[Testbericht] BS-TEK BS.M18S Testbericht

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Hans
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#29

Beitrag 8. Okt 2021 11:20

Jobsti hat geschrieben:
8. Okt 2021 10:59
Was den EQ angeht:
WENN der Sub jetzt eine Überhöhung hätte und Xmax vor der Elektrischen Belastbarkeit erreicht wird,
dann könnte es Sinn machen diese eine Stelle glatt zu bügeln, sofern sie auch schmal genug wäre.
In dem Fall hier, macht das aber meiner Meinung nach wenig Sinn, die 2dB Pegel fehlen dann ja auf z.B. 60Hz und nur der Bereich darüber könnte etwas lauter.

Ich habe das gerade mal in die Simulation reingehauen, den einzigen Unterschied den du dann hast, sind 1kW statt 650W und dafür 1,5dB bei 100Hz mehr (eh schon im Bereich der XO),
bei 80HZ 1,1dB, 70Hz 0,4dB und darunter bleibt's ziemlich identisch.

Insgesamt verschiebt sich das Verhältnis des Pegels zwischen 60-100Hz, entsprechend wird der ganze Sub dünner klingen bei gleicher Leistung,
da dir eben knapp 2dB untenrum fehlen. (der EQ wirkt ja schon etwas breitbandiger, Q 2 muss schon sein, sonst mindert man den Hub nicht).

Kurzum: Bringt nur Nachteile. Sowas macht (idR.) nur Sinn, wenn der Sub für genau sowas designed wurde.
Also würde meine Theorie funktionieren, jedoch auf kosten des Klanges ? Dann werde ich das wohl doch besser unterlassen :toptop:

Aber eine Frage stellt sich mir nun noch: Bernd hat zu anfangs gesagt, dass er den Hub praxisorientiert gemessen hat und dabei der Limiterwert von 1KW peak ermittelt wurde. Nun wurde jedoch schon mehrmals erwähnt, dass der Bass bei 650W schon sein xmax erreicht.....welcher Wert ist nun als Limiter zu empfehlen ? Wenn ich auf 1KW peak begrenze und die Subwoofer dann bis zur leicht flackernden Limit LED belaste, so müsste ich mich im Durchschnitt doch in etwa bei 650W bewegen und somit einen Sicheren Betrieb gewährleisten können oder ?

Und nochmal: ich möchte keinen maximal Pegel erzeugen, sondern nur eine Einstellung für den Sicheren Betrieb an der Leistungsgrenze ermitteln.

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Nugget
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#30

Beitrag 8. Okt 2021 11:22

Wenn du 2db bei 60 Hz wegnimmst kannst du nun mehr Spannung mit einem BREITBANDIGEN Signal auf die Lautsprecher geben ohne dass SCHMALBANDIG das Hubmaximum erreicht wird. Damit du überhaupt mehr Ausgangsspannung im Amp kriegst, musst du logischerweise den Limiter hochsetzen. Also z.B. von 1000W auf 1400W. Da der Limiter aber NACH dem Equalizer kommt, kannst du ein Sinus bei 60Hz jetzt immernoch mit 1400W auf den Lautsprecher geben und das Hubmaximum wird weit überschritten. Der Limiter blockt ja nicht bei 60hz nur 1000W und sonst überall 1400W, sondern konstant über den Frequenzbereich.

Somit könntest du also mit deiner Taktik ein Rauschen lauter bei 100hz wiedergeben, wenn aber der DJ ne Fette 60hz Bassline spielt (was nebenbei gemerkt eine ganz typische Frequenz für viele Bässe ist), kriegen deine Pappen trotzdem das Flattern, wenn du den Limiter hochstellst.

Ergo: Vergiss es :)

P.S. wegen zweiter Nachfrage bei erstellen des Posts: 1000W passen, wenn Bernd das gesagt hat und Ende! Außerdem dürfen Bässe auch mal ein bisschen höher bepegelt werden, vor allem wenn du die Dinger nicht zweimal die Woche auf Vollgas durchlaufen lässt, wie es vllt. im Club der Fall ist.

