Lautsprecherforum.eu https://www.lautsprecherforum.eu/ucp.php?mode=terms https://www.lautsprecherforum.eu/aboutus
Lautsprecherforum.eu
Lautsprecherforum Logo 384 384

nuVero Nova - Wahrhafter Klang (!?)

Hilfe, Fragen & Antworten zu Lautsprechern von Nubert

Moderatoren: Moderation HiFi, Bereichsmod

#1065

Beitrag von Ernst_Reiter »

aaof hat geschrieben: Gestern 10:13Wenn du bei mir im Hörraum einen Mehrwege Lautsprecher hörst, hörst du quasi auch die Wege heraus. Ganz kleine Brüche, zwischen Mitteltöner und Hochton. .....
also doch ein goldohr ....

wenn du sowas hörst, warum sollte das bei einem 2-weger nicht hörbar sein???

wenn ein 2-weger eine trennung TMT zu HT bei 4 000 Hz hat (z.b. B&W 805)
und der 3-weger aus der selben familie ebenfalls MT zu HT bei 4 000 Hz trennt (B&W 804)

dann hörst du die trennung zum HT bei den 804ern aber nicht bei den 805ern?????

.... ich nehme dich hiermit in den club der goldohren auf
(zur klarstellung, bin selbst mitglied im club der holzohren!)
Räume: 58 m² bzw 12 m² Leichtbau extrem schallweich / 38 m² Dichtbetonkeller schallhart.
Elektronik: mehr als ausreichend, laststabil, siehe auch: https://av-wiki.de/was_ist_wichtig
Speakers: Nubert nuVero 140 goldbraun, Yamaha HS7 weiß + HS8S, Nubert nuVero 60 weiß.
Setting Abstände 4 m Wand, 1.2 m zu Seiten, stereo 3-eck: 240 x 160 x 160 cm, 5° auf Achse.

Diese Werbung bekommen Sie nur als Gast angezeigt

#1066

Beitrag von tf11972 »

@David96

Man kann erst ab 10 Beiträgen sein Profilbild ändern.
Viele Grüße
Thomas

www.forestpipes.de

#1067

Beitrag von aaof »

Klar, wobei mir Auditive Erfahrung etwas abgeht, wie es andere zweifelsohne mehr besitzen.

Dafür höre ich sehr wahrscheinlich auch die „falsche“ Musik meistens, wo es darauf einfach auch nicht so ankommt.

Aber niemand beschäftigt sich so intensiv wie ich mit HiFi, um nicht auch etwas zu hören, was sehr wahrscheinlich viele andere Menschen nicht hören würden. ;) Mein Gehör ist nicht zwingend darin geschult, nun jedes Detail und Instrument gezielt zu orten. Ich höre schon immer das Klangbild gesamtheitlich. Daraus habe ich aber auch nie ein Geheimnis gemacht.

Das es die Wege bzw. Brüche innerhalb von 2 Weger auch geben wird, bezweifle ich gar nicht so direkt, wobei es die Kunst des Herstellers auch sein kann, diese gut zu kaschieren. Meinen ELACs geht sowas jedenfalls völlig ab. Nicht nur Nubert baut gute Lautsprecher. :D

Und nach nun über 2 Jahren im eigenem Labor überzeugen mich die ELACs in einer sehr wichtigen Disziplin: sie sind einfach musikalischer als viele andere Hersteller. Das klingt zwar erstmal etwas grobflächig, aber es ist eben so. Können aber auch langweilig sein, es gibt keine Kanten oder andere Dinge, an denen man sich zwingend reiben könnte. Das muss man aber wollen oder sich eben woanders umsehen. :top:

#1068

Beitrag von Bravado »

aaof hat geschrieben: Gestern 17:04 Können aber auch langweilig sein, es gibt keine Kanten oder andere Dinge, an denen man sich zwingend reiben könnte. Das muss man aber wollen oder sich eben woanders umsehen. :top:
Alles muss man wollen - jeder Jeck ist anders und jeder LS-Hersteller rührt sein Süppchen anders an (klar, sonst gäbe es ja auch nicht so viele davon ... 8-) ).
Für diesen Beitrag von Bravado bedankte sich:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)
Begin the day with a friendly voice
A companion, unobtrusive

