[In Planung] 40Hz Bass mit 2x12"

Lautsprecher Entwicklungen/Projekte - bereits in Arbeit oder Planung

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stoneeh
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#29

Beitrag 6. Jan 2019 18:14

Kurz zum Thema Portreso (weil sich zuletzt ein paar User drauf versteift haben): der BR mit der niedrigsten unerwünschten Portreso, den ich kenne, hat sie bei ~180hz. Wegen Ortbarkeit, etc, fassen wir es zusammen als schlicht und einfach "weils am besten funktioniert & klingt", wird im PA (auch bei CB, Horn, ...), in 90% der Fälle zwischen 80 und 120 hz zum zweiten Weg getrennt. Wer höher trennt, tut das meist gezwungenermassen, weil die Topteil-/Midbass-Sektion zu schwach ist o.ä., und sollte dementsprechend dort zuerst ansetzen.

Die unerwünschte BR-Portreso liegt also schlimmstenfalls eine halbe Oktave, meistens eine Oktave, über der Trennfrequenz. Je nach Trennfilter bewegen wir uns hier bei ~ -10, -20db. Wer meint, so ein Goldohr zu sein, dass er das noch hört (was ich keinem hier glaube ;)), der hat zusätzlich noch die einfache & effektive Möglichkeit, die schmalbandige Reso mit einem Notch Filter rauszuziehen.

Vor Angst vor der Portreso an Portfläche/-länge zu sparen, und als Resultat einen Bass zu bauen, der nur bis Halbgas ordentlich funktioniert, ist, sorry, im PA totaler Schmarrn. Ein PA Bass muss bis Vollgas funktionieren - das einzige, was jemals den Pegel beschränken soll, sind die mechanischen und elektrischen Grenzen des Chassis - nicht ein zu klein bemessener Resonator.
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jones34
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#30

Beitrag 6. Jan 2019 18:59

Das geht aber nur mit entsprechend potenten Topteilen.
Viele Leute wollen immer "Fett Bass" und drehen dann die Subs lauter, das sieht man viel zu oft.
Schwupps landet die Reso wieder voll im Übertragungsbereich.
Zusätzlich sind Subs auf der Portreso nicht selten deutlich lauter als im Nutzband. Das kommt noch erschwerend hinzu wenn man "einfach mal" 100Hz Trennung am Controller einstellt.
Wenn man aber die Subs ordentlich trennt und dann die Summe mit einem EQ bearbeitet bekommen die Tops auch ordentlich Dampf ab.

Steig mal von deinem hohem Ross etwas runter :)
Du tust ja so als wärst du der BR-Gott


Jürgen399
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#31

Beitrag 6. Jan 2019 19:36

Ich bin der Meinung, wenn man einen Bass schon selbst entwickeln will sollte man das auch soweit hinbekommen bzw so gut machen, dass man keine und wenn nur wenige EQs nutzt.
Und EQs zu nutzen um Portresos zu tuschieren dann läuft da etwas nicht ganz richtig.

Dazu gehört natürlich auch einige Protos zu bauen und zu hören sowie zu messen.

Oder halt auf etwas erprobtes zurückgreifen ;-)


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clavis
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#32

Beitrag 6. Jan 2019 20:31

jones34 hat geschrieben:Das kommt noch erschwerend hinzu wenn man "einfach mal" 100Hz Trennung am Controller einstellt.
Das sieht man leider immer wieder. Ich habe das Thema in einem Auto mal bis zum Exzess zu Ende entwickelt... ist natürlich auch leichter Probe hören ;-) Wo bin ich am Ende gelandet: XOver bei 62 Hz... Das hat mich dann schon überrascht. Damals habe ich gelernt, dass der Druck nicht vom Sub kommt.

Mangels anderer Möglichkeiten, habe ich mir die Treiber nach und nach mal angeschaut und stumpf Werte verglichen. BMS 12N630 scheint mir tatsächlich für meine Wünsche die beste Idee zu sein.

Unzählige Protos werde ich nicht bauen. 70 Liter und dann nach nach und kleiner machen. Die Portlänge kann man mit nem 10er Abwasserrohr und ner Stichsäge experimentiell bearbeiten. Das sollte gehen.

