Lautsprecherforum.eu https://www.lautsprecherforum.eu/ucp.php?mode=terms https://www.lautsprecherforum.eu/aboutus
Lautsprecherforum.eu
Lautsprecherforum Logo 384 384

nuVero Nova - Wahrhafter Klang (!?)

Hilfe, Fragen & Antworten zu Lautsprechern von Nubert

Moderatoren: Moderation HiFi, Bereichsmod

#1373

Beitrag von aaof »

Tom81 hat geschrieben: 30. Apr 2026 18:11 Diese Wharfedale Lautsprecher im Retrodesign holen mich optisch leider nicht ab. Kann mir die nicht 6 mal (Mehrkanal) in meinem Wohnzimmer vorstellen.
Deswegen hab ich mir auch die Wharfedale Elysian zum Testen bestellt, die Serie gefällt mir im Design echt gut.
Die Elysian 2 hat sich damals akustisch aber leider nicht mit meinen überdämmten Raum vertragen.
Ich finde deine Reise wirklich spannend – vor allem, weil du dabei so konsequent ehrlich bleibst. Schon nach deinen ersten Eindrücken zu den Nova hatte ich das Gefühl: Das sind eigentlich nicht deine Lautsprecher. Aber klar, wenn man solche Brocken erst mal da hat, versucht man natürlich, sich irgendwie damit zu arrangieren. Wirklich rund wirkte das bei dir allerdings von Anfang an nicht.

Eine ähnliche Reise (wenn auch weniger ambitioniert) habe ich selbst hinter mir. Irgendwann muss man ehrlich zu sich sein: Wenn man immer wieder im Portfolio eines Herstellers sucht und trotzdem nicht ankommt – sei es, weil man nicht kann oder nicht will – dann ist es vielleicht einfach nicht das Richtige. Dann lohnt es sich, bewusst woanders hinzuschauen.

Ich habe für mich inzwischen meinen Frieden damit gemacht und höre einfach wieder Musik.

Vor ein paar Wochen bin ich zufällig über eine Band gestolpert, die ich früher als Jugendlicher gern gehört habe. Die gibt es schon lange nicht mehr, aber ich wollte das Album unbedingt auf CD haben. Über ein paar Umwege habe ich es tatsächlich bekommen – und am Ende stellte sich heraus, dass der Verkäufer damals selbst das Label geführt hat und heute nur noch seine wenigen Restbestände verkauft. Daraus entstand ein richtig netter Austausch.

Jetzt sitze ich hier, höre die CD und habe einfach ein breites Grinsen im Gesicht. :top:

Irgendwann kommt man an den Punkt, an dem man zur Ruhe kommt – und einfach nur noch Musik hört. 8-)
Für diesen Beitrag von aaof bedankten sich 2 Nutzer:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)

Diese Werbung bekommen Sie nur als Gast angezeigt

#1374

Beitrag von Tom81 »

Am 10.05 habe ich meinen Termin mit "Holger 2" von VDK Akustik.
Vielleicht kann er noch etwas rausreißen, Wunder Wirken kann er aber sicher auch nicht.

Hauptproblem im Moment: deutlich nach rechts verschobene Abbildung in der Tiefe. Links klebt einiges am Lautsprecher oder steht nur rund 1 Meter vor dem Lautsprecher im Raum, rechts wird weit in den Raum abgebildet, teilweise neben oder hinter die Hörposition.
Problem dürfte hier der Asymmetrische Grundriss des Raums und die links und rechts deutlich abweichende Einrichtung sein. Links gibt's an der Seitenwand einen Kamin Schornstein und jede Menge Regale an der Seitenwand, rechts gar keine Möbel vor dem Sofa und ein Fenster. Die Parallele Aufstellung der Nova 18 verschärft das Problem noch, die auf den Hörplatz eingewickelte nuVero 170 machte diesbezüglich etwas weniger Probleme.
Ob ein erfahrener Akustiker das Per DSP ausgleichen kann? Ich hoffe es, zweifle aber. Hier muss ich mich wohl mal nach stark Bündelnde Lautsprecherkonzepte umsehen.

