[Reparatur] defekte Weiche, warum?

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elhorst
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#1

Beitrag 30. Jul 2017 11:14

da ich die Weichen aus meinen LMT112 tauschen will, hab ich sie vorgestern mal aufgeschraubt, um die PS12 Weichen auszubauen,
dabei bot sich mir dieses Bild:
[ externes Bild ]

die Boxen hab ich vor einiger Zeit gebraucht gekauft, aber noch nie im Einsatz gehabt,
der geplatzte 22uF 400V Q4 Kondensator ist auf beiden Weichen zu finden,
was ist hier falsch gelaufen?

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jones34
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#2

Beitrag 30. Jul 2017 18:12

Normal sollte das nicht passieren. Selbst in Schwingkreisen kommt es nicht so schnell zu solch hohen Spannungen.
Meine Theorie ist entweder eine unsachgemäße Montage bei der der Kondensator beschädigt wurde oder ein Produktionsfehler.

Gruß


ad undas
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#3

Beitrag 30. Jul 2017 20:17

elhorst hat geschrieben: der geplatzte 22uF 400V Q4 Kondensator ist auf beiden Weichen zu finden,
was ist hier falsch gelaufen?
Ich habe das mal von Hand überschlagen und mich doch etwas über die Weiche gewundert.
Die Impedanz geht deutlich unter Re und an diesem Widerstand wird massiv Leistung verheizt.
Eigentlich reichen die 20W gar nicht. Und wenn man dann direkt daneben (möglicherweise sogar
in Kontakt?) einen Kondensator platziert...
Daher glaube ich nicht, dass der Kondensator daran schuld war. Zumal die zweite Weiche den selben
Defekt zeigt.


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elhorst
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#4

Beitrag 30. Jul 2017 20:28

ich werde mir jetzt auf jeden Fall neue Weichen auf einem Holzbrett aufbauen,
muß mir aber erstmal über das Layout Gedanken machen

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Andy78
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#5

Beitrag 31. Jul 2017 00:36

Autscha- das ist ja mal gründlich zerlegt :shock:
nun verstehe ich Deinen Wunsch nach der anderen Weiche doch direkt, quasi schlagartig. ...
sieht mir aber auch letztlich nach ungünstiger Positionierung / evtl Kontakt aus - heiße Bauteile dürfen schon gern etwas Luft um sich haben ;)
Gruß Andy


Jens Droessler
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#6

Beitrag 31. Jul 2017 03:12

Sind das nicht sogar zwei Kondensatoren parallel? Wenns bei beiden Weichen der näher am Widerstand ist, liegt es sicherlich an der Hitzeeinwirkung des zu klein dimensionierten Widerstands. So ein Kondensator verträgt im heißen Zustand weniger Spannung als nominal. Das hat ihm dann vermutlich den Rest gegeben.


bauersound
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#7

Beitrag 31. Jul 2017 10:12

Die Bauteile sind vermutlich auch mit HeißKleber fixiert worden, bei Widerständen absolut unvorteilhaft. Bei dauervollgas hat bestimmt iwann einfach ne zähe Bauteilsuppe auf der Leiterplatte gestanden wodurch die Kondensatoren richtig heiß wurden und Schaden genommen haben.
Man erkennt auch wie der Kleber auf den Noppensschaum gelaufen ist.


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elhorst
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#8

Beitrag 31. Jul 2017 13:04

Moin,
geplatzt ist der einzelne 22uF Kondensator, der parallel zum Kappa läuft,
der andere, noch heile 22uF Kondensator ist in Reihe mit dem 5,6 Ohm Widerstalnd (neben dem geplatzen Kond) parallel zum Kappa verschaltet...
die Lötstellen auf der Unterseite sehen furchtbar (nach Klempner Lötzinn und Lötwasser) aus...das Kupfer rings um die Lötstellen ist grün...

