[Treffen] Treffen beim Phil - 27. bis 29.09.2019 - 34295 Edermünde

Was kann ich Wo anhören/testen?!
Diskussion zu Messen (Hausmesse, Musikmesse usw.)
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Jobsti
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#57

Beitrag 2. Okt 2019 18:29

Afaik die Linea Research 44M20
Teils hat diese gewerkelt, teils Ram Audio S-Serie.
Einen 1:1 Bassvergleich haben wir leider nicht gemacht Samstags.

Material Samstags soweit ich mich erinnere:

Von Mir:
JK-Z48 (8x4" Zeile)
JK-Z42 (2x4" "Zeile")
JK-F24 (2x4" Frontfill)
JK-Sub210A (Kappalite 3010 LF mit LD 3-Kanal Modul)
RV8 (8/1 Resteverwertung mit dem Speakertrade Neo + Sica, gehören über den 210er)


Von anderen:
JL-Sat212, umbaubar auf JL-Sat12 (Weichenfehler Samstags)
LF-Sat12
Phils 12/1er Mit Kappalite 3012 HO /DE160

LF-Sat8
JL-Sat8
Phils 8/1er (Sica 8N)
Phils 2x8/1er (Sica 8N)

Phils 2x8/1er Horntop Proto
Phils 10/1,4er Horntop (Wie mein RV10H, nur mit 18 Sound)
Phils 21" Wbin ventiliert (21LW1400)
Phils 2x12" KickfillerHorn (RCF)
Phils Proto 215er BR Sub mit meinem Sica 15ern

MTH30 mit 12-280W
Mit freundlichen Grüßen
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Andy78
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#58

Beitrag 4. Okt 2019 00:48

Sorry, mein Berichtsbeitrag verspätet sich leider weiter.
Ich hatte bisher die Woche deutlich "etwas" mehr zu tun als geplant....
Da ich mit meiner vorlauten Klappe eigentlich zu allem was sagen will, isses bissl aufwändiger und braucht noch etwas.
Wenn das net fix ruhiger wird, müsst ihr wahrscheinlich bis etwa Mitte nächster Woche auf meinen Senf verzichten ;)
LG Andy

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Andy78
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#59

Beitrag 9. Okt 2019 13:34

Servus.
Sorry für die Verspätung, hier nun noch einige Eindrücke von mir zu dem Treffen beim Phil.
Nix für die tldr-Fraktion, hab ich net hinbekommen, aber auch kein Bock zu gehabt. Guckt nach fett - da sind die Kisten markiert ;)

Die erste Runde allgemeiner Vergleich ging an die 8“-Truppe.
Von rechts nach links waren dort Bennys RV8, JL-Sat8, Phils Top (ist das die 181?), meine LF-Sat8 und Phils Doppel-8“.
Im Vergleich zu den anderen musste die LF wohl um 5 dB lauter gefahren werden, damit sie „gleichlaut“ klang.