Abhilfe schaffen dürfte wohl nur eine Neupositionierung der Anlage und der Hörposition an eine Seitenwand oder die Rückwand. Aber der Aufwand wäre immens.


Zweites Problem die zu helle Wiedergabe. Viele Aufnahmen mit Frauenstimmen sind sehr anstrengend, je nach Lautstärke. Gutes Beispiel: "Life Worth Living" von Laurel. Unerträglich ab mittlerer Lautstärke, trotz -5 dB Hochtontilt bei der Dirac Zielkurve. Hier bin ich ganz optimistisch, das Holger das abmildern kann.
Bei dem Track steht auch die Gitarre links knapp vor dem Lautsprecher, wärend die rechte praktisch neben meinem Ohr schwebt.
Für diesen Beitrag von Tom81 bedankte sich:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)

#1375

Beitrag von CJoe78 »

Eine Asymmetrie ist natürlich immer ein Problem. Das lässt sich leider nur durch eine Umstellung oder ggf. einer Auslagerung tiefer Frequenzen auf mehrere Subwoofer lösen.

Gerade weil die Nuveros extrem weit abstrahlen, wird das dein zweites Problem sein. Hast du einen unpassenden Raum, kriegst du mit höherem Pegel zu viele Reflexionen.

Frequenzgangkorrekturen sind nur der Feinschliff und das letzte Mittel, wenn der Rest schon passt.
Stimmen sind nicht im Hochton sondern im oberen Mittelton störend. Senkst du den Hochton ab, verlierst du Brillanz und Luftigkeit. Der Klang wird dumpf.
Bei mir ist eine leichte Mitteltonsenke bei etwa 4-7 kHZ drin, was das Problem ausreichend entschärft. Unsere Ohren sind in diesem Frequenzbereich überempfindlich und deswegen hast du hier auch die meisten Probleme mit anstrengendem Klang.
Mein Hochton bleibt hingegen komplett drin.
Ich habe meinen Hochton mittlerweile sogar angehoben da der Tiefbass kaum per EQ entzerrt wird (was ich durch Frequenzgangtricks und Positionierung gelöst habe, der Bass bleibt so sauber und druckvoll).

Eine Hochtonabsenkung macht nur Sinn, wenn die Bässe und Mitten zu dünn sind (wenn du Bässe per EQ stark entzerrst oder der Bass durch die Platzierung zu dünn ist, kriegst du mit zu starken Mitten und Höhen Probleme).

Dafür verlierst du leider auch einen Teil der Klangqualität und Dynamik, wenn du in den Frequenzgang eingreifst. Gut platzierte Absorber können bei deinen Boxen Abhilfe bringen und sollten daher bevorzugt zum Einsatz kommen.
Zuletzt geändert von CJoe78 am 2. Mai 2026 10:41, insgesamt 1-mal geändert.
Für diesen Beitrag von CJoe78 bedankte sich:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)

#1376

Beitrag von pogo »

Tom81 hat geschrieben: 2. Mai 2026 09:51Unerträglich ab mittlerer Lautstärke, trotz -5 dB Hochtontilt bei der Dirac Zielkurve.
Welches Setup hast du verwendet (Endstufen, ...)?
Wie sieht die Zielkurve aus?
Welches Einmessmikrofon wurde verwendet?
Welche Einstellungen wurden direkt an den Lautsprechern gemacht?
Für diesen Beitrag von pogo bedankte sich:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)
NAD M33 + MDC HDM-2 / Bluesound HUB Erweiterung
Teufel M200/M6000 (erste Generation)
WAXWING Phono DSP
miniDSP UMIK-2

#1377

Beitrag von Tom81 »

