinen Lagerraum neben meinen BR115Ex als Referenz und einer LMT-151n als Top.
Klanglich nehmen sich die beiden nicht viel. Der Proto V2 spielt etwas Impulstreuer und klarer. Tief und kraftvoll können beide, wobei die 15er natürlich schneller am Limit sind. Die störende Portreso bei 200Hz, die es bei dem Proto V1 gab, ist bei der Doppel 18er Proto V2 Variante nicht mehr da. :top:

Nachher geht´s an die Frische Luft und zum A/B Vergleich mit einigen anderen Subs. Dann kommen noch ein paar Höreindrücke und Messungen dazu.

Gruß
Jan :toptop:

P.S.: Wer Schreibfehler findet, darf sie behalten... ist schon spät und ich wollt euch kurz teilhaben lassen. :catch:

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hitower78
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#2

Beitrag 19. Aug 2017 02:58

Hi
Ich frag mich ob der Sub auch mit gerade Chassisbrettchen genauso wäre: Dasmit würden evtl gehrungsschnitte entfallen.

Ansonsten recht schick. Wieviele werden es?

Ein a/b hören wir ja evtl beim nächsten Male :-)

Gruß
Daniel

PS: Ich hab noch so Subwoofer gleitschienen (Alcons), falls du sie nicht auf gummi stellen willst

PS2: Dein Bilderhoster ist ne katastrophe... Werbung überall und die kann man kaum alle weggklicken :-(
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Jürgen399
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#3

Beitrag 19. Aug 2017 04:03

Ich freue mich schon den gleich mal hören zu können :-) :toptop:


stoneeh
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#4

Beitrag 19. Aug 2017 06:15

Hübsch. Thx für den Bericht.

Für mich wirkt es, als hättest du die noch nicht bis Vollgas getestet. Wir haben auch DIY Subs der Leistungsklasse, und von unseren Erfahrungen her würd ich vermuten, dass es das Gehäuse bei Vollgas ziemlich herwerken würde. Der Port müsste auch ganz schön blasen. Ich geh davon aus, dass grosszügige Verstrebungen & mehr Portfläche noch was bringen würden.

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Big Määääc
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#5

Beitrag 19. Aug 2017 11:41

l acousics SB28 wird so gebaut, weil man das so baut .

als Anregung ;)
nur ein dummes Pferd springt höher als es muß !


Jürgen399
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#6

Beitrag 19. Aug 2017 19:59

Also wir haben den ja heute gehört und ich muss sagen, dass das Ding schon ordentlich zur Sache geht. Verstrebungen waren keine im Gehäuse, werden aber bei dem Finalen noch rein müssen. Im Plan sind die schon eingezeichnet. Portfläche müsste so um die 750cm² liegen. So hatten wir auch bis 30Hz und vollem X-Max keine Portgeräusche.

Vorallem der Vergleich zwischen dem Bass von Max (hugo350z) 18NW100 520cm² Port 37/38Hz Tuning war interessant. Der Bass von Max und der von Jan haben teilweise sehr ähnlich gespielt, aber unterhalb von ca. 40Hz hat man doch das mehr an X-Max und das mehr an Headroom gehört. Da passierte nochmal richtig was.

Ich denke das noch ein ausführlicher Bericht kommt, mit ein paar Bildern vielleicht.


stoneeh
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#7

Beitrag 19. Aug 2017 21:00

Jürgen399 hat geschrieben:Portfläche müsste so um die 750cm² liegen.
Ein RCF 8004 hat diese Portfläche für einen 18er.


Lukas-jf-2928
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#8

Beitrag 19. Aug 2017 21:15

Portgeräusche gab es keine, alles super, stand ja davor bei Vollgas ;)

Kurz gesagt ich find den Bass Mega, drückt, spielt ausreichend tief und das alles doch noch ziemlich kontrolliert, macht Laune :D Die 115ex haben da, vor allem klanglich (wie ich finde), keine Chance.
Die 118ex kommen aus klanglicher Sicht auch nicht mit, die BMS spielen in dem Gehäuse richtig schön Satt und ausgewogen. Mag sein, dass die 118ex tiefer können und evtl. noch mehr Leistung vertragen, aber ist halt nicht so meins.

