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[Projekt] mein erstes PA Top Selbstbau Projekt

Allgemeine Diskussionen/Fragen zum Thema DIY im Bereich PA

Moderatoren: Moderation DIY, Bereichsmod

Antworten

#1

Beitrag von jonathanmuckin »

Guten Tag zusammen, ich würde gern mit euch mein erstes Lautsprecher Selbstbau Projekt teilen. Ich würde mich über Tipps und Anmerkungen freuen. Ich habe das Gehäuse selbst entworfen und berechnet. Da es mein erstes Projekt ist und ich somit noch nicht die größte Erfahrung habe könnte also sicherlich noch einiges verbessert werden. Also habt bitte Rücksicht mit mir. :)

Betrieben wird das ganze BiAmped an einer Crown Xti 4002

Ein Screenshot von der Berechnung ist mit im Anhang. Aber hier erstmal die Daten:
MT: 18sound 10NMB420 8r
HT: B&C DE 250 8r
Horn: B&C ME 45 (90x40 grad)

Bassreflex auf 80hz abgestimmt, 32l Gehäusevolumen -3,7l Portgröße - 1l Verstrebungen usw. = 27,3l Volumen

Portmaße: 310mm breit, 60mm hoch, 197mm lang

Innen habe ich noch etwas Schaumstoff an die Rückwand und Seiten geklebt.

Bei meinem Port stellen sich mir die meisten Fragen. Ist er zu breit und mit 6cm vielleicht zu schmal? Außerdem ist vielleicht etwas ungünstig der jetzt recht weite abstand vom mt zum ht horn. Aber aus meiner Wahrnehmung spielt das ganze schon recht ordentlich. Ich habe bis jetzt nur einmal quick&dirty drüber gemessen und nen paar kleine eqs gesetzt. Aussagekräftige Outdormessungen reiche ich die Tage nochmal nach.

Ich wüsste nicht was ich noch dazu schreiben sollte oder was ich vielleicht vergessen habe. Fragt gern einfach nach.

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#2

Beitrag von jonathanmuckin »

Ich hab mal nen drive Ordner mit den Bildern erstellt. Ich hab leider noch nicht herausgefunden wie ich hier Bilder einfügen kann. Vielleicht kann mir das ja jemand zeigen. :)

https://drive.google.com/drive/folders/ ... sp=sharing

#3

Beitrag von Klangart »

Hallo,

was war deine Intention für diese komische Bauweise ?

Portfläche ist viel zu groß. 1/3 SD reicht wohl bei diesem Top Box Chassis.
HT unnütz in getrennter Kammer verschenkt Volumen (Baugröße der Kiste).
Schallquellen zu weit auseinander.
Port also an sehr ungünstiger Stelle.
Port-Tuning hier zu hoch für gängigen Top-Boxen-Einsatz und dem Chassis.

Final kann das Gehäuse so wohl nicht sein !

Akustik Messystem und Erfahrung mit einfacheren Projekten und derer akustischen Abstimmung mittels DSP oder passiver Weiche bereits vorhanden ??

;) Klangart

#4

Beitrag von jonathanmuckin »

Guten Morgen, ja hätte mir schon denken können das da einiges noch zu verbessern wäre.

Ich möchte mit der Planung/Bauweise ein Top haben das in den Mitten höhen wirklich sehr stark ist. Trennung bei 90Hz/ 100Hz LR. Laut der Simulation ist damit ein Gehäuse mit möglichst geringen Volumen sinnvoller oder? Und wenn das Gehäuse kleiner ist brauche ich dann wahrscheinlich einen größeren Port oder? Ich habe nämlich versucht sehr darauf zu achten das ich mit der Luftgeschwindigkeit im Port nicht über 17m/s komme. Oder ist das bei Frequenzen ab 80Hz garnicht mehr sooooo relevant?

Und im Allgemeinen habe ich erstmal diese Bauweise gewählt, da ich mir gedacht habe das es so wohl sehr einfach zu bauen wäre. Einfacher als beispielsweise zwei kleine Ports usw.

Das Gehäuse soll auch erstmal ein Prototyp sein. Ich bin mir bis jetzt nicht mal sicher ob ich das so überhaupt mal einsetzten werde. Ich bin das Projekt eigentlich aus Interesse angegangen und weil ich Lust drauf hatte. Da war mir schon klar das nicht alles Perfekt wird.