CJoe78 hat geschrieben: 2. Mai 2026 10:32
Bei mir ist eine leichte Mitteltonsenke bei etwa 4-7 kHZ drin, was das Problem ausreichend entschärft. Unsere Ohren sind in diesem Frequenzbereich überempfindlich und deswegen hast du hier auch die meisten Probleme mit anstrengendem Klang.
Mein Hochton bleibt hingegen komplett drin.
Durch den Hochton Abfall meiner Zielkurve bin ich bei 4 kHz schon bei -2,7 dB. Das sollte eigentlich reichen.
pogo hat geschrieben: 2. Mai 2026 10:38 Welches Setup hast du verwendet (Endstufen, ...)?
Wie sieht die Zielkurve aus?
Welches Einmessmikrofon wurde verwendet?
Welche Einstellungen wurden direkt an den Lautsprechern gemacht?
Endstufen für die Front Links & Rechts pro Kanal je eine auf Mono gebrückte Eversolo AMP-F10. Vorstufe ist eine Marantz AV10.
Mikrofon ist das UMIK-2.
Beide Brücken an den Lautsprecher stehen auf neutral, Hochton sanft ändert kaum etwas weil der Einfluss eher gering ist.
Die Dirac Zielkurve sieht so aus:
Screenshot 2026-05-02 123634.png

#1378

Beitrag von pogo »

Wie war das UMIK bei der Einmessung ausgerichtet? Verwende mal die andere Ausrichtung inkl. Korrekturdaten (max. drei Messpunkte, eng fokussiert).
Du kannst auch mal anstatt des Bridge-Modes das Bi-Amping ausprobieren.
NAD M33 + MDC HDM-2 / Bluesound HUB Erweiterung
Teufel M200/M6000 (erste Generation)
WAXWING Phono DSP
miniDSP UMIK-2

#1379

Beitrag von Bravado »

Bi-Amping ist Unsinn, ebenso wie Bi-Wiring, Kabel- oder Verstärkerklang
Für diesen Beitrag von Bravado bedankte sich:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)
Begin the day with a friendly voice
A companion, unobtrusive

#1380

Beitrag von Tom81 »

Bravado hat geschrieben: 2. Mai 2026 14:50 Bi-Amping ist Unsinn, ebenso wie Bi-Wiring, Kabel- oder Verstärkerklang
Dankeschön. Hab jetzt bestimmt 30 min lang überlegt, wie ich das in freundliche Worte packen soll.


Werde jetzt erst mal abwarten was der Profi nächstes Wochenende zu sagen hat.
Vielleicht kann man mit präzise platzierten Akustikelementen etwas erreichen.
Die Lautsprecher könnte ich auch noch mindestens 50 cm noch vorne Richtung Hörplatz schieben. Dann wird das Stereodreieck aber sehr breit und die Lautsprecher stünden nur noch ca. 2 Meter vom Hörplatz entfernt.

Alles um 90 oder 180 Grad drehen wäre für mich nur der letzte Ausweg.
Es ist ja nicht damit getan, nur mal schnell ein paar Möbel zu verschieben.
Es müsste:
Der TV von der Wand und der Halter an der neuen Position per Schlagbohrmaschine und Dübel befestigt werden.
Die 4 Deckenlautsprecher versetzt werden.
Alle Deckensegel und die Diffusoren an der Decke versetzt werden, letztere sind verklebt.
Absorber und Diffusoren an Rück und Vorderwand anders verteilt werden, letztere sind verklebt.
Praktisch alle Kabelkanäle mit Lautsprecherkabel und Signalkabel für Atmos, Surround und Subwoofer müssten neu verlegt werden.
Die TV und Internet Dose sind dann an anderer Stelle.
Usw...

Aber lieber das, als die schweren und unhandlichen Lautsprecher mit sicher erheblichen Verlust zu verkaufen und dann erst mal wieder bei 0 anzufangen. Wüsste auch gar nicht welche Lautsprecher als nächstes.

#1381

Beitrag von pogo »

Wie war denn nun dein UMIK bei der Einmessung ausgerichtet?

