[Umbau] Limmer Reflector Horn neue Chassis/ D’Appolito Horntop

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#1

Beitrag 12. Jan 2020 18:09

Hallo liebe Forengemeinde,
ich wollte hier mal von meinem Umbau berichten. Ich habe vor einer Weile 2 Limmer Reflector Tops gekauft die Teile scheinen recht alt zu sein leider hatte Ralf Limmer keinerlei Unterlagen mehr zu den Lautsprechern.

Die Trennung ist aktiv.

Die Lautsprecher waren wie folgt bestückt:
MID 2x RCF L10 750Y
HI 1x Beyma CP-600/Ti

Ursprüngliche Übernahme Frequenz des Hochtöners 1,5kHz

Ich hatte noch einen 18Sound- ND 4015 BE Kompressionstreiber rumliegen dieser ist eigentlich für ein zukünftiges Projekt vorgesehen gewesen da ich jedoch einen Adapter auf 2" Auslass für den Treiber liegen hatte habe ich ihn kurzer Hand gegen den Beyma getauscht.

Die RCF Chassis waren an den Sicken schon recht Hart und eines der Chassis hatte keinen Durchgang mehr an der Spule. Ein Reconen ging nicht da ich kein Reconekit für diesen Lautsprecher Auftreiben konnte. Ich war mir unsicher ob ich das Reconekit des Nachfolger Modells (RCF L10 750 YK) nutzen kann. Deshalb entschloss ich mich dazu den Lautsprecher neu zu Bestücken. Ein Freund von mir (auch Nutzer dieses Forums) fragte ich nach seinem Rat zur Chassis Auswahl und er empfahl mir den 18Sound-10M600.

Die neue Bestückung ist jetzt wie folgt:

MID 2x 18Sound-10M600
HI 1x 18Sound- ND 4015 BE

Kleinere weitere Änderungen:
-Gewindemuffen eingesetzt um Maschinenschrauben an der Wartungsklappe zu verwenden
-Umverkabelt mit 4mm² Leitungen
-4 Pol Speakon nachgerüstet
-Gehäuse abgedichtet
-Aussteifungen mit Winkeln verstärkt

Jetzt muss noch ein EQ Setup erstellt werden und die optimale Übernahmefrequenz festgelegt werden.
Dabei benötige ich dann noch etwas Hilfe da ich keinerlei Erfahrung habe sowas Messtechnisch festzulegen.

Die Lautsprecher sind mit ca. 70Kg etwas zu Schwer für herkömmliche Stative. Da hat mir wieder einmal das gute alte Baustellen Equipment geholfen. Ich habe massive DOKA-Schalungsstützen genommen (3-Bein Ausführung) auf diese habe ich eine 30mm MPX Platte mit 4x M12 Schrauben und dicken Unterlegscheiben geschraubt. Darauf stehen die Topteile Bombenfest bis auf eine Höhe von 3m (Unterkante Topteil) kann ich die Stative ausfahren.

Im Anhang habe ich noch einige Fotos des Umbaus gelassen.


Herzliche Grüße
Martin
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Zuletzt geändert von Gynaekologe am 12. Jan 2020 23:47, insgesamt 1-mal geändert.

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Heini
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#2

Beitrag 12. Jan 2020 23:28

Interessantes Projekt.

Hast du schon nen Messmikro, Soundkarte und Software? Was für einen DSP nutzt du?

Bei Hörnern sind oft die Rückkammern der MT Treiber relativ klein. Könntest mal gucken, ob ein kleines Gehäuse um die 10“er nen Mehrwert hat.


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#3

Beitrag 12. Jan 2020 23:55

Messmikro habe ich ein Superlux ECM999 Kondensator Messmikrofon.
Leider keine Kalibrierung und vermutlich ungeeignet für solche Messungen oder?

Soundkarte hatte ich an folgende gedacht:
Focusrite Scarlett 2i2 3rd Gen



Software habe ich leider bisher keine Erfahrungen was man nimmt eventuell ARTA oder kann jemand was geeigneteres nennen?



Ich nutze einen DCX2496 habe noch einen DEQ zur Verfügung.

