Filter in WinISD - Veränderung der Gruppenlaufzeit

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alfred0905
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Frage

#1

Beitrag 4. Jan 2018 00:45

Hallo!

Ich hätte eine kurze Frage, ich habe gerade vor einen Subwoofer zu bauen und bin dabei in WinISD auf ein Problem gestoßen, welches ich mir technisch nicht erklären kann.

Bei gleichem Chassis/Gehäuse steigt, sobald ich einen Highpass bei bspw. 25Hz setze, die Gruppenlaufzeit bei 30HZ von 5ms auf 45ms. Wie hängt da der Amplitudenabfall, den der Filter erzeugen sollte, mit der Gruppenlaufzeit zusammen?

Liebe Grüße

Alfred

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Jens Droessler
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#2

Beitrag 4. Jan 2018 03:17

Gegenfrage: Was denkst du denn, wie die 5ms ohne den elektrischen Hochpass zustande kommen?

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alfred0905
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#3

Beitrag 4. Jan 2018 19:17

Jens Droessler hat geschrieben:Gegenfrage: Was denkst du denn, wie die 5ms ohne den elektrischen Hochpass zustande kommen?
Ich wäre davon ausgegangen dass es an der Trägheit des Systems liegt.

Dass Filter die Gruppenlaufzeit frequenzabhängig erhöhen kann ich mir momentan noch nicht erklären bzw. hätte ich noch nie einen hörbaren Unterschied bei der Verwendung von Filtern festgestellt.


the flix
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#4

Beitrag 6. Jan 2018 10:36

Tja, man sollte sich eben bewusst sein, dass ein Filter eine komplexe Übertragungsfunktion hat, also nicht nur einen Amplituden-, sondern auch einen Phasenfrequenzgang hat. Und wenn man sich dann noch die Definition der Gruppenlaufzeit vor Augen hält (Ableitung der Phase nach der Frequenz), ist die Antwort klar, oder?


Jens Droessler
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#5

Beitrag 6. Jan 2018 11:47

Um beides mal einfach zusammen zu bringen: Auch das, was dafür sorgt, dass eine Box einen Frequenzgang ab von einer linealglatten Linie von 0 bis unendlich Hz hat, sind Filter. Akustische Filter, resultierend aus Gehäuseeigenschaften wie dem Helmholtzresonator bei Bassreflex, wo die Luftmasse mit dem Antrieb und dem Austritt einen akustischen "Schwingkreis" darstellt. Mechanische Filter, aus den mechanischen Eigenschaften des Chassis, die in einem Feder-Masse-Schwingsystem resultieren und evtl. weitere Effekte. Sie alle lassen sich mathematisch auf genau das reduzieren, was elektrische Filter auch tun, und daher ist auch das Ergebnis das gleiche. Der System erhält Energie, die es ab von dem frequenzmäßigem Einflussbereichs dieser "Schwinger" recht direkt umsetzt, im Einflussbereich dieser aber eben mit Energie versorgt werden, um die Sache anzustoßen, und dann eben erstmal voll angeregt werden müssen, bevor Energie in Form von Schall wieder abgegeben werden kann. Das ist das Groupdelay: Die frequenzabhängige Zeit von Anregung durch das Urpsrungssignal bis zur verwertbaren Abgabe des Signals. Sehr vereinfacht ausgedrückt natürlich.

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