[Messung] LD Stinger 12 G2 | Vermessen

Ausführliche Tests samt Messungen (Endstufen, Lautsprecherboxen & weitere Geräte)

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Jobsti
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#1

Beitrag 2. Aug 2014 12:15

Hier einfach mal die Messungen von mir:


Frequenzverlauf, Impedanz und Verzerrungen: (Cursor auf -6dB. Durchschnittspegel 95-96dB)

Ausschwingverhalten & Gruppenlaufzeit:

Abstrahlung horizontal:

Absolut nix zu meckern ;)
Kiste ist eher als reines Topteil zu sehen, was es auch gut meistert.
Den recht kleinen HF hört man raus, aber mehr gibt's für's Geld eben nicht.
Der Baby BMS klingt schön offen und brillant, bei sehen hohen Pegel geht ihm aber halt die Puste aus.




Update DSP:


Nur den Hochton etwas zurücknehmen:
12dB/Okt. Highshelf -3,5dB 4000Hz (bis 5000Hz) - Hellblau

Obenrum gesamt absenken für volleren Klang:
6dB/Okt. Highshelf -3dB 2500Hz - Orange

Die Reso ausbügeln:
614Hz Q4.4 -2,0dB (Q3.5 bis 5.0 is ok) - Blau

stinger12-hs.png

Siehe Beitrag #6


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hitower78
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#2

Beitrag 2. Aug 2014 13:11

Hi

Ich kenn die Modelle, sowie deren Vorgänger (noch mit Eminence HT) und die Aktivversion davon.
Alle sind gut fürs Geld. Persönlich mag ich den kleinen Baby-BMS nicht, ich werd nicht "warm" mit ihm!
Untenrum kann man nochmal bischen den EQ reindrücken, dann geht es im kleinen Rahmen auch ohne Sub.
Beim Amping sind die denke ich wie deine Sat-12 recht genügsam und alles über gute 150W ist schon vom Pegel OK.

Was rechnerisch das Beste ist: Die Aktiven kaufen, die Aktivsteine rausholen und passiv betreiben... Die Aktivblöcke bekommt man so nicht (für den Preis) :-P

Gruß
Daniel
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im Bau: 15" "China-Sub, Delta-10 Top"
Planung: 18" Sub (18PS76), Amps auf L25D Basis, und und und...
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CarstenO
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#3

Beitrag 20. Jan 2021 06:22

Hallo Jobsti,

ich habe selbst die Stinger 12 G2 und würde mich für eine Modifikation interessieren. Danach sollte der Hochtonbereich entspannter/zurückhaltend er sein.

Gibt es da etwas?

VG, Carsten

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Jobsti
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#4

Beitrag 11. Feb 2021 15:58

Servus @CarstenO
leider bleiben dir da nicht soo viele Möglichkeiten.
Ich persönlich würde einfach einen Widerstand in Reihe zum Hochtöner nutzen, was im Bereich 3,9 - 5,6 Ohm vielleicht.
Einfacher wäre das ganze per EQ zu lösen, da idR. ja mittlerweile eh jeder einen DSP nutzt.

Am interessantesten wäre hier ein HighShelf zu nutzen, je nachdem was oder wo dich der Hochton genau stört, musst du etwas rumprobieren,
vom Gefühl her würde ich den HS mal bei 4000HZ mit 12dB/Okt. ansetzen, dann nach belieben vielleicht -3dB.
Falls man nur 6dB/Okt. nutzen kann, lieber etwas höher, z.B. 6000Hz.
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pysos
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#5

Beitrag 11. Feb 2021 16:56

Von der Abstimmung sieht es eher Richtung Live und Sprachkiste aus, auch für den Monitorbetrieb mit Bodenkopplung eventl. brauchbar,
wobei der Anstieg schon etwas übertrieben ist, um allround nutzbar zu sein.

Ich würde klassisch mal auch einen Highshelf probieren, allerdings tiefer bei 2500Hz mit 6db Flanke -3,5db ums flat zu bekommen,
um auf geringen Abstand oder hohe Pegel anzupassen dann nochmal -2 bis -3,5db oben drauf.