Beim Akustischem messen von Audioquellen würd ich mich als Fortgeschritten bezeichnen. Ich bin noch lang kein Profi habe aber auch schon einiges gemessen und natürlich mich weitergebildet. Trotzdem kann ich da bei mir nicht ausschließen das ich mal eine Messung etwas falsch interpretiere.

Vielen Vielen Dank erstmal für deine Antwort Klangart. Ich werde mich mal noch weiter durch die Foren arbeiten und dann mich nochmal an einen Prototyp Nr2. setzen. :)

#5

Beitrag von Jobsti »

Servus und Willkommen bei uns im Forum.

Endlich wieder mal ein neues Projekt ;)
Das soll ein Topteil für Veranstaltungen werden nehme ich an?

Mit dem 10nmb420 haste auf jeden Fall ein vernünftiges Chassis für ein reines Topteil.
Wenn es keine MuFu wird, also nicht für liegendes Monitoring, dann ist das Horn ebenfalls passend, auch von der Tiefe.


Volumen:
Würde ich dem 10nmb weniger geben, der kommt bereits mit 14L zurecht, einen guten Kompromiss fände ich 20L.


Tuning:
Kann man bei dem Volumen und den Einsatzzweck schon gegen 80-90Hz ansetzen, damit man untenrum relativ flat bis 100Hz wird.
Je tiefer du tunst, desto einfacher wird eine Ankopplung an Bässe, dafür aber mit Pegelverlust im Bereich 100Hz, da musst du dann entscheiden wo die Reise hingehen soll.


Port:
Die Portgröße würde ich immer inkl. angedachtem Filter simulieren.
Da es ein reines Topteil wird und der nmb auch nicht wirklich viel Xmax aufweist, wirst du bei elektrischen Filtern im Bereich 130-160Hz landen,
also akustische XO zu Subs ab grob 120Hz, eher 130Hz, das ist genau passend für die Praxis wie ich finde.
Nehmen wir mal die 20L@80Hz, können wir die XO (bis 4mm Xmax) bei 100Hz mit LR24 ansetzen.
Da das Top wirklich sehr laut spielt, sollte man mit 60km/h absolut auf der sicheren Seite sein, was genau 54cm² Portfläche entspricht,
also grob 30x1,8cm Port, wird bei 120Hz getrennt (praxisnäher), sinkt es nochmals auf 35km/h.
Bei dieser Größe wandern die Portresos auch weit über die angedachte XO in den Bereich 2kHz = Völlig schmerzfrei ;)

Da Chassis so nahe wie möglich aneinander sollen (vertikale Directivity, als auch Mindesthörabstand), solltest du dir unbedingt eine andere Portposition überlegen,
z.B. als Bodenport unterhalb dem TMT, Eckports, oder 2-4 kleine BR Rohre um den 10er. (2x 60mm, oder 4x 40mm)


Gehäuseform:
Je weniger parallele Wände du hast, desto besser.
Sofern du keine MuFu-Bauweise willst, würde ich dir zumindest Trapez empfehlen, am besten sogar mit schräger Rückwand,
damit gehst du direkt Stehwellen aus dem Weg.
Vorne würde ich erst ein paar cm gerade gehen, dann das Trapez beginnen lassen.
Also ähnlich wie beim Fami8 (oben rechts die Variante):
https://www.jobst-audio.de/leistungen/s ... hiv/fami-8
Sollen Flugpunkte mit rein, dann die Gerade etwas länger werden lassen (5-6cm nach Schallwand), das macht den Bau/Planung einfacher.
Für diesen Beitrag von Jobsti bedankten sich 2 Nutzer:
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#6

Beitrag von jonathanmuckin »

Guten Tag Jobsti, vielen Dank für deine Antwort ich hab schon sehr viel von dir gelesen umso mehr hab ich mich gefreut jetzt eine Antwort von dir zu bekommen. Ja also es soll ein PA Top werden das auf Lautstärke ausgelegt sein soll. Es soll keine unglaublichen großen Bereiche(Hallen oder Outdoor) beschallen können es sollte jedoch kleine Clubräume mit ordentlich Pegel versorgen.