Btw. habe ich andere Erfahrungen bzgl. Bi-Wiring(/Amping) gemacht und konnte auch schon in anderen Foren an dieser Stelle weiterhelfen.
Ein interessanter Beitrag hierzu: https://www.qed.co.uk/blog/2016/06/08/b ... -benefits/
Für diesen Beitrag von pogo bedankte sich:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)
NAD M33 + MDC HDM-2 / Bluesound HUB Erweiterung
Teufel M200/M6000 (erste Generation)
WAXWING Phono DSP
miniDSP UMIK-2

#1382

Beitrag von Tom81 »

Das Mikrofon war mit der Kapsel nach oben zur Decke gerichtet, also 90 Grad.
Hab mir das UMIK-2 von Hifi-Selbstbau.de kalibrieren lassen, aber das verwenden der Kalibrierdatei setzt scheinbar höhere Mathematik voraus, bin ich nie durchgestiegen und hab dann die Seriennummer Standart Kalibrierdatei von miniDSP benutzt.

Lautsprecherkabel hab ich schon Bi-Wiring Lautsprecherseitig, um die Blechbrücken nicht verwenden zu müssen.
Für diesen Beitrag von Tom81 bedankte sich:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)

#1383

Beitrag von pogo »

Du könntest mal eine 0°-Ausrichtung für Stereo probieren.
Mit 3 Messpunkten, eng fokussiert, ist eine Einmessung schnell erledigt und man kommt den Problem ein Stück näher.
Zuletzt geändert von pogo am 2. Mai 2026 22:07, insgesamt 1-mal geändert.
NAD M33 + MDC HDM-2 / Bluesound HUB Erweiterung
Teufel M200/M6000 (erste Generation)
WAXWING Phono DSP
miniDSP UMIK-2

#1384

Beitrag von Tom81 »

Vielleicht teste ich das später mal.
Bei nur 3 Messpunkten kann ich DL ART nicht verwenden, das besteht auf mindestens 9 Punkte.
Bei weniger als 9 steht nur DL Bass Control zur Wahl.

#1385

Beitrag von pogo »

Ich würde minimal mit DLRC und nur den Novas anfangen.
NAD M33 + MDC HDM-2 / Bluesound HUB Erweiterung
Teufel M200/M6000 (erste Generation)
WAXWING Phono DSP
miniDSP UMIK-2

#1386

Beitrag von CJoe78 »

Ich würde mit Einmessung und DSP erstmal nix mehr machen und den Profi machen lassen. Der wird eh wieder alles anders einstellen.
Für diesen Beitrag von CJoe78 bedankte sich:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)

#1387

Beitrag von audioplayer »

Hallo Tom81,

ich drücke die Daumen, , dass der Akustikprofi weiterhelfen kann. Vielleicht ist ja mit Raumakustikelemensten noch was zu retten.

Mein Hprraum ist von der Größe her so ähnlich wie deiner (4,70 m * 5,70 m und 2,35 m hoch). Ich höre seit 16 Monaten mit der nV140. Da die Seitenwände asymmetrich beschaffen sind (rechts ein großes Schallplattenregal und liks eine Fensterfront im Erstreflexionspunkt) war ich anfangs mit der Steroabbildung unzufrieden. Als ich zwei Raumakustikelemente (Kombination aus Diffusor und Absorber) vor die Fensterfront gestellt habe, hat sich die Stereoabbildung deutlich verbessert.

Bi-Amping würde ich interessehalber mal ausprobieren. Kostet ja nichts, und du brauchst nur wenige Kabel umstöpseln.