Ich frage mich nur, ob man einen Sub ohne Top Probe hören kann? Messen allein isses ja auch nicht und meine Sch**-Tops will ich da gar nicht anklemmen. Wie macht Ihr das?


wiesel77
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#33

Beitrag 6. Jan 2019 21:19

Also, Jones und ich haben mittlerweile 3 Subs entwickelt

alle 3 simuliert, mehrfach mit verschiedenen Programmen, viel Kopfarbeit reingesteckt und dann die Säge angeworfen.

Das Resultat war, beim ersten Bass einen OSB Proto - der war kacke - dann die Säge angeworfen und bei allen 3en war das Ergebnis genau wie simuliert und erwartet
das Tuning bei allen 3 Sub's auf das Hz genau getroffen.

Beim ersten leichte Luftgeräusche am Port, beim 2. absolut nichts zu bemängeln, beim 3. auch nicht.

Unterm Strich, unzählige Protos sind nicht nötig wenn man einfach "Standart-BR's" baut.

muss es etwas ausgefallenes sein muss man entweder die passende simu-Software beherrschen oder eben Protos bauen.

Wichtig, ne gewisse Portion Erfahrung hilft ungemein.
Ich frage mich nur, ob man einen Sub ohne Top Probe hören kann? Messen allein isses ja auch nicht und meine Sch**-Tops will ich da gar nicht anklemmen. Wie macht Ihr das?
Klar kann man Subs ohne Tops probehören! muss man meiner Meinung nach sogar - selbstverständlich final MIT Tops. Direkt mit Tops zusammen läuft du massiv Gefahr, dass du verschiedene "Probleme" unter Umständen gar nicht hörst (Luftgeräusche,...). Kommen dann Tops für's finale Setup dazu wird's sowieso aufwendiger.


duerg
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#34

Beitrag 6. Jan 2019 21:39

Klein und Tiefgang?!
http://www.jobst-audio.de/public-addres ... -jm-sub115

Den habe ich gehört, fand ich super :)
Oh! Und für den Fall, dass entgegen aller Erwartungen ein Hobbyastronom unter Euch ist: Der Nordstern ist dieser da!


Marius
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#35

Beitrag 6. Jan 2019 21:52

wiesel77 hat geschrieben:Also, Jones und ich haben mittlerweile 3 Subs entwickelt

alle 3 simuliert, mehrfach mit verschiedenen Programmen, viel Kopfarbeit reingesteckt und dann die Säge angeworfen.

Das Resultat war, beim ersten Bass einen OSB Proto - der war kacke - dann die Säge angeworfen und bei allen 3en war das Ergebnis genau wie simuliert und erwartet
das Tuning bei allen 3 Sub's auf das Hz genau getroffen.

Beim ersten leichte Luftgeräusche am Port, beim 2. absolut nichts zu bemängeln, beim 3. auch nicht.

Unterm Strich, unzählige Protos sind nicht nötig wenn man einfach "Standart-BR's" baut.

muss es etwas ausgefallenes sein muss man entweder die passende simu-Software beherrschen oder eben Protos bauen.

Wichtig, ne gewisse Portion Erfahrung hilft ungemein.
Ich frage mich nur, ob man einen Sub ohne Top Probe hören kann? Messen allein isses ja auch nicht und meine Sch**-Tops will ich da gar nicht anklemmen. Wie macht Ihr das?
Klar kann man Subs ohne Tops probehören! muss man meiner Meinung nach sogar - selbstverständlich final MIT Tops. Direkt mit Tops zusammen läuft du massiv Gefahr, dass du verschiedene "Probleme" unter Umständen gar nicht hörst (Luftgeräusche,...). Kommen dann Tops für's finale Setup dazu wird's sowieso aufwendiger.
Mit welchen Programmen habt ihr denn simuliert? Ich hab bisher nur WinISD verwendet. Ist das ausreichend für einen simplen BR? Bisher kam es bei mir nie zu einem Proto hätte aber auch mal Lust was eigenes zu entwickeln.

Wie habt ihr es geschafft immer genau das gewünschte Tuning zu treffen? Es heißt ja immer die errechnete Länge muss je nach Port korrigiert werden. Gibt es da irgendwo zuverlässige Korrekturwerte?


jones34
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#36

Beitrag 7. Jan 2019 00:04

Also meine ersten Basteleien (auch diverse Subs,unter anderem 12" 15" 8", alles mögliche halt) habe ich mit WinISD gemacht.
Das war aber schon immer nur ein Schätzeisen, gerade was die Portlänge angeht. Klar, kann ja auch nicht gut funktionieren wenn man die Geometrie eigentlich gar nicht berücksichtigt.
Etwas besser war das ganze mit Hornresp aber so richtig gut immer noch nicht. Die Sache mit den Korrekturwerten ist zum Abschätzen ganz ok aber die Grenzen sind ja immer fließend.