Die 18NW100 vom Max sind etwas leiser und mehr Allrounder, gehen nicht ganz so tief aber drücken auch sehr nett und Punchen auch gut, hiermit geht auch schon gut was.

Der Sub18N war für mich wie auf dem Treffen im Februar wieder die Enttäuschung, kaum Pegel (im Vergleich, vom Gefühl geht da sogar mit dem JL-Sub15 mit Thomann Chassis mehr) und viel Portgeräusche.

Kleine Eindrücke:
https://youtu.be/C40edioFaDQ

https://youtu.be/TdYCQooAoFQ


Jürgen399
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#9

Beitrag 19. Aug 2017 21:29

Zu der genauen Portfläche kann Jan sicher am besten was sagen, aber ich bin mir da sehr sicher mit den 750cm². Das funktioniert ähnlich wie bei den BR115EX bzw BR118EX von Dirk.

Edit: Die knappen 135db sind dbc


stoneeh
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#10

Beitrag 19. Aug 2017 21:36

Schaltet das Messgerät von Max Hold runter. Auf Max Hold zeigt das immer viel mehr als den sonst angezeigten Durchschnittspegel an. Messgerät in einer sinnvollen Distanz (mind. 1m, nicht direkt vor dem Port) auf den Boden, und schaun was überbleibt.

2x NLW9600, je 550cm² Portfläche, je 825w (Crest 8200 ungebrückt) @ 1m (Lied :)): https://www.youtube.com/watch?v=IyW-2RU9nvM - zum Vergleich. Wenn wir hier auf Max Hold geschalten hätten, wären irgendwann auch 135db dagestanden.


isitone
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#11

Beitrag 19. Aug 2017 22:51

Ein für mich hochaktuelles und spannendes Thema / Projekt, bitte weiter kommentieren ich häng mich dran :)!
Jaja, der BMS kann schon was ;). Wie gerne würde ich dich mit der Idee verführen, dem Proto mal das Maul zu stopfen, quick n dirty Setup zu erstellen und dir das Teil einfach mal in dieser Version anzuhören. Ja, es wird leise werden aber einfach mal so als Vergleich etwas unterschiedlichste Art von Musik hören möchte ich Dir unbedingt empfehlen.
Btw. bei mir geht's auch bald weiter.
Noch was zum Port resp. dem Port noise:
hörst Du tatsächlich, Tops nicht mitspielend bei Volllast kein Port Geräusch!?


hugo350z
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#12

Beitrag 20. Aug 2017 10:47

Also Portgeräusche sind da keine zu hören. Das funktioniert.

Ich kann ich die Eindrücke so unterschreiben. Der Bass schiebt halt untenrum richtig gut und da kommt halt ein NW 100 nicht mit. Sollte aber klar sein. Zum Ende hin haben wir die BS Tek M14s, Jan´s V2 und meine Nw 100 verglichen. Hier waren doch deutlich die verschiedenen Konzepte zu hören. Der M14 spielt oben halt richtig sauber kann aber null tief. Der V2 spielt richtig schön tief, aber obenrum fehlts ein wenig. Der Nw 100 trifft da genau die Mitte. In der Kombination mit Lukas sein 10 Zoll Top, die nebenbei mega klingen, war das mein absoluter Favorit. Das klang richtig stimmig. Klar klang das auch mit dem V2 auch gut, aber ich denke Tops mit mehr Membranfläche machen sich da besser drüber.


stoneeh
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#13

Beitrag 20. Aug 2017 14:35

isitone hat geschrieben:hörst Du tatsächlich, Tops nicht mitspielend bei Volllast kein Port Geräusch!?
Ich glaub darauf sollte man noch eingehn. Wenn die Tops mitspielen, ist Portnoise nochmal deutlich schlechter auszumachen.

War überhaupt ein Lowcut gesetzt? So wie im Video die Membranen auslenken sieht's nicht danach aus.