LG

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#6

Beitrag 11. Feb 2021 17:44

Hier mal ne Simu der Stinger 12 G2 mit Filter:

Willst du nur den Hochton zurücknehmen:
12dB/Okt. Highshelf -3,5dB 4000Hz (bis 5000Hz) - Hellblau

Obenrum gesamt absenken für volleren Klang:
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Magst du noch die Reso ausbügeln:
614Hz Q4.4 -2,0dB (Q3.5 bis 5.0 is ok) - Blau


stinger12-hs.png
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CarstenO
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#7

Beitrag 14. Feb 2021 15:34

Danke,Jobsti! Ich habe als DSP dbx DriveRack PA+ und PX. Ich probiere das aus.

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CarstenO
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#8

Beitrag 15. Feb 2021 08:24

Hallo zusammen,

ja, die Ergebnisse gehen in die Richtung meiner Korrekturen, die ich nach einer Messung mit Audionet Carma vorgenommen hatte. Aber der im Vergleich (JM Audio C 12-1 mit Beyma SM 112 und Craaft HT 1640) leicht klirrig-resonanzige Sound im Mittel-/Hochtonbereich ist unverändert, nur leiser. Die DSP-Parameter von LD Systems/Adam Hall sind an meinem dbx DriveRack PA+ nur bedingt nachstellbar, da zwar Güte und Gain passen, die Frequenzen aber nicht:

https://www.adamhall.com/shop/de-de/arc ... nger-12-g2

Da ich die Boxen relativ günstig bekommen habe, könnte ich auch tiefer eingreifen. Im Vergleich zu einem kompletten Neubau sind hier Gehäuse nebst Fittings und Transporttaschen vorhanden. Wenn ich recht informiert bin, sind ein Eminence Gamma 12 und ein BMS 4524 verbaut. (Liege ich da richtig?) Letzterer ist laut BMS-Datenblatt ab 1,9 kHz einsetzbar, laut LD Systems ist er ab 1,8 kHz eingesetzt.

http://www.bmsspeakers.com/fileadmin/bm ... driver.pdf

1. Macht ein Umbau der Frequenzweiche Sinn, um den Hochtontreiber ab einer höheren Übernahmefrequenz zu betreiben? Oder stünde dem der Pegelabfall des Gamma 12 zwischen 1 und 1,5 kHz vor starkem Pegelanstieg ab 1,5 KHz entgegen?

https://im.static-thomann.de/pics/atg/a ... _specs.pdf

2. Macht der Austausch des Hochtontreibers nebst Anpassung der Weiche einen Sinn, um einen Treiber zu verwenden, der mit dieser Trennfrequenz (die ja im Hinblick auf den Abstrahlwinkel der Box sinnvoll wirkt) zurecht kommt? Wenn ja, welcher eignete sich bei möglichst wenig Veränderungen auf der Frequenzweiche? BMS 4550, 4544, 4538? Der 4538 hätte laut BMS im Übergangsbereich eine ähnliche Impedanz. B&C DE 250 (leider höhere Impedanz im Übernahmebereich) wegen der Treiberbefestigung am Horn?

http://www.bmsspeakers.com/fileadmin/bm ... driver.pdf

Ein Paar Craaft HT 1640 hätte ich zwar noch, wovon ich die Treiber verwenden könnte. Dabei hätte ich aber die Sorge, dass das Treibergewicht nicht zur mechanischen Haltbarkeit des Horns passt. Die HT 1640 lassen sich mit einem 2,2 µF-Kondensator trennen, wodurch sie sich dann akustisch ab etwa 2kHz an den TT anbinden ließen.

Viele Fragen.

Und viele Grüße!

Carsten

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#9

Beitrag 15. Feb 2021 13:52

Auf Grund des Preises und der Bestückung, finde ich nicht, dass sich hier irgend ein Umbau lohnt.
Bei geringeren Pegeln ist der Klirr des Gamma 12 höher als des BMS Treibers,
ab circa 112dB gleicht sich das ganze aus und ab grob 115dB ist der K3 des BMS höher, jedenfalls zwischen 6-10kHz.

