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Neue Technologien/Innovationen, die das Hören verändern

Allgemeine Diskussion zum Thema HiFi, auch Raumakustik

Moderatoren: Moderation HiFi, Bereichsmod

#57

Beitrag von pogo »

Paffi hat geschrieben: 15. Jun 2026 20:01 Ich checks nicht - ist das eine Art Roon nur ohne dessen DSP / Convolvermöglichkeiten?
Fast, du kannst aber auch die Prism Remastering Suite einschleifen. Ansonsten wird der direkteste Weg zur Rekonstruktion gewährleistet. Nimmst du ein Produkt von QOBUZ, werden zusätzliche Processingebenen eingeschleift. So werden beispielsweise auch eigene MQA-Quellen 'unterdrückt'.

Hier der identische Daten-Stream unterschiedlich dekodiert, sprich vom QOBUZ Produkt unterdrückt:

Bild

Bild
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#58

Beitrag von Bravado »

pogo hat geschrieben: 15. Jun 2026 22:49 Nimmst du ein Produkt von QOBUZ, werden zusätzliche Processingebenen eingeschleift.
Das ist der gleiche Mumpitz wie die behaupteten angeblichen "zeitlichen Verschmierungen" die MQA natürlich beseitigt.

Technisch sauber dokumentierte Funktionsweise? Wissenschaftlich haltbare Begründung für diese angeblichen Phänomene? Natürlich Fehlanzeige.
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#59

Beitrag von pogo »

DLART gibt es nun auch als Plug-In für PC und MAC: https://www.dirac.com/press/dirac-live-processor

@Jobsti
Wolltest du dir nicht mal die STORM genauer anschauen?
Was ist daraus geworden?
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#60

Beitrag von pogo »

Jetzt gibt's was auf die Ohren: https://earequal.com/
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#61

Beitrag von pogo »

Jetzt gibt's was auf die Ohren - Teil 2: https://www.jazzecho.de/malia/rezension ... -an-279759

Nun in neuer Surround Technologie :toptop:
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#62

Beitrag von pogo »

Neue OP-AMPs werden wohl ab 2027 Einzug in neue Endgeräte halten: https://audioxpress.com/news/akm-pushes ... io-op-amps
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#63

Beitrag von Ilmenau »

Hier startet etwas wirklich sinnvolles auf Basis von von BluTooth Auracast.
Barrierefreises Hören im Kino. Im optimalen Fall geht der Ton direkt in ein kompatibles
Hörgerät, ersatzweise aber auch an einen entsprechenden (Leih-) Empfänger.

https://www.scala-kino.net/infos/barrierefreiheit

#64

Beitrag von pogo »

Das ist wirklich eine sinnvolle Entwicklung :top:
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#65

Beitrag von Bravado »

Endlich mal was wirklich relevantes hier. :top:
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#66

Beitrag von Sven1984 »

Dazu gab es bei Heise bereits Berichte und auch Tests. So ganz ausgegohren hinsichtlich Kompatibilität und Audioqualität ist das wohl leider noch nicht.

#67

Beitrag von Christmas »

Ich verstehe hier auch den Sinn nicht. Aber das wird wohl an mir liegen.

Edit: Jeeeetzt hab ich es verstanden. Das ist wirklich sinnvoll. :lol2:

Ich Doof hab Hörgerät usw. irgendwie überlesen.
Zuletzt geändert von Christmas am 6. Jul 2026 15:49, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Chris

Heimkino:
RX-A1060 - IMG 1000D - IMG 400D - Pioneer PD 50 - UB 424 - NuBox: 683 - CS 383 - 383 - Atmos 383 - 2x AW 1100 - Antimode 8033 S II - Optoma UHD 35 - Akustikleinwand auf 16 m2-KEINE NACHBARN 8)

#68

Beitrag von Bravado »

Sven1984 hat geschrieben: 6. Jul 2026 12:49 Dazu gab es bei Heise bereits Berichte und auch Tests. So ganz ausgegohren hinsichtlich Kompatibilität und Audioqualität ist das wohl leider noch nicht.
Das ist ja nicht so ungewöhnlich, das eine ganz neue Idee in der Umsetzung noch Luft nach oben hat.

Da mein Schwiegervater sehr schwerhörig ist weiß ich, mit welchen Einschränkungen er zu kämpfen hat.
Deswegen freuen mich solche Ansätze - Inklusion ist wichtig.
Von bestimmten Dingen ausgeschlossen zu sein, weil die bestehende Technik keine wirkliche Teilhabe ermöglicht fühlt sich für die Betroffenen nicht besonders gut an (und ist - im Falle Hören/Kommunizieren auch ein nicht zu unterschätzendes Demenzrisiko).