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hitower78
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#9

Beitrag 31. Jul 2017 15:42

HI
Autsch, die sehen ja ganz schön fertig aus...
War das ne ordenliche Platine? Warum pfuscht man sowas zusammen :-/

Grüße
Daniel
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ad undas
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#10

Beitrag 31. Jul 2017 20:04

Also ich habe mal versucht zu berechnen, was an dem Widerstand wirklich dissipiert wird. Das Chassis habe ich mit Hornresp modelliert, 50l@65Hz. Nicht sicher, wie gut es das trifft, aber viel macht das nicht aus. Danach Impedanzdaten exportiert und linear weitergerechnet. Das Ganze bei "Volllast", dafür habe ich 40V effektiv am Eingang angenommen.
Zunächst die Impedanz:
[ externes Bild ]
Deckt sich mit dem, was Hornresp selbst rechnet. Man sieht die Absenkung der Impedanz unter 4 Ohm.
Dann Wirkleistung am Chassis:
[ externes Bild ]
Möglicherweise kotzt das hier schon, nicht sicher was man dem zumuten kann. Ich selbst habe keine PS12.
Aber das Chassis müsste das schon mitmachen.
Wenn man dann die Leistung an dem Widerstand im Tieftonzweig berechnet bekommt man das hier:
[ externes Bild ]
100W! :shock:
Klar, nur ein einem begrenzten Band, so dass bei Musik sicher weniger anfällt. Und wenn der Widerstand heiß wird sinkt das auch nochmal etwas (aber nicht viel). Trotzdem etwas heftig.
Ich glaube also immer noch, dass der Widerstand den Kondensator gegrillt hat. Möglicherweise nicht direkt, sondern über den elektrischen Kontankt. Der leitet auch Wärme recht gut. Könnte auch erklären, warum die Lötstellen so schlimm aussehen...


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elhorst
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#11

Beitrag 1. Aug 2017 12:23

Danke für die Mühe,
ich hab mir schnell mal Ersatz gebaut, sind die ersten selbstgebauten Frequenzweichen in meinem Leben,
muß noch Edelstahl Schrauben für die Spulen organisieren,
ich hoffe sie funktionieren auch....

[Externer Bildlink zu Audiofotos]


wenn ich mal Lust habe, werden die PS12 Weichen komplett neu aufgebaut, ohne diese Pampe....

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hitower78
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#12

Beitrag 1. Aug 2017 16:46

Hi
Schraubenalternative ist ein Holzdübel durchs brett und oben ein wenig Heißkleber reinlaufen lassen... Geht notfalls auch. Die Spuelen werden nicht so warm :-)
Bei den Kernspulen reichen mir eigentlich auch Kabelbinder!

PS:
Warum der Blaue Kasten als Kondensator? Kein Q4 für den Hochtöner da?

Gruß
Daniel
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#13

Beitrag 1. Aug 2017 17:27

Messingschrauben halte ich für besser, da Edelstahl mitunter doch magnetisch Einflüsse erzeugt.


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elhorst
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#14

Beitrag 1. Aug 2017 20:00

hitower78 hat geschrieben:
PS:
Warum der Blaue Kasten als Kondensator? Kein Q4 für den Hochtöner da?

Gruß
Daniel
der blaue Kasten war halt beim örtlichen Elektronikteile Händler verfügbar, ist ein Monacor MKT 250V ,
ich versuche immer erstmal beim örtl. Händler zu kaufen, bin froh das wir noch einen haben...

hab die Weiche(n) vorhin mal getestet... das ist schon ne geile Box.... ;)


ad undas
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#15

Beitrag 2. Aug 2017 15:14

elhorst hat geschrieben:ich hab mir schnell mal Ersatz gebaut, sind die ersten selbstgebauten Frequenzweichen in meinem Leben,
muß noch Edelstahl Schrauben für die Spulen organisieren,
Die sehen doch gut aus. :top:
Wegen dem Kondensator würde ich mir keine Gedanken machen. Hauptsache kein Elko. Sonst habe ich da noch nie einen Unterschied gehört, auch wenn ein paar Hifi-Leute behaupten, da was zu hören. Und 250V reicht locker.
Man hätte noch eine der Spulen drehen können, aber bei dem Abstand sollte das auch keine Rolle spielen...

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