Ein paar kleine Fragen sind nach deiner sehr Ausführlichen Antwort jedoch trotzdem bei mir noch offen. Zuerst mal zum Port. Kann ich ihn auch wie du beschrieben hast mit 30x1,8cm dimensionieren? Ich hab da irgendwie immer das Gefühl(Es ist wirklich nur ein Gefühl) das die Luft da irgendwie nicht richtig durch kommt. Ist aber wie gesagt bestimmt nur ein Gefühl und stimmt absolut nicht. Kann ich sonst auch noch andere Port Anordnungen und Formen bedenkenlos ausprobieren oder sollte ich dort irgendetwas wichtiges beachten. Beispielsweise Eckports oder wie gesagt Port hohe oder breite. Und auch wo ich den Port hinsetze.

Mit dem Tuning und dem Xover habe ich das hoffentlich richtig verstanden. Ich fasse nochmal kurz zusammen. Ich kann das also tatsächlich so machen das ich elektronisch bei 100Hz mit LR24 trenne und dann fängt das Top ja sowieso obenrum, wie du schon sagst, erst so richtig bei 140-160Hz an zu spielen (oder zumindest spielt es ab da an mit wesentlich mehr Pegel und der Filter läuft so langsam aus) Oder hab ich da etwas falsch verstanden.

Im Allgemeinen nehmt es mir bitte nicht übel wenn ich manche Dinge noch nicht ganz drauf hab oder mich komisch ausdrücke mit meinen 22 Jahren lerne ich noch sehr viel neues dazu.

Also zum Schluss nochmal. Ich werde mich dann nochmal dran setzen und ein neues Gehäuse entwerfen und planen. Ich werde euch auf dem laufenden halten und mich vielleicht vor dem Bau auch nochmal melden.

Vielen Dank erstmal!!!! :)

#7

Beitrag von jonathanmuckin »

Ich habe auch noch ein paar Messungen gemacht. Bilder sind wieder in der Google drive Cloud(sind beschriftet)

EQs habe ich so gesetzt:
161Hz +2db q3,4
345Hz -2db q4
878Hz -4,5db q6
1,6kHz +3db q4,6

Sind das übertriebene Filter oder kann man das durchaus so machen. Ich habe noch nicht so viele Werkspresets erstellt;)
Ich habe natürlich Limited gesetzt meiner Meinung nach auch ziemlich sichere und habe meinen Headroom immer im Blick,

Das mit dem Hochton Frequenzgang liegt irgendwie am Horn. Wenn ich den 1" Treiber allein messe ist alles okay. Da muss ich nochmal schauen. :)

https://drive.google.com/drive/folders/ ... sp=sharing
Zuletzt geändert von jonathanmuckin am 16. Apr 2026 10:53, insgesamt 4-mal geändert.

#8

Beitrag von Boxenguru »

Herzlich willkommen hier

Schön das du dein erstes Projekt hier teilst.
Jeder fängt mal klein an!
Darum weiter so :top:
Für diesen Beitrag von Boxenguru bedankte sich:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)

#9

Beitrag von Jobsti »

Moin,
Ein paar kleine Fragen sind nach deiner sehr Ausführlichen Antwort jedoch trotzdem bei mir noch offen
je nach Geometrie und Position vom Port, brauchst du einen entsprechenden Korrekturfaktor für die Länge.
Runde Ports ohne direkt Wandnähe werden am längsten, während Bodenports am kürzesten werden.
Grund: Beim Bodenport werden 3/4 Portwände verlängert (durch Seitenwand und Boden).
Simuliert man diesen mit WinISD mit standard-Endkorrektion (0,732), kann man grob von Faktor 1,4 bis 1,5 (selten auch 1,6) ausgehen,
heißt du simulierst mit z.B. mit 14cm Portlänge, brauchst du in der Praxis nur maximal 10cm Länge.
Sitzt der Port neben dem Horn (MuFu typisch), werden nur 2/4 Wänden verlängert, hier passt oft 1,2 bis 1,3. Beim Eckport circa 1,3.

Ja, je nach Geometrie hat man andere Portgeräusche und Verwirbelungen, legt man diesen aber nicht zu knapp aus,
sehe ich da wenig Probleme, eher bei Bässen sollte man mehr Headroom lassen, bzw. Eckports bei Subs dürfen gerne etwas mehr Fläche haben.