Die von wiesel angesprochenen Subs hab ich mit ABEC simuliert. Dabei simuliert man halt die tatsächliche Geometrie per BEM.
Das ist natürlich deutlich aufwendiger als die üblichen Verdächtigen wie WinISD aber dafür stimmt das Ergebnis. Man kann auch viel besser die Geometrie optimieren, denn Try and Error geht am PC deutlich schneller als mit der Säge.
Wichtig: Man kann zwar recht genau simulieren aber muss trotzdem wissen was man will. Die Simulation kann noch so gut sein wenn man seine Ziele falsch setzt.
An dem Punkt braucht man halt Erfahrung.
Auch muss man beachten dass das Treibermodell mit TSP je nachdem schon nicht das beste ist. Daten für andere Modelle sind aber meist schwer zu bekommen.
Was aber auf jeden Fall passt ist die Gehäuseseite, man trifft das Tuning also wirklich genau wenn man auch das baut was man simuliert (oder das simuliert was man bau, je nachdem halt).

Zum Probehören: Ja man kann natürlich Subs auch alleine Probehören. Das ist aber weniger um den Klang zu beurteilen, sondern um Problemstellen zu erkennen.
Subs Probehören ist auch immer eine komplexe Sache. Um wirklich zu beurteilen wie gut der Sub jetzt ist muss man ihn im Gesamtsystem, welches natürlich gut eingestellt sein sollte, hören.
Processing ist aber auch ein entscheidender Faktor der oft den Unterschied zwischen "knackig leicht" und "brummelig" ausmacht. Das sollte beim Subwoofertest auf jeden Fall mit einbezogen werden!
Man muss auch bei Vergleichen aufpassen das die Systeme jeweils gleich laut sind UND ungefähr die gleiche Bassanhebung haben, sonst gewinnt im Zweifel das lautere System.
Jürgen399 hat geschrieben:Ich bin der Meinung, wenn man einen Bass schon selbst entwickeln will sollte man das auch soweit hinbekommen bzw so gut machen, dass man keine und wenn nur wenige EQs nutzt.
Und EQs zu nutzen um Portresos zu tuschieren dann läuft da etwas nicht ganz richtig.

Dazu gehört natürlich auch einige Protos zu bauen und zu hören sowie zu messen.

Oder halt auf etwas erprobtes zurückgreifen ;-)
Das kann ich so überhaupt nicht unterschreiben. Gerade wenn man in Richtung kompakter Hochleistungsbass geht ist ein gerade Frequenzgang nicht zu erreichen und sogar eher schlecht für die Performance, da man dann zu viele Kompromisse dafür eingeht.
Viel wichtiger ist ein hoher (unverzerrter) Maximalpegel gepaart mit niedriger Güte, den Rest kann man dann mit Filtern machen. Das führt dann zu einem System mit optimaler Performance.
Hier ein Artikel in dem das auch ganz gut ohne viele technische Details beschrieben ist: https://www.production-partner.de/basic ... -designen/

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_Floh_
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#37

Beitrag 7. Jan 2019 00:23

clavis hat geschrieben:Mangels anderer Möglichkeiten, habe ich mir die Treiber nach und nach mal angeschaut und stumpf Werte verglichen. BMS 12N630 scheint mir tatsächlich für meine Wünsche die beste Idee zu sein.
[ externes Bild ] [ externes Bild ]

In dem Fall, jedoch mehr als kleine Inspiration, hier ein Gehäuse welches ich für S330 und N630 benutzt habe.

