Einsteig ins Messen - Aufwand/Nutzen Verhältnis

Rund um's Ein-, Ver-, Ausmessen & Simulation von Lautsprechern, Systemen und Elektronik.

Moderatoren: Lars H, Deathwish666

#29

Beitrag 18. Nov 2022 10:48

Leicht OT: Nach meinem Fiasko mit der Messung mit der internen Notebook-Soundkarte bin ich dazu übergegangen, ein externes Interface für die Ausgabe zu nutzen, in Kombination mit einem USB-Mikro. Dann hatte ich die Idee, dass ich mir einfach einen (sehr hochohmigen) Spannungsteiler baue und den parallel zur zu messenden Box klemme. Daran kommt dann ein Eingang des Interfaces. Das habe ich dann so mal ausprobiert, der Eingangspegel in Arta war auch OK. Der gemessene Frequenzgang sah aber katastrophal aus, wellig mit tiefen Einbrüchen. Das habe ich mit zwei Endstufen getestet, komme aber nicht drauf, wo mein Fehler liegt.

Jochen

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#30

Beitrag 21. Nov 2022 06:24

JoPeMUC hat geschrieben:
18. Nov 2022 10:48
Dann hatte ich die Idee, dass ich mir einfach einen (sehr hochohmigen) Spannungsteiler baue und den parallel zur zu messenden Box klemme. Daran kommt dann ein Eingang des Interfaces.
Wozu soll das gut sein? Falls es irgendwas mit einer Timing-Referenz zu tun haben soll: so funktioniert das nicht. Das Timing-Signal muss dem aufnehmenden Interface zugeführt werden, was mit einem USB-Mikrophon naturgemäß halt nicht geht.

Was ist das eigentlich für ein Interface?

Viele Grüße,
Michael

#31

Beitrag 21. Nov 2022 09:06

Grob zum Thema:

Delayed ihr Bässe ausgehend vom Gehäuse oder akustischen Zentrum um Tops und Bässe in Phase zu bekommen?

#32

Beitrag 21. Nov 2022 13:26

Azrael hat geschrieben:
21. Nov 2022 06:24
Wozu soll das gut sein? Falls es irgendwas mit einer Timing-Referenz zu tun haben soll: so funktioniert das nicht. Das Timing-Signal muss dem aufnehmenden Interface zugeführt werden, was mit einem USB-Mikrophon naturgemäß halt nicht geht.

Was ist das eigentlich für ein Interface?
Eigentlich wollte ich mir nur mal den Frequenzgang der Kette aus Interface, DSP und Endstufe ansehen, um auszuschließen, dass davon etwas meine Messungen versaut.

Behringer UCA202.

Jochen

#33

Beitrag 21. Nov 2022 14:31

Jacob hat geschrieben:
21. Nov 2022 09:06
Grob zum Thema:

Delayed ihr Bässe ausgehend vom Gehäuse oder akustischen Zentrum um Tops und Bässe in Phase zu bekommen?
Wenn der Versatz recht groß ist, wie z.B. Hornbass zum Direktstrahler (Top Delayen), dann messe ich das Delay, entweder schaue ich genau per Gruppenlaufzeit bei der entsprechenden Frequenz, oder ich ermittle das das per Delay"Finder", was weniger genau ist, oftmals aber völlig ausreicht.
Wenn ich die Länge vom Horn habe, oder kann das sogar per Zollstock messen, dann tut's das für den Anfang ebenfalls schon einwandfrei.

Meine Erfahrung ist, dass man nur größere Delays ausgleichen muss, auf +-5cm kommt's bei üblicher Sub-Top-Trennung (<150Hz) gar nicht an.
Je höher die XO, desto kritischer.


Am besten ist, wenn man das Delay nur grob setzt (wenn's viel Versatz ist, ich sage mal ab 10cm, sonst erst mal keins), und sich dann per Filter rantastet,
ich selbst nutze (genaue) Delays dann erst ganz am Ende, um die Phase noch zu verbessern.
Komme oftmals aber auch völlig ohne aus (bei +-10cm).

Achso. Ja man geht vom akustischen Zentrum aus für das DSP Setup.
Wenn dieses dann eingestellt ist und man stellt auf der VA die Bässe weiter hinter oder vor, dann misst du diesen Versatz einfach am Gehäuse, z.B. der Front (Sofern das DSP Setup auch so gestrickt wurde, dass Kisten frontbündig standen)
Mit freundlichen Grüßen
B. Jobst (Tontechniker FH) | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | www. Jobst-Audio .de
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Fragen zu Bestellungen usw. bitte ausschließlich per PM, Mail oder Telefon! Werden im Forum kommentarlos gelöscht.

#34

Beitrag 22. Nov 2022 12:58

Das das akustische Zentrum der Bezugspunkt für Pegel ist habe ich nachvollziehen können.

Aber warum ist ein Ort VOR dem Lautsprecher auch der zeitliche Bezugspunkt? Lässt sich das in verständlichen Worten erklären?

Die beste Erklärung zum Thema Pegel gibt es aus einer Diskussion im Pa Forum, ist angehangen.

#35

Beitrag 22. Nov 2022 18:01

Jacob hat geschrieben:
22. Nov 2022 12:58
Aber warum ist ein Ort VOR dem Lautsprecher auch der zeitliche Bezugspunkt? Lässt sich das in verständlichen Worten erklären?
Wenn ich ein DSP Setup mache und stelle dabei Tops und Sub frontbündig und gleiche das Delay an (gemessen), dann passt das Systemsetup so.
Stelle ich jetzt die Tops einfach 30cm weiter nach hinten, reicht es völlig aus, wenn ich dann den Subs 30cm Delay gebe.
Also messe ich dann Front Bass zu Front Topteil.


Ich schaue immer nach dem Schallentstehungsort (SEO).
Guter Versuch: JM-Sub212, das Mikrofon liegt Vorderkante Kapsel genau 200cm Vorderkante Sub.
Messbedingung: Groundplane, 2-Kanal mit Messbox (Ampsignal als Ref), Mikro am analogem Preamp.

Korrekt abgelesen:
Cursor: 300
Marker: Rising Edge (50% vom Impulsanstiegs-Maximum)
Abgelesener Wert: 215,44cm (6,266ms)

Das entspricht ziemlich genau der Position "Mitte Schwingspule"

Am Maximum abgelesen:
Cursor: 300
Marker: Impulsmaximum:
Abgelesener Wert: 218,31cm (6,349ms)




Überprüfen wir das per Gruppenlaufzeit, bei Frequenz
- 50Hz - 9,135ms
- 100Hz - 6,995ms
- 200Hz - 6,441ms
- 500Hz - 6,326ms
- 1000Hz - 6,266ms (Stellt den Mittelwert dar)
Mit freundlichen Grüßen
B. Jobst (Tontechniker FH) | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | www. Jobst-Audio .de
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