Viele Grüße
Für diesen Beitrag von audioplayer bedankte sich:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)

#1388

Beitrag von Goisbart »

aaof hat geschrieben: 2. Mai 2026 08:15 ELAC nutzt oft JET-Hochtöner (Air Motion Transformer)
Diese haben sehr breite horizontale Abstrahlung
Ergebnis: viel Hochtonenergie auch seitlich im Raum
[...]
ELAC
→ „HiFi fürs Wohnzimmer“
→ breite Abstrahlung = klingt überall gut
→ mehr Raumanteil = subjektiv größer
Nubert nuVero
→ „ehrlich / neutral / kontrolliert“
→ weniger Raumbeeinflussung
→ Fokus auf Direktschall
Nubert nennt das bei neuen Serien sogar gezielt „WideStage“, aber das kommt eher durch gleichmäßige Abstrahlung, nicht maximale Breite
Vielen Dank für Deine ausführliche Beschreibung! Ich glaube zu verstehen, was Du beschreiben möchtest.

Bzgl. der breiten Abstrahlung habe ich mir mal die 30° Messungen der Hochtöner von Carina BS243.4, Solano BS283 & FS287, Vela BS404 & FS407 angesehen. Bis 10 kHz sehr ähnlich wie auf Achse, bei 12 kHz dann -2 bis -4 dB.
Die bisher getesteten nuVero novas sind bis 12 kHz sehr ähnlich zu den Elacs, erst zu 20 kHz hin fällt die nV nova auf 30° ein paar dB mehr ab. Die älteren Veros haben um 9 kHz noch ca. 1 dB weniger bei 30°.

Das ist recht wenig Unterschied bei 30°, ist es das worauf Du Dich beziehst? (Ich kann es nicht bewerten, da ich sie nie direkt verglichen habe.)
Für diesen Beitrag von Goisbart bedankte sich:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)

#1389

Beitrag von Uzzo »

Bravado hat geschrieben: 2. Mai 2026 14:50 Bi-Amping ist Unsinn, ebenso wie Bi-Wiring, Kabel- oder Verstärkerklang
Sehe ich nicht so. Wir sind uns sicher einig, dass eine Endstufe laststabil sein muss. Auch, oder gerade, bei komplexen Lasten.
Problematisch ist meist der Bass, der stark reaktiv sein kann. Bekommt die Endstufe mit diesem Probleme, leiden auch die Mitten und Höhen.
Bei bi-amping passiert es nicht. Das ist der Vorteil. Allerdings ist die gesamte Ausgangsleistung hier geringer, weil Mitten und Höhen weniger Energie benötigen als der Bass.
Wenn man zwei Endstufen hingegen brückt, bringen diese keinen höheren Strom (Laststabilität), sie können aber eine höhere Ausgangsspannung liefern, bevor sie clippen. Wegen der höheren Spannung fließt - bei höhetet Leistung - sogar ein höherer Strom, welcher die Laststabilität weiter fordert.
Es hängt somit von der Laststabilität der Endstufen, und davon ab wie schwer die Box zu treiben ist, welche Kombination im konkreten Fall die bessere ist.

#1390

Beitrag von Nubigeschwader »

Früher war ein Fachmann vielleicht sinnvoll.
Heute würde ich das niemals mehr machen lassen und teuer zahlen.
Einmal die Boxen verschoben, ist das Ergebnis und die Einstellung vom Fachmann wieder weg. Vorbei die Zeit, dass ''Fachleute'' durch NRW fahren und sich fürs Einmessen die Taschen vollstopfen.
Das ist doch heute, außer bei wirklich komplexen Setups nicht mehr nötig.
XT 32, Dirac, Einmessung von Wiim und vieles mehr.
Meine Einmessung von XT32 am Hörplatz unterscheidet sich nicht von der Einmessung zu Dirac. Die Messergebnisse sind fast absolut identisch.
Am Ende setzt man 2 oder 3 PEQs im Wiim und es klingt besser als jede gebaute Zielkurve mit Dirac. Nur meine Erfahrung nach 100 verschiedener Zielkurven.
P.s KI kann hier extrem helfen. Man postet Ihr einen screenshot der Einmessung und lässt sich einfach einmal einen EQ bzw. Peq vorschlagen.
Die Ergebnisse die ich heute mit einfachsten Mitteln hinbekomme, sind alle besser als der Fachmann bei mir je eingestellt hat.