Es hat ca. 90l, ist 44cm breit, 65cm hoch und 50cm tief, der Port kommt auf 9x18cm und ist effektiv zwischen 45 und 50cm lang. Das Tuning kommt dementsprechend auf ca. 40Hz, ganz genau habe ich's jedoch nichtmehr im Kopf.
Ganz klar handelt es sich hier um einen Kompromiss, um keine allzu schlanke, jedoch sehr tiefe Form zu bekommen, wie sie beispielsweise der Jobst Sub aufweist, da sich diese für mich als bescheiden zu verladen erwiesen hat, stattdessen wurde versucht etwas näher an die Würfelform zu kommen, die meinen Fahrzeugen deutlich zuträglicher war.
Die Position der Ports diktiert deshalb auch die freie Fläche neben den Chassis, um möglichst wenig Volumen zu verlieren fungieren diese zudem als Verstrebung und sind bewusst nicht in den Ecken positioniert.
Die Fläche ist etwas gering, wird jedoch von der Länge des Ports und dem gewünschten Tuning diktiert, ohne diesen Verlustbehaftet "wirklich" zu falten, stattdessen mündet dieser teilweise direkt, teilweise gefaltet in das Gehäuse, was Strömungsgeräusche auf ein gerade so tolerables Maß reduziert.
Entscheidend ist jedoch das 45 Grad Brett am Ende des Ports und eine penible Rundung aller Kanten im Bereich des Ports, inkl. der Ecken im Inneren, die mit einer großzügigen Spur Silikon/acryl verrundet wurden. Ja...das war eine ordentliche Sauerei...aber auch lustig.

Nicht dass ich empfehlen würde die Kisten so zu bauen, aber es zeigt worin die Krux liegt mit möglichst wenig Volumen viel Tiefgang zu erreichen. Eigentlich hätte ich gerne mehr Tiefgang und mehr Portfläche vereint, jedoch wäre der Sub dabei deutlich größer geworden, hätte dann nicht als Doppel-, sonder als Single-Sub gebaut werden müssen, und das hätte auch wieder nicht in's Transportkonzept gepasst.

Für mich war das damals dennoch ein guter Kompromiss, und ich trauere den Kisten auch etwas nach, der Tiefgang und Pegel aus den kleinen Subs war oft durchaus erstaunlich, ohne ein wirklich passendes Top im Lager bringt der Sub jedoch nicht viel.
Damals wie heute wäre das Mittel der Wahl wohl ein 4x5" Top mit 8xKalottenhochtöner gewesen, nennen wir es mal liebevoll ein pseudo Linearray, jedoch herrscht noch immer gewaltiger Respekt vor einem solchen Projekt, da es weder preiswert ist, noch vernünftige Isobaren dabei herauskommen müssen :D
MfG Flo

Denkst du, das ist Luft, die du gerade atmest? Hm.


stoneeh
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#38

Beitrag 7. Jan 2019 02:21

_Floh_ hat geschrieben:das 45 Grad Brett am Ende des Ports
Täusch ich mich, oder sieht man das auf der Grafik gar nicht?



Zum Thema Portreso abschliessend: was in letzter Zeit von anderen dazu geschrieben worden ist war alles random und/oder schlecht argumentiert. Zwei der User haben selbst Subs mit tiefer Portreso - beim hören scheint's nicht zu stören, aber Hauptsache öffentlich machen wir einen Radau drum.
Ich glaube manche stören sich auch einfach an dem Zacken im Messchrieb, ohne dessen tatsächliche Relevanz überprüft zu haben.

Wie dem auch sei. Ich hab schlicht und einfach sehr viel mit BRs zu tun, habe laufend Material in den Händen, setze seit jeher deutlich höhere Standards bei meiner Erkenntnisgewinnung an, und teile gerne noch ein bischen Evidenz zum Thema.

Als Beispiel kann ich drei BR Subs in meinem Besitz mit gleicher Bestückung, gleichem bis ähnlichem Tuning, und ersten Zacken im Frequenzgang von je 180, 190 und 250hz nennen.
Bis Trennung bei 150hz, also bei zwei der Gehäuse ca 1/4 Okt vor der Reso, ist bei Musik kein bis kaum ein Effekt zu vernehmen. Man würde sich ausmalen, je höher man mit der Trennung geht, dass die Gehäuse mit der niedrigeren Reso deutlich schneller dröhnig / ungenau werden - weit gefehlt.
Alle anderen Variablen, vom Gehäusevolumen, Tuning, und zuallererst Unterschiede in Kompression und Noise durch mehr oder weniger Portfläche, fallen deutlicher auf.

Mit den Prioritäten in dieser Reihenfolge sollte man demnach beim Gehäusebau vor sich gehn.
► Offtopic
Falls wer doch meint, was zu hören, für den ist ein Notch Filter am Outputkanal direkt auf die Reso sehr wohl eine gute Option. Frequenzgang glätten VOR dem trennen ist allgemein best practice.