Deswegen von mir :toptop: für diese neue Technologie.
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#69

Beitrag von Ilmenau »

Sven1984 hat geschrieben: 6. Jul 2026 12:49 Dazu gab es bei Heise bereits Berichte und auch Tests. So ganz ausgegohren hinsichtlich Kompatibilität und Audioqualität ist das wohl leider noch nicht.
Lt. eines Zeitungsberichts der Lüneburger Landeszeitung vom Samstag ist die Übertragung wohl "lippensyncron und klar".
Auch sei das Scala möglicherweise das erste Kino in Deutschland das die Technik einsetzt.
Der vollständige Artikel steht leider nicht Online.

#70

Beitrag von pogo »

Ilmenau hat geschrieben: 6. Jul 2026 10:59Barrierefreises Hören im Kino. Im optimalen Fall geht der Ton direkt in ein kompatibles Hörgerät, ersatzweise aber auch an einen entsprechenden (Leih-) Empfänger.
Erinnert mich irgendwie an unser Autokino. Der Broadcast lief über UKW oder man konnte einen Lautsprecher einhängen.
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#71

Beitrag von JoPeMUC »

Quasi die Weiterentwicklung induktiver Höranlagen.

#72

Beitrag von Ilmenau »

pogo hat geschrieben: 6. Jul 2026 15:38
Ilmenau hat geschrieben: 6. Jul 2026 10:59Barrierefreises Hören im Kino. Im optimalen Fall geht der Ton direkt in ein kompatibles Hörgerät, ersatzweise aber auch an einen entsprechenden (Leih-) Empfänger.
Erinnert mich irgendwie an unser Autokino. Der Broadcast lief über UKW oder man konnte einen Lautsprecher einhängen.
Offtopic: Das schönste Silent Cinema gibt es in Heringsdorf, direkt am Meer. Herrlich, läuft aber wohl mit einer Standardtechnik bei der Funkkopfhörer zum Einsatz kommen.

https://www.outdoorcine.de/unsere-event ... ommerkino/

Auracast ist aber eine andere Hausnummer und wird sich wohl als Teil des BluTooth Standards zügig verbreiten.

#73

Beitrag von Jobsti »

pogo hat geschrieben: 30. Jun 2026 21:56 DLART gibt es nun auch als Plug-In für PC und MAC: https://www.dirac.com/press/dirac-live-processor

@Jobsti
Wolltest du dir nicht mal die STORM genauer anschauen?
Was ist daraus geworden?
Habe ich, bei wem hier aus'm Forum im Heimkino.
Sehr nettes Gerät, aber in dieser Preisklasse finde ich verwunderlich, dass es immernoch solche
Optionen wie "Big/Small" gibt, ohne jegliche Hinweise was diese Funktionen überhaupt genau bewirken.
Aber man kann die Geschichte natürlich auch einfach manuell machen und sowas ignorieren ;)

DIRAC und Co kann man natürlich benutzen, aber mit manueller Korrektur und Messungen
klingt das System bei weitem besser als mit automatischen Funktionen.
Die "neue" Funktion (habe den Namen vergessen), welche von allen Lautsprecher die Bässe zusätzlich benutzt
ist auf den erten Blick nett gelöst (einige Optionen mehr wären gut), in der Praxis hat das aber net so super funktioniert,
vor allem net mit 2 Subwoofern (Diagonal im Raum). Aber vielleicht hätte ich da noch mehr Zeit reinstecken müssen,
ganz abschlagen möchte ich die Option nicht (im perfekten Vorführraum funkt sowas natürlich immer 100% im Gegensatz zur Praxis)

Bedienung ist ok, aber man merkt halt, dass es eher aus der HiFi-Ecke statt Studio/PA/Pro-Audio kommt.

Kurzum:
Geiles Gerät, aber Preis/Leistung stimmt bei weitem nicht wie ich finde.
Da finde ich eine Kombi aus Pre-AVR + gescheitem, preislich attraktivem DSP + Amps (oder DSP-Amps) ehrlichgesagt wesentlich sinnvoller und vor allem günstiger,
auch bei weitem noch sofern man sich wen bestellt, der einem alles einmisst.