#1069

Beitrag von Ernst_Reiter »

aaof hat geschrieben: Gestern 17:04 ... .. Das es die Wege bzw. Brüche innerhalb von 2 Weger auch geben wird, bezweifle ich gar nicht so direkt, wobei es die Kunst des Herstellers auch sein kann, diese gut zu kaschieren. Meinen ELACs geht sowas jedenfalls völlig ab. ...
wie jetzt????

wir konnten lesen: aaof hat geschrieben: "Wenn du bei mir im Hörraum einen Mehrwege Lautsprecher hörst, hörst du quasi auch die Wege heraus. Ganz kleine Brüche, zwischen Mitteltöner und Hochton. ....."

Elac 3-weger haben diese kleine brüche auch? oder sind es überhaupt nur Elac, die diese brüche gar nicht haben, weder 2-weg noch mehr-weg??? oder waren es überhaupt nur die mehr-als-2-wegigen nuLine?

oder liegt die betonung auf «du bei mir im Hörraum­» ?? also macht das dein hörraum?

ich würd das nun gerne ganz genau wissen.

vor allem möchte ich wissen, warum man bei einem 3-weger den bruch zw. MT und HT hört und bei einem 2-weger nicht???
Räume: 58 m² bzw 12 m² Leichtbau extrem schallweich / 38 m² Dichtbetonkeller schallhart.
Elektronik: mehr als ausreichend, laststabil, siehe auch: https://av-wiki.de/was_ist_wichtig
Speakers: Nubert nuVero 140 goldbraun, Yamaha HS7 weiß + HS8S, Nubert nuVero 60 weiß.
Setting Abstände 4 m Wand, 1.2 m zu Seiten, stereo 3-eck: 240 x 160 x 160 cm, 5° auf Achse.

#1070

Beitrag von Christmas »

Das sind wieder leicht reizende Fragen, aus Erfahrung kann ich sagen dass in einem Raum mit viel Nachhall jeder Fehler eines Lautsprechers weniger ins Gewicht fällt als in einem sehr stark bedämpften Raum, denn nur dort hast du ungestörten direktschall, und die perfekte Ortung, was auch die einzelnen Chassis angeht, natürlich auch die Ortung der Lautsprecher selbst und dazwischen.

Ein Nuline 3 Weger hat kein (quasi) D’Appolito was den Bruch wieder einfacher rauhörbar macht.
Bei drei Wegen hast du zwei Übergangsfrequenzen, also zwei Brüche, und die Abstände sind ,,asymmetrisch,, und mit größerer Entfernung als bei 2 wegern oder (quasi) D’Appolito .

In einem Sehr halligen Raum habe ich bald ne Stunde gebraucht um herauszufinden was mit den Lautsprechern nicht stimmt. Ein Hochtöner war intern verpolt angeschlossen, in einem stark gedämmten Raum hätte es Sekunden gedauert.
Und nein, ich denke nicht dass du bei dir den absoluten Direktschall erntest, für Musik sicher im näheren Feld ideal, aber um Übergänge/ Brüche herauszuhören denke ich nicht das du da große Chancen hast. Das ist keine Kritik sondern Erfahrung.
Übrigens konnte ich weder bei meinen billige 683 noch bei den guten 140ern in meinem Raum irgendwelche Fehlerchen entdecken. Die 140er klangen schon wirklich Sau gut, aber im Vergleich zu den 683 IN DIESEM RAUM nicht viel besser. Die nuvero Spielen ihre Stärken besonders aus in Räumen die nicht ideal sind.