In den allermeisten Fällen bügelt jedoch, wie schon auf der Seite zuvor erklärt, der Trennfilter die Reso auch messbar schön weg.
Anbei ein BR mit einer fetten Porteso bei knapp vor 200 hz. Man sieht, wieviel davon nach einem But18 ca eine Oktave davor noch übrig bleibt:

[ externes Bild ]


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#39

Beitrag 7. Jan 2019 08:57

_Floh_ hat geschrieben: Damals wie heute wäre das Mittel der Wahl wohl ein 4x5" Top mit 8xKalottenhochtöner gewesen, nennen wir es mal liebevoll ein pseudo Linearray, jedoch herrscht noch immer gewaltiger Respekt vor einem solchen Projekt, da es weder preiswert ist, noch vernünftige Isobaren dabei herauskommen müssen :D
Moin Floh,

erstmal Danke fürs Mut machen. Ich will ja gerade schlank und tief, um es im PKW-Kombi angenehmer laden zu können, auch wenn die Knochen nach der 6 Stunden-Schicht schon schmerzen und das Bett ruft ;-) Ähnlich wie beim PS-SUB212 sehe ich hier: Ich muss das Gehäuse nur teilen und erreiche mein Ziel.

Hattest Du damals das 4x5"/8xKalotte-Top? Falls ja: Welche Trennfrequenz TMT<>High?


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clavis
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#40

Beitrag 7. Jan 2019 09:36

Ich bin beim Thema Port-Design etwas vorsichtig mit Kommentaren, da meine Erfahrungen ausschließlich aus dem Hifi- und CarHifi-Bereich kommen. Aber vielleicht ist hier der Blick von außen eines halbwissenden Amateurs eher neutraler und gar nicht so blöd:

Eine BR-Box ist meist, nicht immer (!), ein klanglicher Kompromiss. Zumindest für mich wären (riesige) Hörner eigentlich das Richtige. Sogar eine gut abgestimmte CB fänd ich passender, aber leider fehlt mir für beides der entsprechende 7,5 t LKW :D

Also lasse ich mich auf das BR-Konzept ein, das im Wesentlichen darauf basiert den rückwärtigen Schall des Chassis zum Direktschall zu addieren. Ergo sollte der Port in etwa die Fläche des Chassis haben, sonst verwässere ich mir doch den einzigen Vorteil und Grund überhaupt BR zu bauen, oder nich'? > Also werde ich versuchen den Port so groß wie irgendwie möglich zu gestalten. Jobstis Ansatz mit den vier Dreiecken ums Chassis herum und viel Gehäusetiefe für einen laaaaangen Port finde ich da recht clever, da der ganze Karton auch noch schön steif wird, was bei 15er MPX nicht schaden kann UND meinen Wünschen in Sachen Packmaß entspricht.

Ich hätte da noch eine wichtige Frage: Wieviel bringt ein Gehäuse ohne parallele Flächen wirklich? Bzw. wie kann ich errechnen in welchem Wellenlängen-Bereich bei parallelen Wänden stehende Wellen entstehen werden?


Azrael
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#41

Beitrag 7. Jan 2019 10:05

Stehende Wellen verhindert ein Gehäuse ohne parallele Wände nicht. Stehende Wellen spielen bei Subwoofern in der Regel auch keine sonderlich große Rolle, solange die Innenabmessungen im Vergleich zu den Wellenlängen der höchsten Frequenzen, die das Teil abspielen soll, klein bleiben. Bei einem 212er mit gemeinsamen Volumen für beide Treiber kann das theoretisch schon ein bisschen eng und etwas Dämpfungsmaterial nötig werden.

Man kann stehende Wellen "zu Fuß" ausrechnen, bequemer geht es aber wohl hiermit (statt Raummaße einfach Gehäuseinnenmaße eingeben):

http://www.sengpielaudio.com/Rechner-raum-moden.htm

Viele Grüße,
Azrael


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#42

Beitrag 7. Jan 2019 10:51

Kurz mal ca. Maße eingegeben, die niedrigste Frequenz ist 120 Hz über meiner angepeilten Trennfrequenz, ist also kein Thema. Danke für die schnelle Hilfe!


stoneeh
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#43

Beitrag 7. Jan 2019 21:10

Das muss leider ins OT, da viel zu lang:
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clavis
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#44

Beitrag 16. Jan 2019 10:45

Mein Lieblingsverleiher hat mir einen Tipp gegeben: Was ich haben will kann man kaufen:

https://proaudio-technology.com/produkt/sw12-subwoofer/

Leider MUSS eine Hoellstern-Endstufe daran betrieben und die kostet min. 5k... geht nicht, leider.