PS:
DIRAC macht halt gerne auch immer viel Werbung für seine Tools & Funktionen.
Manches davon ist aber halt auch Quatsch, wenn man mal darüber nachdenkt.

Wie will eine Funktion Resonanzen oder Reflexionen im Raum unterbinden?
Zum Großteil wird hier EQ gemacht (oder Delay/Phase).
Wir haben aber immer Direktschall + Relfexionen (Haas/Gesetz der ersten Wellenfront).

Also der Schall der direkt vom Lautsprecher in unserem Ohr eintrifft + die Zeitverzögerten Reflexionen,
unser Ohr unterscheidet dies allerdings, das Messmikro (idR.) nicht.

Was passiert also?
Der Direktschall wird völlig verbogen, nur damit die Kombi aus Reflexion und Direktschall dann an der entsprechenden Messpostionen
wieder zusammen einen linearen Verlauf ergeben. Misst sich toll, hört sich aber nicht toll an, der der Direktschall das Klangbild formt.
Und an anderer Stelle? Klingt es dann völlig verbogen, da sich beides nicht korrekt summiert (Laufzeitdifferenz , dank anderer Hörpostionen).
Theoretische Lösung: An mehreren Stellen messen und einen Mittelwert bilden. Praxis: nirgendwo klingt's perfekt, kann im allgemeinen aber "ok" werden.

Ich habe jetzt auch keine Optionen gefunden, wie ich DIRAC beibringen kann was Reflexionen, Stehwellen, Resonanzen oder nur Early Reflections sind,
auch bezüglich Raumwinkel (Aufstellung der Lautsprecher) konnte ich wenig machen.
Ob's eine Option gab um den Reflexionsfreien Frequenzverlauf (im Vollraum) in das System zu füttern, damit es vernünftig unterscheiden kann
was Raum und Lautsprecher separat tun, weiß ich gar nicht mehr.
Und was passiert dann? -> Im Direktschall fehlen diese Frequenzen


Meine Meinung:
Selbst messen.
Erst wissen was der Lautsprecher Reflexionsfrei veranstaltet (saubere Grundmessungen haben).
Dann korrekt HP und Limiter setzen (Auch Schutz vor zu hohem Hub).
Danach macht man etwaige Raumwinkelkorrekturen je nach Aufstellung (Weil sonst zu viel Bumms, oder unterschiedlich, falls z.B. eine Kist ein einer Ecke steht, die andere nicht).
Erst dann kann man anfangen und untersuchen wo Probleme herkommen, Early Reflections kann man super messen und korrigieren (hier misst man näher dran und gated dafür die späteren Reflexionen weg).
Alle anderen größeren Reflexionen sollte man tunlichst im Raum selbst beheben, natürlicher klingt's mit Diffusoren statt Absorbern.
Erst richtig grobe Schnitzer (was im Regelfalls nur 1-3 Stk. sind) kann man mal ziehen, sollte aber entscheiden wo genau diese liegen und wie wichtig diese Frequenz im Direktfeld ist,
dann lieber Kombinationen aus Diffusoren und Absorbern benutzen.
Als erstes sollte man aber mit der Aufstellung der Lautsprecher spielen, sofern möglich, da kann man schon vielen Problemen aus dem Weg gehen.

Wenn man DIRAC genau so füttern könnte und es den Laien sinnvoll durch's (mindestens von mir genannte) Messprozedere (und wie man aufstellt und wie man was misst) leiten würde,
wäre das ziemlich super. Macht's aber nicht.
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#74

Beitrag von pogo »

Jobsti hat geschrieben: Gestern 13:13Die "neue" Funktion (habe den Namen vergessen), welche von allen Lautsprecher die Bässe zusätzlich benutzt
ist auf den erten Blick nett gelöst (einige Optionen mehr wären gut), in der Praxis hat das aber net so super funktioniert,
vor allem net mit 2 Subwoofern (Diagonal im Raum).
Dirac Live Active Room Treatment lebt von unterschiedlichen Positionen der (Support-)Lautsprecher im Raum. Diagonal kann auch kontraproduktiv für eine Co-Optimization sein. Man muss hier die alte Denke überwinden. Auch ein potenter Fullrange Center kann supporten.
Jobsti hat geschrieben: Gestern 13:13Wie will eine Funktion Resonanzen oder Reflexionen im Raum unterbinden?
Das geschieht über den Superspeakeransatz. Das MIMO-Prinzip kann ihren Einfluss am Hörplatz kompensieren/minimieren.
Jobsti hat geschrieben: Gestern 13:13 Ich habe jetzt auch keine Optionen gefunden, wie ich DIRAC beibringen kann was Reflexionen, Stehwellen, Resonanzen oder nur Early Reflections sind
Das konnte das einfache DLRC schon unterscheiden. Durch die hinzugekommene Co-Optimization gibt es nun neue Möglichkeiten der Korrektur.
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#75

Beitrag von Bravado »

@Jobsti
Danke für Deine Ausführungen.