Ich hatte übrigens genau das gleiche Problem mit ein paar Standlautsprechern.
ich habe zum Schluss eine dermaßen stark abfallende Zielkurve erstellt, weil mich der Hoch- oder Mittelton genervt hatte. Ich hatte dann den Bereich einmal bis zu 10 DB abgesenkt. Was soll ich sagen, das nervige da oben war immer noch da. Das ist der Charakter des Lautsprechers gegen den man versucht anzukämpfen. Keine Chance.
Super Lintons am selben Platz gestellt und es ist einfach nur weg. Seitdem muss ich nur im Tiefbass noch 4-5 DB absenken, das wars.
Für diesen Beitrag von Nubigeschwader bedankte sich:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)

#1391

Beitrag von Bravado »

Uzzo hat geschrieben: 4. Mai 2026 17:53 Sehe ich nicht so. Wir sind uns sicher einig, dass eine Endstufe laststabil sein muss. Auch, oder gerade, bei komplexen Lasten.
Problematisch ist meist der Bass, der stark reaktiv sein kann. Bekommt die Endstufe mit diesem Probleme, leiden auch die Mitten und Höhen.
Bei bi-amping passiert es nicht. Das ist der Vorteil. Allerdings ist die gesamte Ausgangsleistung hier geringer, weil Mitten und Höhen weniger Energie benötigen als der Bass.
Wenn man zwei Endstufen hingegen brückt, bringen diese keinen höheren Strom (Laststabilität), sie können aber eine höhere Ausgangsspannung liefern, bevor sie clippen. Wegen der höheren Spannung fließt - bei höhetet Leistung - sogar ein höherer Strom, welcher die Laststabilität weiter fordert.
Es hängt somit von der Laststabilität der Endstufen, und davon ab wie schwer die Box zu treiben ist, welche Kombination im konkreten Fall die bessere ist.
Wenn man den Kontext wechselt, kann man sich Fälle vorstellen, wo eine Endstufe überlastet.
Dann ist sie schlicht und ergreifend unterdimensioniert.
Anstelle Bi-Amping funktioniert dann eine richtig dimensionierte Endstufe genau so.

Aber um diese Thematik ging es in dem hiesigen Kontext nicht.
Begin the day with a friendly voice
A companion, unobtrusive

#1392

Beitrag von Uzzo »

Bravado hat geschrieben: 2. Mai 2026 14:50 Bi-Amping ist Unsinn, ebenso wie Bi-Wiring, Kabel- oder Verstärkerklang
Bravado hat geschrieben: 5. Mai 2026 09:05
Uzzo hat geschrieben: 4. Mai 2026 17:53 Sehe ich nicht so. Wir sind uns sicher einig, dass eine Endstufe laststabil sein muss. Auch, oder gerade, bei komplexen Lasten.
Problematisch ist meist der Bass, der stark reaktiv sein kann. Bekommt die Endstufe mit diesem Probleme, leiden auch die Mitten und Höhen.
Bei bi-amping passiert es nicht. Das ist der Vorteil. Allerdings ist die gesamte Ausgangsleistung hier geringer, weil Mitten und Höhen weniger Energie benötigen als der Bass.
Wenn man zwei Endstufen hingegen brückt, bringen diese keinen höheren Strom (Laststabilität), sie können aber eine höhere Ausgangsspannung liefern, bevor sie clippen. Wegen der höheren Spannung fließt - bei höhetet Leistung - sogar ein höherer Strom, welcher die Laststabilität weiter fordert.
Es hängt somit von der Laststabilität der Endstufen, und davon ab wie schwer die Box zu treiben ist, welche Kombination im konkreten Fall die bessere ist.
Wenn man den Kontext wechselt, kann man sich Fälle vorstellen, wo eine Endstufe überlastet.
Dann ist sie schlicht und ergreifend unterdimensioniert.
Anstelle Bi-Amping funktioniert dann eine richtig dimensionierte Endstufe genau so.