Die RV8 klingt toll. Rund, voll und warm, aber nicht zu fett. Detailreich und super auflösend, macht einfach Spaß, ohne irgendwo zu nerven. Allrounder, super Wurf.
Die JL-Sat8 geht richtig auf die Nase, voll vorwärts. Für Sprache genial, für Umgebungen, wo sich was handliches ziemlich durchsetzen muss, ebenfalls super. Denke auch für Delayline prima, da klein, leicht und unheimlich direkt. Bei Musik finde ich sie ohne Entschärfung etwas stramm voraus, auch wenn ich Direktheit mag. Sie hat aber dann auch das Potential, sich durchzusetzen, wenn es mal rauher sein muss, für andere Momente bremst man eben etwas.
Phils Single 8“ Top klang (meist direkt nach der stürmischeren JL zugeschaltet) dagegen etwas zaghafter und leicht bedeckt. Kam man aus der anderen Richtung, oder hat die Box ne Weile gehört, fehlte da garnix. Alles da, schön definiert, nix nervt. Weicher PA-Sound, ich will jetzt bewusst nicht Hifi für laut sagen, da das immer mit der „Badewanne“ in Verbindung gebracht wird, was hier nicht der Fall ist. Spielt eben weicher und „angenehmer“ als voll-auf-die-Zwölf, was im Direktvergleich eben (unterm Strich zu Unrecht) etwas verhangen wirkt. Ebenfalls ein tolles Allround-Top.
Gegenüber RV8 und JL-Sat8 gilt dieser erste Eindruck auch für die LF-Sat8. Wesentlich zurückhaltender. In der Auflösung nicht so konsequent und feinzeichnend, wobei sie (ausser im Direktvergleich) eigentlich auch nichts ernsthaft vermissen lässt. Will ich aber net zu viel zu schreiben, weil ich sie eben habe und mag; sie macht bei mir viele kleine Feten und nervt dort auch nicht beim Essen und Unterhalten, obwohl sie eben aus dem Hintergrund heraus trotzdem ausreichend präsent arbeitet. Aber man merkt auch einfach gegenüber den anderen, dass es schon preislich was ganz was anderes ist – wäre jedoch auch schlimm, wenn nicht.
Das Doppel-8er Top vom Phil klingt etwas wärmer, fülliger – hat eben mehr Fläche. Wobei das wirklich kompakte Gehäuse genau das sagt, was Phil auch dazu erklärt: Das muss net tief, das muss vorwärts und Pegel können. Und das kann es – dazu später mehr, denn die Kiste war immer wieder am Start, weil eben klein, leicht, schnell hingestellt und eben bei Bedarf sacklaut. Also etwas mehr Wärme im Low-Mid-Bereich, ansonsten eher unauffällig frei gerade heraus: Gute Auflösung, schöne Präsenz, kein nerven. Ebenfalls ein gelungener Allrounder.

Nach den achtern ging es an Jobstis achter-Zeile. Zu den ganzen „modischen“ Zeilendingern bin ich grundsätzlich offener Skeptiker, geb ich zu.
Absolut gegen meine reservierte Erwartung: Das Ding klingt richtig geil, sogar mit etwas runder Fülle, die ich dort am allerwenigsten erwartet hätte. Erstaunlicherweise vermisst man nichts. Die Auflösung ist brillant, auch unter wirklich breitem Winkel seitlich. Nach vorne sind ein paar Meter Abstand eine gute Wahl, dann klingt es wunderbar gleichmäßig und wird – ich sag mal ab ca. 6 Meter Entfernung – langsamer leiser als ein normales Topteil. Die Zeile macht, auch auf deutliche Entfernung von wahrscheinlich bis rund 30m, einen enorm guten Job und setzt sich auch weit hinter noch wahnsinnig detailliert und gleichmäßig durch. Respekt, kann echt was und klingt viel besser, als ich es vermuten wollte. Nach meinem früheren „Zeilen sind gar nicht meins“ wäre ich nun sogar in der Versuchung, mir (solche) Zeilen zuzulegen, wenn ich sie wofür bräuchte.
Ähnlich überrascht war ich auch von der Zeilen-Kurzversion mit nur zwei der Breitbänder. Freilich nicht dieses gewaltige Pfund wie die 8er, aber klanglich ebenso detailliert und gut.
Interessant fand ich auch die JK-Frontfill. Echt winzig, klanglich gut und ausgewogen, hab ich allerdings nur kurz gehört, weil ich dann was zu essen holen wollte.
Der 210er Aktivbass mit Kappalite war ganz zu Beginn mal in der Halle zusammen mit dem RV8-Top zu hören, später auch mal auf dem Hof. Mal ehrlich: Wahnsinn, was da aus dem kleinen Kistchen kommt – das ist eigentlich nur schwer zu fassen, dass da nur zwei Zehnerchen arbeiten und das dazu noch an eigentlich zu wenig Leistung. Knackig, rund und voll. Ein echter Bass in klein.

