BR 180l/33Hz - Alternative zu 18XL1800?

Lautsprecher Entwicklungen/Projekte - bereits in Arbeit oder Planung

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BERND_S
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#21

Beitrag 10. Jan 2019 23:17

Noch etwas weniger.
Aber f-3 von 35Hz finde ich ok.

Gruß,
Bernd

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jones34
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#22

Beitrag 11. Jan 2019 00:44

Also ich denke nicht das es ein großes Problem ist den Bass auch mal bis 100Hz oder so laufen zu lassen.
Probleme mit Intermodulationsverzerrungen bekommt man schon aber sicher nicht so schlimm wie wenn man das Topteil tief runter prügelt.
Im Endeffekt landet man ja bei einer Kiste ähnlich einem zersägten l'Acoustics KS28 und da geht das ja auch.

Da ich gerade eh ein Modell mit dem 18SW115 4ohm in ABEC hab, hab ich mal ne Simu in einem Gehäuse das ähnlich deinem sein wird gemacht.
180l 33Hz Tuning 480x680x800 bht mit einem Bodenport
Edit: Sub liegt in der Simu mit Port zur Seite auf dem Boden
tiefes Tuning 180l.png
Sieht dann so aus. Edit: Frequenzgang einmal in 2m und in 10m Entfernung mit 100V RMS
Wird auf jeden Fall keine Brummelkiste mit dicker Reso sondern sollte noch verhältnismäßig knackig klingen.

Mit dem 18TBW100 kenne ich den Seeburg K-Sub1801 ganz gut.
Ist auf jeden Fall ein gutes Chassis und klingt in jeder Lebenslage unangestrengt.
Klippeldaten gabs mal in einer Ausgabe von Voice Coil und das sah schon echt gut aus erinnere ich mich.
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corell
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#23

Beitrag 11. Jan 2019 10:26

[ externes Bild ]

Erläuterung:
Simuliert wurde ein Bassreflex Gehäuse mit 180 L netto bei einer Tuningfrequenz von 32,5 Hz (450cm² / 50cm Port).
Darin wurden 2 recht extreme imaginäre Chassis ausprobiert, wobei alle TSP außer BL und cms fixiert wurden. Chassis 1 in grau hat einen BL von 24 und eine etwas weichere Aufhägung, Chassis 2 in schwarz BL 32 und ist etwas straffer eingespannt, beides entspricht der Realität bei für den Infra-Bereich bzw für den Nutzbass entwickelten Treibern. Daraus ergeben sich die gezeigten TSP Datensätze, wobei insbesondere qes zu beachten ist (0,44 vs 0,27).

Ganz links sehen wir die Simulation bei 2,83V, wobei erwartungsgemäß Chassis 1 einen nahezu perfekt glatten Frequenzgang aufweist, also sehr gut ins Gehäuse zu passen scheint (wobei natürlich das Gehäuse bewusst so gewählt wurde). Chassis 2 zeigt den (in zu großen Volumina) typischen Anstieg zu hohen Frequenzen, sowie den starken Überschwinger auf der Tuningfrequenz gefolgt von einem Einbruch. Zu diesem Zeitpunkt würden wir uns sicher alle für Chassis 1 entscheiden!
Wir sehen darunter allerdings auch bereits hier, dass Chassis 1 genau in dem Bereich, in dem es bei 2,83V lauter ist als Chassis 2 auch mehr Hub macht (38-100Hz), während umgekehrt Chassis 2 an seinen lauteren Passagen nicht mehr hubt. Außerdem sehen wir noch, dass beide Chassis bei 2,83V die gleiche maximale Leistung zugeführt bekommen (selbstverständlich, da beide gleiches Re und somit auch gleiches Impedanzminimum haben), Chassis 1 aber im gesamten relevanten Bereich durchgängig stärker belastet wird.

Eine Spalte weiter rechts werden nun beide Chassis verglichen, wenn man die Spannung für Chassis 2 so erhöht, dass beide Chassis den gleichen maximalen Hub machen, konkret auf 3,79 V.
Wir sehen, dass nun Chassis 2 im gesamten Spektrum lauter ist (mit Ausnahme einer winzigen Ungenauigkeit bei 55 Hz, da ich nicht bis auf weitere Nachkommastellen optimieren wollte), jedoch nur auf dem Tuning mehr Leistung zugeführt bekommt (sowie oberhalb von 120Hz), also an genau den Stellen, bei denen bereits in der 2,83V Simu ein "Vorsprung" für dieses Chassis bestand. Im Bereich 38-100Hz, welches wir auf das Pegel-Niveau von Chassis 1 angehoben hatten, bekommt Chassis 2 also trotzdem nicht mehr Leistung (was natürlich mit der dort höheren elektrischen Impedanz zusammenhängt, falls sich jmd fragt wie das möglich ist).
Dieses Bild vervollständigt sich nun, wenn man den Max SPL betrachtet, den ich für 2 verschiedene Szenarien erstellt habe, die aber die gleiche Aussage liefern: Im Hub limitierten Bereich oberhalb des Tunings (und dieser ist in 95% der BR Kisten limitierend für den Maximalepegel) erzielen beide Chassis exakt den selben max SPL, da Vd identisch ist. Der Vorteil von Chassis 1 bei 2,83V ist "dahin". Im Leistungs limitierten Bereich auf dem Tuning und obenrum hält Chassis 2 den "Vorsprung", der auch bei 2,83V hier schon bestand (lauter bei gleicher Leistung).