Lukas-jf-2928
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#14

Beitrag 20. Aug 2017 14:53

Ja natürlich auch ohne getestet, kp warum das keiner glaubt aber hören tut man nix, sogar nicht mit Kopf im Port :D
Lowcut bei 25Hz, unten braucht der nicht gezügelt werden, aufgrund des tiefen Tunings ist der Hub eher ab 50Hz "gefährlich" aber braucht der auch zur Kühlung. Bedenkt +-19mm X-Max hat das Teil, darf ruhig huben bei 2kW Input und 1,5kW AES Belastbarkeit.


stoneeh
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#15

Beitrag 20. Aug 2017 15:55

Is mir nur suspekt vorgekommen, und wollte sichergehn. Carry on ;)

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hitower78
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#16

Beitrag 20. Aug 2017 16:14

Hi
Eine Kamera im normalen Modus kann ein Membran nicht richtig abfilmen. Das wirkt dann teilweise unkontrolliert oder taumelnd...
Dazu muss man ggf. schonmal die Highspeedaufnahmen nehmen. Iphone kann das ja z.B. schon.

Grüße
Daniel
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ad undas
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#17

Beitrag 20. Aug 2017 18:38

Lukas-jf-2928 hat geschrieben:kp warum das keiner glaubt
Naja, bei Reynoldszahlen um 500.000 kann man durchaus erstmal skeptisch sein. Das muss auch nicht gleich pfeiffen. Was möglicherweise passieret ist, dass der Port an Output verliert und das Tunig bei hohen Lautstärken massiv nach oben rutscht. Ob und wie genau das passiert hängt aber stark von der genauen Geometrie ab und das ist sehr schwer zu berechnen.
Messungen wären da (vermutlich nicht nur für mich) hochinteressant....


Lukas-jf-2928
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#18

Beitrag 20. Aug 2017 18:50

Zwei die dabei waren hatten es nur geschrieben, daher die Bemerkung ;)

Eine Rohmessung GPM aus ca. 2m (nicht Pegelkalibriert):
[ externes Bild ]

Der Buckel bei ~160Hz kann ignoriert werden, lag an einem Fehler beim Messen, ist sonst nicht da (hatten noch mehr gemessen an dem Tag) Für mehr müsste man nochmal ran mit mehr Zeit.


stoneeh
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#19

Beitrag 20. Aug 2017 19:43

Sieht nach nem sinnvollen Tuning aus. Der BMS könnte natürlich noch tiefer (hast ihn ja selbst als Infra mit 30hz flat, wenn ich mich recht erinnere), aber für so kompakte Ausmasse ist das schon recht respektabel.

ad undas: bei dem Material, das ich gehört hab, ist das Resultat einfach, dass der Schall aus dem Port nicht mehr sauber klingt, und sich auch der Pegel nicht mehr linear weiter erhöht.


ad undas
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#20

Beitrag 20. Aug 2017 20:09

Lukas-jf-2928 hat geschrieben:Eine Rohmessung GPM aus ca. 2m (nicht Pegelkalibriert):
Wie laut war das? Und was für ein Anregungssignal?
Lukas-jf-2928 hat geschrieben:Der Buckel bei ~160Hz kann ignoriert werden, lag an einem Fehler beim Messen, ist sonst nicht da (hatten noch mehr gemessen an dem Tag) Für mehr müsste man nochmal ran mit mehr Zeit.
Komisch. Das bei 160Hz ist die Längsresonanz im Port, und die muss da irgendwo sein ;)
Für mich sieht die Messung absolut richtig aus...
stoneeh hat geschrieben:ad undas: bei dem Material, das ich gehört hab, ist das Resultat einfach, dass der Schall aus dem Port nicht mehr sauber klingt, und sich auch der Pegel nicht mehr linear weiter erhöht.
Ja, das ist typisch. Die Helmholtzresonanz erzeugt fast nur ungerade Oberwellen, und das klingt eben grässlich. Da das Chassis dort kaum mehr auslenkt sieht man meistens einen scharfen Einbruch bei D2 und eine D3-Spitze.
Und oft sieht man das dann eben deutlich höher als das Tuning aus der Kleinsignal-Impedanzmessung...