Bei den 12“ Topteilen gab es Phils 12/1er mit Kappalite 3012 HO /DE160 – hätte ich anfangs fast für ne JL-Sat12 gehalten, wenn nicht das TMT-Chassis dann doch verraten hätte, dass das was anders ist.
Dazu haben wir dann von mir die LF-Sat12 und die JL-Sat212 gestellt. Aus der Wertung war leider die JL-Sat12 – die hatte irgendeinen Weichenfehler und klang leider garnicht. Meine JL-Tops sind die umbaubaren, von denen ich schon mal schrieb; sie wurden beim auspacken und umbauen zumindest mit „ah-die sind das“ wiedererkannt :lol:
Phils Top geht richtig lecker und ist eine klare Empfehlung. Sehr fein und gut auflösender HF mit entspannterer Reserve als der Oberton-Treiber der (alten) L-Serie, klingt entspannt präsent. Sie ist trotz der Tatsache, dass sie schön ins Gesicht spielt, rund und angenehm und liefert sogar einen recht satten Bumms.
Die JL-Sat212 klang dagegen anfänglich ziemlich nackt, bis sie von dem 215er Sub-Gehäuse weggenommen und auf ein Stativ gestellt wurde. Jetzt gab es keine Störung durch die mitschwingenden Pappen mehr und das Top klang sauber. Ich find sie angenehm rund, mit guten Lowmids (hat ja auch genug Fläche dazu) und einem ordentlichen Gesamtklang. In der Auflösung kann sie nicht an Phils ran, macht die mit dem DE160 einfach besser.
Die günstige LF-Sat12 im Vergleich klingt ebenfalls gut und rund, der kleine Sica liefert erstaunlich gut ab für den schmalen Taler im Vergleich zum D2544 und dem DE160.
Hierfür müssten aber bitte auch andere noch ein wenig was schreiben, denn ich sehe mich hier etwas als befangen…

Bevor als nächste und ausgewachsene Runde auf dem Hof richtiges Hornholz aufgefahren wurde, hab ich mal schnell rund gefragt, ob Interesse am Anhören der JL-Sat212 über den 8 MTH30 besteht. Es wurde also mal schnell der Haufen hingeräumt und Phil hat mal fix drübergemessen, um ein Schnellsetup in die Linea zu tippern. Bisher wurde bei den MTH immer um 50 Hz zugemacht, weil ich einfach etwas Schiß vor dem verrecken hatte. Hier haben wir festgestellt, dass 8 zusammen in einer Reihe immerhin eine Fs von rund 43 Hz messen lassen. Dafür macht der Strahlungswiderstand lustige Sachen um knapp 100 Hz.
Nur kurz, den Rest sollen gern andere schreiben: Die paar Hz im Tiefgang haben ein bemerkbares Plus an Wärme gebracht. Pegelmäßig war das völlig im grünen Bereich, als ein „kleines und günstiges“ PA-System war das absolut okay, klanglich sauber. Auf Entfernung (so ab 10-15 m) wurde deutlich, dass es sich eben nur um 8 12er handelt; dann bricht einfach irgendwann untenrum die Wärme ein.
Ansonsten eben halt einen grünen Haken in P/L. Wer billig Bums haben will, könnte so tatsächlich nochmal ein paar MTH dazugesellen und noch mehr Spaß haben; noch mal 8 sollten vom Abstrahlverhalten gehen, bevor es Probleme gibt.
Was zwischendurch mal angesprochen, dann aber iwie vergessen war: Wir wollten eigentlich noch 1 bzw. 2 MTH einzeln hören und Jobsti schlug vor, mit den Dingern mal ein Cardio-Setup zu testen. Na, vielleicht ein ander mal.