Wie es sich mit anderen Herstellern verhält weis ich nicht.
Für diesen Beitrag von Christmas bedankte sich:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)
Gruß Chris

Heimkino:
RX-A1060 - IMG 1000D - IMG 400D - Pioneer PD 50 - UB 424 - NuBox: 683 - CS 383 - 383 - Atmos 383 - 2x AW 1100 - Antimode 8033 S II - Optoma UHD 35 - Akustikleinwand auf 16 m2-KEINE NACHBARN 8)

#1071

Beitrag von Ernst_Reiter »

ich glaube nicht - auch nicht in einem stark bedämpften raum - daß jemand in einem blind test, in idealer hörposition, erhören kann, ob ein lautsprecher 2 oder mehr wege hat. Oder ob die trennung MT zu HT bei 2 kHz, 3kHz, oder 4 kHz erfolgt.

ich wiederhole die aussage von herrn Bien im video zur nuNova 18 (weitere quellen müßte ich nun suchen): ab 100 cm hörabstand wird die nuNova 18 zur punkt schallquelle. (kann auch gar nicht anders sein, sonst gäbe es am markt nur mehr co-ax.)

d.h. ab einem sehr geringen abstand wird die anzahl der chassis, die anzahl der wege, irrelevant, weil alles zu einem ton verschmilzt. Auch das versetzen der chassis, neigen der LS, ist IMHO reines marketing. Wäre es relevant, müßten es alle machen.

nicht zu vergessen, auch die microphone in studios sind versetzt, vieles wird aus verschiedenen studios zusammengemixt, die aufnahmen wimmeln nur so von brüchen.

aber die goldohren können wahrscheinlich auch das hören ".... backing vocals klingen nach Abbey Road studio .... schlagzeug ganz klar aus Caribou .... wow, gitarre in wohnung aufgenommen ...."
Räume: 58 m² bzw 12 m² Leichtbau extrem schallweich / 38 m² Dichtbetonkeller schallhart.
Elektronik: mehr als ausreichend, laststabil, siehe auch: https://av-wiki.de/was_ist_wichtig
Speakers: Nubert nuVero 140 goldbraun, Yamaha HS7 weiß + HS8S, Nubert nuVero 60 weiß.
Setting Abstände 4 m Wand, 1.2 m zu Seiten, stereo 3-eck: 240 x 160 x 160 cm, 5° auf Achse.

#1072

Beitrag von aaof »

Ernst_Reiter hat geschrieben: Gestern 19:31
aaof hat geschrieben: Gestern 17:04 ... .. Das es die Wege bzw. Brüche innerhalb von 2 Weger auch geben wird, bezweifle ich gar nicht so direkt, wobei es die Kunst des Herstellers auch sein kann, diese gut zu kaschieren. Meinen ELACs geht sowas jedenfalls völlig ab. ...
wie jetzt????

wir konnten lesen: aaof hat geschrieben: "Wenn du bei mir im Hörraum einen Mehrwege Lautsprecher hörst, hörst du quasi auch die Wege heraus. Ganz kleine Brüche, zwischen Mitteltöner und Hochton. ....."

Elac 3-weger haben diese kleine brüche auch? oder sind es überhaupt nur Elac, die diese brüche gar nicht haben, weder 2-weg noch mehr-weg??? oder waren es überhaupt nur die mehr-als-2-wegigen nuLine?

oder liegt die betonung auf «du bei mir im Hörraum­» ?? also macht das dein hörraum?

ich würd das nun gerne ganz genau wissen.

vor allem möchte ich wissen, warum man bei einem 3-weger den bruch zw. MT und HT hört und bei einem 2-weger nicht???
Ich kann hier explizit nur von der 284 berichten und dort waren die Linien klarer (für mich) zu hören. Auf kurze Distanz zumindest.

Ich habe damals die ganzen Diskussionen im HF Forum von der „Maus“ verfolgt und die ganzen Auseinandersetzungen, warum ein 2 Weger im Nahfeld vlt. sinnvoller sein kann. Ich kann die Links so leider nicht mehr anbieten.

Das muss aber keine Allgemeingültigkeit haben und wie immer: jeder Jeck ist und hört anders. Mir ist das kompaktere Klangdesign im Nahfeld von 2 Wegen eben lieber.