Aber um diese Thematik ging es in dem hiesigen Kontext nicht.
Lieber Bravado,
du hast einfach eine nicht haltbare Pauschalisierung gepostet. Steh doch einfach dazu.

Wenn man einen gegebenen Verstärker hat, den man gebrückt betreibt, kann bi-amping eine bessere Option sein, weil gerade im gebrückten Modus die Anforderungen an die Stabilität höher sind, und der gegebene Verstärker mit den angeschlossenen Boxen ggf. überfordert ist.

Eine "richtig dimensionierte" Endstufe ist auch eine Option, sue bedeutet aber die Investition in eine neue Endstufe.
Eine gebrückte Endstufe anders zu verschalten kostet nur ein Paar Lautsprecherkabel.

#1393

Beitrag von Bravado »

Uzzo hat geschrieben: 5. Mai 2026 17:18 Lieber Bravado,
du hast einfach eine nicht haltbare Pauschalisierung gepostet. Steh doch einfach dazu.
Ich habe diese Art Diskussion mit Dir schon gehabt und werde mich nicht nochmal darauf einlassen - reine Verschwendung wertvoller Lebenszeit.

Ich habe eine Aussage in einem Kontext getroffen und Du darfst da hineindichten was Du willst, wenn es Dich glücklich macht.
Begin the day with a friendly voice
A companion, unobtrusive

#1394

Beitrag von aaof »

@Goisbart

Danke für deine Antwort. Lass mich das genauer prüfen, Antwort folgt. :top:

@Tom81

„ Gutes Beispiel: "Life Worth Living" von Laurel. Unerträglich ab mittlerer Lautstärke, trotz -5 dB Hochtontilt bei der Dirac Zielkurve. Hier bin ich ganz optimistisch, das Holger das abmildern kann.
Bei dem Track steht auch die Gitarre links knapp vor dem Lautsprecher, wärend die rechte praktisch neben meinem Ohr schwebt.“

Der Song ist aber auch scharf wie 🌶️ produziert. Die Stimme ist sehr hell, kann man hören, aber das da gibt es sicherlich sauberere Auflösungen und Produktionen. Hier kommt wahrscheinlich alles bei dir zusammen.

Das die Gitarren bei dir so komisch stehen sollen, muss aber andere Gründe haben. Das kann ja dann quasi nur die Akustik sein. Bei mir stehen die stabil. Hier kann ich dir wesentlich kritischere Situationen nennen, wobei man nie vergessen darf, dass dies häufig auch beabsichtigt ist. Es gibt - gerade bei Jazz-Produktionen so fiese Aufnahmen, wo der Sänger ganz bewusst nicht mittig vor dir stehen will, oder die Gitarre eben penetrant aus nur einer Richtung kommen soll. Das sind aber dann häufig Micros, die bewusst im Studio so positioniert sind, oder am Mischpult hat es jemand so gewollt oder unbewusst gesteuert. Da bin ich heute entspannter.
Für diesen Beitrag von aaof bedankte sich:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)

#1395

Beitrag von Uzzo »

aaof hat geschrieben: 5. Mai 2026 18:00 Gutes Beispiel: "Life Worth Living" von Laurel. Unerträglich ab mittlerer Lautstärke, trotz -5 dB Hochtontilt bei der Dirac Zielkurve. Hier bin ich ganz optimistisch, das Holger das abmildern kann.
Die Version auf "DOGVIOLET" ist auch bei mir unangenehm. Aber wenn die Aufnahme so ist, dann wäre es doch falsch, wenn man es nicht hörte.
Auf "Spotify Live" (Tidal) klingt es hingegen gut.

#1396

Beitrag von Tom81 »

Habe Ende nächster Woche einen Hörtermin für die Canton Reference 5 GS vereinbart.
Die gehen für mich mit 102 cm fast als Kompaktlautsprecher durch, 2x Nubert nova 9 übereinander sind mit 1,08 Meter einige cm höher. :D
Vielleicht sind die Lautsprecher eher nach meinem Geschmack. Neben dem Hochton lässt sich auch der Mittelton im Pegel anpassen, das vermisse ich bei der nova Serie.