Bei Topteilen hat man gerne das Problem, gerade bei kurzen Ports, dass man rückwärtige Schallanteile mit raus bekommt,
gerade wenn der Port zu nah am TMT sitzt. Das kann also beim kurzen Bodenport mal passieren,
wobei ich persönlich da eher Probleme mit Eckports (unter dem TMT) hatte.
Je länger der Port, oder auch je mehr Bedämpfungsmaterial (und vor allem weniger Parallele Wände), desto besser geht man solchen Problemen aus dem Weg.
Klar kann man sich hier einen Wolf simulieren bis man den perfekten Port hat, ich finde es aber schneller und sinnvoller hier einfach Try&Error
am Prototyp anzuwenden.
Bauen - Mikro dran - Messen - Umbauen/Anpassen.

Mit dem Tuning und dem Xover habe ich das hoffentlich richtig verstanden
Es kommt darauf an wie du die Kiste auslegst, als auch was du an Xmax nutzen willst.
Sagen wir du willst das Datenblatt Xmax nutzen, hast du schon Xlin + 1/4 HG, was oftmals Xlin+50% oder mehr entspricht,
der eine sagt "Das kann die Pappe, damit betreibe ich das Ding". In Klippel-Tests sieht man aber, dass die 10% Verzerrungen (oder starker Einbruch anderer Parameter) oft schon
genau ab Xlin, oder Xlin+20% erreicht werden.
Ich selbst gehe einfach auf Nummer-Sicher und simuliere mit Xlin+10%, selten mal 15%, für Bässe darf's auch mal 20% sein, oder bei Pappen mit wenig Belastbarkeit mal 5% oben drauf.
Da 18 Sound für den 10NMB420 aber keine Daten angibt, nur Xmax samt 1/4 Spalttiefe drauf, können wir (ohne Nachfrage) das Xlin nur abschätzen,
dieses wird vermutlich im Bereich 2,5mm liegen, mit 15% oben drauf landen wir bei 2,9mm. Damit simulieren wir dann.

Bei 20L@85Hz landen wir mit 350W bei genau 119Hz via LR24 auf besagter Auslenkung.
Die LR Filter liegen bei circa -6dB bei dieser Frequenz, heißt hier landen wir in der Theorie auch als akustische XO zum Subwoofer,
Simu sagt hier -6dB liegt sogar auf 113Hz.
Ein BW24 liegt dort nur bei -3dB, heißt dieser muss elektrisch höher angesetzt werden, bis Xlin15% simuliert müssen wir den BW24 bei ganzen 150Hz ansetzen,
-6dB liegt laut Simulation dann bei 127Hz. Bessel24 kann im Vergleich bei 105Hz angesetzt werden (-4 bis -5dB), bei -6dB lesen wir 108Hz ab.

Heißt laut Theorie, können wir je nach Filter akustisch zu Bässen im Bereich 108-127Hz ankoppeln (elektrisch 105-150Hz).
Wie das in der Praxis ausschaut ist dann wieder eine andere Sache, da wir oft ohne Bafflestep simulieren,
somit wandern die akustischen XO natürlich wieder eine Ecke nach oben, da unser Top nicht linear im Bass spielt.
Unsere Simulation für den Mindesthochpass passt dann zwar noch, aber die akustischen XO werden etwas nach oben wandern, je nach Frequenzverlauf.

Sinn macht es direkt mit einer Überhöhung von +4dB im Bass (guter Kompromiss) zu simulieren anstatt einem Linearen Verlauf,
falls man in der Praxis linear werden möchte.
Oder man simuliert direkt das Gehäuse und Bafflestep (bzw. im Vollraum statt Halbraum) mit.
Die Arbeit kann man sich mit etwas Erfahrung aber eigentlich sparen und einfach den "Trick" mit dem +4dB nutzen.
Wobei es am Ende oftmals eh besser klingt und in der Praxis allgemein besser ist (Ankopplung), wenn man einen leichten Rolloff nach unten weg hat.
Hier sind wir dann wieder bei: Grob simulieren - Messen - Hören - Anpassen ;)

Ich habe auch noch ein paar Messungen gemacht. Bilder sind wieder in der Google drive Cloud(sind beschriftet)
Mache auf alle Fälle mal Nahfeldmessungen an dem TMT und dem Port und packe beide in ein Diagramm,
hier siehst du dann auch was aus dem Port noch alles mit raus kommt und auch ob das stören sein könnte oder nicht.
Impedanz solltest du ebenfalls noch messen um Stehwellen und Portresos zu finden.
Primär ist deine Portposition nur erst mal zwecks vertikaler Abstrahlung net so prickelnd (da Chassis weiter auseinander),
als auch muss er dort länger werden als am Boden oder der Seite (was bei dir eher doof wäre, zwecks dem breiten Horn).

