Ich habe ja den kleinen AmpX und bin eben zu der Erkenntnis gekommen, dass er wohl wirklich im Hochton ab 10kHz ziemlich deutlich abfällt. Meine ganzen REW-Raummessungen zeigen das im Prinzip aber ich war immer der Annahme, das wäre dem UMIK-1 geschuldet. Bei den anfänglichen Messungen habe ich das UMIK auch falsch positioniert und die Kalibrierungsdatei durcheinander gebracht, was die Hochtonmessung maßgeblich beeinflusst. Hab aus igendeinem Youtube-Turtorial entnommen, dass das Messmikro mit dem Kopf zur Decke zeigend ausgerichtet wird, was man natürlich nur bei Mehrkanalmessungen macht.
Richtig also, zu den LS ausgerichtet und die 0°-Kalibrierungsdatei.
Und die Messungen fallen ab 10kHz tatsächlich ab, ähnlich wie auch im ASR-Forum festgestellt wurde.
Messung AmpX
Und das Gleiche kann ich bei meinen Nurpro A-200 repoduzieren, keine Überraschung, denn die nutzen ja auch "nu"-Verstärkertechnik. Eben eine Generation davor quasi.
Ich spiele übrigens digital via Coax elektisch zu, kann also den DAC-Wandler als Ursache ausschließen. Allgemein erinnert mich der gezeigte Frequenzverlauf an die Charakteristik eines R2R-DACs ohne Oversampling. Etwa wie
Ladder Schuhmann DAC
Die fallen ja technischbedingt im Hochtonbereich oft deutlich ab. Wenn das erst ab 18kHz passiert egal, kommt der Abfall schon eher, wäre es ein echter Nachteil.
So ein R2R-DAC ist im Vergleich zu den diskreten Delta/Sigma-Wandlern (wenn gut ausgeführt) die direktere und ehrlichere Wandlung. Kein Quantisierungsfehler oder Noise-Shaping.
Zudem sind sie messtechnisch was die harmonische Verzerrung unter Vollauslastung angeht sogar mit den Delta/Sigma gleich auf und bei niedrigeren Pegeln sogar leicht überlegen. Man muss bedenken, dass Delta/Sigma-Ausführungen gern einen Trick nutzen, um die Messwerte für den Rauschabstand besonders toll aussehen zu lassen. Ausgang wird bei einem Low-Signal dafür komplett ausgeschaltet. Interessante
PDF zum Thema digital audio und DACs, Autor Richard Kulavik (Asahi Kasei Microdevices)
Ich finde ja den Fiio K13 R2R recht interessant, als DAC+AMP in einem Kopfhörersetup oder sogar als Vorverstärker. Fernbedienung hat er ja und APP + Weboberfläche mit DSP/PEQ gibts auch.
Namenhafte R2R-DACs sind ja sündhaft teuer, für mich dann schon fraglich in wie fern man einen so günstigen DAC wie den K13 oder auch den K11 als echte R2R-DACs bezeichnen kann.
Wieso schreibe ich das Ganze... es geht mal wieder um den inneren Monk. Ihr kennt das ja

der flüsstert immer mal wieder, Class-D mit der ganzen Filtermagie wäre nicht so musikalisch. Im Gegenzug mag ich Class-D-Geräte wie den AmpX wegen seiner vielen Benefits: Kompaktheit, Leistung, bei geringer Größe, Klangregelung, Anschlussmöglichkeiten etc.
Der Gedanke auf Class-A/B zu wechseln wächst aber doch, auch wenn sich klanglich wahrscheinlich damit gar nichts verbessert. Würde die Klangregelung und HP-Filter des AmpX wohl vermissen, die einfach mal schnell über die Fernbedienung oder die APP einzustellen ist. Ein Fiio K13 oder Topping DX5 II oder Wiim Ultra als noch recht günstiger Vorverstärker wäre da allerdings eine Lösung.
Wobei ich eh über den PC wiedergebe und somit streng genommen nur einen reinen DAC bräuchte. Da ich als Dual-Boot auch immer mal wieder Linuxdistributionen teste, bin ich über ein echt geniales DSP-Programm getolpert.
Easyeffects
Klar, für Windows gibt es EqualizerAPO aber Easyeffects legt nochmal einen drauf. Es nutzt einfach sämtliche Plugins von Linux Studio. Hier die bescheidene
Liste an Einstellmöglichkeiten für die Filter. Es ist nicht nur der Filtertyp einstellbar, sondern auch der Filtermodus und Equalizermodus. Kennst sich damit jemand aus? RLC, BWC, LRX... IIR, FIR...
Etwas Lesestoff:
https://lsp-plug.in/?page=manuals§ion=filter_stereo
Ich werde wohl demnächst mal meinen alten Pioneer A-307 R entstauben und mal schauen, wie der sich im Hochtonbereich verhält. Vergleichsmessung mit REW und so

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