Und die Entgegnung sind einmal mehr nur Marketingschlagworte ohne Inhalt, ohne substanzielle Erklärung.
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#76

Beitrag von CJoe78 »

Ich finde das interessant, da es ja ein regelrechtes Statement gegen Highendgeräte ist. Und das durchgehend. Da hätte ich von einer Storm etwas mehr erhofft.

Es scheint ja nichts anderes zu sein als das, was man sieht. Ein virtueller Kanalmixer für das Heimkino mit haufenweise Filtern, bekannt aus der Musikproduktion.

Das Dirac so schlecht abschneidet ist verwunderlich, zumal die ART-Gegenschallgeschichte ein unglaublicher Hype ist und auch in der Szene sehr gut angenommen wird.

#77

Beitrag von Jobsti »

pogo hat geschrieben:Dirac Live Active Room Treatment lebt von unterschiedlichen Positionen der (Support-)Lautsprecher im Raum. Diagonal kann auch kontraproduktiv für eine Co-Optimization sein. Man muss hier die alte Denke überwinden. Auch ein potenter Fullrange Center kann supporten.
Subs diagonal war hier aufstellungsbedingt gegeben und auch dafür, dass es woanders als im Wohnzimmer weniger ballert (offener Raum mit Esszimmer usw.),
was auch gut funktioniert hat mit manueller Einstellung.
Vielleicht hat dem ART nicht gefallen, dass die Bässe eignetlich sehr untypisch positioniert waren (1 ca 2m hinter der Front, um ne Ecke, 2ter Diagonal dazu, linke Raumecke hinter dem Sofa).
Das habe ich gut hingebogen bekommen, klingt super, sauber, trocken präzise und sacken tief, war aber bissel Gefrickel ;)
Die Subs sind also auf maximale zeitliche Kohärenz am Hörplatz optimiert, perfektes Impulsverhalten also.
ART versucht hier nun aber den hinteren Sub für die Auslöschung (z.B. als Antidröhn, was ich selbst aber schon EQ't habe) zu verwenden,
somit wird Delay, Gain etc. verbogen und das Impulsverhalten leidet darunter logischerweise, was man vor allem bei knackigen Bässen direkt hört.

Eingeschaltetes ART (also Tops dazu) machte den Bassbereich noch wesentlich verwaschener und auch so gut wie nicht "dicker".
In beiden Fällen (ART konfiguriert 2ten Sub, als auch nur die Tops) wird, einfach ausgedrückt, "Gegenschall" erzeugt,
was evtl. auch zu längeren (anderen) Nachschwingern im Raum führen kann, oder unerwünschten zusätzlichen Obertönen,
weniger Impulstreue als auch eventuell höhere Gruppenlaufzeit (obwohl es diese verringern soll, aber wir müssen einen breiten Frequenzbereich betrachten und andere Hörpositionen)


Tops für Basserweiterung, oder auch zum Auslöschen, kann unnatürlich klingen. Warum?
Die Tops können lange nicht so tief spielen wie die Subwoofer, ganz klassisch haben wir dann eine Verteilung der Membranfläche
von klein bis groß zu tiefen Frequenzen hin.
Schaltet ART nun die Tieftöner der ganzen Tops mit hinzu, ergeben sich folgende Probleme:
- Wir haben dann in einem kleinen Frequenzbereich (Z.B. 60-90Hz) eine insgesamt viel größere Membranfläche als in den Bereichen darunter und darüber.
Das klingt nicht nur komisch, sondern auch Impulsverhalten und Gruppenlaufzeit leiden darunter oftmals enorm. (Dafür steigt die Dynamik)
Intermodulationsverzerrungen steigen enorm, da den Tops Hub abverlangt wird.
- (3) Durch den Abstand der Tops bekommen wir Interferenzen, sprich Kammfiltereffekte im Bassbereich mit dazu, also an einigen Stellen im Raum
mehr Bumms und an anderen weniger, aber nur in diesem einen Frequenzbereich (je nachdem wie ART die Bässe nun separat steuert).
Art will das aber eigentlich verhindern und nur per Bässe Moden auslöschen, ob und wie gut das in der Praxis dann geht, ist erstma dahingestellt, da es beides gleichzeitig will.
- Bei einem Sub-Sat-Setup (Sub läuft immer mit) haben wir natürlich dann ein riesiges Problem mit solch einer Funktion,
da es uns die Ankopplung an den/die Subs völlig verballert. Das merkt man dann, wenn Musik/Signal genau im Bereich der Summe spielt.