Ob das nun ELAC oder ein anderer Hersteller ist wahrscheinlich erstmal nicht so wichtig. Nur muss der Entwickler den Übergang eben auch sehr gut meistern und es benötigt einen entsprechenden Hochtöner, der die Arbeit des fehlenden Mitteltöners übernimmt bzw.. muss der Tiefmitteltöner den Rest übernehmen.

Die KI meint dazu:

2-Wege im Nahfeld =
✔ bessere Kohärenz
✔ präzisere Ortung
✔ weniger Phasenstress
✔ einfacher zu stellen
✔ ehrlicher Klang
3-Wege lohnen sich, wenn:
der Hörabstand größer ist
der Raum passt
maximale Pegel & Tiefe gefragt sind

Und um es mal anzupassen: bei meinen Kompakten Lautsprechern redet man ja nicht klassisch von einem Tieftöner, es ist viel mehr ein Tiefmitteltöner.

Es ist hier quasi kein Subwoofer verbaut. ;)

#1073

Beitrag von Ernst_Reiter »

aaof hat geschrieben: Heute 07:44Die KI meint dazu: ......
die KI plappert statistische wahrscheinlichkeiten nach. wenn statistisch öfters zu finden ist, daß Elvis noch lebt, wird die KI auf die frage ob Elvis noch lebt, mit "ja" antworten ... aber das ist ein völlig anderes thema.

nahfeld: dann muß die antwort lauten co-ax. dann müßte die Genelec 8351B alles in den schatten stellen => https://wavephile.com/reviews/best-prof ... -monitors/

The size and configuration of your professional studio monitors have a significant impact on the sound quality and performance. 8-inch studio monitors are more suitable for larger rooms because they can produce deeper bass and more volume. It makes them ideal for those working with complex mixes. For compact spaces 5-inch studio monitors are the best.

Additionally, the configuration (2-way vs. 3-way monitors) affects the sound separation. 3-way monitors offer more detailed frequency handling, while 2-way monitors are often more affordable yet still deliver great performance for most professionals.

Quick Takeaways

Monitor Size: Larger speakers provide more bass and volume; smaller ones offer clarity.
2-Way vs. 3-Way: 3-way monitors handle frequencies better but are pricier.
Room Size: Match monitor size to room size for optimal sound.

wie gesagt, bin kein experte, aber für mich offensichtlich: die kleinen werden verwendet wenn kein platz ist

für finale studio abmischung von ernst zu nehmenden engineers, werden ohnehin main monitors verwendet
Blackbird-Studio.jpg
https://www.genelec.com/main-studio-monitors
https://pmc-speakers.com/studio/main-monitors
https://dynaudio.com/professional-audio ... s-m-series

https://audiomediainternational.com/top ... the-world/

==================================================================

wenn jemand final mit sowas mischt https://musiccritic.com/equipment/speak ... -speakers/
kommt raus, was ich so bemängle; kann man dann gleich mit smart-phone speaker mischen ....
Zuletzt geändert von Ernst_Reiter am 8. Feb 2026 09:23, insgesamt 1-mal geändert.
Räume: 58 m² bzw 12 m² Leichtbau extrem schallweich / 38 m² Dichtbetonkeller schallhart.
Elektronik: mehr als ausreichend, laststabil, siehe auch: https://av-wiki.de/was_ist_wichtig
Speakers: Nubert nuVero 140 goldbraun, Yamaha HS7 weiß + HS8S, Nubert nuVero 60 weiß.
Setting Abstände 4 m Wand, 1.2 m zu Seiten, stereo 3-eck: 240 x 160 x 160 cm, 5° auf Achse.