Nun wurde das Spielzeug potenter:
Phils 10/1,4er Horntop mit 18 Sound Bestückung und die vier 2x12" Kickfiller mit RCF. Ich hab das ja schonmal beim Benny gehört und fand es dort einfach brutal-herrlich. Klanglich wirklich gut, ab dem Nutzbassbereich satt und genug Schub. Im Hochton eine kleine Spur aggro, kann man je nach Mucke etwas bremsen. Für Elektro u.ä. jedoch durchaus so von der Stange absolut empfehlenswert. Spaß war nun auf dem ganzen Platz zu haben, dort wo eben die Wärme abnahm, war noch einige Meter weiter das volle Pfund vorhanden.
Im Vergleich zu dem Treffen beim Jobsti fehlte mir allerdings hier der kleine Ninja, der mir aus dem vollen Flug auf die Brust tritt. Nachdem ich das abends nochmal angesprochen hatte, wurde für Sonntag die Trennung etwas verändert: Da war der Tritt wieder. Fein.
Als Ergänzung zu dem Hornholz wurden dann noch zwei von Phils ventiliertem 21" Wbin dazugestellt. Hier war der Plan, die mächtige Kiste als Subbassweg unter den Kicks laufen zu lassen.
Im direkten Vergleich war nun in der Nähe des Stacks ein enormer Zuwachs untenrum zu hören und zu spüren. Leck, fein. :top: Auf einige Meter Distanz verflog leider viel von diesem Effekt, Hier ist einfach die relativ kleine Portfläche für den Subbass zu gering. Klanglich und spaßig definitiv schön und geil, aber in genau der am Samstag getesteten Version und Trennung war hier m.E. leider sehr viel Potential der 21“ Hörner verschenkt. Phil möchte hier noch an Trennung und Settings arbeiten, so dass die Stärke der WBins, nämlich das große Horn, auch effizienter eingebunden wird. Dann wird’s sicher nochmal um einiges geiler.
Eine Überraschung des Tages war m.E. Phils Proto 215er BR Sub mit Sica. Unscheinbar, eben ne 2x15“ Kiste mit Eckports und auch nicht ganz klein. Klanglich sehr sauber und direkt. Spielt eher knackig und trocken, dennoch angenehm voll untenrum. Ich würde das Ding spontan einen gelungenen Allroundbass nennen. Rechnerisch sollte wohl der 215er locker so viel können wie 3 MTH, dabei etwas tiefer spielen und insgesamt kleiner sein. Wird ne echte Überlegung ;)
Irgendwann zwischendurch gab es noch einen 212er Sub vom Phil – ich kann mich an den leider gar nicht erinnern; mag sein, dass ich da was zu kauen holen war…

Im Laufe des Abends und nach Umzug wieder in die Halle wurden nochmal verschiedene Kandidaten immer wieder hingestellt, umgestellt, verglichen und einfach mal laufen lassen…
Meist standen zwei der 212er Kicks als Bässe dort, immer wieder spielten ein 8“, das 2*8“ (mann, was kann das kleine Ding laut!) oder ein 12“ Top.
Im ersten Moment als „interessante Bastelstudie“ wahrgenommen, stellte Phil seinen Proto eines 2*8“ / 1,4“ Horntops mit Oberton und ich glaube B&C auf. Das Besondere: Hornflares, Kammer und alles Zubehör sind aus Holz. Das Alles wird es später als CNC-Satz geben und das Ding kann als recht günstiges Jedermann-Horntop nachgebaut werden. Feine Sache.
Zum Sound: Lecker. Direkt. Gerade Vollgas ins Gesicht, kein Umweg, kein Geschnörkel. Phils Überlegung, noch einen Phaseplug da rein bauen zu wollen / müssen, sehe ich zumindest dem Ohr nach als unbegründet. Da ist alles da, nix nervt, nix fehlt. Vocals sehr sauber. Der Hochton ist präsent, spritzig und klar, aber weit weg von nervend, selbst bei saumäßig hohen Pegeln. Heftig.
Brauch ich net, aber will ich haben ;)

Im Laufe des Abends gab es noch 21“ Hybrid ähnlich MBH, einen 21“ BR mit Eckports und eben die 21“ Bins.
Der Hybrid ist relativ leise, geht aber dafür sehr tief. Die 30 Hz gehen noch mit leichtem Abfall, Basslines mit 30, 35, knapp 40 Hz (also auf den meisten Anlagen aussichtslos) wirken schon ziemlich geil, wenn da so ein tiefes Brummen losgelassen wird. Interessant.
Der 21“ BR spielt sauber und erstaunlich knackig, wirkt direkt und punchig. Tief spielt er auch noch ziemlich gut, freilich nicht sooo weit runter wie der Hybrid, kann dafür aber auch deutlich mehr Pegel nach vorne.
Das 21“ Bin ist mehr als doppelt so groß, also soll da auch ruhig mehr gehen. Klappt auch nach meinem Empfinden, das Teil ist ein potenter Schubgarant und kann dazu tatsächlich erstaunlich tief. Klingt ziemlich fett und dennoch sauber, der Punch im Nutzbass ist sehr direkt, finde abgesehen von Packmaß und Gewicht nix zu meckern…
Allen gemeinsam war die Feststellung, dass einige Dinge, die nachmittags im Zweiwegebass differenziert hörbar waren, hier nicht mehr sauber und gleichberechtigt dargestellt werden konnten.