Lukas-jf-2928
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#21

Beitrag 20. Aug 2017 20:24

Keine Ahnung wie laut das war, halt so, dass schon etwas an Pegel kommt und alles im Eingang vom Messprogramm passt. Gemessen wurde mit REW per Sinussweep.

Bei dem 118n den ich auch kurz gemessen hatte, da war der selbe Buckel, nach Fehlerbehebung war der Weg. Wie gesagt müsste nochmal in Ruhe gemessen werden, entweder Zufall oder ist tatsächlich so. Klingen tut es jedenfalls auch nicht danach, beim ersten Proto, wie Jan ja auch geschrieben hat, war es sehr deutlich, hier war aber nichts mehr Störend. Knapp 10dB sollte man ja locker hören.

Ja meine Version war ja noch tiefer getunt, aber da kommt dann halt nix mehr im Nutzbass, dafür wirklich Infra. So ist das aber für die Praxis ne sehr gute Mischung, spielt schön Voluminös und drückt trotzdem ganz nett und macht einfach mal Spaß :D
Muss man halt auch hören, manchmal klingt es auch einfach mal ganz anders als die reine Frequenzkurve vermuten lässt.


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#22

Beitrag 20. Aug 2017 20:50

Ja, ich kann mir schon vorstellen, dass eine Kiste mit dieser Abstimmung Spass macht.
Ich würde nur empfehlen, mal mit richtig Gas zu messen, ob das Tuning auch wirklich da bleibt, wo es sein soll. Wenn das stabil ist kann auch keiner mehr sagen, der Port wäre zu klein ;)

In Ruhe messen ist immer eine gute Idee. Sonst sitzt man wieder Stunden am Rechner vor Daten, die einfach keinen Sinn ergeben wollen. Kennt wohl jeder. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der Peak weggeht, dafür macht er da zu viel Sinn ;)
Aber ein Problem ist der ja eigentlich nicht...


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#23

Beitrag 20. Aug 2017 21:24

Eigtl muss man das bei bzw kurz vor Maximalpegel testen, dass es Sinn macht. Ein Port kann 3db vor Vollgas noch nicht limitieren, aber bei Vollgas dann eben schon.

Anregungssignal bei einer Messung würd ich Rosa Rauschen wählen. Kann mir nicht vorstellen dass sich der Port, speziell bei hohen Pegeln, bei einem schmalbandigen Signal gleich verhält wie bei einem grösseren Frequenzspektrum.

ad undas: so wie ich das versteh, reisst doch einfach ab einer gewissen Geschwindigkeit die Strömung ab. Kenn ich auf jeden Fall aus der Praxis so, dass der Port dann halt irgendwann nur noch bläst. Haben mal einen NLW9600 in ein Gehäuse mit 300cm² Portfläche geschraubt.. den Luftzug hat man Meter weiter noch gespürt ;) Da ist alles rausgekommen, nur kein Schall.


ad undas
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#24

Beitrag 20. Aug 2017 21:50

stoneeh hat geschrieben:Anregungssignal bei einer Messung würd ich Rosa Rauschen wählen. Kann mir nicht vorstellen dass sich der Port, speziell bei hohen Pegeln, bei einem schmalbandigen Signal gleich verhält wie bei einem grösseren Frequenzspektrum.
Kommt darauf an, was man sehen will. Bei einem linearen System wärs völlig egal. Aber hier gehts ja um nichtlineares Verhalten. Wenn man an Kompressionseffekten interessiert ist sind Sinus-Bursts meiner Meinung nach besser, weil mal die komplette Signalleistung bei einer Frequenz hat und gleichzeitig den Klirrfaktor bestimmen kann. Und man blendet andere nichtlineare Effekte aus, die gerade nicht interessieren.
stoneeh hat geschrieben:ad undas: so wie ich das versteh, reisst doch einfach ab einer gewissen Geschwindigkeit die Strömung ab. Kenn ich auf jeden Fall aus der Praxis so, dass der Port dann halt irgendwann nur noch bläst. Haben mal einen NLW9600 in ein Gehäuse mit 300cm² Portfläche geschraubt.. den Luftzug hat man Meter weiter noch gespürt ;) Da ist alles rausgekommen, nur kein Schall.
Naja, bevor das passiert wird die Strömung im Port teilweise turbulent. Ein Teil der Luftmasse liefert dann keinen Beitrag mehr. Der Port wird damit effektiv kürzer und das Tuning steigt an (und auch die Verluste).
Wenn mans dann noch weiter treibt wird die Rohrströmung komplett turbulent und der Port rein resistiv. Die Phasenverschiebung vorne ist dann 180° zur Membran und das Chassis schiebt wirklich nur noch Luft durch den Port...
Zuletzt geändert von ad undas am 20. Aug 2017 21:52, insgesamt 1-mal geändert.