#1074

Beitrag von Christmas »

Ernst_Reiter hat geschrieben: Heute 07:15 ich glaube nicht - auch nicht in einem stark bedämpften raum - daß jemand in einem blind test, in idealer hörposition, erhören kann, ob ein lautsprecher 2 oder mehr wege hat. Oder ob die trennung MT zu HT bei 2 kHz, 3kHz, oder 4 kHz erfolgt.
Ich habe auch noch nicht versucht die Wege oder Übergänge herauszuhören, aber es ist mir auch noch nie bei guten Lautsprechern aufgefallen. Phasenprobleme durch EQs der Einmessung fallen zum Beispiel schneller auf als in einem gewöhnlichen Raum. Auch phasenschmiere die auf der Aufnahme ist.
Gruß Chris

Heimkino:
RX-A1060 - IMG 1000D - IMG 400D - Pioneer PD 50 - UB 424 - NuBox: 683 - CS 383 - 383 - Atmos 383 - 2x AW 1100 - Antimode 8033 S II - Optoma UHD 35 - Akustikleinwand auf 16 m2-KEINE NACHBARN 8)

#1075

Beitrag von Scotti »

Als ich mir damals neue Lautsprecher kaufen wollte und es um die Entscheidung ging nuLine 284 oder 334 schrieb noFate ,der ja leider nicht mehr mit dabei ist auch über die 284:
Zitat:
Das mag jetzt doof klingen, aber irgendwie empfand ich Hoch- Mittel- und Tiefton nicht als Einheit. So als ob jeder Töner für sich selbst spielt... den Vergleich damals mit der nuLine 100, hatte bei mir einen klaren Sieger und die 284 gingen als einzige Nubis jemals, wieder nach SG zurück.
Bei meinen jetzigen 334 habe ich das jedenfalls noch nie rausgehört,oder so empfunden.

Gruß Scotti
Für diesen Beitrag von Scotti bedankte sich:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)
nuLine 5.0.2 Set + NAD T-778

#1076

Beitrag von Christmas »

Ich empfand die 334 als relativ warm und rund abgestimmt, nach oben hin brillant, dagegen war die 284 im Vergleich eher etwas spitz aggressiv.
Für diesen Beitrag von Christmas bedankte sich:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)
Gruß Chris

Heimkino:
RX-A1060 - IMG 1000D - IMG 400D - Pioneer PD 50 - UB 424 - NuBox: 683 - CS 383 - 383 - Atmos 383 - 2x AW 1100 - Antimode 8033 S II - Optoma UHD 35 - Akustikleinwand auf 16 m2-KEINE NACHBARN 8)

#1077

Beitrag von Uzzo »