Außerdem wurde mir noch der unverbindliche Test eines Audes Strom Konditionierer empfohlen, weil laut Händler die eigene Photovoltaik Anlage oder jene in der Nachbarschaft den Klang einer Hifi Anlage negativ beeinflussen können. Hab aber dankend abgelehnt, 5000 Euro UVP sind mir dafür zu viel. Und das Netzkabel vom Audes hätte nochmal 500 Euro extra gekostet.

#1397

Beitrag von Bravado »

Tom81 hat geschrieben: 7. Mai 2026 08:24 Außerdem wurde mir noch der unverbindliche Test eines Audes Strom Konditionierer empfohlen, weil laut Händler die eigene Photovoltaik Anlage oder jene in der Nachbarschaft den Klang einer Hifi Anlage negativ beeinflussen können. Hab aber dankend abgelehnt, 5000 Euro UVP sind mir dafür zu viel. Und das Netzkabel vom Audes hätte nochmal 500 Euro extra gekostet.
:lol:
Und die meinen das Ernst! :lol:
+ 2 für die Liste :lol:
Begin the day with a friendly voice
A companion, unobtrusive

#1398

Beitrag von Tom81 »

Bravado hat geschrieben: 7. Mai 2026 08:54
Und die meinen das Ernst! :lol:
+ 2 für die Liste :lol:
Dem einen oder anderen HiFi Händler scheinen „sauberer Strom“ sowie „verlustfreie“ Lautsprecher- und Signal Kabel eine Herzensangelegenheit zu sein.

Geringe Lagerkosten (im vergleich zu Lautsprecher) und hohe Gewinnmarge, vermute ich. ;)
Für diesen Beitrag von Tom81 bedankte sich:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)

#1399

Beitrag von pogo »

Tom81 hat geschrieben: 2. Mai 2026 09:51Zweites Problem die zu helle Wiedergabe. Viele Aufnahmen mit Frauenstimmen sind sehr anstrengend, je nach Lautstärke. Gutes Beispiel: "Life Worth Living" von Laurel. Unerträglich ab mittlerer Lautstärke, trotz -5 dB Hochtontilt bei der Dirac Zielkurve. Hier bin ich ganz optimistisch, das Holger das abmildern kann.
Bei dem Track steht auch die Gitarre links knapp vor dem Lautsprecher, wärend die rechte praktisch neben meinem Ohr schwebt.
Die Positionen der Gitarren kann ich bestätigen :toptop:
Der Track scheint hot recorded zu sein.

Bild

Welchen DAC-Rekonstruktionsfilter verwendest du am AV10?
Btw. geiler Klang - egal bei welcher Lautstärke.
Für diesen Beitrag von pogo bedankte sich:
(Nutzer für Gäste nicht sichtbar)
NAD M33 + MDC HDM-2 / Bluesound HUB Erweiterung
Teufel M200/M6000 (erste Generation)
WAXWING Phono DSP
miniDSP UMIK-2

#1400

Beitrag von Tom81 »

pogo hat geschrieben: 7. Mai 2026 20:13 Die Positionen der Gitarren kann ich bestätigen :toptop:
Der Track scheint hot recorded zu sein.

Welchen DAC-Rekonstruktionsfilter verwendest du am AV10?
Btw. geiler Klang - egal bei welcher Lautstärke.
Also ist es in der Aufnahme so vorgesehen, das die Gitarren links und rechts auf unterschiedlichen Tiefen wiedergeben werden?

Was bedeutet hot recorded? Google war wenig hilfreich.

Filter 1, kurze Verzögerung und langsame Abklingzeit.

Diese Werbung bekommen Sie nur als Gast angezeigt
Antworten
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Nubert Lautsprecher“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bravado und 4 Gäste