Edit: Hier stand vorher etwas falsches, Amps sind Spannungsquellen und daher benötigt Chassis 2 eben doch einen stärkeren Amp, obwohl beim Chassis nirgendwo mehr als 1800W ankommen.

Ganz rechts habe ich noch beide Frequenzgänge mittels verschiedener Hoch- und Tiefpassfilter versucht möglichst anzugleichen (was man mit weiterem EQ einsatz noch erheblich verbessern könnte). Dazu wurde Chassis 1 gegenüber der 2,83V Simu ganz einfach getrennt, ohne den Frequenzgang im Nutzbereich groß zu verändern. Chassis 2 wurde wiederum mehr Spannung zur Verfügung gestellt, sowie die Überhöhungen mit den Filtern "glatt gezogen" . Auch hier ergibt sich, wie aus der mittleren Spalte bereits bekannt, der selbe maximale Hub und eben auch (!) das qualitativ selber Group Delay, wobei die Unterschiede unterhalb von 30Hz hier dramatisiert erscheinen, weil ich eben doch nicht exakt die gleiche Flankensteilheit getroffen habe (man sieht, dass das Group Delay genau dort leicht erhöht ist, wo auch der Frequenzgang leicht erhöht ist). Außerdem hat das weicher aufgehängte Chassis unterhalb des Tunings größeren Hub (und auch größeres GD), was der einfachen CB und BR Theorie entspricht, aber hier nicht relevant sein sollte, weil ich eben cms nicht festgehalten habe.

Edit 2: Im übrigen kann ich Chassis 2 einfach einen Vorwiderstand von 3 Ohm geben und es verhält sich exakt wie Chassis 1, ohne EQ etc. Die erhöhte Spannung muss der Amp dann allerdings trotzdem leisten, es sei denn man kann den Vorwiderstand softwareseitig simulieren, wie zB bei Powersoft.

Noch zum IMD bzw der hohen Trennung: Ich sage nicht, dass ein 18XL1800 nicht bis 120 Hz betrieben werden kann (wobei 150Hz schon echt zu viel des guten ist), ich sage nur, dass das tiefer getunte BR Gehäuse gegenüber einem höher getuneten hier definitiv Nachteile hat. Liegt also nicht am Chassis direkt, sondern dem üblichen Anwendungszweck.
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wiesel77
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#24

Beitrag 12. Jan 2019 00:13

und hier wäre der von Jones angesprochene Sub mit 18SW115

[ externes Bild ] [ externes Bild ]


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#25

Beitrag 12. Jan 2019 15:59

@wiesel77: Sieht ähnlich aus wie mein 2ter Proto, ich habe den BR Tunnel auch bis nach vorne gezogen, hat aber wohl einen kleineren Querschnitt als eurer (51x12,5 cm)...

@corell: sehr interessant, auch die Veränderung durch den (virtuellen) Vorwiderstand, muss ich mal ausprobieren.
► Offtopic


corell
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#26

Beitrag 12. Jan 2019 16:39

MAD hat geschrieben: @corell: sehr interessant, auch die Veränderung durch den (virtuellen) Vorwiderstand, muss ich mal ausprobieren.
► Offtopic
Das "restliche" Ohm fügt dann die Schwingspulenerwärmung hinzu ;)
Meine Simus oben sind alle "kalt".
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#27

Beitrag 15. Jan 2019 13:16

Es geht voran - das Prototypengehäuse ist fast fertig. Da es zusammen mit dem ersten Prototypen (leicht andere Abmessungen / OSB) auf den Karnevalswagen hinter eine schwarze Bespannung kommt, werde ich es erstmal nur schwarz grundieren, Griffe kommen später rein ;-)

[ externes Bild ]

Ich habe gestern noch gesehen, dass ich an den 18XL1600/4 Ohm auch relativ günstig komme, wäre evtl. auch noch ne Alternative.
Daher meine Frage: Gibt es Erfahrungen, was mit einer Poweroft K3 geht - 2x8Ohm 1,5kw AES LS in einer solchen Box an einen Kanal oder besser nur einen in 4 Ohm?

Und hat jemand ne günstige Bezugsquelle für ein Gitter 50x50 cm? Muss nicht schön sein, nur schützen :-)
Meine Gitter lasse ich sonst von Rabe machen, aber für was provisorisches ist das over the top.


BERND_S
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#28

Beitrag 15. Jan 2019 19:18

Normales QG10-12 gibts bei Achim (Lautsprecherteile) oder bei Metallbau Buchert (ebay).
Sollte ca. 15 Euro kosten.

Gruß,
Bernd


corell
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#29

Beitrag 15. Jan 2019 21:40

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