Zum Thema Frequenzgang noch ein paar Anmerkungen:
Selbst ein linealglatter Frequenzgang sagt nicht aus, dass eine Lautsprecherbox bruchlos spielt. Oft ist sogar das Gegenteil der Fall.
Das Frequenzgangdiagramm zeigt, wie laut eine bestimmte Frequenz (im Vergleich zu den anderen) wiedergegeben wird. Dabei handelt es sich jedoch immer um den eingeschwungenen Zustand, also um den Zeitpunkt, wenn der Ton bereits eine kurze Zeit lang wiedergegeben wird. Die zeitliche Komponente fehlt vollständig. Diese ist immerhin im Wasserfalldiagramm ansatzweise sichtbar: Es zeigt, was passiert, wenn die Box eine Frequenz eben noch wiedergegeben hat, dies aber plötzlich nicht mehr tun soll. Trotzdem schwingen die Lautsprecher auf verschiedenen Frequenzen munter weiter.
Was ebenfalls fehlt, ist die Darstellung des Einschwingverhaltens. Damit dieses schnell erfolgt, müssen die Membranen möglichst leicht sein. Tatsächlich ist ein Bass sehr viel langsamer als ein Mitteltöner, und dieser wiederum langsamer als ein Hochtöner. Die passive Frequenzweiche verzögert die Anteile für die tiefer spielenden Chassis zusätzlich - und je steiler sie trennt, desto stärker.
Diese Verzögerungen, bedingt durch die unterschiedlichen Chassis und die Frequenzweiche, sind im Frequenzgangdiagramm nicht zu erkennen, wohl aber in der Impulsantwort. Warum ist eine gute Impulsantwort wichtig? Man stelle sich vor, welche Frequenzen abgestrahlt werden, wenn z. B. der Schlägel auf die Trommel trifft. Durch den Schlag entstehen hohe Frequenzanteile, die sich mit den tieferen Frequenzen überlagern. Stimmen diese zeitlich nicht überein, verliert der Schlag an Wucht. Es klingt falsch (wenn man weiß, wie es richtig wäre).
Damit ein Bass sehr tief hinunterreicht, muss die Membran schwer sein – ein grundsätzlicher Nachteil von Boxen, die auf maximale Tieftonfähigkeit ausgelegt sind. Auch Bassreflexsysteme haben ihre Tücken: Hier werden Resonanzen gezielt genutzt. Diese müssen sich jedoch erst zeitlich aufbauen und später wieder abbauen. Letzteres geschieht besonders langsam, da der Schwingkreis bei Resonanzen eine hohe Güte hat, also wenig Energie verliert und lange weiter schwingt.
Im Frequenzgangdiagramm sind zudem keine Intermodulationsverzerrungen erkennbar. Dabei handelt es sich um Frequenzen, die durch Nichtlinearitäten des Lautsprechers entstehen und bei der Wiedergabe anderer Frequenzen auftreten, obwohl sie im ursprünglichen Signal nicht enthalten sind. Sie sind nicht sichtbar, da sie im Pegel oft deutlich unter den Originalfrequenzen liegen und sich im Diagramm mit diesen vermischen. Unser Ohr erkennt diese aber als Verfärbung (ein geschultes Ohr deutlicher als der Laie. Bei elektronischen Geräten werden Intermodulationsverzerrungen gemessen - bei Lautsprechern habe ich das jedoch noch nie gesehen. Das Ergebnis wäre vermutlich katastrophal. Die Messung wäre auch schwierig, weil sie beim Lautsprecher nicht nur anhand einer Frequenz ermittelt werden könnten.
Zusammengefasst:
Das Frequenzgangdiagramm sagt weit weniger aus, als oft angenommen wird. Hinzu kommt, dass es in den eigenen vier Wänden ohnehin völlig anders aussehen würde.
Für diesen Beitrag von Uzzo bedankten sich 2 Nutzer:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)

#1078

Beitrag von aaof »

Christmas hat geschrieben: Heute 09:54 Ich empfand die 334 als relativ warm und rund abgestimmt, nach oben hin brillant, dagegen war die 284 im Vergleich eher etwas spitz aggressiv.
Ich habe die 334 ähnlich empfunden, aber das ist völlig irrelevant, da ich die Lautsprecher nachdem ich andere, viel teuere Lautsprecher, mit viel teurer Hardware aber in einem eher ungünstigen Raum gehört habe. Fatale Fehler bei der A/B Aufstellung kamen noch dazu.

Wahrscheinlich hätte an diesem Tag auch jeder andere Lautsprecher gewonnen.

Was aber wieder dazu führt: Akustik und Aufstellung macht den Klang aus.

Wobei ich ich die 334 optisch für den schönsten Lautsprecher bei Nubert betrachte.

Würde ihn gern mal gegen meine B-70 hören. Klingt zwar erstmal komisch, aber es liegt Entwicklungszeit dazwischen.

Diese beiden Probanden mal nebeneinander gestellt, ja wäre cool. Optisch ist die nuLine nicht zu toppen und der zusätzliche Tieftöner wird es eng für die Volksbox machen, aber spannend wäre das allemal. :top:
Für diesen Beitrag von aaof bedankten sich 2 Nutzer:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)

#1079

Beitrag von Christmas »

Ich finde die 334 auch am schönsten, aber bei dem geringen klanglichen Unterschied zu 683 hab ich mich fürs Geld sparen entschieden und bisher nicht bereut.
Für diesen Beitrag von Christmas bedankte sich:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)
Gruß Chris

Heimkino:
RX-A1060 - IMG 1000D - IMG 400D - Pioneer PD 50 - UB 424 - NuBox: 683 - CS 383 - 383 - Atmos 383 - 2x AW 1100 - Antimode 8033 S II - Optoma UHD 35 - Akustikleinwand auf 16 m2-KEINE NACHBARN 8)

