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[Unterstützung] Spannungsstabilisator?

Hell und Dunkel. Licht, Effekte und entsprechendes Zubehör.
Strom & Spannung, Verteiler und Aggregate/Generatoren.

Moderatoren: mich0701, Bereichsmod, Moderation PA

Antworten

#1

Beitrag von FrrroKsschn »

Kurze Schilderung meiner Situation:
Aus Gründen des Equipmentschutzes im Verleih überlege ich einen solchen in mein Rack zu verbauen. Hierbei wollte ich nicht allzu viel Geld ausgeben,
ich brauche keine Mega Ausstattung oder Spannungsanzeige, er soll einfach die wichtigsten Schutzfunktionen besitzen um vorallem die AMPs gegen Spannungsschwankungen zu schützen, mehr möchte ich gar nicht.
Bei meiner Recherche bin ich momentan bei dem Furman M-10x E hängengeblieben. Ebenfalls aufgefallen ist mir, dass eigentlich alle Spannungsstabilisatoren für bezahlbares Geld (unter 500€) mit 10A abgesichert sind bzw die Stromverteilung mit 2300W Gesamtlast angegeben wird. Wieso ist das denn so?
Ich benutze als Bassendstufe eine Powersoft Digam 7000, bei welcher eine Leistungsaufnahme von 1350W angegeben ist. Als Topendstufe benutze ich eine TSA 4-700, bei der die Leistungsaufnahme bei 1/3 der Leistung schon bei 860W liegt. Hiermit bin ich also schon bei ca. 2200W, wobei die TSA noch gar nicht voll läuft und anderes Equipment wie DSP oder Frequenzweiche noch gar nicht mit einberechnet sind.
Kurzum: ich strebe an für meine PA mit einer Stromphase klar zu kommen, das könnte je nach Gegebenheiten jedoch mit einer Einschränkung von nur 2300W knapp werden.
Gibt es einen technischen Grund, weshalb es solche Geräte immer nur mit 10A Sicherung gibt? Macht ja eigentlich keinen Sinn, die zur Verfügung stehende Leistung zu begrenzen oder? Vielleicht kann mich ja jemand von euch erleuchten.
Wie ist eure Einschätzung der Möglichkeiten für mich? Muss ich mir 2 solcher Geräte kaufen, damit ich die Last auf 2 Geräte verteilen kann? Geht das in meiner Situation mit nur einem Stabilisator?
Liebe Grüße

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#2

Beitrag von ronnyk »

Die Begrenzung auf 10A liegt an den Steckverbindern der Kaltgerätestecker, die an dem Furman M-10x E verbauten Stecker sind lediglich für eine Dauerlast von max. 10Arms (Stecker Typ C13/C14) ausgelegt.
Bei Endstufen sind die Stromaufnahmen dynamisch und im Regelfall wird nur kurzzeitig einen Spitzenwert erreicht, ich sehe Grundsätzlich keine Probleme wenn du beide Endstufen daran betreiben möchtest. Welche Auslösecharakteristik der eingebaute Sicherungsautomat des Furman hat wäre noch interessant zu wissen.
Man muss aber auch dazu sagen das der Furman M-10x E eigentlich nicht dafür gedacht ist Endstufen zu schützen, ich würde mal behaupten ein einfacher Netzfilter reicht hier völlig aus. Die Powersoft hat mit Sicherheit schon einen integriert.

#3

Beitrag von FrrroKsschn »

Ah, vielen Dank für deine Antwort, das wusste ich noch nicht und macht natürlich Sinn, wenn Typ C13/14 Stecker nur für 10A ausgelegt sind. Wieso dann die Gesamtlast des Geräts auch nur mit 10A angegeben ist verstehe ich allerdings immernoch nicht.
Auch Danke für deine Einschätzung wegen der Belastbarkeit. Ich gehe ehrlich gesagt auch davon aus, dass die Endstufen diese Last nicht im Dauerzustand erreichen werden. Grundsätzlich sollte ja durch eine großzügige Dimensionierung der Anlage selbst diese nicht am Limit betrieben werden müssen.
Wieso ist deiner Meinung nach der Furman nicht dafür gedacht Endstufen zu schützen? Welche Geräte sind es denn dann? Hast du zufällig Empfehlungen?
Es zeichnet sich bei mir ab in Zukunft auch ein paar Events zu betreuen, auf denen auf Generatorstrom zurück gegriffen werden soll. Das wird zwar kein Billig-Baumarktgenerator sein, dennoch würde ich mich da gerne etwas absichern. Neue Enstufen sind nunmal deutlich teurer als so ein Gerät.

#4

Beitrag von ronnyk »

Der von dir ausgewählte M-10x E ist lediglich ein einfacher Netzfilter mit Überspannungsschutz wie er auch in vielen Steckdosenleisten zu finden ist, hier nur in einem 19" Gehäuse. Der erwähnte Überspannungsschutz habe ich nirgends genau erläutert bekommen und ich vermute das dieser erst greift bei kurzfristigen Spannungsspitzen durch z.B. einen Blitzschlag aber nicht bei Spannungen die Längerfristig 275Vac überschreiten.
Für dich wären Geräte von Furman mit deren Schutzeinrichtungen EVS und SMP ratsam wenn Du einigermaßen abgesichert sein möchtest.
Hier eine Auflistung der Geräte mit deren Eigenschaften: https://images.static-thomann.de/pics/a ... gleich.pdf
Meine Erfahrung an Stromaggregaten ist das meine Endstufen im Betrieb entweder abschalten (Protect) oder gar nicht erst hochfahren wenn die Netzspannung zu labil ist. Bei permanenter Überspannung wird es schwierig in wie fern Endstufen abgesichert sind, ich habe schon eine QSC PL4.0 rauchen sehen die 380V abbekommen hatte.

#5

Beitrag von Gast »

Normalerweise sind Spannungsstabilisatoren an Endstufen eher untypisch und vor allem für Pulte und teures Outboard gebräuchlich.
Hintergrund ist erstmal, dass die Teile im vertretbaren Preisrahmen nicht leistungsfähig genug sind, um potente Endstufen überhaupt zu versorgen, von mehreren mal ganz zu schweigen.

#6

Beitrag von Jens Droessler »

Diese Geräte von Furman sind auf kurzfristige Spannungsspitzen ausgelegt. Unterspannung können sie nicht korrigieren, dauerhafte Überspannung können sie nur abschalten. 10A sollten da bei der Auslegung auf Mischpulte und Outboardgeräte auch nicht kurzfristig überschritten werden. Da die Endstufen aber durchaus kurzfristig deutlich mehr Strom ziehen können, ist das nichts dafür.

Dazu kommt nich, dass grade die alten Digams mit den labbrigen Netzteilen Generatorbetrieb dank zwischenzeitlicher UNTERspannung nach Belastung überhaupt nicht mögen. Wir hatten zwei Stück, beide sind dabei gestorben.
ACHTUNG! Weil bei Facebook nur Idioten arbeiten, ist mein altes Profil dort auf unabsehbare Zeit nicht erreichbar. Wer etwas von mir will, der schreibe mir hier eine PN oder kontaktiere mich auf meinem neuen Facebook-Profil.

#7

Beitrag von FrrroKsschn »

Danke für euchre Antworten, das hilft schonmal sehr. Dann wird das mit dem Generatorbetrieb nochmal überdacht.

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