Im späteren Abend gab es noch einen Exoten für die Ohren. Phil hat aus irgendeinem Elektro-Club Mittelhochton-Hörner von F1 aufgetan. Schon was älter, aber eben für so Schuppen eine Messlatte. Überaus gespannt auf das, was da kommt, wurde Phil beim aufstellen beobachtet. Dann wurde von der (da war sie mal wieder) 2*8“/1“-Kiste auf das F1-Horn umgeschaltet und ….
Mein Gesicht muss gefragt haben, ob das Ding kaputt ist. Anderen ging es anscheinend ähnlich. Irgendwie mumpfig, mit nem seltsamen HiMid-Loch und einer Lücke bis zum ts, ts, piep… Okay, für Elektro und Szene und so isses vielleicht das, was dort und dafür gut spielt und anerkannt ist, aber für „normales“ Testzeug ging die leider gar nicht. Roisin Murphys Vocals klangen verstümmelt und aus dem, was wir über den ganzen Tag aus verschiedensten Kisten auf gutem bis sehr hohem Niveau gehört und verglichen haben, fehlten jede Menge Informationen, als hätte sie jemand aus der Musik gehackt. Erstaunlich, aber schade.

Zum Sonntag:
In gemütlicher Mikrorunde haben Phil, Pascal und ich bei nem lecker Kaffee noch so einige Sachen einfach noch mal angehört.
Wie oben schon beschrieben, war der Tritt bei den Kickfills wieder da, sehr fein.

Die 21“ Bins mit nem 12“ Top oder dem 2*8er machen schon echt Spaß. Wieder die Erkenntnis, dass wir uns da teils ganz schön böse Pegel geben…

Was am Samstag nicht mehr gemacht wurde, haben wir dann zu dritt noch ein wenig ausgekostet:
Die freundlicherweise anwesenden Endstufen von LineaResearch und Ashley bekamen jeweils einen 21“ Hornbass, um zu zeigen, ob und welche Unterschiede auszumachen sind. Auch gegen RAM S wurde verglichen. Identisch eingepegelt (ja, tatsächlich ziemlich laut) habe sie immer im Wechsel bei verschiedenstem Material ran gemusst.

Nur um es vorab klarzustellen: Wir reden hier über sehr gute Amps für deutlich vierstellige Beträge. „Schlecht“ ist davon keiner, die Unterschiede muss man wirklich suchen gehen und hören wollen. Je nach Musikmaterial sind Unterschiede erkennbar, marginal oder teils allenfalls eine Vermutung. In einem Track mit ordentlich böser Bassline, in dem wir einen echten Testkandidaten vermuteten, war z.B. praktisch KEIN Unterschied festzustellen. Erstaunlich.

Alle drei sind in der Lage, die Bässe gegens Limit zu schieben, da geht saulaut und furchtbar böse was. Spitzenklasse.
Übereinstimmend wurden folgende Nuancen wahrgenommen:
LineaResearch klingt bisweilen einen Hauch fetter und ein Mü tiefer. Liefert straff und punchig.
Ashley spielt in manchen Tracks eine Haaresbreite weniger fett und scheinbar etwas weniger tief, wirkt dafür aber noch etwas kontrollierter.
RAM liefert die gleiche Fatness und identen Punch. Die Kontrolle klingt der Ashley ebenbürtig.

Wir haben über wahrscheinlich eine Stunde hinweg immer wieder geswitcht und mit verschiedenem Material und spitzen Ohren versucht, auch winzige Unterschiede zu finden. Es ist schwierig und im Ergebnis liegen alle drei furchtbar nah beieinander.

Sou.
Sorry, für den Roman. Es waren sehr viele Eindrücke, tolle Gespräche, viele Kisten und unzählige Details, die einem im Kopf rumfliegen.
Einiges habe ich versucht, für Euch aufzubereiten. Vielleicht schaffen es manche, durchzuhalten, zu lesen, und es bringt dem ein oder anderen was.

Sollte ich iwo was verdreht haben oder ergänzen müssen, bitte Bescheid sagen.
Grüße Andy


JoPeMUC
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#60

Beitrag 9. Okt 2019 14:09

Wenn ich das so lese, bin ich extrem neidisch, nicht dabei gewesen zu sein. 5 Stunden Anfahrt wären zwar nicht schön, aber machbar gewesen. Allerdings sind Wochenenden Familienzeit...