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Jobsti
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#31

Beitrag 8. Okt 2021 11:43

Der "Durchschnitt" ist wichtig für die elektrische Belastbarkeit, für den Hub gibt's keinen Durchschnittswert, entweder es hubt über Xmax oder nicht ;)
Wie gesagt, ICH persönlich würde den Peaklimiter so einstellen, dass Xmax +10% (also 7,1mm, falls XLin 6,5mm entspricht) erreicht.

Was den EQ betrifft:
Man könnte einen DynEQ nutzen, sobald ein Treshold erreicht ist, wird erst EQt, das kann ja z.B: der Behringer DCX.
Aber wie gesagt, solch ein EQ muss breitbandig wirken, das beeinflusst also nicht nur z.B. 55-60Hz, sondern einen wesentlich breiteren Bereich.
Am Ende wird man dann 1kW reinfpeffern können und der Hub innerhalb Xlin bleiben, aber untenrum fehlen dir dann halt die 2dB Max-SPL,
bzw. insgesamt wirst du im Mittel ca. 1dB lauter zwischen 70-90Hz.

Macht wenig Sinn, nur damit man seine Leistung verbaten kann ;)


Simuliert sähe das im Vergleich so aus (Gelb mit EQ, 650 vs 1000W. Inkl. HP und TP. EQ -1,8dB)

HubEQ.png
Mit freundlichen Grüßen
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#32

Beitrag 8. Okt 2021 11:54

Alles klar, vielen Dank für eure Antworten !
Ich werde demzufolge den Limiter bei 1KW stehen lassen und darauf achten, die Subwoofef nicht voll ins Limit zu treten


Partybeschallung
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#33

Beitrag 8. Okt 2021 13:42

Ich hatte auch nochmal mit fb=38Hz, HP bei 40Hz BW18, simuliert.
Dann wird Xmax(+10%) 7,15mm bei 720W erreicht.
Bei fb=34Hz waren es die 650W.

@Hans
Müsste ich die Limitereinstellungen abhängig von der Anzahl der angeschlossenen Subs bzw. der Musikrichtung ändern? (z.B. 2.2 Setup an der Endstufe vs nur ein Subwoofer ohne Tops)
Meinst Du mit einem Subwoofer ohne Tops, dass an jedem Ausgang ein Subwoofer hängt?

Wenn zwei BS.M18s an einem Ausgang hängen, sinkt die Impedanz bei Parallel-Schaltung auf 4Ohm.
Die TSA liefert dann 1670W an diesem Kanal.

TSA = 1670W@4Ohm, 2x BS.M18s 1400W@4Ohm, 0,775V, 22dBu = -22,76dBfs
TSA = 1220W @8Ohm, 1x BS.M18s 700W@8Ohm, 0,775V, 22dBu = -24,41dBfs
Grüße
Andreas


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#34

Beitrag 8. Okt 2021 17:11

Partybeschallung hat geschrieben:
8. Okt 2021 13:42
Ich hatte auch nochmal mit fb=38Hz, HP bei 40Hz BW18, simuliert.
Dann wird Xmax(+10%) 7,15mm bei 720W erreicht.
Bei fb=34Hz waren es die 650W.

@Hans
Müsste ich die Limitereinstellungen abhängig von der Anzahl der angeschlossenen Subs bzw. der Musikrichtung ändern? (z.B. 2.2 Setup an der Endstufe vs nur ein Subwoofer ohne Tops)
Meinst Du mit einem Subwoofer ohne Tops, dass an jedem Ausgang ein Subwoofer hängt?

Wenn zwei BS.M18s an einem Ausgang hängen, sinkt die Impedanz bei Parallel-Schaltung auf 4Ohm.
Die TSA liefert dann 1670W an diesem Kanal.