Einfache Rechnung zu Punkt (3): Wellenlänge/2 -> Abstand der Tops.
Sagen wir, wir haben einen Center dabei, verringert sich der Abstand der Fronts zueinander von 3,5 Meter auf 1,8 Meter.
Das entspricht dann 95Hz ab wann es volle Auslöschungen gibt, kleinere bereits ab Lambda/4 = 48Hz, circa 3dB Auslöschungen am Lambda/3 (64Hz),
der Raum + Raumwinkel trägt dann noch sein übriges hinzu.
Wenn ART hier gekonnt mit Filtern spielt um Kammfilter zu vermeiden, ist das super, kann aber eben auch alle genannten anderen Probleme mit sich ziehen.


Je tiefer alle anderen Lautsprecher im System spielen können, desto näher alle beieinander, desto besser wird solch eine Funktion arbeiten und vor allem wirken.
Primär soll ART ja Stehwellen und Moden reduzieren, heißt es macht eigentlich erst Sinn, sobald die Frontlautsprecher (und Rest) genau so tief spielen
können wie die Moden. Ergo: ART macht erst Sinn mit richtig potenten Lautsprecherboxen, als auch in einem System was die Subs als reine LFE benutzt.


- Wenn die Topteile immer unterstützen/Moden säubern, leidet eigentlich der Klang darunter, gerade bei 2-Wege oder hoch getrennten 3-Wegern.
Denn je weniger Hub (Arbeit im Bass), desto sauberer spielt der Bereich darüber (u.a. Intermodulationsverzerrungen).


pogo hat geschrieben:Das geschieht über den Superspeakeransatz. Das MIMO-Prinzip kann ihren Einfluss am Hörplatz kompensieren/minimieren.
Das kann es ja nur im Bass, bzw. Raumresos. Keine Resos von der Box/Gehäuse selbst.
Nachteile/Probleme habe ich weiter oben ja schon genannt.

MIMO will ja, dass am Hörplatz alles zeitrichtig eintrifft, aber das geht leider nicht für alle Frequenzen gleich gut.
Zudem führt es natürlich immer dazu, dass es an anderen Hörpositionen entsprechend schlechter oder gar gegenteilig wirken kann.
Auch verfärbt es den Grundton, bis zum Bassbereich.
Klar, im Bassbereich ist das mit dem Direktschall nicht so tragisch, dennoch trifft dieser quasi nicht zeitrichtig im Ohr ein, sondern nur die "Korrektur".

Die gnaze DIRAC Geschichte kostet idR. massiv Latenz.
Beim Musik-Hören kein Problem, wenn der TV Latenzausgleich hat, ebenfalls kein Problem,
aber wehe da sitzt ein Gamer vor dem System ;)

Nochmal zum Abschluss:
Ich säubere damit den Raum von Moden oder Resos im Bass, die dann zeitrichtig am Ohr ausgelöscht werden.
Bekomme dafür aber ein "verbogenes" Direktschallsignal.
Beides Zusammen macht den gefühlten Bass dann extrem untreu im Impulsverhalten;
gerade der flotte Punch und Oberbass verfärbt, dafür ist der ganz tiefe Wobbelbass gefühlt sauberer, da der Nachhall/Decay in diesem Bereich minimalisiert wurde.
Das ist dann genau das, was im Netz in Verbindung mit solchen Systemen dann "digitaler" oder "künstlichen Bass" genannt wird.
Fazit: Das Ausschwingen wird kürzer, es klingt trockener, dafür leidet die Impulstreue und das Originalsignal verfärbt.
Was einem dann besser gefällt, bleibt am Ende reine Geschmackssache. Filmliebhaber bevorzugen wohl ersteres, Musikgenießer Letzteres.