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#25

Beitrag 21. Aug 2017 23:02

hitower78 hat geschrieben:Hi
Ich frag mich ob der Sub auch mit gerade Chassisbrettchen genauso wäre: Dasmit würden evtl gehrungsschnitte entfallen.
Die habe ich gemacht, damit zwischen Port und Gitter nachher noch etwas Luft ist, was mir vielleicht einige Störgeräusche erspart. Gehrungsschnitte sind kein problem und innerhalb von ein paar Minuten erledigt. Im BR Port sind auch auch Gehrungsschnitte...
stoneeh hat geschrieben: Für mich wirkt es, als hättest du die noch nicht bis Vollgas getestet. Wir haben auch DIY Subs der Leistungsklasse, und von unseren Erfahrungen her würd ich vermuten, dass es das Gehäuse bei Vollgas ziemlich herwerken würde. Der Port müsste auch ganz schön blasen. Ich geh davon aus, dass grosszügige Verstrebungen & mehr Portfläche noch was bringen würden.
Hatte am Samstag die Kiste nun auch endlich mal unter Vollgas getestet... Dafür, dass da noch keine Verstrebungen drin sind, geht´s aber. Die Rückwand muss auf jeden Fall versteift werden. Allgemein kommen da noch Versteifungen rein, ich wollte nur nicht auf Blauen Dunst welche einbauen, wo ggf. keine nötig sind.
Mehr Portfläche würde auch mehr Port Volumen bedeuten, was mir dann nachher zu viel Volumen hinter dem Chassis klaut. Der Port Funktioniert tatsächlich sehr gut so, das Tuning passt auch gut. Ich bin durchweg zufrieden mit dem Sound! :toptop:


Thema Portfläche... Der Port hat am Auslass etwas mehr als 750cm²... bis hinten steigt der Querschnitt aber auf da 2,8 fache an. Dazwischen ist der Port aber auch nicht ganz Linear. Ich werde bei Interesse noch ein paar Skizzen machen.
Wenn man die Hand in den Port hält, merkt man deutlich, dass es nur am Auslass hohe Geschwindigkeiten gibt. Im Port selbst geht´s meiner Meinung nach. Die Verwirbelungen wollte ich mir auch noch einmal ansehen... Wie kann man so etwas gut testen? Dichten Nebel ins Gehäuse pusten und dann mit ordentlich Pegel beobachten?

Klanglich gefällt mir der Sub richtig gut! Ohne EQ klingt er schon ausgewogen und es gibt nichts, was mich stört oder was mir fehlt. Tiefgang hat er, Kick/Punch kann er und eine Menge Headroom hat er auch. Selbst bei klassischen und anspruchsvollen Stücken gibt er alle Nuancen der Musik wieder. In Passagen, in denen mehrere Instrumente in einem ähnlichem Frequenzband spielen, lassen sich diese jedoch noch klar definieren. Mann kann sich Bildlich vorstellen, wie der Ton entstanden ist und aufgenommen wurde, so natürlich und detailliert gibt der V2 das Signal wieder.

Sollte sich in den nächsten Tagen die Sonne mal für ein paar Stunden zeigen, nutzte ich die Zeit und werde den V2 mal Messen.