TSA = 1670W@4Ohm, 2x BS.M18s 1400W@4Ohm, 0,775V, 22dBu = -22,76dBfs
TSA = 1220W @8Ohm, 1x BS.M18s 700W@8Ohm, 0,775V, 22dBu = -24,41dBfs
Hi, nein, dass meinte ich anders. Mir ging es darum, dass die TSA eine sehr hohe Impulsleistung hat (1,6Kw laut Messung anstatt der angegebenen 1,2Kw). Wenn ich nun 4 Subs an die Stufe hänge(1 je Kanal oder 2 an einem @4 ohm) gehen der Endstufe die Reserven aus. Die Impulsleistung wird (vermutlich) auf die Herstellerangabe abfallen (geht aus der Messung nicht hervor). Wenn ich nun die Limiter mit dem Wert 1,6Kw berechne, die Stufe dann aber nur noch 1,2 Kw leistet, stimmen die db Einstellungen nicht mehr. Das ist prinzipiell nicht so schlimm, aber andersrum könnte es gefährlich werden für die Chassis, deshalb habe ich nachgefragt, mit welchem Wert ich die Limiter Einstellungen berechnen sollte.
Wenn ich 4 Subs an die Endstufe hänge, bin ich davon aus gegangen, dass die Reserven der Endstufe nicht reichen um diesen zu schaden (egal ob 2.4 Betrieb oder nur Subs). Daher war meine Idee nur auf die maximal Ausgangsleistung zu limitieren (kurz vor clipping) und wenn beispielsweise nur ein einzelner dran hängt wieder auf den errechneten Wert anzuheben.
Kann aber auch sein, dass ich mir einfach zu viel Gedanken :D


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#35

Beitrag 8. Okt 2021 17:16

Hans hat geschrieben:
8. Okt 2021 11:07
Wenn ich einen Denkfehler habe, lasse ich mich gern berichtigen.
Der Denkfehler resultiert vermutlich aus der falschen Achsenbeschriftung von WinISD und der generell problematischen Leistungsdefinition.
Die Anzeige bei WinISD "Maximum Power" ist grundlegend falsch. Denn die Kurve zeigt nicht die maximale Leistung, sondern die maximale Spannung über der Frequenz. Da die Impedanz eines Chassis im Allgemeinen alles andere als konstant über der Frequenz ist, sieht die tatsächliche Kurve der Leistung über der Frequenz ganz anders aus.
Als nächstes kommt dazu, dass die Leistung im Grunde nur für ein monofrequentes Sinussignal eindeutig definiert ist, als Produkt der Effektivwerte von Strom und Spannung. Diese Leistung ist zeitlich konstant, damit kann man gedanklich gut umgehen. Bei einem reinen Sinus gibt es aber den Fall "komplettes Frequenzband" eben nicht.
Du denkst an ein reales, breitbandiges Musiksignal, oder verallgemeinert gesagt, an Rauschen. Aber wie ist dessen Leistung definiert? Die Definition analog eines Sinus-Signals kann man heranziehen, aber dann erhält man nur die durchschnittliche Leistung und diese gibt keine Aussage über die maximale Auslenkung. Man könnte sich stattdessen auf die Maximalamplitude beziehen. Aber dann hat man nur einen Spannungswert, ohne eine Frequenz und weiß immer noch nicht, wie weit das Chassis jetzt auslenkt. Bei einem zufälligen Signal wie Rauschen ist das nicht vorherzusagen.
Daher betrachtet man die Auslenkung monofrequent, was den Worst-Case darstellt. Und so betrachtet bringt dein EQ nichts, weil die Absenkung einfach wieder aufgeholt werden kann.
Hans hat geschrieben:
8. Okt 2021 11:07
Dem Lautsprecher wird nun weiterhin über das komplette Frequenzband 1KW zugeführt, nur um 58 Hz wird die Leistung auf 500W reduziert
Diese Denkweise ist nicht zielführend, da es keine "Leistung pro Frequenz" gibt. Wenn dann wäre das korrekterweise eine spektrale Leistungsdichte, aber das führt uns in dieser Frage auch nicht weiter.
Das Chassis macht nur dann den simulierten Hub, wenn du es mit einem monofrequenten Signal beaufschlagst.
Du gewinnst mit dem EQ keine Betriebssicherheit (worst case Sinus) und verbiegst dir dafür den Frequenzgang.

Ich empfehle grundsätzlich, sich vom Leistungsbegriff zu lösen und in Spannungen zu denken, wenn es um Endstufen und Lautsprecher geht.

Allerdings fände ich es interessant, ob es Simulationsprogramme gibt, welche die Auslenkung eines Chassis mit beliebigen Anregungssignalen abseits von unendlichen Sinustönen anzeigen können?

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