Ich hätte gerne 1 oder 2 tp 118/800, einen FP10000Q-Klon und die 12"-Tops von BS-tek ins Rennen geschickt.

Jochen

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Andy78
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#61

Beitrag 9. Okt 2019 14:11

Wäre auch interessant gewesen.
Nächste Runde, Jochen ;) ?


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#62

Beitrag 9. Okt 2019 16:58

Hier mal die Messung der 21" W-Bins
Türkies der Single Bin.
Lila im 2er Stack scaliert auf single-Pegel.

Erhofft habe ich es mir, das die sich im Stacking untenrum anschubsen.
Port wird nun abgeändert und 20 Liter Volumen kommen noch weg, vieleicht noch2 bis 3 Hz tiefer getunt.
Dann macht es im 4er Rudel richtig Laune.

Das 28HT gleich mal mit dabei gepackt.
Hat sich doch gut was getan, mit dem Mittelstück zwischen den Chassis. Spielt locker 150 Hz höher und die Senke bei 700 Hz ist gerader geworden.
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tobster84
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#63

Beitrag 9. Okt 2019 20:01

Da liegt man einmal im Krankenhaus und schon verpasst man die spannenden Dinge !
Was habt ihr denn an den Trennungen Veränderung das die Ninja Variante der Kicker wieder zu Vorschein kam?
Die Doppel 8 er vom Phil finde ich schon Sahne !!


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#64

Beitrag 10. Okt 2019 08:12

Habe die Kicker einfach mal bis 250 Hz laufen lassen, und Pi mal Daumen einen EQ Lowshelf bis 120 Hz gesetzt. Damit wirds unten fetter und der obere Kickbassbereich wurde mehr vom Kicker übernommen, mit flacher Flanke.

Werde nächste Woche nochmal ein Setup stricken, mit etwas mehr Zeitnahme, und bekannt geben.

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Andy78
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#65

Beitrag 10. Okt 2019 09:49

TechCReeCH hat geschrieben:
9. Okt 2019 16:58
....
Das 28HT gleich mal mit dabei gepackt.
Hat sich doch gut was getan, mit dem Mittelstück zwischen den Chassis. Spielt locker 150 Hz höher und die Senke bei 700 Hz ist gerader geworden.
Das schaut doch in einem weiten Bereich richtig gut aus :top: vor allem ab rund 200 Hz voll da, ist doch ein super Ergebnis.
Aber was mich jetzt echt stutzig macht:
Warum fällt das in der Messung denn so krass ab 4 kHz? Mein Ohr hat mir das so aber nicht vermittelt :shock:

@tobster84 , gute Besserung. So Parallelaktionen macht man keinesfalls, wenn es auf nem Treffen interessant werden könnte ;)


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#66

Beitrag 10. Okt 2019 10:00

Andy78 hat geschrieben:
10. Okt 2019 09:49
Warum fällt das in der Messung denn so krass ab 4 kHz? Mein Ohr hat mir das so aber nicht vermittelt :shock:
Ich gehe mal schwer davon aus, dass der Hochtöner in der Messung abwesend war. uglygaga:

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Andy78
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#67

Beitrag 10. Okt 2019 10:04

Hab ich gerade auch drüber nachgedacht und vielleicht / vermutlich isses auch die Erklärung.
Mich wunderte bei dieser Überlegung jedoch zunächst, dass die beiden achter ja dann noch recht weit rauf einen ganz ordentlichen Pegel bringen.
Wobei das schon durchaus kann, vielleicht doch zu blond zu schnell gefragt :lol:


Ralle14
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#68

Beitrag 10. Okt 2019 14:38

Andy78 hat geschrieben:
10. Okt 2019 10:04
Mich wunderte bei dieser Überlegung jedoch zunächst, dass die beiden achter ja dann noch recht weit rauf einen ganz ordentlichen Pegel bringen.
Das Horn funktioniert laut Messung bis ca. 900Hz und das ist ohne Phaseplug auch erwartungsgemäß. Will man deutlich weiter rauf, ist ein richtiger PP unabdingbar. Der Rest oberhalb 1Khz ist Direktschall von der Membran und der Peak bei 3Khz wohl eine harte Membranresonanz, daher ist bei einer solchen Konstruktion trotz kleiner Pappen ein dicker Hochtöner Pflicht.

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