Im Deckel sind Verstrebungen die eine Art Trennwand zwischen den Chassis schaffen jedoch keine Luftdichte Kammer.

Denkt ihr das der Ralf sich bei der Konstruktion was gedacht hat oder das man den Wirkungsgrad der Lautsprecher durch solch eine rückkammer steigern kann ohne akustische einbußen zu haben?


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#4

Beitrag 13. Jan 2020 00:46

Fürs erste ist keine Kalibrierung notwendig. Das wird erst interessant, wenn du aufs letzte dB den Frequenzgang glatt ziehen willst.

Soundkarte kannst ne Behringer UMC404HD nehmen. Die hat gleich XLR Outs und 4 Inputs, falls du mal mit mehreren Mikros messen willst. Hab vorher ne Focusrite gehabt, nutze jetzt die Behringer.

Der DCX ist schon ok, für die Messungen würde ich den halt am Messplatz hinstellen, damit man die Werte bequem ändern kann. Oder halt mit Remote Software.

Messsoftware könntest du die 30 Tage Testversion von Systune nehmen, ansonsten REW oder halt der Klassiker Arta.
Ich selbst bin Fan von Smaart geworden, das jedoch nicht ganz günstig. Wobei es da auch ne Testversion gibt. Guck einfach, welche Software für dich am einfachsten zu bedienen ist.

Fürs erste ist die Phase und der Frequenzgang interessant.

Zu der Idee mit dem kleineren Volumen hinter den 10ern können vielleicht die Horn Fans eher was sagen.

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Big Määääc
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#5

Beitrag 13. Jan 2020 10:22

mit dem passenden Rückvolumen kann man die EinbauGüte so verändern,
das sich der gewünschte F-gang am unteren Übertragungsbereich ergibt.

muss aber als Gesamtsystem betrachtet ausgelegt werden.
manche krücken/ersinnen auch nen BR System ;) :roll:
nur ein dummes Pferd springt höher als es muß !


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#6

Beitrag 13. Jan 2020 12:47

Gerade im Hochton kommt man bei günstigen Mikrofonen um eine Kalibrierung nicht herum.
Die Mikros streuen da erheblich und man liegt schon mal um 10dB daneben.
Für was anderes als Bässe zu den Tops einmessen und Timealignment generell taugen die ohne Kalibrierung eigentlich nicht.

Für die Lautsprecherentwicklung kann ich ARTA nur empfehlen.


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#7

Beitrag 27. Jan 2020 19:26

Das bedeutet ich benötige zuerstmal folgendes.
-Soundkarte z.B. Focusrite Scarlett 2i2 3rd Gen
-Rechner mit Arta installiert
-Kalibriertes Messmikrofon könnt ihr da welche empfehlen worauf ist zu achten bei Messmikrofonen?
Was haltet ihr von diesen Mikrofon Z.B.
beyerdynamic MM1


Heini
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#8

Beitrag 28. Jan 2020 01:12

Gynaekologe hat geschrieben:
27. Jan 2020 19:26
Das bedeutet ich benötige zuerstmal folgendes.
-Soundkarte z.B. Focusrite Scarlett 2i2 3rd Gen
-Rechner mit Arta installiert
-Kalibriertes Messmikrofon könnt ihr da welche empfehlen worauf ist zu achten bei Messmikrofonen?
Was haltet ihr von diesen Mikrofon Z.B.
beyerdynamic MM1

Sonarworks XREF20 hab ich 3x mal. Sind super. Kalibrierung gibt’s online zum Download mit der Seriennummer. Hab auch noch Earthworks M30 und ein Isemcon EMX-7150 und in der Kalibrierten Version sind keine nennenswerten Unterschiede festzustellen außer natürlich beim maximal Pegel.

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Azrael
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#9

Beitrag 28. Jan 2020 07:47

Für den Fall, dass auch mal pegelkalibrierte Messungen geplant sind: die Mikrophonspitze des MM1 hat ein wohl recht ungewöhnliches Maß, so dass das MM1 m.W.n.nicht so ohne weiteres in einen üblichen Schallpegelkalibrator passt.

Viele Grüße,
Azrael

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