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Phasenmessung von 2,5 Wegen im gemeinsamen Gehäuse

Rund um's Ein-, Ver-, Ausmessen & Simulation von Lautsprechern, Systemen und Elektronik.

Moderatoren: Moderation DIY, Bereichsmod

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#1

Beitrag von Nugget »

Guten Tag zusammen,

ich habe einen selbst gebauten doppel 10/1 Lautsprecher. Der wird (mobil mit Akku) vollaktiv angefahren und um keine Intereferenzen zwischen den beiden 10ern zu kriegen wird der untere schon bei 250hz rausgenommen. Bisher habe ich alles haargenau mit Boxsim simuliert und grob passt das auch. Jedoch habe ich beim angleichen der Phasen beider TMTs hörtechnisch ganz andere Ergebnisse als das was Boxsim mir sagt. Und für eine optimale Performance möchte ich die beiden natürlich durch einen Allpass absolut phasenrichtig spielen lassen.

Jetzt ist meine Frage, wie ich das messe: Wenn ich einen der 10er ausschalte um den 2. zu messen "sieht" dieser ja plötzlich ein doppelt so großes Volumen und die Phase sieht ganz anders aus.
Ist das egal, da sich die Phasen beider TMTs genau gleich verändern wenn der 2. TMT rausgenommen ist? Trotz unterschiedlicher Filter? Oder kann ich das so nicht messen und muss beide immer zusammen messen und Stück die Phase des einen mit einem Allpass verändern bis die Gesamtamplitude durchgehend am höchsten ist (was ja auf eine Phasengleichheit schließen lässt)?

Danke für alle Antworten!

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#2

Beitrag von jones34 »

Wenn es dir nur um die Phase geht sind Nahfeldmessungen denke ich das Mittel der Wahl.
Die sind relativ zueinander korrekt und die Trennung zwischen den TMTs ist gut.

Davon abgesehen würde ich der Einfachheit halber empfehlen das Gehäuse zwischen den Chassis zu trennen.
Zuletzt geändert von jones34 am 16. Jun 2020 16:16, insgesamt 1-mal geändert.
Für diesen Beitrag von jones34 bedankte sich:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)

#3

Beitrag von Jobsti »

Jup, das wäre auch mein Vorschlag, einfach jedem sein eigenes Volumen geben,
oder ne 10/1 gebaut und den 10er 2x in die Simu rein. Evtl. noch Bafflestep anpassen, wobei das net so mega anders werden sollte,
da die Schallwand ja nur bissi größer wird und nicht mega viel abweicht.

Die einfachsten und besten Ergebnisse bekommt man, wenn man an der fertigen Box misst,
also die 210er mit je eigener Kammer pro Pappe.
Aufwändiger wäre es, alle Chassis am IEC Baffle zu messen und dann die komplette Box haargenau zu simulieren.


Das wohl beste Ergebnis auf Grund deiner recht tiefen XO:
Die 10er GPM zu messen und die Weiche für den halben Weg zu stricken.
Wobei ich den halben Weg garnet simulieren würde, sondern flott direkt entwickeln würde.
Dann inkl. der Weiche die 10er neu, aber zusammen messen und obenrum zu simulieren.

Alternativ kann man aber auch die GPM und Stativ-Messung miteinander mergen,
das macht man entweder direkt in ARTA oder eben mit VituixCad.
Mit freundlichen Grüßen
B. Jobst (Tontechniker FH) | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | www. Jobst-Audio .de
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#4

Beitrag von Nugget »

Dann werde ich die die Pappen direkt davor messen. Hätte gedacht das passt nicht, hab aber jetzt mal nachgerechnet, sollte ja gut 20dB Pegelunterschied geben wenn man nur 2 cm vor die Pappe geht. Muss ich nur mit Schiebelehre messen, dass es auch ganz genau gleich bei beiden ist.

Zwei Kammern wird nichts. Das widerspricht dem Konzept leider und ist nachträglich auch nicht durchführbar. Und nen 2. Proto bauen wenn die Box schon steht wäre mir auch zu aufwendig. Stativ und GPM Messungen von der ganzen Box so wie sie jetzt ist habe ich auch schon. MT/HT ist auch schon völlig in Ordnung.

Danke für eure Tipps.

#5

Beitrag von Andy78 »

…. und wenn Du zum Messen eine temporäre Trennung einbaust...?
Nur so n Gedanke...

#6

Beitrag von Nugget »

Wenn dann könnte ich die Hälfte des Volumens mit Milchkartons füllen. Bei insgesamt 64L müsste ich danach aber viel Milch trinken :D Trennen wird leider schwierig da 1. durch die Treiberlöcher kein passendes Brett passt, 2. die Trennung ja "über eck" erfolgen müsste, weil der Treiber unterm Horn ja genau in der Mitte des Gehäuses ist, 3. Ich das nie provisorisch dicht kriegen würde, da das Gehäuse von innen in Leichtbauweise ausgefräst ist und zudem viele Kabel dadurch gehen.

Ich denke Nahfeldmessungen werden die Lösung sein müssen.

#7

Beitrag von Jobsti »

Nahfeld ist bei 10" bestenfalls bis 250Hz aussagekräftig.
Dann musst du da auf alle Fälle noch den Bafflestep korrigieren und und auch den Port messen, oder zumindest simulieren.

Wird meiner Meinung nach eine knappe und frickelige Angelegenheit.

Eine andere Idee wäre Folgende:
Messe beide Chassis parallel, zwischen beiden 10ern, mindestens 1m, besser 2 Meter.
Am besten sogar per GPM, da du so tief trennst.
Bei der exportierten Impedanzmessung halbierst du einfach alle R-Werte, das geht z.B. mit Excel in einem Rutsch recht gut.
Wenn du magst, kannst du dann noch den Pegel um -6dB anpassen, wobei ich das im ARTA per Pir-Scaling machen würde, ist so direkt mit im Export.

Wenn du das bis oben rauf willst, dann messe das ganze noch mal am Stativ in 2 oder besser 4 Meter Abstand, an passender Position, also zwischen Horn und oberem TMT.
Auch hier wieder identisch skalieren.
Die IR von der GPM und am Stativ tuste dann einfach mergen.
Mit freundlichen Grüßen
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#8

Beitrag von jones34 »

Nahfeld ist absolut vielleicht nur bis zu einer gewissen Frequenz brauchbar aber relativ zueinander passen die Messungen der 2 10er.
Mit einer Fernfeldmessung beider Chassis zusammen und den Differenzen aus der Nahfeldmessung lassen sich die Einzelfrequenzgänge rekonstruieren.

#9

Beitrag von Nugget »

Ich denke ich werde es erstmal mit einer Nahfeldmessung probieren und schauen, ob ich brauchbare Ergebnisse bekomme. Wie gesagt, es geht erstmal vor allem um die Phasengänge.

Vielen Dank für all eure Antworten!

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