Ich persönlich starte bei aktiver Beschaltung erst mal völlig ohne EQ und schaue wie und wo sich der Kram am besten
trennen lässt. Danach gilt: je weniger EQ desto besser.
Gerade wenn der Frequenzverlauf beim TMT nah oben hin ansteigt, versuche ich z.B. eher einen Bessel zu nutzen, statt via EQ zu begradigen.
Zudem sollte man versuchen, sofern möglich, nur negative EQ zu nutzen, schiebst du an einer Stelle nur +3dB rein, heißt das schon, dass bei
dieser Frequenz die doppelte Leistung reingeht (Außer ein EQ oder Filter drückt dort vorher eh schon Pegel weg).

Auf alle Fälle zu erst Nahfeldmessungen an Pappe & Port, gefolgt von Impedanzmessungen machen.
Warum? Da du hier evtl. Probleme hast, welche du mechanisch lösen kannst (Port umsetzen, mehr Dämpfungsmaterial, oder Gehäuseumbau/Umlenkbrett etc.)
und du jetzt evtl. unnötigerweise via EQ wegbügelst.

Gerade der Bereich 500-700Hz ist ein typischer Kandidat von Stehwellen im Gehäuse, Bereich 300Hz vom Port.
Wie schlimm das dann am Ende wirklich ist, muss man selbst entscheiden.
Gibt's nur einen schmalbandigen Einbruch und der Aufwand diesen wegzubekommen ist einfach zu groß, kann man damit problemfrei leben,
sorgt sowas aber für lange Ausschwinger, starke Überhöhungen, oder schaukelt sich sogar weiter auf, dann sollte man zwingend was dagegen tun.
Was aber nie gut ist: solche Löcher mit EQ auszubügeln (also kein positives Gain).

Du hast bei circa 580Hz einen Einbruch und direkt darüber eine Erhöhung, das wird sehr sicher vom Gehäuse kommen,
in einer Impedanzmessung erkennst du das dann sofort.
Das entspricht circa 58cm, ist dein Gehäuse circa so hoch? Dann baller ordentlich Bedämpfungsmaterial rein, vor allem an Deckel und Boden,
ansonsten kann auch ein Umlenkbrett unter dem Deckel helfen.
Evtl. wirkt sich das Problem sogar bis in de Bereich der XO etwas aus, so dass du darüber eh völlig andere EQ und Filter nutzen musst sobald das Problem behoben ist.

Da dein Gehäuse rechteckig ist, kannst du direkt mal über die Tiefe rechnen (Rückwand).
Sagen wir 35cm Innentiefe = Evtl. Probleme bei 480-500Hz.
Oder genau das ist schon das Problem statt der Gehäusehöhe, oder sogar beides ;)

Kurzum: Erst Probleme finden und entfernen, dann erst beschalten.
Wenn man alles untersucht hat und genau weiß was sich warum wie verhält, dann kann man auch entscheiden was man wie löst
als auch ob oder welche EQ/Filter man nutzt.


Was du also jetzt machst:
- Impedanzmessung vom TMT
- Nahfeldmessung an Port und TMT
- Burst Decay vom TMT

Probleme gefunden und gelöst? -> Nochmals die gleichen Messungen.
Dann geht's an den HF.

Oder du machst dich zuerst an ein neues Gehäuse, sonst haste doppelte Arbeit ;)
(Port verlegen und möglich wenig parallele Wände -> Trapezbauweise mit schräger Rückwand, oder eben klassische Mufu)
Hier beginnst du aber erst mit dem Tuning, bzw. Anpassung vom BR Port.
Für diesen Beitrag von Jobsti bedankte sich:
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Mit freundlichen Grüßen
B. Jobst (Tontechniker FH) | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | www. Jobst-Audio .de
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