#1080

Beitrag von pogo »

Uzzo hat geschrieben: Heute 11:05Das Frequenzgangdiagramm sagt weit weniger aus, als oft angenommen wird.
Korrekt.
Hier eine Messmethode, die das sichtbar machen kann: https://www.audiosciencereview.com/foru ... ost-759072
NAD M33 + MDC HDM-2 / Bluesound HUB Erweiterung
Teufel M200/M6000 (erste Generation)
WAXWING Phono DSP
miniDSP UMIK-2

#1081

Beitrag von Ernst_Reiter »

Uzzo hat geschrieben: Heute 11:05 ..... Selbst ein linealglatter Frequenzgang sagt nicht aus, dass eine Lautsprecherbox bruchlos spielt. .......
Zusammengefasst:
Das Frequenzgangdiagramm sagt weit weniger aus, als oft angenommen wird. Hinzu kommt, dass es in den eigenen vier Wänden ohnehin völlig anders aussehen würde.
ich weiß nicht. kann das nicht beurteilen.
aber für mich liest sich das alles zu sehr, wie die diversen erklärungen warum kabel oder verstärker klingen.

holzohren hören außerdem das selbe wie goldohren. nur glauben goldohren viel mehr zu hören
goldohren hören ja auch alles mögliche, das keine meßmethode der welt darstellen kann.
Räume: 58 m² bzw 12 m² Leichtbau extrem schallweich / 38 m² Dichtbetonkeller schallhart.
Elektronik: mehr als ausreichend, laststabil, siehe auch: https://av-wiki.de/was_ist_wichtig
Speakers: Nubert nuVero 140 goldbraun, Yamaha HS7 weiß + HS8S, Nubert nuVero 60 weiß.
Setting Abstände 4 m Wand, 1.2 m zu Seiten, stereo 3-eck: 240 x 160 x 160 cm, 5° auf Achse.

#1082

Beitrag von Ernst_Reiter »

pogo hat geschrieben: Heute 12:22
Uzzo hat geschrieben: Heute 11:05Das Frequenzgangdiagramm sagt weit weniger aus, als oft angenommen wird.
Korrekt.
Hier eine Messmethode, die das sichtbar machen kann: https://www.audiosciencereview.com/foru ... ost-759072
pogo kannst dich nicht einfach schleichen??? ist es fad? verlangt jemand, daß hier wieder einmalposted wird

zum link nur dieses hier - das sagt alles - wieder einmal marketing ausscheidungen ...

"Repeatedly posting excerpts from the promotional brochure of a measurement program manufacturer (identical posts in the capacitor thread) are not evidence that there are relevant differences in the audible frequency range ....."
Räume: 58 m² bzw 12 m² Leichtbau extrem schallweich / 38 m² Dichtbetonkeller schallhart.
Elektronik: mehr als ausreichend, laststabil, siehe auch: https://av-wiki.de/was_ist_wichtig
Speakers: Nubert nuVero 140 goldbraun, Yamaha HS7 weiß + HS8S, Nubert nuVero 60 weiß.
Setting Abstände 4 m Wand, 1.2 m zu Seiten, stereo 3-eck: 240 x 160 x 160 cm, 5° auf Achse.

#1083

Beitrag von pogo »

Warum schleichen - ein wenig Physik hat noch niemanden geschadet: https://kirchner-elektronik.de/wp-conte ... rement.pdf
Btw. Uzzo hat es schon gut zusammengefasst :top:
NAD M33 + MDC HDM-2 / Bluesound HUB Erweiterung
Teufel M200/M6000 (erste Generation)
WAXWING Phono DSP
miniDSP UMIK-2

#1084

Beitrag von Uzzo »

Ernst_Reiter hat geschrieben: Heute 12:39
pogo hat geschrieben: Heute 12:22
Uzzo hat geschrieben: Heute 11:05Das Frequenzgangdiagramm sagt weit weniger aus, als oft angenommen wird.
Korrekt.
Hier eine Messmethode, die das sichtbar machen kann: https://www.audiosciencereview.com/foru ... ost-759072
pogo kannst dich nicht einfach schleichen??? ist es fad? verlangt jemand, daß hier wieder einmalposted wird

zum link nur dieses hier - das sagt alles - wieder einmal marketing ausscheidungen ...

