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[Erfahrungsbericht] Pegelverluste durch Lautsprechergitter

Berichte, Bilder & Messungen selbst gebauter PA & HiFi Boxen, Cases oder auch Technik.

Moderatoren: Moderation DIY, Bereichsmod

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Bauplan

#1

Beitrag von Tonsmann »

Guten Abend an alle.

Bin gerade dabei meine "Standard" Lautsprechergitter gegen Holzgitter im Hexagondesign zu wechseln.
Da kam mir der Gedanke, ob es durch die geringfügige Abdeckung von der Membranfläche Nachteile geben kann.

Gibt es irgendwelche Faustregeln die man beachten sollte beim Gitter. Ab und an liest man ja das es bei Messungen mit und ohne Gitter Unterschiede gibt.
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Aktuelles Equipment
Großes Setup:
2x Presonus ULT 12
6x Plansound MAX18 (4x B&C, 2x Lavoce)
1x Gisen Audio M2.15 DSP
1x Gisen Audio M2.9 DSP

Mittel:
2x BS.Tek BS.L24
2x BS.Tek BS.M12s
T.Amp Quadro 500 DSP

Klein:
2x Plansound Compact 4
1x Doppel 8" Sub
T.Amp Quadro 500 DSP

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#2

Beitrag von Klangart »

Hallo,

also durch solche Gitter hat man primär erst mal eine 'Schnelle Transformation' im Bereich des Gitter Durchlasses die den Frequenzgang dann ab bestimmten Wellenlängen / Frequenzen verbiegt. Also eher bei hohen Frequenzen auch wenn teil offene Gitter Teilbereiche der Front abdecken oder so. Auf deinem Bild sieht man Subwoofer und da spielt das nicht so die Rolle und bis man da realen gesamten Pegelverlust hat müsste man schon einiges 'zu machen' ...

;) Klangart

#3

Beitrag von Jobsti »

Bei Bässen und Ports ist primär der Durchlass in Prozent interessant.
Zu wenig Durchlass bewirkt hier einen Bandpasseffekt, beim Port entsprechend eine Reduzierung des Tunings oder zumindest Luftgeräusche bei zu hohem Hub.
Je größer der Abstand von Gitter zu Port/Membran, desto besser, gerade beim Port.
60% sehe ich als absolutes Minimum an, gegen 70% ist völlig ok, optimal Richtung 80%.

In höheren Frequenzbereichen, wie oberer Mittelton und aufwärts, ist dann die Fläche und Geometrie der Stege interessant.
Je dicker die Stege, desto mehr Reflexionen, bzw. desto tiefer im Frequenzbereich.


Bei einem Gitter wie oben gezeigt, sehe ich bei einem Sub erst mal wenig Probleme in diesen Punkten.
Jedoch ist die Schutzwirkung bei solch großen Waben relativ gering.
Gegen Anfassen, Füße, Tritte etc. ist das einwandfrei, gegen kleinere Dinge hilft das allerdings wenig.
Aber das kommt auch drauf an wie und wo man seine Kisten benutzt.

Wie das mit Frontschaum ausschaut, kann ich schlecht einschätzen, aber durch die großen Waben könnte es gut möglich sein,
dass er genau über den Waben flotter ausleiert, als auch eher Schäden nimmt.


Beispiel meinerseits:
Bass steht unter der Bühne beim Theater, dann wird ne Kiste mit Krimmskramms davorgeschoben
und ausgerechnet ein Regenschirm liegt oben drauf, der eine sehr lange Spitze hat.
Der hat sich problemfrei durch den 10mm Frontschaum gebohrt und ging genau auf's µ durch das Q10T12 Gitter und hat die Membran aufgestochen.
Ja, echt blöder Zufall, aber solche Dinge sollte man bedenken.

Genauso könnte mal eine Bierflasche dagegen fliegen und evtl. genau "passend" eintreffen.
Oder im Lager/beim Transport liegt Werkzeug, ne Stativstange oder ähnliches rum, welche sich durch Unachtsamkeit beim Räumen/Verrücken mal schnell durchbohrt.
Beim Aufbau/Abbau/Service kommt es auch mal vor, dass der Bass am Rücken steht und dann etwas auf's Gitter draufgelegt wird.

Man muss individuell abwägen wie wichtig einem Design oder Preis im Vergleich zum Schutzfaktor ist.
Mit freundlichen Grüßen
B. Jobst (Tontechniker FH) | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | www. Jobst-Audio .de
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