Eine tiefere XO lohnt hier also nicht, der BMS hat hier keinerlei Probleme diesbezüglich, denn sein Klirr steigt obenrum an, also im Bereich 8kHz.
Bei 115dB bewegt sich der BMS im Mittel bei 2,6% K3 mit Peak 9% (7-10kHz), der Gamma 12 im Mittel 2,5% mit Peak 4,2% (800Hz).

Den reinen Treiber zu tauschen könnte also teilweise Sinn machen, die Frage ist nur ob sich der Aufwand lohnt, denn das ganze will auch eine komplett neue Frequenzweiche.
So richtig würde sich ein größerer Treiber aber mit neuem Horn lohnen.
Ich habe leider nicht über 115dB gemessen, würde aber schätzen, dass gegen 118dB der Gamma 12 schon die 10% Marke erreicht, also so sehr viel ist ist nicht mehr zu holen.

Kurzum:
Treibertausch kann lohnen, wenn man eh welche übrig hat und sich ne Weiche selbst entwickeln kann,
wie groß die Unterschiede am Ende sind und ob sie's wert sind, muss man hinterher wohl selbst entscheiden im Vergleich.
Mit freundlichen Grüßen
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#10

Beitrag 15. Feb 2021 13:53

Danke, Jobsti. Lag ich mit der Bestückung der Stinger 12 G2 richtig?

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#11

Beitrag 15. Feb 2021 13:56

Jup, der Gamma 12 ist wohl aber leicht Custom.
Konnte das aber noch nicht nachprüfen, da ich noch keinen originalen Gamma 12 hier hatte. Der Baby BMS ist 1:1,
Mit freundlichen Grüßen
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#12

Beitrag 11. Apr 2021 08:51

Hallo zusammen,

ich bin mit den Stinger 12 G2 nun ein Stück weiter und bin froh, dass ich nicht zu Lötkolben und Schraubendreher gegriffen habe.

Ich hatte die bisherigen Hörproben an einer PSSO QDA 4400, einer Class-D-Endstufe mit Schaltnetzteil durchgeführt. Diese lag klanglich mit meinen JM Audio C 12-1 immer vor den anderen Endstufen meines Bestands. Nun habe ich die Stinger 12 G2 an meiner Crown XTi 2000 (ohne DSP) probiert. Der angestrengt-zerrige Unterton ist weg. :toptop:

(Möglicher Weise trägt der Impedanzanstieg in den oberen Mitten in Wechselwirkung mit dem Tiefpassfilter der Class-D-Endstufe negativ zum Klang bei...?)

Dann habe ich die DSP-Parameter zur Stinger von der Adam Hall-Homepage über Audio Architect in die Crown-Endstufe übernommen:

100 Hz Hochpass mit 24 dB (Butterworth)
65 Hz / Q=0,65 / Gain +4 dB
5880 Hz / Q=0,3 / Gain -2 dB
12000 Hz / Q=0,7 / Gain -2dB

Und noch Jobstis Hinweis auf die Resonanz:

614 Hz / Q=4,4 / Gain -2,0dB

Wenn ich mal vom höheren Grundrauschen der Crown XTi- gegenüber der PSSO-Endstufe absehe, erziele ich so mit der Stinger 12 G2 ein ordentliches Ergebnis. (Die JM Audio C 12-1 gefällt mir immer noch besser. Die sind aber bleischwer und unhandlich.)

Die Crown XTis hatte ich immer als Reserve und selten genutzt. Mir gefielen sie klanglich mit ihrem matten, wenig transparenten Sound nicht.

In meinem System laufen nun pro Seite zwei Stinger 15 Sub (G1, ohne passive Weiche) an einer Crown XTi 4000 und eben eine Stinger 12 G2 an einer Crown XTi 2000. Zwischen Subwoofern und Satelliten trenne ich bei 130 Hz mit 48 dB (Linkwitz/Riley), die Subwoofer erhalten einen Hochpass bei 50 Hz mit 48 dB (Linkwitz/Riley).

Danke für Eure, speziell Deine Anregungen, Jobsti!

Jetzt braucht´s nur noch Veranstaltungen, um das System mal außerhalb des Kellers spielen zu lassen.

Viele Grüße,

Carsten

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