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#45

Beitrag 16. Jan 2019 11:24

clavis hat geschrieben:Mein Lieblingsverleiher hat mir einen Tipp gegeben: Was ich haben will kann man kaufen:

https://proaudio-technology.com/produkt/sw12-subwoofer/

Leider MUSS eine Hoellstern-Endstufe daran betrieben und die kostet min. 5k... geht nicht, leider.
Pro Audio Technology ist wohl auch eine der "modernen Religionen" in der Audiowelt. Fakt ist: Auch PAT muss sich an Physik halten und kann bei Bässen nichts, was man auch im Selbstbau nicht bauen könnte. Dass dein Verleiher meint, der Sub würde nur mit einer Hoellstern Endstufe funktionieren, ist Blödsinn. Das liegt wohl eher daran, dass PAT die Endstufen als Systemendstufen mitverkauft.

Die Website schreibt, dass der SW12 akustisch zum SW18 kompatibel ist. Die SW18 habe ich schon einige Male gehört (u.a. auf der PLS direkt vom Hersteller) und ich prophezeihe, dass der Sub bei ähnlicher Abstimmung dich nicht glücklich machen wird. Zumindest beim SW18 ist unter 45Hz Schluss und es kommt nur noch heiße Luft, dafür klingt er schön punchig. Das war auf den Messen sehr schön herauszuhören, da PAT unglücklicherweise Musiktitel gewählt hat, bei denen man die mangelnde Tiefbassfähigkeit sehr gut erkennen konnte.


Jürgen399
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#46

Beitrag 16. Jan 2019 11:45

Ich denke ebenfalls nicht, dass man an dem Bass unbedingt ne Hoellstern braucht. 1KW an 8 oder an 4 Ohm (steht leider nicht dabei) schaffen viele Amps.

Man kann eventuell auf diesen Maßen und Daten etwas aufbauen was ähnlich oder sogar besser geht. Sollte ja kein Hexenwerk sein :D

Wenn dein Lieblingsverleiher diese Bässe hat (oder besorgen kann) dann würde ich die einfach mit deinen Tracks probehören. Dann weißt du was die können und was nicht. Eventuell bekommst du ja auch ein Demogerät zugeschickt. Einfach mal nett anfragen.

Kurzes OT an Ralle14
► Offtopic


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clavis
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#47

Beitrag 16. Jan 2019 13:34

Ich denke auch, dass das zu schaffen ist. Bisher dachte ich nur, dass es sowas gar nicht gibt. Leider hat der Verleiher die 12er nicht. Ich kenne nur die 18er, davon hatte ich schon für mittelgroße VA vier oder sechs im Einsatz und war zufrieden. Aber das ist natürlich ne andere Liga in Sachen Aufwand und Kosten. Da baue ich auch nix mehr selber auf. Ich will ja nur meine vorhandene kleine SCh** Anlage gegen was Gutes ersetzen.


jones34
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#48

Beitrag 16. Jan 2019 22:47

Sowas gibts schon.
Coda hat auch einen aktuellen 12" Bass im Programm der meine ich auch recht tief abgestimmt ist.
Wer Tiefbass aus kleinem Gehäuse will ist auch mit dem Meyer M1D-Sub immer gut beraten. Den gibts nur nicht mehr.

Generell ist die Auswahl aber nicht sehr hoch in dem Bereich weil man eben mit tiefem Tuning Pegel verliert den man aber dringend braucht wenn man nur einen Sub stellt.
Für deine Anwendung würde man sich normal eher in der 15" Kategorie umschauen, da gibt es auch echt kompaktes.

Aber eigentlich wurde in dem Thread genug gelabert. Hier mal ein konkreter Vorschlag.
BMS 12S305 in 65l auf 40Hz getuned.
h = 500 //Höhe
b = 350 //Breite
t = 550 //Tiefe
Bodenport mit ca. Sd/2 Fläche
Das wäre wohl ein Sub der deinen Anforderungen gerecht wird.

Edit: Simu zeigt den Maxpegel im Halbraum bei 2m bzw. 10m. Die 2m Simu ist also der Maxpegel im Vollraum bei 1m.
Maxpegel 1m im Halbraum sind dann nochmal 6db mehr.


Grüße
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