Kurzum:

Alles hat seine Vor- und Nachteile. Hier muss man genau abwägen.
Das Allheilmittel, wie es oftmals dargestellt wird, gibt es nicht. Lautsprechergeschichten bleiben immer ein Kompromiss.
Aber interessant ist die ganze Geschichte natürlich und wird auch von Jahr zu Jahr besser.

Irgendwann sind wir so weit, dass das nahezu perfekt alles klappt:
3D Handscanner 8oder Handycam) und den ganzen Raum virtuell erfassen, alle Lautsprecher genau eingeben, alle Reflexionsfreien Messschriebe einpflegen
und dann eine vollautomatische Simulation mit allem drum und dran, samt Tipps zum Umstellen/der Aufstellung/Ausrichtung.
Samt Auflisten der Vor- und Nachteile, welche man in kauf nehmen möchte und welche nicht. 8-)


CJoe78 hat geschrieben: Ich finde das interessant, da es ja ein regelrechtes Statement gegen Highendgeräte ist. Und das durchgehend. Da hätte ich von einer Storm etwas mehr erhofft.
Es scheint ja nichts anderes zu sein als das, was man sieht. Ein virtueller Kanalmixer für das Heimkino mit haufenweise Filtern, bekannt aus der Musikproduktion.
Das Dirac so schlecht abschneidet ist verwunderlich, zumal die ART-Gegenschallgeschichte ein unglaublicher Hype ist und auch in der Szene sehr gut angenommen wird.
Ganz so krass würde ich das jetzt nicht ausdrücken.
Ich sagma DIRAC und die ganze Geschichte ist ja nicht grundsätzlich schlecht, das kann auch geil sein
und gerade für Leute die nicht Messtechnisch versiert sind (ich würde behaupten, dass dies im HiFi Bereich eh nur ne Hand voll sind).
Nur ist es eben nicht das "ich drück nen Knopf und alles is Perfekt", wie es manche darstellen.
Ein großes Problem ist, wie ich finde, dass Hersteller dem Kunden keine Nachteile nennen sondern dem Kunden nur Vorteile und perfekte Arbeit verkaufen,
nicht jeder kann und will sich in solche Themen reinfuchsen.

Die Stormgeräte sind schon geil, der Preis geht hier auch hoch, da es bei weitem keine Massenware ist.
(Was verkaufen die pro Jahr, 1000 Stk. vom Core16? Da hängste im Pro-Audio Sektor mal mindestens eine 0 je Gerät dran, bei manchen sogar x20
und das obwohl's 100 Verschiedene Geräte und Hersteller gibt. Viele dort stellen auch OEM eher, was die Zahlen nochmals massiv steigert. = Es wird wesentlich günstiger)

Auch kosten die ganzen Lizenzgeschichten (Tonformate wie Dolby, DIRAC etc.) richtig Kohle.
Toll wäre, wenn man sich das Grundgerät zum günstigen preis schnappen könnte und kauft sich die Geschichten als Modul dazu, welche man benötigt,
das wäre schön flexibel und ist am Ende doch primär heute nurnoch Softwaregeschichte.
Wenn ich überlege, dass die kleinen 500€ AVR schon so extrem viele Formate und Lizenzgeschichten haben und können,
kann das bei solch einem Gerät eignetlich ja auch nicht mehr sooo viel ausmachen preislich?!

Klar, gute Wandler und Preamps kosten ihr berechtigtes Geld, aber man muss es auch nicht übertreiben wie ich finde.
Aber so gibt's eben ein bekanntes All-In-One-Gerät, was zugleich noch HighEnd ist. Plug'n Play.
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#78

Beitrag von CJoe78 »

Aber du kannst doch Dirac ART nach oben hin begrenzen? Ich hab von ähnlichen Problemen schonmal wo gelesen. Du musst ART ja nicht im Oberbass mitlaufen lassen, kannst da sinnvollerweise 80 HZ oder noch tiefer als obere Grenze eintragen. Damit könnte das Impulsverhalten im Oberbass erhalten bleiben.

Laut Foren soll man die Tops ohnehin nicht für Gegenschall verwenden. Der Center ist ebenso kritisch. Wenn überhaupt dann soll man Boxen für Gegenschall verwenden, die auch 50 HZ oder tiefer spielen können.
Die Front-LS können sich gegenseitig unterstützen, ebenfalls die Rears. Auch kann es Probleme machen, wenn die hinteren die vorderen zu hoch unterstützen, das hört man evtl.

Man hat halt ein weiteres Tool für den Bass-Feinschliff und muss sich damit beschäftigen um alles rauszuholen.

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