Gruß Jan


stoneeh
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#26

Beitrag 22. Aug 2017 00:31

Heini hat geschrieben:Die Verwirbelungen wollte ich mir auch noch einmal ansehen... Wie kann man so etwas gut testen? Dichten Nebel ins Gehäuse pusten und dann mit ordentlich Pegel beobachten?
Hab ich noch nie dran gedacht bzw sonst wo gelesen, wär aber denk ich gar keine schlechte Methode :top:

Generell zu der Thematik: es ist ja denk ich das Optimum, dass Port und Membran den gleichen unkomprimierten Maximalpegel können. Weder will man einen Sub, wo der Port limitiert/komprimiert, noch einen mit Blubb untenrum, wo der Portschall dominiert, und es aufgedunsen klingt.
In Messungen ausgedrückt sollte einmal bei der Wirkungsgradmessung (1w/1m oder vergleichbar) ein möglichst glatter Frequenzgang rauskommen. Und bei der Maximalpegelmessung sollte der Sub möglichst über seinen ganzen Übertragungsbereich den gleichen Pegel bei gleichem Verzerrungsgrad aufweisen.

Was ich lieber mach, und was viel einfacher und praxisrelevanter ist, ist ein Lied herzunehmen, das die Bassdrum halt wie üblich bei ziemlich genau 50hz hat (also dort, wo bei einem Sub mit Abstimmung wie bei meinem oder euren, das Hubmaximum ist), und 1, 2 Basslines (gleichen Pegels) um die Tuningfrequenz des Subs. Die beiden Signale sollten bei jeder Lautstärke mit dem gleichen Pegel/Druck und der gleichen Präzision kommen.
Sollte man meinen, das kann bestimmt eh jeder Sub - ne, kriegen die allerwenigsten hin. Auch in gehobenen Preisklassen.. ne KV2 die ich mal gehört hab hat portdominant gespielt.. L'Acoustics SB18 bei niedrigen Pegeln portdominant, später portlimitiert.. zuletzt ne (brandneue) Meyer Sound, die eigtl gar nix konnte, und nur undefiniert rumgebrubbelt hat.. etc (das beste was ich in der Hinsicht extern gehört hab war interessanterweise der Eigenbau-15er vom Mr_DnB hier im Forum :P )

.. ist halt eine von vielen Hörproben, die ein Sub bestehen sollte, bevor man ihn fix baut. Einen Sub, der wirklich alles gut kann, kenn ich bis jetzt allerdings auch noch nicht. Wie tut sich eurer so über 100hz? Die wenigsten 18er gefallen mir über 100hz noch. Der NLW9600 schon mal bestimmt nicht, egal in welchem Gehäuse.. wir trennen wenn's geht ab 80..


isitone
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#27

Beitrag 29. Aug 2017 23:07

Wie sieht es aus? Mal Messungen zum Sub gemacht? Wäre sehr interessant :), bitte dranbleiben!


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#28

Beitrag 1. Sep 2017 00:04

isitone hat geschrieben:bitte dranbleiben!
Ja auf jeden Fall! Heute habe ich eine Location gefunden, auf der ich ordentlich Messen kann. Fester Boden, Feststrom, Ruhig und im Umkreis von 20-30 Metern ist NICHTS. :toptop:
Leider spielt das Wetter gerade nicht so mit und am Wochenende steht auch wieder viel an... Aber die Messungen kommen Zeitnah.

Gemessen wir mit einer M-Audio Fasttrack Pro und einem Behringer ECM8000 (Mic leider unkalibriert)

Verglichen wird dann auch noch die TSA 4-1300 gegen die Ram S6000 was Kontrolle und Pegel angeht an 2x 4Ohm.
DSP wird ein DSM48Lan.

Was wollt ihr denn an Messungen sehen? Bisher geplant habe ich:

1. Gesamtmessung Pegelkalibriert auf 2m und 10m mit REW Frequenzgang und Phase mit Sweep.
2. Gesamtmessung mit ARTA auf 2m (zum Vergleich mit Rauschen)
3. Impedanzmessung mit Limp
4. Port und Chassis nah dran mit dem Mic (ARTA mit Sweep und Rauschen)

Habt ihr spontan noch Tips oder Infos zum Subs Messen? Werde vermutlich nur die eine Chance haben die Kiste mal ordentlich zu testen.

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