"Repeatedly posting excerpts from the promotional brochure of a measurement program manufacturer (identical posts in the capacitor thread) are not evidence that there are relevant differences in the audible frequency range ....."
Ernst Reiter, gerade du als nv140 Fanboy musst was sagen. Und gerade du bist doch der, der nach Messwerten verlangt.

Man kann aber nicht aus einem Messwert auf alles schließen. Deshalb gibt es verschiedene Tests.

Außerdem gibt es die Problematik, dass nicht nur der Lautsprecher nicht perfekt ist. Auch das Messemikrofon ist es nicht. Wenn ich also messtechnisch etwas ermitteln will, brauche ich ein Messequipment welches besser ist als der DUT. Bei der Frequenzgangkurve ist das easy. Das Messemikrofon muss nicht linear sein. Das wird über eine Korrekturkurve linearisiert. Alles andere ist schwieriger. Beispielsweise den Klirrfaktor zu ermitteln.
Zuletzt geändert von Uzzo am 8. Feb 2026 13:28, insgesamt 1-mal geändert.

#1085

Beitrag von Ernst_Reiter »

physik nicht, aber marketing crap oder mißbrauchte pseudo-physik!

liest sich so logisch, stimmt aber nicht. manche großartige 2-weg lautsprecher verwenden riesige tieftöner und trennen hoch. da muß der TT 25 Hz und 2500 Hz gleichzeitig können, und kann es auch spielend. egal ob schwer / leicht, hart oder weich aufgehängt, und vollkommen egal was für ein lautstärkeregler mit welchem DF dran hängt.

die physik kommt immer dann daher, wenn snake oil verhökert wird.
das geschulte ohr. das ist oft alt und hört keine 12 kHz mehr....
Räume: 58 m² bzw 12 m² Leichtbau extrem schallweich / 38 m² Dichtbetonkeller schallhart.
Elektronik: mehr als ausreichend, laststabil, siehe auch: https://av-wiki.de/was_ist_wichtig
Speakers: Nubert nuVero 140 goldbraun, Yamaha HS7 weiß + HS8S, Nubert nuVero 60 weiß.
Setting Abstände 4 m Wand, 1.2 m zu Seiten, stereo 3-eck: 240 x 160 x 160 cm, 5° auf Achse.

#1086

Beitrag von Uzzo »

da weißt du wohl mehr als manch anderer. Ich Frage mich aber, weshalb die nv140 drei Wege hat.

#1087

Beitrag von Goisbart »

Ernst_Reiter hat geschrieben: Heute 13:28 manche großartige 2-weg lautsprecher verwenden riesige tieftöner und trennen hoch. da muß der TT 25 Hz und 2500 Hz gleichzeitig können, und kann es auch spielend.
Uzzo hat geschrieben: Heute 13:31 da weißt du wohl mehr als manch anderer. Ich Frage mich aber, weshalb die nv140 drei Wege hat.
Es kann für ein Problem unterschiedliche Lösungsansätze geben.
Ein großer TMT kann vernünftig recht hoch spielen, wenn bei höheren Frequenzen nicht mehr die komplette Membran schwingt. So spart man sich einigen Ärger, das Thema Intermodulation bleibt aber.
Wer aus anderen Gründen eine sehr steife TMT Membran benötigt, hat mehr Druck einen MT einzusetzen. Damit lässt sich einiges optimieren, der Aufwand (bzw. die Fehlermöglichkeiten) an den Chassisübergängen steigt aber.

Diese Werbung bekommen Sie nur als Gast angezeigt
Antworten
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Nubert Lautsprecher“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bravado, David96, pogo und 11 Gäste